Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.674/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_674/2008/don

Urteil vom 7. Oktober 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Departement des Innern des Kantons Solothurn, Ambassadorenhof, 4500 Solothurn,
Beschwerdegegner,
vertreten durch das Amt für soziale Sicherheit.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom
22. September 2008.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerdeführerin weilt seit längerer Zeit gestützt auf einen vom
Departement des Innern verfügten fürsorgerischen Freiheitsentzug in der
Psychiatrischen Klinik Solothurn, Aussenstation Z.________. Mit Verfügung vom
3. September 2008 wurde die fürsorgerische Freiheitsentziehung bis zum 4. März
2009 verlängert. Das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn wies eine
Beschwerde der Betroffenen mit Urteil vom 22. September 2008 ab. Dagegen
richtet sich die Beschwerdeführerin je mit Eingaben vom 3. Oktober 2008 an das
Bundesgericht mit dem sinngemässen Begehren um Entlassung. Es sind keine
Vernehmlassungen eingeholt worden.

2.
2.1 Die Beschwerde hat einen Antrag zu enthalten, wobei neue Begehren
unzulässig sind (Art. 99 Abs. 2 BGG). Die Beschwerde ist sodann zu begründen.
Mit ihr ist in gedrängter Form durch Auseinandersetzung mit den Erwägungen des
angefochtenen Entscheids darzulegen, inwiefern dieser Bundesrecht verletzt
(Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Verfassungsverletzungen werden nur geprüft, wenn
sie gerügt und gehörig begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 287 E.
1.4). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der
Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung willkürlich
oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29
Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2.2
und 1.4.3 S. 255). In der Beschwerde in Zivilsachen dürfen überdies keine neuen
Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid
der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BV).

2.2 Dem angefochtenen Urteil lässt sich entnehmen, dass die Beschwerdeführerin
an einer schizoaffektiven Störung mit submanischen Anteilen leidet. Das
Verwaltungsgericht führt weiter aus, nach dem Bericht des behandelnden Arztes
vom 13. Februar 2008 befinde sich die Beschwerdeführerin aufgrund dieser
Krankheit in stationärer Behandlung, wobei die Behandlung in den letzten
Monaten schwankend und insgesamt unstabil verlaufen sei. Die Beschwerdeführerin
lehne die medikamentöse Behandlung nach wie vor ab und sei
krankheitsuneinsichtig. Durch regelmässige antipsychotische Medikation und
pflegerisch-strukturierende Massnahmen habe eine Stabilisierung des
Gesundheitszustandes erreicht werden können, so dass die Beschwerdeführerin zur
Zeit weder akut fremdgefährdet noch selbstgefährdet sei. Die Beschwerdeführerin
bedürfe aber nach wie vor des therapeutischen Rahmens der psychiatrischen
Klinik und sei auf die verschriebenen Medikamente angewiesen, damit ihre
Krankheit nicht ausgeprägt durchdringe. Es bestehe die Gefahr, dass die
Beschwerdeführerin die Medikamenteneinnahme im selbständigen Alltagsleben
vernachlässige und damit einem baldigen Rückfall erleide. Die Entlassung
rechtfertige sich zur Zeit nicht, um so weniger als die Wohnsituation
ausserhalb der Klinik völlig unklar sei und ein Platz in einem Altersheim
gesucht werde. Die nötige persönliche Fürsorge könne somit nur in der Anstalt
gewährt werden.

2.3 Die Beschwerdeführerin hält dem angefochtenen Urteil im Wesentlichen
entgegen, der fürsorgerische Freiheitsentzug verletze die Menschenrechte und
mache Menschen kaputt. Sie setzt sich indes nicht den obgenannten Anforderungen
entsprechend mit den Erwägungen des angefochtenen Urteils auseinander. Auf die
offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren
(Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG) durch den Präsidenten der Abteilung nicht
einzutreten.

3.
Es werden keine Kosten erhoben (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons
Solothurn schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Oktober 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Zbinden