Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1053/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_1053/2010

Urteil vom 7. Januar 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Mathys,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Mehrfache Pornographie, mehrfache Gewaltdarstellung, Ungehorsam gegen amtliche
Verfügungen,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom
3. November 2010.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, eine DVD aufbewahrt zu haben, welche
Darstellungen von sexuellen Handlungen einer Frau mit einem Hengst enthält. Von
Dezember 2001 bis März 2007 habe er zahlreiche Bildmontagen hergestellt, welche
unter anderem die Exekution nackter Frauen sowie nackte Frauen bei sexuellen
Handlungen mit Tieren zeigen. Im gleichen Zeitraum habe er sich entsprechende
Bilder im Internet verschafft und aufbewahrt. Schliesslich habe er eine
Schusswaffe nicht veräussert und damit gegen eine Verfügung verstossen, die ihm
den Waffenbesitz untersagt habe.
Der Einzelrichter der 3. Abteilung des Kreisgerichts Wil sprach den
Beschwerdeführer mit Urteil vom 22. April 2010 der mehrfachen Pornographie, der
mehrfachen Gewaltdarstellungen sowie des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen
schuldig und verurteilte ihn im Zusatz zu einem Urteil des Kantonsgerichts St.
Gallen vom 7. Januar 2009 zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr.
70.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, sowie einer
Busse von Fr. 2'000.-- bzw.- einer Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen. Eine
dagegen gerichtete Berufung wurde durch das Kantonsgericht St. Gallen mit
Entscheid vom 3. November 2010 abgewiesen.
Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss
einen Freispruch.

2.
Da es um eine Strafsache geht, ist die "Berufung" als Beschwerde gemäss Art. 78
ff. BGG entgegenzunehmen.

3.
Gemäss Empfangsbestätigung wurde der angefochtene Entscheid dem
Beschwerdeführer am 17. November 2010 zugestellt. Die Beschwerde musste daher
spätestens am 17. Dezember 2010 dem Bundesgericht eingereicht werden (Art. 100
Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeergänzung von 20. Dezember 2010 (act. 10) ist
verspätet. Darauf ist nicht einzutreten.

4.
Es ist fraglich, ob die Beschwerde die Begründungsanforderungen von Art. 42
Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG erfüllt. Zu einem erheblichen Teil gehen die 29
Seiten umfassenden Ausführungen von vornherein an der Sache vorbei. Insoweit
ist darauf nicht einzutreten. Im Übrigen kann in Anwendung von Art. 109 Abs. 3
BGG auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenen
Entscheid S. 3 - 5). Diese Erwägungen sind unter dem Gesichtswinkel von Art. 95
BGG nicht zu beanstanden. Soweit auf die Beschwerde eingetreten werden kann,
ist sie im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen.
Die Zustellung dieses Urteils an einen "juristischen Beobachter" (Beschwerde S.
1) kommt nicht in Betracht.

5.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dem Umfang der Beschwerdeschrift ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr
Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Januar 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn