Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.798/2008
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_798/2008/don

Urteil vom 22. Dezember 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Bundesrichter Meyer,
nebenamtlicher Bundesrichter Riemer,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Stiftung Y.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Stiftungsaufsicht,

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung II, vom
14. Oktober 2008.

Sachverhalt:

A.
X.________ war Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Y.________, bis er von
dieser mit Beschluss vom 23. März 2006 abberufen wurde. Mit Beschwerde vom 24.
März 2006 an das Eidgenössische Departement des Innern (GS, Eidgenössische
Stiftungsaufsicht) machte er geltend, seine Abberufung sei ungerechtfertigt;
zudem beanstandete er das Geschäftsgebaren der Stiftung Y.________ in
finanzieller Hinsicht (zu hoher Anteil der Verwaltungskosten im Verhältnis zu
den Vergabungen bzw. zu den Gesamtauslagen). Mit Entscheid vom 28. September
2007 verfügte das EDI, dass der Beschwerde gegen die Abwahl von X.________ als
Stiftungsrat keine weitere Folge gegeben werde (Dispo. Ziff.1), während sich
aus der Begründung des Entscheides ergibt, dass der Verwaltungsaufwand der
Stiftung nicht zu beanstanden sei.

B.
Eine hiergegen am 26. Oktober 2007 erhobene Beschwerde von X.________, die
indes seine Abwahl als Mitglied des Stiftungsrates nicht betraf, wies das
Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 14. Oktober 2008 ab, soweit darauf
einzutreten war.

C.
Gegen diesen Entscheid gelangt X.________ mit Beschwerde in Zivilsachen an das
Bundesgericht. Er beantragt die Überprüfung des Verhältnisses zwischen
Verwaltungskosten und Gesamtaufwand der Stiftung und stellt überdies einen
Antrag betreffend seine Abwahl als Stiftungsrat.

Vernehmlassungen wurden nicht eingeholt.

Erwägungen:

1.
1.1 Wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde selbst einräumt, war seine
Abberufung als Stiftungsrat nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens,
obwohl er "dies wohl auch ... hätte ... vorbringen sollen". Damit ist er aber
vor Bundesgericht mit diesem neuen Begehren ausgeschlossen (Art. 99 Abs. 2
BGG), und es kann daher insofern auf seine Beschwerde nicht eingetreten werden.

1.2 Ist der Beschwerdeführer dementsprechend definitiv nicht mehr Mitglied des
Stiftungsrates der Beschwerdegegnerin, so fehlt es ihm an einem rechtlich
geschützten Interesse an der Anfechtung des Entscheides hinsichtlich des
beanstandeten Aufwandes (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG). Dieses wäre nur noch
gegeben, wenn der Beschwerdeführer tatsächlicher oder potentieller Destinatär
der Beschwerdegegnerin wäre, was er nicht ist, wie die Vorinstanz unangefochten
festgestellt hat. Es kann demnach auch insofern auf die Beschwerde nicht
eingetreten werden.

1.3 Auf die Beschwerde ist mithin insgesamt nicht einzutreten.

2.
Ausgangsgemäss wird der Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren
kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Zusprechung einer Parteientschädigung
(Art. 68 BGG) entfällt mangels Einholung einer Vernehmlassung.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Dezember 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Zbinden