Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.669/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_669/2008/bnm

Urteil 12. Januar 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter L. Meyer, Bundesrichter Marazzi,
Gerichtsschreiber Schett.

Parteien
X.________,
vertreten durch seine Mutter Z.________,
Beschwerdeführer,
handelnd durch W.________, Amtsvormundschaft des Bezirksgerichts Bremgarten,
und diese vertreten durch Rechtsanwalt Roger Seiler,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Christian Meier,

Gegenstand
Kinderunterhalt,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht,
2. Kammer, vom 21. August 2008.

Sachverhalt:

A.
Das Bezirksgericht Bremgarten stellte mit Urteil vom 18. Oktober 2007 fest,
dass Y.________ (geboren 1972) der Vater von X.________ (Beschwerdeführer),
geboren 2006, sei und das Kindesverhältnis (Dispositiv-Ziff. 1) rückwirkend auf
den Zeitpunkt der Geburt begründet werde. Y.________ (nachfolgend:
Beschwerdegegner) wurde verpflichtet, der Mutter Z.________ (geboren 1984) an
den Unterhalt des Sohnes monatlich vorschüssig folgende Unterhaltsbeiträge zu
bezahlen:
- vom 11.12.2006 - 31.07.2007 Fr. 585.--
- vom 01.08.2007 - 31.12.2012 Fr. 330.--
- vom 01.01.2013 bis zur Mündigkeit Fr. 445.--
(Dispositiv-Ziff. 2). Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 2 basieren auf dem
Landesindex der Konsumentenpreise des BIGA per September 2007 mit 101 Punkten
(Basis Dezember 2005 = 100 Punkte).
Z.________ reiste Ende Juli 2007 mit ihrem Sohn zurück nach Polen.

B.
Gegen das bezirksgerichtliche Urteil reichte der Beschwerdeführer beim
Obergericht des Kantons Aargau (Zivilgericht, 2. Kammer) Appellation ein,
welche mit Urteil vom 21. August 2008 abgewiesen wurde.

C.
Der Bescherdeführer hat mit Eingabe vom 1. Oktober 2008 die Sache an das
Bundesgericht weitergezogen. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei
aufzuheben, und es sei wie folgt zu entscheiden:
"Ziff. 2 des Urteils des Bezirkgerichts Bremgarten vom 18. Oktober 2007 wird
aufgehoben und wie folgt neu gefasst:
Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 2 an den Unterhalt des Klägers 1
monatlich vorschüssig folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

- 11.12.2006 - 31.07.2007 Fr. 789.--
- 01.08.2007 - 30.11.2012 Fr. 440.--
- 01.12.2012 - 30.11.2018 Fr. 600.--
- 01.12.2018 - 30.11.2022 Fr. 626.--
- 01.12.2022 - 11.12.2024 Fr. 797.--."
Sodann ersucht der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege und um Rechtsverbeiständung durch den unterzeichnenden Anwalt.
Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

Erwägungen:

1.
1.1 Die Zusprechung von Kinderunterhaltsbeiträgen gemäss Art. 285 Abs. 1 ZGB
betrifft eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) und eine vermögensrechtliche
Angelegenheit, wobei der Streitwert von mindestens Fr. 30'000.-- gemäss den
obergerichtlichen Feststellungen überschritten wird (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG;
vgl. BGE 116 II 493 E. 2b S. 495). Entschieden hat das Obergericht als letzte
kantonale Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG) gegen den Beschwerdeführer, der mit dem
Antrag, die ihm zuerkannten Unterhaltsbeiträge zu erhöhen, unterlegen und
deshalb zur Beschwerde berechtigt ist (Art. 76 Abs. 1 BGG).

1.2 Mit der Beschwerde kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht,
Völkerrecht und kantonaler verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht werden
(Art. 95 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann nur gerügt werden, wenn
sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von
Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens
entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dabei ist "offensichtlich
unrichtig" mit "willkürlich" gleichzusetzen (BGE 133 II 249 E. 1.2.2; 133 III
393 E. 7.1 S. 398). Es genügt aber nicht, einen von den tatsächlichen
Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Vielmehr
ist in der Beschwerdeschrift im Einzelnen darzulegen, inwiefern diese
willkürlich bzw. unter Verletzung einer verfahrensrechtlichen
Verfassungsvorschrift zustande gekommen sein sollen (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S.
255).

2.
2.1 Nach Art. 276 Abs. 1 ZGB haben die Eltern für den Unterhalt des Kindes
aufzukommen. Soweit dieser in Geld zu leisten ist, bemisst sich die Höhe nach
den in Art. 285 Abs. 1 ZGB genannten Kriterien: Demgemäss soll der
Unterhaltsbeitrag den Bedürfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und
Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen und ausserdem Vermögen und Einkünfte
des Kindes sowie den Beitrag des nicht obhutsberechtigten Elternteils an der
Betreuung des Kindes berücksichtigen. Diese gesetzlichen Bemessungskriterien
beeinflussen sich gegenseitig; die Festsetzung des Unterhaltsbeitrages ist ein
Ermessensentscheid, bei dem die gesamten Umstände zu würdigen sind (BGE 116 II
110 E. 3a S. 112; 128 III 161 E. 2c/aa S. 162, 411 E. 3.2.2 S. 414).

2.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt in sämtlichen Bereichen des
Familienrechts der Grundsatz, dass bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen
der zahlungspflichtigen Partei in jedem Fall das Existenzminimum zu belassen
ist (BGE 133 III 57 E.3 S. 59). Das Gesetz schreibt dem Gericht keine bestimmte
Methode der Unterhaltsberechnung vor (BGE 128 III 411 E.3.2.2. S. 414 f.).

2.3 Das Obergericht hat zu Recht ausgeführt, die richterliche Pflicht zur
Sachverhaltsermittlung sei durch die Mitwirkungspflichten der Parteien
eingeschränkt (BGE 128 III 411 E. 3.2.1 S. 413 f.). Namentlich dort, wo es um
Sachverhalte geht, die sich im Ausland verwirklicht haben, obliegt es daher der
betreffenden Partei, die massgebenden Grundlagen dem Richter vorzulegen und die
Beweismittel zu nennen.

3.
3.1 Gemäss dem angefochtenen Urteil wurde von den Parteien nicht in Frage
gestellt, dass von der Mutter des Kindes, welche als Inhaberin der elterlichen
Sorge für die Pflege und Erziehung des Beschwerdeführers aufkomme, an dessen
Unterhalt nichts zu erwarten sei, womit der Barbedarf des Beschwerdeführers
allein und vollumfänglich vom Beschwerdegegner zu alimentieren sei.

3.2 Bei der Berechnung des durchschnittlichen Unterhaltsbedarfs des
Beschwerdeführers hat sich das Bezirksgericht Bremgarten auf das Kreisschreiben
der Kammer für Vormundschaftswesen des Obergerichts vom 1. November 2005
betreffend Empfehlungen für die Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder
abgestützt. Weil das Einkommen des Vaters des Kindes maximal Fr. 3'500.--
beträgt, hat es den Unterhaltsbeitrag um 25 % gekürzt. Für die Zeit vom 1.
August 2007 bis 31. Dezember 2012 ist es bei Berücksichtigung eines
Lebenskostenindexes von 50.8 % in Polen zu einem individuellen Bedarf nach
polnischen Verhältnissen von Fr. 330.-- vom 1. August 2007 bis 31. Dezember
2012 und für die Zeit vom 1. Januar 2013 bis zur Mündigkeit zu einem
Unterhaltsbeitrag von Fr. 445.-- pro Monat gelangt.

3.3 Das Obergericht hat dagegen in Anwendung von Ziffer 1.2 der erwähnten
Empfehlung das Kreisschreiben der Schuldbetreibungs- und Konkurskommission des
Obergerichts des Kantons Aargau vom 3. Januar 2001 betreffend die Richtlinien
für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) nach
Art. 93 SchKG als Grundlage für die Ermittlung des Unterhaltsbedarfs des Kindes
angenommen, weil die wirtschaftlichen Verhältnisse des Vaters angespannt und
mangelhaft seien.

Die Vorinstanz fährt fort, wie bereits das Bezirksgericht zutreffend dargelegt
habe und von den Parteien im Grundsatz nicht beanstandet werde, seien für den
Unterhaltsberechtigten die Bedürfnisse an seinem Wohn- bzw. gewöhnlichen
Aufenthaltsort massgeblich. Liege dieser nicht in der Schweiz, könne der
Unterhaltspflichtige hierzulande belangt werden; den tieferen Unterhaltskosten
am Wohnort des Beschwerdeführers und mithin seinem geringeren Bedarf sei jedoch
mit einer Reduktion angemessen zu begegnen. Die Berücksichtigung des
unterschiedlichen Lebensstandards in den verschiedenen Staaten erfolge
praxisgemäss über eine Umrechnung anhand der statistisch erhobenen
Verbrauchergeldparitäten bzw. internationaler Kaufkraftvergleiche. Verwendung
fänden in der Praxis vorab die Erhebungen internationaler Grossbanken (z.B. die
von der UBS AG veröffentlichte Schrift "Preise und Löhne: Ein
Kaufkraftvergleich rund um die Welt, März 2008", Nachführung der Ausgabe 2006,
Zürich 2008) oder die Angaben des Bundesamtes für Statistik (z.B. Ziff. 5.7.1
"Internationaler Preisvergleich" 2006, in: Statistisches Jahrbuch der Schweiz
2008, herausgegeben vom Bundesamt für Statistik, 115. Jg., Zürich 2008, S. 143;
Urteil des Bundesgerichts 5A_384/2007 vom 3. Oktober 2007 E. 4.1.; Urteil des
Bundesgerichts 5C.6/2002 vom 11. Juni 2002 E. 3.a; PETER BREITSCHMID, Basler
Kommentar, ZGB I, 3. Aufl. 2007, N. 25 und N. 27 zu Art. 285 ZGB, S. 1529 f.;
STEPHAN WULLSCHLEGER, in: FamKommentar Scheidung, Hrsg. Ingeborg Schwenzer, N.
14 zu Art. 285 ZGB, S. 931). Aufgrund des Gesagten sei der nach hiesigen
Verhältnissen ermittelte Bedarf des Beschwerdeführers wegen des Wechsels seines
Aufenthaltsorts ab 1. August 2007 den polnischen Verhältnissen anzupassen. Das
Bezirksgericht habe den tieferen Lebenshaltungskosten in Polen mit einem
"Lebenskostenindex" von 55.8% Rechnung getragen.

Das Obergericht hat dazu befunden, ziehe man die vom Beschwerdeführer vor
Bezirksgericht angerufenen Angaben des Bundesamts für Migration (BFM),
Swissemigration, zu Konsumgütern und Dienstleistungen bei, erhelle aus allen
vom Beschwerdeführer aufgelisteten Indizes ein gegenüber der Schweiz tieferes
Preisniveau mit damit verbundenen tieferen Lebenshaltungskosten in Polen. Indes
sei festzustellen, dass sich die genannten Indizes - namentlich jene, die den
Indexstand per Frühjahr 2008 erfassten - allesamt und teilweise markant erhöht
hätten: Der sich auf "Expatriates-Familien" in städtischen Verhältnissen
beziehende Index der UBS belaufe sich neu auf 67.9 Punkte (Ein
Kaufkraftvergleich rund um die Welt/März 2008", Nachführung der Ausgabe 2006,
Zürich 2008). Der OECD-Index, welcher den Massstab für Personen bilde, die sich
im Land gut auskennten, betrage mittlerweile 49 Punkte (Stand: September 2007).
Der Index von A&S in der Höhe von 64.1 Punkten (Stand: März 2008) gelte als
realistische Masszahl für Neuankömmlinge aus der Schweiz und
Auslandaufenthalter/innen im ersten Jahr. Diese Zahlen belegten entgegen der
Auffassung des Beschwerdeführers, dass das Preisniveau in Polen immer noch
erheblich von demjenigen in der Schweiz abweiche, weshalb von einer "starken
Annäherung" an die hiesigen Lebensverhältnisse nicht die Rede sein könne. Der
Geldwert in den verschiedenen Ländern werde auf lange Sicht bzw. auf Dauer
unterschiedlich bleiben. Die Begründung dafür liege in den unterschiedlichen
Rahmenbedingungen der verschiedenen Wirtschaftsregionen, die nicht kurzfristig
wegfielen (z.B. Produktivität) und teilweise bestünden bzw. unveränderlich
bleiben würden (z.B. Unterschiede betreffend das natürliche und/oder politische
Klima, Produktionsfaktoren, Einkommen und Präferenzen der Kunden, Markt- und
Produktionsstrukturen, Rohstoffabhängigkeit; vgl. dazu Urteil des
Bundesgerichts 5C.6/2002 vom 11. Juni 2002, E. 3.b). Ferner werde die Erhebung
von der UBS für Grossstädte - vorliegend Warschau - gerechnet, womit sie nicht
unbesehen des Wohnorts des Beschwerdeführers in Lublin (im Osten Polens
gelegene, neuntgrösste polnische Stadt, welche rund 150 Kilometer südöstlich
der Hauptstadt sowie ca. 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt
liegt) verwendet werden könne. Andererseits werde ebenso wenig belegt, dass der
Beschwerdeführer in (ärmlichen) ländlichen Verhältnissen lebe. Um den tieferen
Lebenshaltungskosten angemessen Rechnung zu tragen, sei in Anbetracht der
zwischenzeitlichen Erhöhung des Preisniveaus zusammenfassend ein
Durchschnittswert von 60.3% ([67.9% + 49.0% + 64.1%] : 3 = 60.33%) anzunehmen.
Insgesamt ergäben sich an die polnischen Verhältnisse angepasste Existenzminima
wie folgt: Fr. 275.-- ab 1. August 2007 bis 10. Dezember 2012, Fr. 335.-- ab
11. Dezember 2012 bis 10. Dezember 2018 und Fr. 425.-- vom 11. Dezember 2018
bis zur Mündigkeit.
Das Obergericht hat dazu weiter bemerkt, es rechtfertige sich weder eine
Erhöhung des Unterhaltsbedarfs gemäss den erwähnten Richtlinien über die von
der Vorinstanz festgesetzten Unterhaltsbeiträge hinaus noch eine weitere
Abstufung nach Vollendung des 12. bzw. 16. Altersjahrs des Kindes. Nachdem der
vom Bezirksgericht festgelegte jeweilige Bedarf des Beschwerdeführers dessen
jeweiliges Existenzminimum nicht massgeblich übertreffe und die zugesprochenen
Kinderunterhaltsbeiträge den geschilderten Verhältnissen angemessen erschienen,
und eine Herabsetzung nicht im Kindesinteresse liege, bestehe auch kein Anlass,
die Kinderunterhaltsbeiträge von Amtes wegen herabzusetzen.
3.4
3.4.1 Der Beschwerdeführer bringt als Erstes vor, gemäss Ziff. 1.2 der
Empfehlungen des Obergerichts des Kantons Aargau für die Bemessung von
Unterhaltsbeiträgen für Kinder vom 1. November 2005 sei bei angespannten,
mangelhaften finanziellen Verhältnissen nach Massgabe der SchKG-Richtlinien zu
ermitteln. Die Vorinstanz gehe aber offensichtlich zu Unrecht davon aus, der
Unterhaltsbeitrag des unterhaltsberechtigten Beschwerdeführers selber sei nach
den SchKG-Richtlinien festzulegen. Gestützt auf diesen offensichtlich falschen
Schluss, welcher nicht nur den Empfehlungen, sondern auch insbesondere den
bundesgerichtlichen Vorgaben gemäss Art. 285 Abs.1 ZGB widersprächen, habe die
Vorinstanz das Existenzminimum des Beschwerdeführers als vermeintliche
Grundlage der Unterhaltsbeiträge ermittelt.

Das Vorbringen geht fehl. Der von ihm zitierte Autor stellt fest, dass die
Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Notbedarfs als
Hilfsmittel für den durchschnittlichen Bedarf genügten (CYRIL HEGNAUER, Berner
Kommentar, Bern 1997, N.24 zu Art. 285 ZGB, S. 343). Auch andere Lehrmeinungen
sehen bei niedrigen Einkommen eine Berechnung des Existenzminimums der Eltern
und des Kindes auf Grund der SchKG-Tabellen vor (MARIO GUGLIELMONI/FRANCESCO
TREZZINI, Die Bemessung des Unterhaltsbeitrages für unmündige Kinder in der
Scheidung in: AJP 1993 S. 9/10; HEINZ HAUSHEER/ANNETTE SPYCHER, Handbuch des
Unterhaltsrechts, Rz. 06.130 S. 371/372).

3.4.2 Im Weiteren trägt der Beschwerdeführer vor, das Obergericht halte in
seinen Erwägungen zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdegegners fest, dessen
monatliches Nettoeinkommen habe - wie von der ersten Instanz festgestellt und
seitens der Parteien unbestritten - im Zeitraum ab Geburt bis Ende 2007 Fr.
3'080.-- betragen, ab Juni 2007 bis August 2007 Fr. 3'500.--, ab 1. September
2007 bis "Stellenantritt" Fr. 2'800.-- und anschliessend Fr. 3'500.--. Weder
die erste noch die zweite kantonale Instanz habe es offenbar für nötig
befunden, den "Stellenantritt" zeitlich einzugrenzen. Spätestens ab Februar
2008, d.h. nach sechsmonatiger Arbeitslosigkeit, sei dem Beschwerdegegner aber
unbekümmert um seinen tatsächlichen Status ein hypothetisches Einkommen in Höhe
von mindestens Fr. 3'500.-- anzurechnen. Mit andern Worten sei der
"Stellenantritt" in Ergänzung des von der Vorinstanz lückenhaft festgestellten
Sachverhalts auf den 1. Februar 2008 festzulegen. Der Beschwerdeführer verlangt
mit dieser Rüge eine Ergänzung des Sachverhalts ohne aber darzulegen, dass er
diese Sachverhaltsergänzung bereits vor Obergericht prozesskonform verlangt
hat, weshalb sie als neu und damit als unzulässig zu gelten hat.
3.4.3 In diesem Zusammenhang rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe
nicht ausgeführt, inwiefern die Quellenbesteuerung wie auch die
Sicherheitsleistungspflicht zu berücksichtigen seien, gehe doch das Obergericht
selber davon aus, es sei auf Grund der Lohnstrukturerhebungen von einem
monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 3'500.-- auszugehen. Im Rahmen der
Parteibefragung habe der Beschwerdegegner ausgesagt, Quellensteuer und
Sicherheitsabzug seien seit drei Monaten, also seit Juli 2007 weggefallen,
sodass er in den letzten zwei Monaten brutto Fr. 3'500.-- (wohl
Arbeitslosentaggelder September und Oktober) erhalten habe. Inwiefern
diesbezüglich ein offensichtlicher Irrtum vorliegen, bzw. der Sachverhalt
aktenwidrig falsch festgestellt worden sein soll, wird nicht hinreichend
begründet, denn es wird nicht dargetan, von welchem anderen Nettoeinkommen als
von Fr. 3'500.-- die Vorinstanz hätte ausgehen sollen. Auch darauf ist nicht
einzutreten.

3.5
3.5.1 Als Nächstes rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe seine
monatlichen Kosten für die Krankenkasse sowie für den Wohnanteil bereits bei
der Feststellung des Bedarfs auf polnische Verhältnisse angepasst und hernach
beim Kaufkraftvergleich nochmals gekürzt. Zur Höhe der Bedarfspositionen als
solcher äussert sich der Vertreter des Beschwerdeführers nicht, und er hat es
nicht für notwendig erachtet, sich bei dessen Mutter nach den konkreten
Auslagen zu erkundigen (vgl. E. 2.3 hiervor). Dennoch ist er der Auffassung,
das Obergericht sei diesbezüglich in Willkür verfallen.

3.5.2 Das Obergericht hat dazu ausgeführt, das Existenzminimum des
Beschwerdeführers belaufe sich - unter Ausklammerung des tieferen Preisniveaus
in Polen - vom 11. Dezember 2006 bis am 10. Dezember 2012 auf Fr. 455.--, vom
11. Dezember 2012 bis am 10. Dezember 2018 auf Fr. 555.-- sowie schliesslich
vom 11. Dezember 2018 bis zur Mündigkeit auf Fr. 705.--. Diese Beträge setzen
sich aus den altersgerecht abgestuften Grundbeträgen von Fr. 250.--, Fr. 350.--
bzw. Fr. 500.-- (Ziff. 1/4 der SchKG-Richtlinien), den (für die
Aufenthaltsdauer in der Schweiz belegten und ab der Rückkehr nach Polen
geschätzten) Kosten für die Krankenkasse von Fr. 55.-- sowie einem
Wohnkostenanteil, welcher angesichts der Auslagen der Kindsmutter für Kost und
Logis von hierzulande Fr. 900.-- sowie aufgrund der beabsichtigten Pläne der
Kindsmutter für die Zeit nach der Rückkehr nach Polen ermessensweise auf Fr.
150.-- festgesetzt werde, zusammen. Um den tieferen Lebenshaltungskosten
angemessen Rechnung zu tragen - fährt die Vorinstanz fort - sei in Anbetracht
der zwischenzeitlichen Erhöhung des Preisniveaus zusammenfassend ein
Durchschnittswert von 60.3% ([67.9% + 49.0% + 64.1%] : 3 = 60.33%) anzunehmen.
Insgesamt ergäben sich an die polnischen Verhältnisse angepasste Existenzminima
wie folgt: Fr. 275.-- ab 1. August 2007 bis 10. Dezember 2012, Fr. 335.-- ab
11. Dezember 2012 bis 10. Dezember 2018 und Fr. 425.-- vom 11. Dezember 2018
bis zur Mündigkeit.

Gemäss den Richtlinien des Obergerichts des Kantons Aargau (Schuldbetreibungs-
und Konkurskommission) für die Berechnung des betreibungsrechtlichen
Existenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG (Fassung vom 3. Januar 2001)
beträgt der Unterhalt für ein Kind bis zu 6 Jahren Fr. 250.--, von 6 bis 12
Jahren Fr. 350.--, und über 12 Jahren Fr. 500.--. Zu diesen Beträgen kommen
nach dem angefochtenen Entscheid die ermessensweise festgesetzten Auslagen für
die Krankenkasse und den Wohnanteil von Fr. 205.-- (gekürzt auf 60.33 %) hinzu.
Es ist nach diesem Entscheid nicht klar, ob er die Kosten für die Krankenkasse
und für den Wohnanteil für polnische Verhältnisse (schätzungsweise) festgelegt
und hernach noch einmal reduziert hat. Jedenfalls ist die Annahme nicht
geradezu willkürlich, der Abzug sei nur einmal erfolgt. Im Übrigen kann auf
Folgendes hingewiesen werden.

3.5.3 Nach der bundesgerichtlichen Praxis liegt Willkür vor, wenn der
angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen
Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen
Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem
Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid
jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis
unhaltbar ist; dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar
zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148 mit
Hinweisen).

3.5.4 Anlässlich der Befragung vom 14. Juli 2007 vor dem Bezirksgericht
Bremgarten hat die Mutter des Kindes betreffend die Kosten der Krankenkasse in
Polen ausgesagt, wenn sie arbeite, dann bezahle sie mehr als wenn sie nicht
arbeite. Vielleicht belaufe sich die Prämie auf ca. Fr. 80.-- bis Fr. 100.--
pro Monat. Die Prämie für ihren Sohn sei dabei schon eingerechnet. Weiter hat
sie ausgeführt, sie werde vorerst bei ihren Eltern in Lublin wohnen und sobald
als möglich eine eigene Wohnung beziehen.

Gemäss dem Internetanbieter Eures Polska zu den Wohn- und Arbeitsverhältnissen
in Polen (www.eures.braca.gov.pl, abgerufen am 16. November 2008) gilt die
obligatorische Krankenversicherung für Personen, die auf Grund von Arbeits-
oder Auftragsverträgen arbeiten. Falls in einer Familie nur eine Person
krankenversichert ist, umfasst ihre Krankenversicherung auch den Ehepartner und
Kinder bis zur Vollendung des 18. bzw. des 26. Lebensjahres, und die Eltern,
soweit sie zusammen mit dem Krankenversicherten wohnen (S. 39). Diese Angaben
werden bestätigt auf dem Internetportal der deutschen Bundesagentur für Arbeit
zum Thema "Arbeiten in Polen" (www.Ba-auslandsvermittlung.de, S. 8/9, abgerufen
am 16. November 2008). Darin wird weiter erwähnt (S. 2), für eine renovierte
60m²-Zimmer-Wohnung im Zentrum von Warschau zahle man leicht über 2'000.--
Zloty, also etwa 500.-- Euro. In Lublin werden im Internet 2 bis 3-
Zimmerwohnungen zu einen Monatszins zwischen 750 und 1'200 Zloty angeboten (Fr.
296.-- bis Fr. 473.-- [umgerechnet zum Tageskurs vom 11. November 2008 von CHF
2.53476]; Wohnungen zu Mieten in Lublin: www.enormo.com/de/search/loc/_Polen,
abgerufen am 17. November 2008).

Gestützt auf diese Abklärungen kann angenommen werden, dass die von der
Vorinstanz veranschlagten Kosten für die Krankenkasse des Beschwerdeführers
wegfallen. Damit bleibt nur noch die Frage offen, ob der Wohnkostenanteil von
Fr. 150.-- bzw. 60.33 % hiervon, also Fr. 90.50 vor Art. 9 BV Stand halten. In
Berücksichtigung der nicht anzurechnenden Krankenkassenprämie von Fr. 55.--
kann demnach von einer Bedarfsdeckung von Fr. 145.-- für die Wohnkosten
ausgegangen werden. Der vom Obergericht für den Beschwerdeführer ermittelte
Notbedarf ist somit selbst dann nicht unhaltbar, wenn ihm bei dessen Berechnung
ein Fehler unterlaufen sein sollte, indem es in der Begründung die
Krankenkassenkosten zu hoch veranschlagt, aber dafür zweimal reduziert haben
sollte.

3.5.5
3.5.5.1 Mit Bezug auf die Kinderzulagen macht der Beschwerdeführer ferner
geltend, der Beschwerdegegner habe eine nicht rechtskräftige Verfügung der
Arbeitslosenkasse vorgelegt, auf Grund welcher er keinen Anspruch auf
Kinderzulagen habe. Es gehe jedoch nicht an, dass eine obere kantonale Instanz
sich ausser Stande erkläre, über die Frage zu befinden, ob dem Beschwerdegegner
nun ein Anspruch auf Kinderzulagen zukomme oder nicht, zumal die
Entscheidgrundlagen und entsprechende Beweise aktenkundig seien. Indem sie
entgegen Art. 285 Abs. 1 ZGB nicht auf die effektive Leistungsfähigkeit des
Unterhaltspflichtigen abgestellt habe, habe sie Bundesrecht verletzt.

3.5.5.2 Die Vorinstanz hat dazu ausgeführt, in der Verfügung der zuständigen
Arbeitslosenkasse vom 20. Februar 2008 sei gestützt auf Art. 121 AVIG i.V.m.
Art. 34 und Art. 129a AVIV festgestellt worden, der Beschwerdegegner habe für
den in Polen lebenden Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Kinderzulagen. Dem
vom Beschwerdeführer eingereichten "Merkblatt: Kinderzulagen" der SVA Zürich
vom Dezember 2007 könne nichts Gegenteiliges entnommen werden, scheine doch
darin auf den Fall der Arbeitslosigkeit des bezugsberechtigten Elternteils
nicht Bezug genommen zu werden. Die Regelung von Art. 285 Abs. 2 ZGB sei
dispositiver Natur, was bedeute, dass von ihr durch richterliche Anordnung
abgewichen werden könne. Die Argumentation des Beschwerdeführers übersehe, dass
Art. 285 Abs. 2 ZGB weder die Höhe des Bedarfs des Kindes noch die
Bemessungsmethode regle. Vielmehr lege sie lediglich fest, dass
Sozialleistungen zu Gunsten des Kindes zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu
zahlen seien. Dessen ungeachtet könne der unterhaltspflichtige Elternteil nicht
dazu verpflichtet werden, mehr als den tatsächlichen Bedarf des Kindes zu
decken (STEPHAN WULLSCHLEGER, a.a.O, N. 72 zu Art. 285 SchKG, S. 949). Daher
seien allfällige bezogene Kinderzulagen bei der Bemessung der
Unterhaltsbeiträge bzw. dem damit zu deckenden Bedarf des Kindes nach ständiger
Praxis des Obergerichts vorweg vom Letzteren abzuziehen und als Folge davon
zusätzlich zum festgesetzten Unterhaltsbeitrag zu entrichten (AGVE 1986, S.
22). Bei der vorliegenden Ausgangslage und vor dem Hintergrund der Unklarheiten
betreffend die Berechtigung des Beschwerdegegners zum Bezug von Kinderzulagen
auf Grund des Auslandbezugs rechtfertige sich ausnahmsweise das vom
Bezirksgericht gewählte Vorgehen, wonach die Kinderunterhaltsbeiträge inklusive
allfällig vom Beschwerdegegner bezogener Kinderzulagen zugesprochen werden.
3.5.5.3 Der Beschwerdeführer setzt sich mit dieser Erwägung nicht auseinander,
sondern erwähnt, dass gemäss § 8 des Kinderzulagengesetzes des Kantons Zürich
vom 8. Juni 1958 die Zulagen bis zum vollendeten 12. Altersjahr Fr. 170.-- und
anschliessend Fr. 195.-- bis zum vollendeten 16. Altersjahr betrügen, und dass
gemäss dem am 1. Januar 2009 in Kraft tretenden Bundesgesetz über die
Familienzulagen (FamZG) Leistungen von mindestens Fr. 200.-- pro Monat
ausgerichtet würden. Diese Vorbringen sind unbehelflich, weil sie sich nicht
auf die tragende Begründung des Obergerichts beziehen.
3.5.6 In diesem Kontext bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe in
ihrer Erwägung 3.3.1. ausser Acht gelassen, dass das Kreisschreiben am
zitierten Ort als Grundlage der ermittelten Zahlen den Indexstand per 1. August
2005 festhalte, die Bedarfszahlen also hinsichtlich der Teuerung zu bereinigen
seien. Diese Rüge bezieht sich jedoch auf das Kreisschreiben der Kammer für
Vormundschaftswesen des Obergerichts des Kantons Aargau vom 10. Juni 1993 und
nicht auf die von der Vorinstanz angewendeten SchKG-Richtlinien, auf welche
sich das Obergericht ohne Verletzung von Art. 285 ZGB hat abstützen dürfen (E.
3.4.1 hiervor).

Das Obergericht hat dazu festgehalten, eine Berücksichtigung der seit Erlass
der SchKG-Richtlinien aufgelaufenen Teuerung und als Folge davon eine
teuerungsbereinigte Erhöhung der zu Grunde gelegten Ansätze habe schliesslich
nicht zu erfolgen, nachdem die SchKG-Richtlinien eine Änderung der Ansätze
explizit erst für den Fall des Überschreitens des Indexstandes von 110 Punkten
vorsähen und der Landesindex der Konsumentenpreise (auf der Basis Mai 2000 =
100 Punkte) per Ende Mai 2008 bei 109.9 Punkten liege. Der Einwand des
Beschwerdeführers geht demnach fehl.

3.6 Ferner trägt der Beschwerdeführer vor, eine korrekte Anwendung von Art. 285
Abs. 1 ZGB gebiete, dem effektiven Unterhaltsbedarf des unterhaltsberechtigten
Kindes die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des unterhaltspflichtigen
Elternteils gegenüber zu stellen und nötigenfalls die Unterhaltspflicht beim
Existenzminimum des Pflichtigen zu begrenzen. Die Differenz zwischen Einkommen
zuzüglich Kinderzulagen und Existenzminimum des Pflichtigen ergebe für jede
Phase der Berechnung einen Überschuss zu Gunsten des Beschwerdegegners. Damit
stehe nichts entgegen, dem Beschwerdeführer einen angemessenen Unterhalt gemäss
Anträgen zu Lasten des Beschwerdegegners zuzusprechen. Zudem habe der
Beschwerdegegner anlässlich seiner Befragung vom 18. Oktober 2007 ausgesagt, er
habe pro Monat durchschnittlich US Dollar 200.-- an seine Mutter und an seine
Schwestern im Irak überwiesen.

Das Obergericht hat sich damit nicht befasst, und der Beschwerdeführer macht
nicht geltend, er habe dieses Argument prozesskonform und rechtzeitig im
kantonalen Verfahren vorgetragen. Da auch keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2
BV gerügt wird, gilt der Einwand als neu und ist nicht zu berücksichtigen. Im
Übrigen hat das Bezirksgericht Bremgarten zu Recht erwähnt, eine
"Quersubvention der Lebenshaltungskosten" der Mutter des Beschwerdeführers sei
gesetzwidrig, denn hierfür habe sie selber aufzukommen (S. 12 Ziff. 2.7.6 Abs.
2 am Ende). Eine Verletzung von Art. 285 Abs. 1 ZGB hätte nur dann vorliegen
können, wenn der Beschwerdeführer höhere Lebenskosten für sich nachgewiesen
hätte.

3.7 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe Art. 285 ZGB
verletzt, weil sie nicht vier Altersabstufungen vorgenommen habe, wie dies
übrigens auch gemäss den Empfehlungen der Kammer für Vormundschaftswesen
vorgesehen sei. Es ist richtig, dass darin (B. Ziff. 1.1 S. 7) gestaffelte
Unterhaltsbeiträge für vier Perioden vorgesehen sind, nämlich 1. - 6., 7. -
12., 13. - 16. und 17. - 18. Altersjahr. Von vornherein unbehelflich ist die
Berufung auf Peter Breitschmid, denn dieser Autor nimmt selbst nur drei
Staffellungen vor (a.a.O., N.6 zu Art. 285 ZGB S. 1522: 1. - 6., 7. - 12. und
13. - 18. Altersjahr). Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass beim
Beschwerdegegner knappe Einkommensverhältnisse vorliegen und damit die
SchKG-Richtlinien Anwendung finden (E. 3.4.1 hiervor) und somit auch die darin
vorgesehene dreistufige Unterhaltsfestsetzung zu beachten ist. Eine
Bundesrechtverletzung liegt demnach nicht vor.

3.8 Nach dem Ausgeführten hat das Obergericht weder Bundesrecht verletzt, noch
eine Ermessensüberschreitung begangen, indem es die vom Bezirksgericht
festgelegten Unterhaltsbeiträge - wenn auch auf anderer Berechnungsgrundlage -
als angemessen befunden hat.

4.
Damit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann, und
der Beschwerdeführer wird grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Nach dem Ausgeführten konnte die Beschwerde von vornherein keine Aussicht auf
Erfolg haben, da der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren seiner
Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen ist und dies im bundesgerichtlichen
Verfahren nicht nachgeholt werden kann. Das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege muss deshalb abgewiesen werden. Da die Bedürftigkeit des
Beschwerdeführers offensichtlich ist, werden keine Gerichtskosten erhoben (Art.
66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientschädigung an den Beschwerdegegner entfällt, da
er nicht zur Vernehmlassung eingeladen worden ist (vgl. Art. 68 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen, soweit es nicht
gegenstandslos geworden ist.

3.
Es werden keine Kosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Zivilgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. Januar 2009

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Schett