Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.69/2008
Zurück zum Index II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 2008
Retour à l'indice II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 2008


Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_69/2008/bnm

Urteil vom 20. August 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Meyer,
Gerichtsschreiber Rapp.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Fürsprecher Dr. Jürg Rieben und/oder Rechtsanwalt Oliver
Albrecht,

gegen

1. Y.________,
vertreten durch Fürsprecher Enrico Dalla Bona,
2. Z.________,
vertreten durch Fürsprecher Dr. Thomas Aebersold,
3. W.________,
vertreten durch Fürsprecherin Claudia Obrecht-Hächler,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Erbteilung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, Appellationshof,
2. Zivilkammer, vom 31. August 2007.

Sachverhalt:

A.
V.________ (nachfolgend: Erblasser) war mit W.________ (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin 3) verheiratet. Aus dieser Ehe sind die Kinder X.________
(nachfolgend: Beschwerdeführerin), Y.________ und Z.________ (nachfolgend:
Beschwerdegegner 1 und 2) hervorgegangen.

Der Erblasser war Eigentümer der V.________ AG. Am 14. August 1995 gründete er
die S.________ AG mit einem Aktienkapital von Fr. 500'000.--. Bei der
S.________ AG handelt es sich um eine Beteiligungsgesellschaft.

B.
Am 22. Dezember 1989 schlossen der Erblasser und die Beschwerdegegnerin 3 einen
Erbvertrag ab, in dessen Art. 7 Ziff.1 Ersterer für den Fall des Vorversterbens
u.a. Folgendes verfügte:
"a) Unsere Kinder erben zu gleichen Teilen. X.________ und Y.________ sind
verpflichtet, alle Zuwendungen zur Ausgleichung zu bringen, die ihnen zu meinen
Lebzeiten unentgeltlich als Schenkung oder Vorempfang zugewendet worden sind;
ausgenommen sind Gelegenheitsgeschenke. Alle Nachkommen werden demgegenüber für
sämtliche Zuwendungen, die ihnen als Heiratsgut, Ausstattung sowie für
Erziehung oder Ausbildung zugekommen sind, ausdrücklich von der
Ausgleichungspflicht entbunden.
a) Meine Aktien der V.________ AG und meine Guthaben gegenüber dieser Firma
sind zu gleichen Teilen (je 1/3) den Kindern anzuweisen; Pflichtaktien, die
sich bereits vor dem Erbgang in ihrem Besitze befunden haben, sind an diese
Anweisung anzurechnen. Dergestalt werden alle drei Kinder nach vollzogener
Erbteilung zu je einem Drittel an der V.________ AG beteiligt sein. Die
überzählige Namenaktie zu Fr. 1'000.-- nom. der V.________ AG fällt als
Vorauslegat an meine Ehegattin."

C.
Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 25. Oktober 1995 verkaufte der
Erblasser die S.________ AG an die Beschwerdeführerin. Ziff. 3 dieses Vertrags
lautete wie folgt:
"Der Kaufpreis für die von der Käuferin zu übernehmenden 500 Aktien à Fr.
1'000.-- beträgt Fr. 500'000.--.

(...)

Der Verkäufer erklärt, dass keine gemischte Schenkung vorliegt. Für den Fall
einer Auseinandersetzung zwischen den Erben erklärt der Verkäufer, dass er die
Käuferin ausdrücklich von der Ausgleichung gemäss Art. 626 Abs. 2 ZGB gegenüber
den anderen Erben befreit."
Wie aus dem ebenfalls öffentlich beurkundeten Aktionärsbindungsvertrag zwischen
dem Erblasser und der Beschwerdeführerin vom 25. Oktober 1995 hervorgeht,
beabsichtigte die S.________ AG die Übernahme sämtlicher Aktien der V.________
AG zum Preis von Fr. 8'000'000.--.

D.
Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 27. Oktober 1995 verkaufte der
Erblasser der S.________ AG sämtliche 1'000 Namenaktien der V.________ AG mit
einem Nennwert von je Fr. 1'000.--. Ziff. 3 dieses Vertrags lautete wie folgt:
"Als Kaufpreis für das gesamte Aktienpaket des Verkäufers wird ein Betrag von
Fr. 8'000'000.-- vereinbart.

Der Verkäufer hat Kenntnis davon, dass der Verkaufspreis möglicherweise tiefer
liegt als der Verkehrswert zum Zeitpunkt des Verkaufs. Bei der Festsetzung des
Kaufpreises wurden berücksichtigt: die Konkurrenzverhältnisse, die
Schwierigkeiten am Markt aufgrund der Rezession im Baugewerbe und des
Verhaltens der Konkurrenten unter Einschluss des Sohnes des Verkäufers und die
sich daraus ergebenden erheblichen Margenerosionen, die aufgrund der Situation
in Zukunft zu erwartenden schlechteren Gewinnaussichten sowie den erheblichen
[recte: der erhebliche] Investitionsbedarf. Der Verkäufer beabsichtigt mit der
Festlegung des Kaufpreises keine Begünstigung eines Erben.

Sollte bei der Erbauseinandersetzung angenommen oder festgestellt werden, dass
eine gemischte Schenkung vorliegt, erklärt der Verkäufer, dass er seine Tochter
X.________, welche Hauptaktionärin der Käuferin ist, ausdrücklich von der
Ausgleichung gemäss Art. 626 Abs. 2 ZGB gegenüber den anderen Erben befreit."
E. Ferner enthielt der Kaufvertrag folgende Bestimmungen:
"1. Zusicherungen Käuferin
1.1. Die Käuferin hat Kenntnis davon, dass sich der Verkäufer als ehemaliger
Hauptaktionär und gemäss mit der Eidg. Steuerverwaltung abgeschlossener
Vereinbarung im Rahmen der Neuregelung der Eigentumsverhältnisse an den Aktien
der V.________ AG verpflichtet hat, eine Superdividende in der Höhe von Fr.
1'250'000.-- zu beziehen (inkl. Dividende für 1994 in der Höhe von Fr.
200'000.--, die bereits bezahlt wurde). Der Verkäufer hat sich verpflichtet,
die aus dem Bezug der Superdividende resultierende Verrechnungssteuer in der
Höhe von Fr. 437'500.-- nicht zurückzufordern.

Die Käuferin erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden und verpflichtet
sich, die Superdividende auf erstes Begehren des Verkäufers bei der V.________
AG zu beziehen und die Zahlungen gemäss Art. 8 nachfolgend zu erbringen.
2. Superdividende V.________ AG für den Verkäufer
2.1. Beim Bezug der Superdividende durch den Verkäufer gemäss Ziff. 7.1
vorstehend wird die Verrechnungssteuer im Umfang von Fr. 437'500.-- zur Zahlung
fällig.

Die Käuferin verpflichtet sich, diese Zahlung entweder direkt oder durch die
V.________ AG vornehmen zu lassen.
2.2. Der nach Abzug der Verrechnungssteuer verbleibende
Netto-Superdividendenanspruch von Fr. 812'500.-- wird dem Kontokorrent der
Käuferin zu Lasten der V.________ AG gutgeschrieben, der Verkäufer verzichtet
auf die Auszahlung dieses Betrages an sich."
E. Ebenfalls am 27. Oktober 1995 schloss der Erblasser mit der S.________ AG
einen öffentlich beurkundeten Darlehensvertrag ab, welcher u.a. folgende
Klauseln enthielt:
"1. Herr V.________ gewährt der S.________ AG für den Übernahmepreis der
Aktien, d.h. den Betrag von Fr. 8'000'000.-- ein Darlehen gemäss den
Bestimmungen dieses Vertrages.
1. Dieser Vertrag wird auf eine Dauer von 20 Jahren abgeschlossen, mit Beginn
ab Unterzeichnung.

Der Vertrag ist mit Ablauf der vereinbarten Dauer automatisch beendet, resp. er
wird durch vollständige Tilgung der Darlehensschuld durch die S.________ AG
vorzeitig beendet. Mit dem Ablauf des Vertrages ist ein allfälliger Saldo
sofort zur Zahlung fällig.

Der Vertrag ist während der gesamten vereinbarten Dauer unter keinem Titel
kündbar, weder durch die Vertragsparteien noch durch deren Rechtsnachfolger.

Mit dem Tod von Herrn V.________ gehen die Rechte und Pflichten von Herrn
V.________ aus diesem Vertrag auf dessen Erben über, welche verpflichtet sind,
den vorliegenden Vertrag so wie abgeschlossen vollumfänglich einzuhalten.
2. Das Darlehen resp. die Restanz ist jährlich zu 2% zu verzinsen. Der Zins ist
quartalsweise (...) zu bezahlen.
3. S.________ AG verpflichtet sich, Herrn V.________ jährliche
Amortisationszahlungen von mindestens Fr. 200'000.-- zu leisten, erstmals per
31.12. 1996.
4. (...)
5. Die im Rahmen von Ziff. 8.1 des Kaufvertrages zwischen dem Darlehensgeber
und der Darlehensnehmerin geleistete Zahlung von Fr. 437'500.-- gilt als
Amortisationszahlung und ist nach erfolgter Zahlung vom Saldo des Darlehens in
Abzug zu bringen."

E.
Am 17. Oktober 1998 unterzeichnete der Erblasser was folgt:
"ZESSION
Der Unterzeichnete (...) ist auf Grund des Aktien-Kaufvertrages vom 25. Oktober
1995 und des Darlehensvertrages vom 27. Oktober 1995 Gläubiger der S.________
AG (...) im Betrage von ursprünglich Fr. 8'000'000.--.
V.________ zediert hiermit seine Forderung an seine beiden Kinder Y.________
und Z.________ zu gleichen Teilen. Y.________ ist bevollmächtigt, namens der
beiden neuen Gläubiger die entsprechenden Inkassomassnahmen für Zinsen und
Amortisationen und weitere allenfalls notwendigen Schritte gegen die
Schuldnerin einzuleiten. Die beiden Zessionäre sind hinsichtlich dieser Zession
nicht ausgleichungspflichtig und die vorliegende Transaktion geschieht ohne
Anrechnung am Erbteil."

F.
Mit öffentlich beurkundeter letztwilliger Verfügung vom 15. Juni 1999 verfügte
der Erblasser sodann u.a. Folgendes:
"II. Erbvorbezüge
1. In Ergänzung zu den diesbezüglichen Feststellungen im Erbvertrag vom
22.12.1989 halte ich fest, dass meinerseits an meine drei Kinder verschiedene
Vorempfänge ausgerichtet wurden, die ich auf einer Zusammenstellung
zusammengefasst habe. Diese Zusammenstellung wird von mir als richtig anerkannt
und unterschrieben. Sie wird im Original als Beilage 1 zu diesem Testament
aufbewahrt.
(...)
1. Ich ergänze Art. 7 Ziff. 1 lit. b des Erbvertrages gestützt auf die
vorstehenden Feststellungen dahingehend, dass alle Kinder verpflichtet sind,
alle Zuwendungen zur Ausgleichung zu bringen, die ihnen zu meinen Lebzeiten
unentgeltlich als Schenkung oder Erbvorempfang zugewendet worden sind;
ausgenommen sind Gelegenheitsgeschenke. Die Entbindung von der
Ausgleichungspflicht für Zuwendungen, die als Heiratsgut, Ausstattung sowie für
Erziehung oder Ausbildung zugekommen sind, bleibt bestehen."
In der in Ziff. 1 erwähnten Zusammenstellung führte der Erblasser u.a. einen
Vorbezug der Beschwerdegegner 1 und 2 von je Fr. 3'400'000.-- mit der
Bezeichnung "Zession Darlehen" sowie einen Vorbezug der Beschwerdeführerin von
Fr. 812'500.-- mit der Bezeichnung "Superdividende" auf.

G.
Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 11. November 1999 vereinbarten der
Erblasser und die Beschwerdegegnerin 3 die Aufhebung des Ehe- und Erbvertrags
vom 22. November 1989.

H.
Ab dem 30. Juli 1999 war der Erblasser auf eigenes Begehren in der
Vermögensverwaltung verbeiständet und ab dem 9. März 2001 entmündigt. Er
verstarb am 25. November 2001 im Alter von 80 Jahren.

Am 19. August 2003 wurde über die S.________ AG der Konkurs eröffnet.

I.
Auf Klage der Beschwerdegegner vom 18. Dezember 2002 und Widerklage der
Beschwerdeführerin vom 20. März 2003 hin stellte der Gerichtspräsident 2 des
Gerichtskreises III Aarberg-Büren-Erlach mit Urteil vom 13. Januar 2006 fest,
dass sich das Nachlassvermögen auf Fr. 15'244'527.50 belaufe, und entschied,
dass der Beschwerdegegner 1 an die Beschwerdegegnerin 2 den Betrag von Fr.
81'344.85 sowie an die Beschwerdegegnerin 3 den Betrag von Fr. 1'891'549.65 und
die Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin 2 den Betrag von Fr. 28'560.65
sowie an die Beschwerdegegnerin 3 den Betrag von Fr. 664'133.85 zu leisten
habe, dass der Beschwerdegegnerin 3 in Teilung des Nachlasses das gesamte
restliche Nachlassvermögen, d.h. der Aktivenüberschuss ohne Vorempfänge,
zugewiesen werde und der gerichtlich hinterlegte Betrag von Fr. 30'157.50 mit
Fr. 15'078.75 je zur Hälfte an den Beschwerdegegner 1 und die
Beschwerdegegnerin 2 ausbezahlt werde.

J.
Mit Appellation vom 25. Januar 2006 und Rechtsbegehren vom 23. August 2007
beantragte die Beschwerdeführerin dem Obergericht des Kantons Bern die
Feststellung des Nachlassvermögens von Fr. 13'788'819.--, zuzüglich der
Dividende im Konkurs der S.________ AG auf einer Darlehensforderung (inkl. Zins
2. Quartal 2003) von Fr. 6'062'657.50 (per 19. August 2003), und zuzüglich
eines hinterlegten Betrags von Fr. 30'157.50, und die Teilung des Nachlasses
durch Zuweisung des Aktivenüberschusses des Nachlassvermögens an die
Beschwerdegegnerin 3, durch Zahlung seitens des Beschwerdegegners 1 von Fr.
135'228.-- an die Beschwerdeführerin und von Fr. 2'681'825.-- an die
Beschwerdegegnerin 3 sowie seitens der Beschwerdegegnerin 2 von Fr. 33'807.--
an die Beschwerdeführerin und von Fr. 670'456.-- an die Beschwerdegegnerin 3,
die Zuweisung der oben genannten Dividende und des gerichtlich hinterlegten
Betrags von Fr. 30'157.50 zu ½ an die Beschwerdegegnerin 3 und zu je 1/6 an die
Beschwerdegegnerin 1 und 2 sowie an die Beschwerdeführerin. Eventualiter
beantragte sie die Feststellung des Nachlasses und die Teilung unter
angemessener Berücksichtigung der zedierten Forderung gegen die S.________ AG.

Mit Entscheid vom 31. August 2007 setzte das Obergericht das Nachlassvermögen
auf Fr. 14'514'527.50 fest und entschied, dass der Beschwerdegegner 1 den
Betrag von Fr. 2'118'893.90, die Beschwerdegegnerin 2 den Betrag von Fr.
36'093.90 und die Beschwerdeführerin den Betrag von Fr. 108'693.90 je an die
Beschwerdegegnerin 3 zu leisten hätten, dass der Beschwerdegegnerin 3 in
Teilung des Nachlasses das gesamte restliche Nachlassvermögen, d.h. der
Aktivenüberschuss ohne Vorempfänge zugewiesen werde und der gerichtlich
hinterlegte Betrag von Fr. 30'157.50 mit Fr. 15'078.75 je zur Hälfte an den
Beschwerdegegner 1 und die Beschwerdegegnerin 2 ausbezahlt werde.

Die oberinstanzlichen Parteikosten auferlegte das Obergericht zu ¼ den
Beschwerdegegnern und zu ¾ der Beschwerdeführerin. Diese wurde verurteilt, dem
Beschwerdegegner 1 Fr. 36'221.25, der Beschwerdegegnerin 2 Fr. 36'463.25 und
der Beschwerdegegnerin 3 Fr. 23'874.15 zu bezahlen.

K.
Mit Beschwerde vom 30. Januar 2008 beantragt die Beschwerdeführerin dem
Bundesgericht
- die Feststellung des Nachlassvermögens von Fr. 13'789'840.--, zuzüglich der
Dividende im Konkurs der S.________ AG auf einer Darlehensforderung (inkl. Zins
2. Quartal 2003) von Fr. 6'062'657.50 (per 19. August 2003), und zuzüglich
eines hinterlegten Betrags von Fr. 30'157.50, die Verurteilung des
Beschwerdegegners 1 zur Zahlung von Fr. 1'321'588.70 an die Beschwerdegegnerin
3, von Fr. 83'668.90 an die Beschwerdegegnerin 2 und von Fr. 496'308.85 an die
Beschwerdeführerin, die Zuweisung der oben genannten Dividende sowie die
Auszahlung des gerichtlich hinterlegten Betrags von Fr. 30'157.50 zu 69,5% an
die Beschwerdegegnerin 3, zu 4,4% an die Beschwerdegegnerin 2 und zu 26,1% an
die Beschwerdeführerin;
- eventualiter die Feststellung des Nachlassvermögens von Fr. 19'064'527.50,
die Verurteilung des Beschwerdegegners 1 zur Zahlung von Fr. 2'399'336.25 an
die Beschwerdegegnerin 3 und von Fr. 960'977.25 an die Beschwerdeführerin sowie
die Verurteilung der Beschwerdegegnerin 2 zur Zahlung von Fr. 1'199'668.15 an
die Beschwerdegegnerin 3 und von Fr. 480'488.65 an die Beschwerdeführerin;
- subeventualiter die Feststellung des Nachlassvermögens von Fr. 16'093'118.50,
die Verurteilung des Beschwerdegegners 1 zur Zahlung von Fr. 2'167'819.45 an
die Beschwerdegegnerin 3 und von Fr. 812'160.20 an die Beschwerdeführerin sowie
die Verurteilung der Beschwerdegegnerin 2 zur Zahlung von Fr. 688'332.65 an die
Beschwerdegegnerin 3 und von Fr. 257879.60 an die Beschwerdeführerin;
- sub-subeventualiter die Rückweisung an die Vorinstanz zu neuer Beurteilung.
L. Ferner beantragt die Beschwerdeführerin, es seien die oberinstanzlichen
Gerichts- und Parteikosten den Beschwerdegegnern aufzuerlegen.

Die Beschwerdegegner schliessen in ihrer Vernehmlassung vom 18. Juni 2008 auf
Abweisung der Beschwerde. Das Obergericht verzichtete auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen:

1.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid in Zivilsachen (Art.
72 Abs. 1 und Art. 75 Abs. 1 BGG), welcher einen Endentscheid i.S.v. Art. 90
BGG darstellt. Der Streitwert beträgt über Fr. 30'000.-- (Art. 47 Abs. 1 lit. b
BGG).

2.
Soweit die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht Rechtsbegehren stellt, die über
ihre Anträge in der Appellationsverhandlung hinausgehen oder von diesen
abweichen, handelt es sich um neue und damit unzulässige Begehren (Art. 99 Abs.
2 BGG). Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

3.
Strittig ist, in welchem Umfang den Beschwerdegegnern 1 und 2 aufgrund der
Zession vom 17. Oktober 1998 ausgleichungspflichtige Vorempfänge zugekommen
sind.

Das Obergericht stellte diesbezüglich fest, dass bis zum Zeitpunkt des Todes
Amortisations- und Zinszahlungen an die Beschwerdegegner 1 und 2 von rund
insgesamt je Fr. 500'000.-- geleistet worden sind, wobei die
Amortisationszahlungen mindestens Fr. 300'000.-- ausmachten. Nach dem Tod des
Erblassers hat die S.________ AG bis zum 31. Dezember 2002 an die
Beschwerdegegner 1 und 2 je Fr. 278'906.25 geleistet, wobei der Anteil der
Amortisationszahlungen mindestens Fr. 200'000.-- betrug. Ausserdem liess die
Beschwerdeführerin den Zins für das erste Quartal 2003 von Fr. 30'157.50
(ausgehend von einer Darlehensrestanz von Fr. 6'031'500.-- am 1. Januar 2003)
gerichtlich hinterlegen.

4.
Es geht dabei zunächst um die Frage, ob Ziff. 2 Abs. 4 des Darlehensvertrags
vom 27. Oktober 1995 zwischen dem Erblasser und der S.________ AG eine
Verfügung von Todes wegen, welche der Zession der Darlehensforderungen
entgegenstünde, oder ein pactum de non cedendo darstellt.

4.1 Das Obergericht erwog, gegen die Qualifikation als Verfügung von Todes
wegen spreche, dass der öffentlich beurkundete Darlehensvertrag nicht im
Register abgelegt worden sei, welches gemäss kantonalem Beurkundungsrecht für
letztwillige Verfügungen, Erbverträge und mit ihnen verbundene Rechtsgeschäfte
vorgesehen sei. Ausserdem habe die S.________ AG als nicht gesetzliche Erbin
den Vertrag unterzeichnet, sodass es an der Identität der Parteien fehle. Die
betreffende Klausel gebe lediglich den Grundsatz der Universalsukzession
wieder. Ein pactum de non cedendo liege deshalb nicht vor, weil es an einer
entsprechenden ausdrücklichen Vereinbarung fehle; ausserdem hätten die
Zessionare darauf vertraut, dass kein vertragliches Abtretungsverbot bestehe,
da sie im Jahre 1999 Zins- und Amortisationszahlungen erhalten hätten.

4.2 Die Beschwerdeführerin sieht in der betreffenden Klausel insofern einen
Erbvertrag, als sich der Erblasser auf den Tod hin verpflichtet habe, die
Ansprüche aus dem Darlehensvertrag nicht abweichend vom Grundsatz der
Universalsukzession zu regeln.

Sie weist zu Recht darauf hin, dass aus einer kantonalrechtlichen
Verpflichtung, Verfügungen von Todes wegen in einem bestimmten Register
abzulegen, nicht automatisch auf die Qualifikation eines bestimmten
Rechtsgeschäfts geschlossen werden kann. Auch führt sie zutreffend aus, dass
ein Erbvertrag zu Gunsten eines Dritten abgeschlossen werden kann (Art. 494
Abs. 1 ZGB) und daher nicht zwingend der Mitwirkung des daraus begünstigten
Erben bedarf (statt vieler Escher, Zürcher Kommentar, N. 4 zu Art. 494 ZGB).

Indes ergibt sich aus dem Umstand, dass abgesehen von dieser Klausel kein
Anlass für eine öffentliche Beurkundung bestanden hätte, nicht zwingend, dass
die Parteien ein Rechtsgeschäft von Todes wegen abschliessen wollten, zumal der
ebenfalls zwischen dem Erblasser und der S.________ AG abgeschlossene
Aktienkaufvertrag vom 27. Oktober 1995 sowie der Aktienkaufvertrag und der
Aktionärsbindungsvertrag zwischen dem Erblasser und der Beschwerdeführerin je
vom 25. Oktober 1995 in ebendieser Form abgefasst worden sind. Entgegen den
Ausführungen der Beschwerdeführerin ist auch kein Wille der Parteien
ersichtlich, die Ansprüche aus dem Darlehensvertrag nicht abweichend vom
Grundsatz der Universalsukzession zu regeln. Die Beschwerdeführerin macht zwar
geltend, die Beteiligung an der Darlehensforderung habe für sie beim Erwerb des
Unternehmens eine wesentliche Rolle gespielt. Der Wortlaut der entsprechenden
Klausel, so insbesondere die fehlende Spezifizierung der Erben und - wie die
Vorinstanz zu Recht darlegt - der Hinweis auf deren allfällige Pflichten, lässt
indes darauf schliessen, dass es den Parteien um die Klarstellung ging, dass
der Anspruch auf Leistung von Darlehenszinsen mit dem Tod des Erblassers nicht
endet, sondern auf dessen Erben übergeht.

4.3 Im Sinne einer Eventualbegründung wendet die Beschwerdeführerin ein, eine
Abtretung könne nur soweit rechtsgültig erfolgen, als der Zedent über die
abgetretene Forderung habe verfügen können; der Erblasser habe aufgrund von
Ziff. 2 Abs. 4 des Darlehensvertrags über seine Forderungen jedoch lediglich
insoweit verfügen können, als diese vor seinem Tod fällig geworden seien. Sie
macht somit sinngemäss geltend, die entsprechende Klausel sei insofern ein
pactum de non cedendo und stehe der Zession der Darlehensforderungen für den
Zeitpunkt nach dem Tod des Erblassers entgegen. Sie führt jedoch nicht aus,
weshalb das Obergericht Bundesrecht verletzt haben soll, wenn es diese Klausel
nicht als pactum de non cedendo qualifiziert hat.

4.4 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, Ziff. 2 Abs. 4 des
Darlehensvertrags sei eine Verfügung von Todes wegen, ist die Beschwerde somit
abzuweisen, sodass das Obergericht die Forderung zu Recht dem Nachlass
zugerechnet hat. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die angebliche
Eigenschaft dieser Klausel als pactum de non cedendo beruft, ist auf die
Beschwerde mangels Substanziierung nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG).

5.
Sodann geht es um die Frage, in welchem Umfang die Forderungen aus der Zession
vom 17. Oktober 1998 ausgleichungspflichtige Vorempfänge darstellen.

5.1 Das Obergericht erwog, dass das Darlehen, welches Gegenstand der Zession
war, im Zeitpunkt der Zession buchmässig rund Fr. 7'000'000.-- sowie im
Zeitpunkt der Aufstellung der Vorempfänge im Juni 1999 Fr. 6'800'000.--
betragen habe und im Zeitpunkt des Todes des Erblassers mit Fr. 6'400'000.--
erfasst worden sei. Gleichwohl habe die restanzliche Darlehensforderung ihre
Werthaltigkeit verloren, da die S.________ AG finanziell sehr schlecht
dagestanden, ihren Zins- und Amortisationszahlungen nur sehr schleppend
nachgekommen und über sie im Jahre 2003 der Konkurs eröffnet worden sei. Die
Konkursdividende, welche im Urteilszeitpunkt nicht bekannt gewesen sei, könne
für die Bewertung der Darlehensrestanz keine Rolle spielen. Daher seien den
Beschwerdegegnern 1 und 2 als Vorempfang die Amortisationszahlungen von je Fr.
500'000.-- anzurechnen.

5.2 Die Beschwerdeführerin wendet sich im Rahmen ihres Eventualbegehrens gegen
die vorinstanzliche Feststellung, das Darlehen habe seine Werthaltigkeit
verloren.
5.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Bilanz der S.________ AG habe
per 31. Dezember 2001 Eigenkapital von Fr. 249'942.-- ausgewiesen und sei bis
zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen gewesen; eine Verschlechterung sei erst im
Jahre 2002 eingetreten. Ausserdem sei die S.________ AG ihren Zahlungspflichten
bis zum Erbgang stets pünktlich und vollständig nachgekommen. Die Vorinstanz
habe relevante Bewertungsfaktoren - insbesondere die Leistung von Zinszahlungen
bis kurz vor Konkurs der S.________ AG - ausser Acht gelassen. Daher sei den
Beschwerdegegnern 1 und 2 nicht der Betrag von Fr. 500'000.--, sondern jeweils
die Hälfte des Gesamtwerts der Darlehensvaluta, mithin Fr. 3'216'250.-- als
Vorempfang anzurechnen.
5.2.2 Weshalb die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, wenn sie die
Werthaltigkeit des Darlehens verneinte, ist nicht ersichtlich. Der Hinweis der
Beschwerdeführerin auf ein Eigenkapital von Fr. 249'942.-- per 31. Dezember
2001 und die angeblich stets pünktlichen Zahlungen bis zum Erbgang vermögen die
Werthaltigkeit nicht zu begründen, zumal die Beschwerdeführerin einräumt, ihre
wirtschaftliche Lage habe sich im Jahre 2002 - somit kurz nach dem Ableben des
Erblassers am 25. November 2001 - verschlechtert. Daher hat die Vorinstanz zu
Recht nicht auf die ausstehende Darlehensvaluta, sondern auf die an die
Beschwerdegegner 1 und 2 geleisteten Zahlungen abgestellt.

5.3 Auch subeventualiter und sub-subeventualiter macht die Beschwerdeführerin
eine unrichtige Bewertung der Darlehensforderung geltend. In diesem
Zusammenhang rügt sie die Ablehnung ihrer Beweisanträge durch das Obergericht.
Dieses führte betreffend den Beizug der Akten aus dem erwähnten paulianischen
Anfechtungsverfahren aus, der Bewertungszeitpunkt der Aktien der V.________ AG
(Frühjahr 2003) sei vorliegend nicht relevant; ausserdem seien sie im
erstinstanzlichen Verfahren ediert worden. Betreffend den Beizug der
Konkursakten der S.________ AG erwog das Obergericht, dass die Feststellung der
Konkursdividende dem Konkursamt obliege und vorliegend noch nicht erfolgt sei.
Es sei nicht ersichtlich, welche für das vorliegende Verfahren relevanten
Erkenntnisse aus den Konkursakten gewonnen werden könnten. Gestützt auf die
Gegenüberstellung der eingegebenen Forderungen und der Aktiven gemäss Klage
betreffend paulianische Anfechtung vom 14. Oktober 2004 sei kaum eine
Konkursdividende in relevantem Umfang zu erwarten.
5.3.1 Nach Auffassung der Beschwerdeführerin hätte das Obergericht den Konkurs
entweder gänzlich unberücksichtigt lassen oder sämtliche im Zusammenhang mit
dem Konkurs relevanten Faktoren berücksichtigen müssen; zu Letzteren zähle
insbesondere die zu erwartende Konkursdividende, die einen Teil der Bewertung
des Vorempfangs darstelle, deren Schätzung das Obergericht jedoch nicht
vorgenommen habe. Da das Obergericht ihren Antrag auf Beizug der Akten des
Konkursverfahrens über die S.________ AG sowie des Anfechtungsprozesses mit der
Begründung abgelehnt habe, dass sie nicht relevant seien, liege eine
willkürliche Sachverhaltsfeststellung vor. Aus der Gegenüberstellung der
Konkursaktiven und -passiven gemäss Klage betreffend paulianische Anfechtung
vom 14. Oktober 2004 ergebe sich, dass ohne Berücksichtigung des
Anfechtungsanspruchs eine Konkursdividende von ungefähr 5% resultiere, was für
die Beschwerdegegner 1 und 2 zu einem Vorempfangswert von je Fr. 174'688.20
führe; unter Berücksichtigung der Prozesskosten betrage die Konkursdividende
2,89% und der Vorempfangswert je Fr. 100'969.80. Berücksichtige man, dass in
der erwähnten Klage eine zu hohe Darlehensrestanz geltend gemacht werde, die
Konkurspassiven sich somit nicht auf Fr. 8'661'680.--, sondern auf Fr.
7'735'709.-- beliefen, und dass die Konkursaktiven unter Einrechnung der im
Anfechtungsverfahren geltend gemachten Ansprüche rund Fr. 2'900'000.--
betrügen, so ergebe sich eine Konkursdividende von 37,5% und ein Vorempfang von
je Fr. 1'136'560.50.
5.3.2 Soweit die Beschwerdeführerin die Berechnung der Konkursdividende und des
Vorempfangwerts anführt, beruft sie sich auf einen Sachverhalt, den sie vor
Obergericht nicht vorgebracht hat. Sie hat ihren Beweisantrag vor Obergericht
vom 22. September 2006 lediglich damit begründet, dass die erste Instanz die
fehlende Werthaltigkeit der Darlehensforderung unter den Vorbehalt geleisteter
Amortisationen sowie eine Konkursdividende gestellt, Letztere jedoch nicht mehr
erwähnt habe und daher die Konkursdividende gestützt auf den Aktenbeizug zu
schätzen sei. Da sie sich in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht auf die
Angaben in der Klage betreffend paulianische Anfechtung stützt, welche vom 14.
Oktober 2004 datiert und somit zum Zeitpunkt des erwähnten Beweisantrags
bereits vorlag, wäre sie durchaus veranlasst gewesen, in Letzterem die
betreffende Berechnung der Konkursdividende und des Vorempfangswerts
aufzuführen, wie sie es denn auch vor Bundesgericht getan hat. Damit hätte das
Obergericht diesen Umstand bei der Beurteilung des Beweisantrags würdigen
können. Da es die Beschwerdeführerin jedoch unterlassen hat, die
diesbezüglichen Vorbringen vorinstanzlich geltend zu machen, handelt es sich um
neue und somit unzulässige Tatsachen (Art. 99 Abs. 1 BGG).
5.3.3 Die Beschwerdeführerin verweist ferner auf das Urteil des Gerichtskreises
II Biel-Nidau betreffend die vorinstanzlich erwähnte paulianische Anfechtung.
Dieses Urteil datiert vom 6. September 2007, somit einem Zeitpunkt nach dem
angefochtenen Entscheid des Obergerichts. Im Rahmen einer Beschwerde können
jedoch nur Tatsachen und Beweismittel, die anlässlich des vorinstanzlichen
Entscheides bereits bestanden haben, ans Bundesgericht getragen werden (vgl.
Botschaft zum BGG, BBl 2001 4340). Somit handelt es sich ebenfalls um ein
Novum, welches im Rahmen dieses Verfahrens nicht berücksichtigt werden kann
(Art. 99 Abs. 1 BGG).
5.3.4 Eine weitere Begründung, weshalb die Ausführungen der Vorinstanz
qualifiziert unrichtig sein sollen und ihr deshalb Willkür vorzuwerfen sein
soll, führt die Beschwerdeführerin nicht an. Insoweit ist auf die Beschwerde
daher nicht einzutreten.

6.
Ferner geht es um die Frage, ob die von der S.________ AG an die
Beschwerdegegner 1 und 2 geleisteten Zinszahlungen von je Fr. 78'906.25 für die
Zeit vom Tod des Erblassers bis zum 31. Dezember 2002 sowie von Fr. 30'157.50
für das erste Quartal 2003, insgesamt somit von Fr. 187'970.--, diesen als
ausgleichungspflichtige Vorempfänge anzurechnen sind.

6.1 Das Obergericht führte diesbezüglich aus, dass die Erträge der
ausgleichungspflichtigen Zuwendung nicht der Ausgleichung unterstellt seien.
Daher seien Zinszahlungen der S.________ AG an die Beschwerdegegner 1 und 2
nicht ausgleichungspflichtig.

6.2 Die Beschwerdegegnerin macht geltend, dass lediglich bezogene Früchte von
der Ausgleichungspflicht befreit seien, während das künftige Interesse Teil der
Bewertung der Forderung sei und damit von der Ausgleichungspflicht erfasst
werde.

6.3 Gemäss Art. 630 Abs. 2 ZGB sind im Rahmen der Ausgleichung Verwendungen und
Schaden sowie bezogene Früchte unter den Erben nach den Besitzesregeln in
Anschlag zu bringen. Danach unterliegen die Früchte, welche der Empfänger aus
der lebzeitigen Zuwendung gezogen hat, grundsätzlich nicht der Ausgleichung (so
implizit BGE 54 II 93 E. 2 S. 99; 50 II 104 S. 105; 44 II 356 E. 3 S. 361;
statt vieler Eitel, Berner Kommentar, N. 59 zu Art. 630 ZGB, Seeberger, Die
richterliche Erbteilung, Diss. Freiburg i.Ue. 1992, S. 297; Studer, Die Teilung
in der Praxis, in: Druey/Breitschmid [Hrsg.], Praktische Probleme der
Erbteilung, Bern/Stuttgart/Wien 1997, S. 97, je mit Hinweisen). So schuldet ein
ausgleichungspflichtiger Erbe, welcher bloss eine Geldsumme zugewendet erhalten
hat, ohne entsprechende Abmachung im Zuwendungsgeschäft keinen Zins und ist nur
für die zugewendete Summe ausgleichungspflichtig (Urteil 5C.174/1995 vom 29.
Oktober 1996, E. 5a, publ. in: AJP 1997 S. 1551, mit Hinweisen).

6.4 Für Erträgnisse nach Eröffnung des Erbgangs bedeutet dies jedoch nicht,
dass diese - wie es die Beschwerdeführerin aus Art. 630 Abs. 2 ZGB e contrario
zu schliessen scheint - grundsätzlich der Ausgleichungspflicht unterstehen.
Vielmehr gilt der Ausschluss der Ausgleichungspflicht für Erträgnisse nach
Eröffnung des Erbgangs erst recht, da der ausgleichungspflichtige Erbe
definitiv an der Zuwendung seitens des Erblassers berechtigt ist (statt vieler
Eitel, a.a.O., N. 65 zu Art. 630 ZGB, Seeberger, a.a.O., S. 298; Studer,
a.a.O., S. 97, je mit Hinweisen).

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Zinszahlungen seit dem Tod des
Erblassers stellten ausgleichungspflichtige Vorempfänge dar, ist die Beschwerde
somit abzuweisen.

7.
Strittig ist weiter, ob der Beschwerdeführerin aufgrund der Superdividende
gemäss Ziff. 8 des Vertrags vom 27. Oktober 1995 zwischen dem Erblasser und der
S.________ AG ein ausgleichungspflichtiger Vorempfang zugekommen ist.

7.1 Nach den Ausführungen des Obergerichts sind die Parteien des Kaufvertrags
von einer Brutto-Superdividende von Fr. 1'250'000.-- ausgegangen; ausserdem sei
die Dividende 1994 im Umfang von Fr. 200'000.-- wahrscheinlich an den Erblasser
bezahlt und als Amortisationszahlung der S.________ AG an das Darlehen
angerechnet worden. Wie sich aus der Darlehens-Abrechnung der S.________ AG per
31. Dezember 2002 ergebe, sei die Verrechnungssteuerzahlung durch die
V.________ AG als Amortisationszahlung an das Darlehen betrachtet worden, und
zwar nicht im Umfang der vertraglich vorgesehenen Fr. 437'500.--, sondern von
Fr. 367'500.--. Somit habe die S.________ AG bzw. V.________ AG und indirekt
die Beschwerdeführerin durch die Ausscheidung der Superdividende von Fr.
1'250'000.-- abzüglich Verrechnungssteuerzahlung von Fr. 367'500.-- sowie durch
den Verzicht des Erblassers auf Auszahlung wie auch durch die Annahme der
Dividendenzahlung 1994 als Amortisationszahlung im Umfang von Fr. 200'000.--
mindestens einen Betrag von Fr. 882'500.-- erhalten. Wie sich aus einem -
freilich als ungültig zu betrachtenden - Vertrag ergebe, sei ein Betrag von
mindestens Fr. 812'500.-- auf das Kontokorrent der Beschwerdeführerin bei der
V.________ AG geflossen. Daher dränge sich der Schluss auf, dass der
Beschwerdeführerin indirekt mindestens Fr. 882'500.-- unentgeltlich aus der
Superdividende zugeflossen seien.

7.2 Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die vorinstanzliche Annahme, dass
sich aus dem genannten Vertrag ableiten lasse, die Superdividende sei ihr
gutgeschrieben worden. Dieser Vertrag könne kein Indiz für eine persönliche
Zuwendung an sie sein, zumal das Bestehen eines Kontokorrents bei der
V.________ AG in tatsächlicher Hinsicht nicht festgestellt worden sei. Dabei
verkennt sie, dass die Vorinstanz nicht von einer direkten, sondern lediglich
von einer indirekten Begünstigung ausgegangen ist. Die Beschwerdeführerin führt
selbst aus, dass der Vertrag ein Argument für die Annahme eines Durchgriffs
sein könne. Insofern bestätigt sie die Erwägungen des Obergerichts, wonach die
Gutschrift der Superdividende indirekt ihr zu Gute gekommen sind.

Ausserdem macht sie geltend, dass die Verrechnungssteuer aufgrund des mit der
Steuerverwaltung vereinbarten Verzichts - entgegen anderslautender
obergerichtlicher Ausführungen - wirtschaftlich vom Erblasser zu tragen gewesen
sei. Inwieweit dieses Vorbringen für den Entscheid des Obergerichts relevant
gewesen sein soll, tut die Beschwerdeführerin jedoch nicht dar bzw. lässt sie
ausdrücklich offen.
Insofern ist auf die Beschwerde somit nicht einzutreten.

7.3 Was die obergerichtliche Annahme eines ausgleichungspflichtigen Vorempfangs
betrifft, beschränkt sich die Beschwerdeführerin auf die allgemeine Rüge, die
Vorinstanz habe ausser Acht gelassen, dass die Behandlung der Superdividende
Teil der gesamten Unternehmensnachfolge vom Erblasser auf die
Beschwerdeführerin gewesen sei. Die Gutschrift der Netto-Superdividende von Fr.
812'500.-- und der Abzug des Verrechnungssteuerbetrags von Fr. 437'500.-- als
Amortisationszahlung seien im Aktienkaufvertrag bzw. im Darlehensvertrag
ausdrücklich geregelt gewesen; der von den Parteien vereinbarte Kaufpreis
stelle die Gegenleistung auch für diese Elemente der Transaktion dar.

Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nahm die Vorinstanz jedoch
ausdrücklich auf das Vertragswerk vom 27. Oktober 1995 Bezug. Auch ist nicht
ersichtlich, weshalb aus der von der Beschwerdeführerin vertretenen Sichtweise
zu schliessen sein soll, dass die Superdividende nicht der Ausgleichungspflicht
unterstehe. Die Rüge einer Verletzung von Bundesrecht durch das Obergericht -
insbesondere der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Missachtung des
Verhältnisses von Leistung und Gegenleistung sowie der Grundsätze der
Vertragstreue (pacta sunt servanda) und des Vertrauens in den Bestand
vertraglicher Vereinbarungen - erweist sich somit als unsubstanziiert, sodass
auf sie nicht eingetreten werden kann.

7.4 Die Beschwerdeführerin räumt ein, es sei nicht auszuschliessen, dass der
Einbezug der Position "Superdividende" einen gewissen Einfluss auf den
tatsächlichen Wert des Unternehmens zum Zeitpunkt des Verkaufs im Oktober 1995
gehabt habe. Gleichwohl könne dies nicht zur Annahme eines
ausgleichungspflichtigen Vorempfangs führen, da der Erblasser einen
erbvertraglichen Ausgleichungsdispens erteilt habe. Ausserdem habe die
Vorinstanz betreffend den Einfluss der vertraglichen Regelung der
Superdividende auf den Wert des Unternehmens keine tatsächlichen Feststellungen
getroffen.

Soweit die Beschwerdeführerin einen Ausgleichungsdispens geltend macht, beruft
sie sich auf die Aktienkaufverträge vom 25. und 27. Oktober 1995 (jeweils Ziff.
3). Sie setzt sich jedoch nicht mit den obergerichtlichen Ausführungen zu den
Vorempfängen auseinander, wonach der Erblasser in seiner letztwilligen
Verfügung vom 15. Juni 1999 die Zuwendungen an seine Kinder der
Ausgleichungspflicht unterstellt habe und daher die Beschwerdegegner 1 und 2
sowie die Beschwerdeführerin zur Ausgleichung verpflichtet seien. Die
Beschwerde erweist sich somit auch insofern als unsubstanziiert. Im Übrigen
lässt es die Beschwerdeführerin ausdrücklich offen, ob die Vereinbarung der
Superdividende zu einer Wertveränderung des Unternehmens geführt hat, weshalb
auf die in diesem Zusammenhang vorgebrachten Ausführungen ebenfalls nicht
einzutreten ist.

8.
Strittig ist ferner die Berechnung der Herabsetzungsansprüche.

8.1 Das Obergericht erwog, dass der Verkauf der V.________ AG an die S.________
AG eine Verfügung unter Lebenden zu Gunsten der Beschwerdeführerin darstelle,
welche nicht der Ausgleichung, jedoch der Herabsetzung unterstellt sei. Der
Wert der V.________ AG habe Fr. 17'500'000.-- betragen, sodass nach Abzug des
Kaufpreises von Fr. 8'000'000.-- eine gemischte Schenkung von Fr. 9'500'000.--
vorgelegen habe. Der Erblasser habe diesen Betrag offensichtlich unter dem
Einfluss der Beschwerdeführerin zwecks Umgehung der Verfügungsbeschränkungen
veräussert und damit den Tatbestand von Art. 527 Abs. 4 ZGB erfüllt. Da die
Summe aller Pflichtteile Fr. 15'009'079.70 betrage und das Nachlassvermögen von
Fr. 14'514'527.50 (unter Einschluss der Vorempfänge) übersteige, seien die
einzelnen Pflichtteile im entsprechenden Verhältnis, somit auf 96,705% zu
kürzen.

8.2 Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, dass aus der fehlenden
Werthaltigkeit des Darlehens (s. oben, E. 5.1 ff.) auch die fehlende
Werthaltigkeit des Eigentums an der S.________ AG folge, sodass sie im
Zeitpunkt des Erbgangs nicht mehr bereichert und damit nicht zur Herabsetzung
verpflichtet gewesen sei. Worauf die Beschwerdeführerin diese Vorbringen stützt
und in welchem Umfang eine solche Wertverminderung eingetreten sein soll,
ergibt sich aus der Beschwerde jedoch nicht.

8.3 Weiter wendet die Beschwerdeführerin ein, die Kürzung ihres Pflichtteils
sei nicht zulässig, da sie den Anspruch auf den Pflichtteil verletze. Sie führt
jedoch nicht an, auf welchen Grundlagen eine Überprüfung der
Pflichtteilsberechnung durch die Vorinstanz vorzunehmen wäre. Insbesondere geht
aus der Beschwerde nicht hervor, aus welchem Rechtsgrund und in welchem Umfang
Erbansprüche bestehen. Damit kann auch nicht ermittelt werden, ob und in
welchem Umfang der Erblasser Pflichtteile verletzt hat, und damit ebenfalls
nicht, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Vorinstanz zu Ungunsten der
Beschwerdeführerin entschieden haben soll.

8.4 Was die Berechnung der Herabsetzungsansprüche betrifft, erweist sich die
Beschwerde somit ebenfalls als unsubstanziiert, sodass auf sie insofern nicht
einzutreten ist.

9.
Strittig ist schliesslich die Festlegung der Parteientschädigung durch das
Obergericht. Die Beschwerdeführerin rügt in ihrer Begründung zwar allgemein die
Festlegung eines zu hohen Streitwerts durch das Obergericht. Sie beantragt
jedoch weder im Rahmen ihrer Rechtsbegehren noch in der Begründung die
Festlegung geringerer Gerichtskosten.

9.1 Das Obergericht ging bei den Vertretern der Beschwerdegegner vom
erstinstanzlich zugesprochenen Honorar von je Fr. 150'000.-- aus und reduzierte
dieses auf Fr. 60'000.-- für die Vertreter der Beschwerdegegner 1 und 2 sowie
auf Fr. 45'000.-- für die Vertreterin der Beschwerdegegnerin 3, je zuzüglich
Auslagen und Mehrwertsteuer.

9.2 Die Beschwerdeführerin macht in ihren Rechtsbegehren lediglich geltend, die
Parteikosten seien den Beschwerdegegnern aufzuerlegen. Wie aus der Begründung
der Beschwerde jedoch hervorgeht, beantragt sie eventualiter - für den Fall der
Nichtgutheissung der Beschwerde - eine Reduktion der Parteientschädigung auf
Fr. 31'480.-- für die Vertreter der Beschwerdegegner 1 und 2 sowie auf Fr.
23'610.-- für die Vertreterin der Beschwerdegegnerin 3, je zuzüglich Auslagen
und Mehrwertsteuer.

Die Beschwerdeführerin rügt eine willkürliche Anwendung der kantonalen
Bestimmungen betreffend die Parteientschädigungen. Sie beruft sich auf Art. 7
lit. b der Verordnung über die Bemessung des Parteikostenersatzes vom 17. Mai
2006 (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811), wonach das Honorar für
Rechtsmittelverfahren, soweit sie von der bisherigen Anwältin oder vom
bisherigen Anwalt geführt werden, 30 bis 50 Prozent des Honorars gemäss Artikel
5 betrage.

Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Vorinstanz die
Parteientschädigung nicht auf der Grundlage des erstinstanzlichen Honorars (und
damit des erstinstanzlichen Streitwerts), sondern auf der Grundlage des im
Appellationsverfahren massgebenden Streitwerts hätte bemessen müssen. Mit der
vorinstanzlichen Bemessung der Parteientschädigung würde nicht danach
unterschieden, ob eine Partei gegen ein Urteil lediglich teilweise oder
vollständig ein Rechtsmittel erhebe; wäre dies die Absicht des Gesetzgebers
gewesen, so hätte er dies ausdrücklich so geregelt. Gemäss gesetzlicher
Anordnung sei die Bedeutung der Streitsache ein Bemessungskriterium für die
Parteientschädigung. Da der Streitwert im Appellationsverfahren Fr.
1'324'552.20 und der der obergerichtlichen Bemessung der Parteientschädigung zu
Grunde liegende Betrag somit höchstens Fr. 78'700.-- betragen habe, seien die
Parteientschädigungen entsprechend dem vom Obergericht festgelegten Prozentsatz
von 30 bzw. 40% im erwähnten Umfang zuzusprechen.

9.3 Wird der kantonalen Instanz Willkür vorgeworfen, ist aufzuzeigen, inwiefern
deren Entscheid offensichtlich unhaltbar sein soll, d.h. mit der tatsächlichen
Situation in klarem Widerspruch stehe, eine Norm oder einen unumstrittenen
Rechtsgrundsatz krass verletze oder sonst wie in stossender Weise dem
Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufe. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn
nicht bloss die Begründung des Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar
ist (BGE 132 I 13 E. 5.1 S. 17, mit Hinweisen).

Die Beschwerdeführerin beschränkt sich darauf, ihre Auslegung von Art. 7 lit. b
PKV darzulegen. Sie räumt jedoch selbst ein, dass das bernische Recht keine
Bestimmung aufweist, nach welcher der Streitwert für jede Instanz gesondert
festzustellen wäre. Ausserdem bezieht sich Art. 5 PKV, auf welchen der von der
Beschwerdeführerin angerufene Art. 7 lit. b PKV verweist, seinem Wortlaut nach
auf die Bemessung des Streitwerts im ordentlichen Verfahren gemäss Art. 144 ff.
ZPO/BE. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, weshalb der Festlegung
der Parteientschädigung durch das Obergericht eine unhaltbare Begründung zu
Grunde liegen soll.

Ausserdem hat das Obergericht den Streitwert für das Appellationsverfahren auf
Fr. 10'330'000.-- festgesetzt. Damit hätten sich die angefochtenen
Parteientschädigungen auch nach der Auslegung von Art. 7 lit. b PKV gemäss der
Beschwerdeführerin im Rahmen der Verordnung befunden, da nach Art. 5 Abs. 1 PKV
das Honorar bei einem Streitwert über Fr. 2'000'000.-- bis zu 3,8% beträgt und
unter den Voraussetzungen von Art. 7 lit. b auf 30 bis 50% festgelegt werden
kann. Die Beschwerdeführerin macht zwar einen tieferen Streitwert von Fr.
1'324'552.20 geltend. Sie führt jedoch lediglich aus, weshalb die
Streitwertbemessung durch die erste Instanz unzutreffend sei und hält allgemein
fest, derselbe systematische Fehler sei bei der Streitwertberechnung vor
Appellationsinstanz aufgetreten. Worin dieser systematische Fehler bestehen
soll, insbesondere woraus sich der ihrer Auffassung nach massgebliche Betrag
für die Bestimmung des Streitwerts zusammensetzt, tut sie nicht dar, sodass
auch nicht ersichtlich ist, worauf sie ihre tiefere Streitwertangabe stützt.
Ausserdem hatte sie vor Obergericht noch einen anderen Streitwert (Fr.
861'730.--) geltend gemacht.

Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, weshalb der Vorinstanz eine
willkürliche Anwendung der entsprechenden Bestimmungen vorzuwerfen ist.

10.
Zusammenfassend ist die Beschwerde somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten
werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kosten-
und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 12'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 12'000.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern,
Appellationshof, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. August 2008

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Rapp