Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1065/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_1065/2010

Urteil vom 31. März 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Schneider, Mathys,
Gerichtsschreiber Näf.

Verfahrensbeteiligte
X.________, vertreten durch Rechtsanwältin Martina Fausch,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Strafzumessung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, vom 6. Oktober 2010.

Sachverhalt:

A.
A.a Die von X.________ beherrschten Unternehmen A.________ SA und B.________ AG
schlossen zwischen 1998 und August 2000 mit Interessenten Verträge betreffend
den Verkauf von Grundstücken und darauf zu erstellenden Einfamilienhäusern. In
den mit "Reservation" betitelten Verträgen wurden die Interessenten als
"Käufer" und die A.________ SA beziehungsweise die B.________ AG einleitend als
"Verkaufsbeauftragte" und abschliessend als "Verkäuferin" bezeichnet. In den
Verträgen "beauftragten" die "Käufer" die "Verkaufsbeauftragte", mit den
Grundeigentümern einen Landkaufvertrag und mit den - bereits bestimmten oder
noch zu bestimmenden - Generalunternehmungen einen Generalunternehmervertrag
abzuschliessen. Die "Käufer" hatten bei Abschluss der Reservationsverträge eine
"Anzahlung" von in der Regel Fr. 15'000.--, manchmal Fr. 10'000.-- oder Fr.
20'000.--, an die "Verkäuferin" zu zahlen. X.________ nahm für die von ihm
beherrschten Unternehmen im genannten Zeitraum "Reservationsanzahlungen" für 88
Einfamilienhäuser entgegen. Diese bestanden erst auf Plänen betreffend 17
Überbauungsprojekte auf konkreten Grundstücken im Kanton Zürich. X.________
verwendete die "Reservationsanzahlungen" meist sogleich zur Überbrückung von
Zahlungsschwierigkeiten seiner Unternehmen. Es gelang ihm in den 88 genannten
Fällen nicht, Grundstückkaufverträge und Generalunternehmer-Verträge zu
vermitteln. Er erstattete die "Reservationsanzahlungen" den Käufern in den
meisten Fällen überhaupt nicht und in einigen Fällen bloss teilweise zurück.
A.b Am 22. April 2003 erhob die damalige Bezirksanwaltschaft III für den Kanton
Zürich gegen X.________ Anklage wegen mehrfacher Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1
Abs. 2 StGB) zum Nachteil von insgesamt 165 Geschädigten. Bei den Geschädigten
handelte es sich überwiegend um (Ehe-)Paare, welche Anzahlungen für insgesamt
88 geplante Einfamilienhäuser im Betrag von total Fr. 1'628'482.-- trotz
Scheiterns der Projekte nicht zurückerhalten hatten. In sechs Fällen warf die
Anklagebehörde X.________ zudem Betrug (Art. 146 Abs. 1 StGB) vor.

B.
B.a Das Bezirksgericht Bülach sprach X.________ am 11. Juli 2005 der mehrfachen
Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 172
StGB und - in fünf der sechs eingeklagten Fälle - des mehrfachen Betrugs im
Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig und bestrafte ihn mit zwei Jahren
Gefängnis.

X.________ erklärte Berufung und beantragte unter anderem, das Urteil des
Bezirksgerichts Bülach sei vollumfänglich aufzuheben, und er sei von den
Vorwürfen der mehrfachen Veruntreuung und des mehrfachen Betrugs
freizusprechen. Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich erklärte
Anschlussberufung und beantragte, das Urteil des Bezirksgerichts sei, abgesehen
vom Strafpunkt, zu bestätigen und X.________ sei mit drei Jahren
Freiheitsstrafe unbedingt zu bestrafen.
B.b Das Obergericht des Kantons Zürich sprach X.________ am 13. März 2007 - in
vier der sechs eingeklagten Fälle - des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art.
146 Abs. 1 StGB schuldig und bestrafte ihn mit zehn Monaten Freiheitsstrafe,
bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von drei Jahren. Von den weiteren
Vorwürfen, mithin auch vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung, sprach es in
frei. Den Freispruch vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung begründete das
Obergericht in seinem Urteil vom 13. März 2007 damit, dass die
"Reservationsanzahlungen" X.________ mangels einer Werterhaltungspflicht nicht
im Sinne von Art. 138 StGB anvertraut gewesen seien und X.________ daher durch
das inkriminierte Verhalten schon den objektiven Tatbestand der Veruntreuung
nicht erfüllt habe.
B.c Das Bundesgericht hob mit Entscheid 6B_329/2007 vom 11. Dezember 2007 das
Urteil des Obergerichts vom 13. März 2007 in Gutheissung der von der
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich dagegen erhobenen Beschwerde auf und
wies die Sache zur neuen Entscheidung an das Obergericht zurück. Das
Bundesgericht erwog, die "Reservationsanzahlungen" seien X.________ entgegen
der Auffassung des Obergerichts im Sinne von Art. 138 StGB anvertraut gewesen.
Es wies das Obergericht an zu prüfen, ob auch die weiteren Merkmale des
Tatbestands der Veruntreuung erfüllt sind, und gegebenenfalls X.________ wegen
mehrfacher Veruntreuung zu verurteilen.

C.
C.a Das Obergericht des Kantons Zürich sprach X.________ mit Urteil vom 12.
Dezember 2008 erneut vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung frei. Es
verurteilte ihn aufgrund des in Rechtskraft erwachsenen Schuldspruchs wegen
mehrfachen Betrugs in vier Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten
unter Gewährung des bedingten Vollzugs bei einer Probezeit von drei Jahren. Den
Freispruch vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung begründete das Obergericht
mit dem Argument, dass X.________ zwar den objektiven Tatbestand erfüllt, aber
in Bezug auf das Tatbestandsmerkmal des Anvertrauens nicht mit Vorsatz
gehandelt habe und insoweit einem Sachverhaltsirrtum erlegen sei.
C.b Das Bundesgericht hob mit Entscheid 6B_176/2009 vom 8. Oktober 2009 das
Urteil des Obergerichts vom 12. Dezember 2008 auf und wies die Sache zur neuen
Entscheidung an das Obergericht zurück. Es erwog, X.________ habe auch in Bezug
auf das Merkmal des Anvertrauens mit Vorsatz gehandelt.

D.
Die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich sprach X.________ mit
Urteil vom 6. Oktober 2010 der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138
Ziff. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 29 StGB schuldig. Es bestrafte ihn
deswegen sowie unter Berücksichtigung des in Rechtskraft erwachsenen
Schuldspruchs wegen mehrfachen Betrugs in vier Fällen mit einer Freiheitsstrafe
von 28 Monaten. Es ordnete an, dass der Vollzug der Freiheitsstrafe im Umfang
von 18 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben und
die Freiheitsstrafe im Übrigen (d.h. im Umfang von zehn Monaten) vollzogen
wird. Das Obergericht verpflichtete X.________, den im Dispositiv genannten
Geschädigten Schadenersatz in den aufgeführten Beträgen zu bezahlen, und
verwies die Geschädigten mit ihren Schadenersatzbegehren im Mehrbetrag auf den
Weg des Zivilprozesses.

E.
X.________ führt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des
Obergerichts vom 6. Oktober 2010 sei im Strafpunkt aufzuheben. Er sei mit einer
angemessenen Freiheitsstrafe von höchstens 14 Monaten (unter Anrechnung von 3
Tagen Polizeiverhaft) zu bestrafen und der Vollzug dieser Strafe sei unter
Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben. Eventualiter sei die
Sache im Strafpunkt zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Subeventualiter sei die von der Vorinstanz ausgefällte Freiheitsstrafe von 28
Monaten im Umfang von 22 Monaten aufzuschieben und lediglich im Umfang von 6
Monaten zu vollziehen.

Erwägungen:

1.
1.1 Am 1. Januar 2007 ist der neue Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches in
Kraft getreten. Der Beschwerdeführer beging die inkriminierten Taten vor diesem
Zeitpunkt. In Bezug auf die auszufällende Sanktion findet nach der zutreffenden
und im Übrigen unangefochtenen Auffassung der Vorinstanz das neue Recht
Anwendung, da es für den Beschwerdeführer das mildere ist.

1.2 Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es
berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung
der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird
nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts,
nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters
sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren
Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47
Abs. 2 StGB). Ist ein Urteil zu begründen, so hält das Gericht in der
Begründung auch die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren
Gewichtung fest (Art. 50 StGB).

Dem Sachrichter steht bei der Gewichtung der verschiedenen
Strafzumessungsfaktoren ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das
Bundesgericht greift auf Beschwerde hin in die Strafzumessung nur ein, wenn der
Sachrichter den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn er
von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche
Gesichtspunkte ausser Acht gelassen beziehungsweise in Überschreitung oder
Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 1 E. 2.3.1 mit
Hinweisen). Ist das Urteil zu begründen, so muss der Sachrichter in den
Strafzumessungserwägungen seine Überlegungen in den Grundzügen wiedergeben, so
dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Er ist jedoch nicht gehalten, in
Prozenten oder Zahlen anzugeben, in welchem Umfang er die einzelnen
Strafzumessungskriterien gewichtet (BGE 136 IV 1 E. 2.3.1 mit Hinweisen).

1.3 Die erste Instanz verurteilte den Beschwerdeführer in ihrem Entscheid vom
11. Juli 2005 nach Massgabe des damals geltenden (alten) Rechts zu einer
(unbedingt vollziehbaren) Gefängnisstrafe von zwei Jahren. Die
Staatsanwaltschaft beantragte in sämtlichen Berufungsverfahren die Verurteilung
des Beschwerdeführers zu einer unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von drei
Jahren. Die Vorinstanz bestrafte den Beschwerdeführer im vorliegend
angefochtenen Entscheid mit einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten, wovon 18
Monate bei einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben und 10 Monate zu
vollziehen sind.

1.4 Das Gesetz droht sowohl für Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 StGB
wie auch für Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu fünf
Jahren oder Geldstrafe an. Zufolge mehrfacher Tatbegehung kommt als
Höchststrafe vorliegend gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB unstreitig eine
Freiheitsstrafe von 7 ½ Jahren in Betracht.
Die Vorinstanz geht bei der Bemessung der Strafe zunächst von den als
Veruntreuung zu qualifizierenden, im Wesentlichen gleichartigen Handlungen des
Beschwerdeführers aus und bildet hiefür unter Berücksichtigung der objektiven
und subjektiven Tatschwere eine hypothetische "Einsatzstrafe". Sie erhöht diese
unter Berücksichtigung des Schuldspruchs wegen Betrugs in vier Fällen nach dem
Asperationsprinzip. Die Vorinstanz berücksichtigt sodann verschiedene
Täterkomponenten sowie weitere Strafzumessungsfaktoren. Dieses Prozedere wird
in der Beschwerde mit Recht nicht beanstandet.
1.5
1.5.1 Die Vorinstanz beurteilt in Bezug auf den Tatkomplex der mehrfachen
Veruntreuung das Verschulden des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der
objektiven und der subjektiven Tatschwere als schwer und setzt hiefür eine
hypothetische "Einsatzstrafe" von 30 Monaten ein. Die Vorinstanz berücksichtigt
die insoweit relevanten Kriterien. Der Deliktsbetrag beläuft sich nach Abzug
der vom Beschwerdeführer geleisteten Rückzahlungen auf Fr. 1,27 Mio. Der
Beschwerdeführer verwendete in einem Zeitraum von knapp zwei Jahren
unrechtmässig die von den Kunden geleisteten Reservationsanzahlungen für
insgesamt 88 Einfamilienhäuser in 17 Überbauungsprojekten. Die Zahl der
Geschädigten beläuft sich auf 147 Personen. Zwar ist dem Beschwerdeführer mit
der Vorinstanz zuzubilligen, dass er anfänglich noch Grund zur Hoffnung hatte,
die Pauschalwerkverträge würden zustande kommen. Der Beschwerdeführer bekundete
aber eine Gleichgültigkeit gegenüber fremden Rechtsgütern, als er nach dem
Scheitern der ersten Projekte in gleicher Weise weiter verfuhr, indem er nach
Kunden suchte, von diesen die Leistung von "Reservationsanzahlungen" forderte
und diese für eigene Zwecke einsetzte. Der Beschwerdeführer verwendete die
eingegangenen Reservationsanzahlungen meist sogleich zur Überbrückung von
Zahlungsschwierigkeiten der beiden von ihm beherrschten Unternehmungen. Gemäss
den Feststellungen im angefochtenen Urteil (S. 26), die in der Beschwerde nicht
substantiiert bestritten werden, flossen im massgebenden Zeitraum zudem rund
Fr. 715'000.-- von den Geschäftskonten auf die Privatkonten des
Beschwerdeführers beziehungsweise von dessen Lebenspartnerin.
1.5.2 Allerdings mag es zutreffen, dass der Beschwerdeführer, wie er in der
Beschwerde (S. 5 f.) einwendet, für das Scheitern der Bauprojekte nicht allein
verantwortlich war. Zudem lässt sich die Schwere des Tatverschuldens entgegen
einer Bemerkung der Vorinstanz nicht auch damit begründen, dass der
Beschwerdeführer ferner "bei den Geschädigten einen immateriellen Schaden
hinsichtlich des geplatzten Traums vom eigenen Haus" verursacht habe
(angefochtenes Urteil S. 25). Das Tatunrecht bei der vorliegenden Veruntreuung
besteht nicht im Scheitern der Bauprojekte, wodurch allenfalls der Traum der
Kunden vom Eigenheim (zumindest vorläufig) platzte, sondern darin, dass der
Beschwerdeführer die ihm anvertrauten Reservationsanzahlungen der Kunden zu
deren Schaden unrechtmässig verwendete. Nicht zu beanstanden ist hingegen die
vorinstanzliche Erwägung, dass der Beschwerdeführer durch sein Verhalten "eine
Vielzahl von Personen um mindestens einen Teil ihrer Ersparnisse brachte"
(angefochtenes Urteil S. 25). Dem Beschwerdeführer wird damit entgegen seinem
Einwand nicht die Schädigung vieler "kleiner Leute" vorgeworfen, für welche der
erlittene Schaden eine Bedrohung der wirtschaftlichen Existenz bedeutete, den
sie nicht verkraften konnten, und es wird ihm auch nicht zur Last gelegt, er
habe gezielt nach finanziell schwachen Käufern gesucht (Beschwerde S. 6). Dass
ihm allenfalls die Anklagebehörde solches zur Last legte, ist im vorliegenden
Zusammenhang unerheblich. Massgebend sind insoweit die Höhe des Deliktsbetrags,
die Anzahl der Geschädigten sowie die Absichten und die Motive des
Beschwerdeführers. Im Übrigen hält der Beschwerdeführer selber fest, es habe
für ihn absolut keine Bedeutung gehabt, wer letztendlich die Einfamilienhäuser
kaufte. Damit war es ihm aber auch gleichgültig, was für die einzelnen Kunden
der Verlust der geleisteten Reservationsanzahlungen im Betrag von mehreren
Tausend Franken finanziell bedeutete. Der Beschwerdeführer schädigte die Kunden
vorsätzlich dadurch, dass er die Reservationsanzahlungen im eigenen Nutzen
verwendete und damit die Ansprüche der Kunden auf Rückzahlung, die, wie er
wusste, bei Nichtzustandekommen der Verträge zu leisten war, nicht erfüllen
konnte.
1.5.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei zur Tatzeit -
fälschlicherweise - davon ausgegangen, dass er über die Reservationsanzahlungen
der Kunden frei verfügen dürfe und seine Verpflichtung zur Rückzahlung bei
Nichtzustandekommen der Verträge eine rein obligatorische und mangels einer
Werterhaltungspflicht nur zivilrechtlich, aber nicht auch strafrechtlich
relevant sei. Auch die Vorinstanz sei in ihrem ersten Urteil vom 13. März 2007
davon ausgegangen, dass ihm die Reservationsanzahlungen nicht im Sinne von Art.
138 StGB anvertraut gewesen seien, und sie habe in ihrem zweiten Urteil vom 12.
Dezember 2008 seinen Vorsatz verneint. Unter diesen Umständen werde das
objektive Verschulden in subjektiver Hinsicht relativiert, weshalb sein
Verschulden betreffend den Tatkomplex der Veruntreuung insgesamt entgegen der
Auffassung der Vorinstanz nicht als schwer, sondern höchstens als mittelschwer
zu qualifizieren sei.

Ob ein konkretes Verhalten einen bestimmten Straftatbestand erfüllt, ist
mitunter schwierig zu entscheiden, und es kommt nicht selten vor, dass
verschiedene Gerichtsinstanzen insoweit unterschiedliche Auffassungen
vertreten. Dass die Vorinstanz in ihrem ersten Urteil vom 13. März 2007 das
Tatbestandsmerkmal des Anvertrauens im Sinne von Art. 138 StGB als nicht
erfüllt erachtete, berührt weder den Vorsatz des Beschwerdeführers (siehe
Bundesgerichtsentscheid 6B_176/2009 vom 8. Oktober 2009 E. 4.3) noch die
subjektive Tatschwere. Gemäss dem Bundesgerichtsurteil 6B_176/2009 vom 8.
Oktober 2009 ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer wusste, dass die
Reservationsanzahlungen jedenfalls bis zum Zustandekommen der von ihm zu
vermittelnden Verträge für ihn wirtschaftlich fremde Vermögenswerte waren, über
welche er nicht frei zu seinen Gunsten verfügen durfte. Daraus folgt, dass der
Beschwerdeführer sich aus freien Stücken für eine Verletzung des durch Art. 138
StGB geschützten Rechtsguts des fremden Vermögens entschied, indem er die
Reservationsanzahlungen sogleich zur Überbrückung von Zahlungsschwierigkeiten
seiner Unternehmungen verwendete, wodurch es ihm unmöglich wurde, den Anspruch
der Kunden auf Rückzahlung bei Nichtzustandekommen der Verträge vollumfänglich
zu erfüllen. Es liegen entgegen den Andeutungen in der Beschwerde keine
Umstände im Sinne von Art. 47 Abs. 2 StGB vor, welche es dem Beschwerdeführer
erschwert hätten, die Gefährdung oder Verletzung des betroffenen Rechtsguts zu
vermeiden.
1.5.4 Die Bemessung der hypothetischen "Einsatzstrafe" für den Tatkomplex der
mehrfachen Veruntreuung auf 30 Monate hält sich in Anbetracht der für die
Bestimmung der objektiven und der subjektiven Tatschwere massgebenden Umstände
im weiten Rahmen des sachrichterlichen Ermessens und verstösst nicht gegen
Bundesrecht.

1.6 Die Vorinstanz erhöhte die für den Tatkomplex der mehrfachen Veruntreuung
bemessene hypothetische "Einsatzstrafe" unter Berücksichtigung des in
Rechtskraft erwachsenen Schuldspruchs wegen mehrfachen Betrugs in vier Fällen
im Deliktsbetrag von insgesamt rund Fr. 50'000.-- um vier Monate. Der
Beschwerdeführer ficht dies mit Recht nicht an.

1.7 Der im Jahre 1951 geborene Beschwerdeführer realisierte vor den
inkriminierten Taten zahlreiche Bauprojekte mit einem grossen Volumen zur
Zufriedenheit der Kunden, ohne sich je etwas zu Schulden kommen zu lassen. Er
ist - abgesehen von einer vorliegend nach der zutreffenden Auffassung der
Vorinstanz nicht relevanten Busse wegen grober Verkehrsregelverletzung - nicht
vorbestraft. Die Vorinstanz sieht darin keinen Strafminderungsgrund.

1.7.1 Die Vorstrafenlosigkeit wirkt sich nach der neuesten Rechtsprechung des
Bundesgerichts bei der Strafzumessung grundsätzlich neutral aus und ist deshalb
nicht strafmindernd zu berücksichtigen. Dies schliesst nicht aus, sie
ausnahmsweise und im Einzelfall in die Gesamtbeurteilung der
Täterpersönlichkeit einzubeziehen, was sich allenfalls strafmindernd auswirken
kann. Vorausgesetzt ist jedoch, dass die Vorstrafenlosigkeit auf eine
aussergewöhnliche Gesetzestreue hinweist. Eine solche darf wegen der Gefahr
ungleicher Behandlung nicht leichthin angenommen werden, sondern hat sich auf
besondere Umstände zu beschränken (BGE 136 IV 1 E. 2.6.4). Zu denken ist nach
dem zitierten Bundesgerichtsentscheid beispielsweise an den Berufschauffeur,
der sich als Ersttäter wegen eines Strassenverkehrsdelikts strafrechtlich zu
verantworten hat, obschon er seit vielen Jahren täglich mit seinem Fahrzeug
unterwegs ist.

1.7.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass für einen Geschäftsmann im
heutigen hektischen Geschäftsalltag die Erfüllung einer aussergewöhnlichen
Gesetzestreue sehr viel schwieriger sei als für einen Berufschauffeur im
Strassenverkehr, der sich einfach an den Verkehrsregeln und Verkehrsschildern
orientieren könne. Seine Vorstrafenlosigkeit sei daher entgegen der Auffassung
der Vorinstanz strafmindernd zu berücksichtigen.

Es mag zutreffen, dass im Geschäftsverkehr die Abgrenzung zwischen strafbarem
und nicht strafbarem Verhalten schwieriger ist als im Strassenverkehr, für
welchen zahlreiche detaillierte und relativ klare Regeln gelten, an welchen
sich der Verkehrsteilnehmer orientieren kann. Dies ist indessen nicht
entscheidend. Massgebend ist vielmehr, wie leicht jemand im beruflichen Umfeld
in die Lage kommen kann, ausnahmsweise einmal durch eine Regelverletzung einen
Straftatbestand zu erfüllen. Insoweit lässt sich die Lage eines Geschäftsmanns
in der Immobilienbranche nicht mit der Situation eines Berufschauffeurs
vergleichen.

1.8
1.8.1 Die Vorinstanz billigt dem Beschwerdeführer unter dem Titel des positiven
Nachtatverhaltens eine geringfügige Strafreduktion zu. Sie berücksichtigt
geringfügig strafmindernd, dass er einem Teil der Geschädigten die veruntreuten
Gelder wenigstens teilweise zurückgezahlt und dass er sich in der Untersuchung
korrekt und kooperativ verhalten hat. Gemäss den weiteren Erwägungen der
Vorinstanz hat der Beschwerdeführer aber keine echte Reue oder Einsicht
gezeigt. Vielmehr mache er noch heute geltend, er habe weder gewusst noch
wissen können, dass sein Verhalten nicht erlaubt gewesen sei. Er suche nach
Erklärungen und Rechtfertigungen für sein Verhalten. Von gereifter Einsicht in
die Problematik könne somit nicht die Rede sein. Dies sei insbesondere deshalb
bedenklich, weil der Beschwerdeführer offenbar bereits wieder (nicht nur als
Angestellter, sondern auch als einzelzeichnungsberechtigtes
Verwaltungsratsmitglied) bei einer Unternehmung im Immobilienbereich tätig sei
und als verantwortlicher Projektleiter unter anderem den Bau von Ein- und
Mehrfamilienhäusern betreue. Unbeirrt bestreite er bis heute eine
Alleinverantwortung am Scheitern der Bauprojekte. Nach der Auffassung der
Vorinstanz kann dieses Verhalten dem Beschwerdeführer selbstverständlich nicht
straferhöhend angerechnet werden, habe er doch das strafprozessuale Recht, den
ihm zur Last gelegten Tatvorwurf zu bestreiten, doch kann das beschriebene
Verhalten auch nicht strafmindernd berücksichtigt werden.

1.8.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe entgegen der Ansicht der
Vorinstanz Einsicht und Reue gezeigt, weshalb ihm unter dem Titel des positiven
Nachtatverhaltens eine erhebliche Strafreduktion zuzubilligen sei. Er habe sehr
wohl verstanden, dass das Bundesgericht ihm im Urteil vom 8. Oktober 2009 die
Veruntreuung der Reservationsanzahlungen vorwerfe, da er die ihm obliegende
Werterhaltungspflicht zum Nachteil der Geschädigten verletzt habe.
Selbstverständlich würde er heute, in Kenntnis seiner Werterhaltungspflicht,
nicht mehr so handeln, sondern für eine hinreichende Sicherheit der
Reservationsanzahlungen besorgt sein. Entgegen der Einschätzung der Vorinstanz
bestreite er die Alleinverantwortung für die Veruntreuung und den Betrug nicht.
Er stelle lediglich in Abrede, für das Scheitern der Bauprojekte allein
verantwortlich zu sein, was mit den Tatbeständen der Veruntreuung und des
Betrugs nur in einem indirekten Zusammenhang stehe.

1.8.3 Es mag zutreffen, dass der Beschwerdeführer für das Scheitern der
Bauprojekte nicht allein verantwortlich war. Dies ist indessen im vorliegenden
Zusammenhang nicht von Bedeutung, da, wie erwähnt (siehe E. 1.5.2 hievor),
nicht im Scheitern der Bauprojekte, sondern in der unrechtmässigen Verwendung
der Reservationsanzahlungen das strafbare Unrecht liegt. Die Äusserungen des
Beschwerdeführers, er habe verstanden, dass ihm das Bundesgericht Veruntreuung
vorwirft, und er würde heute in Kenntnis dessen anders handeln, sind indessen
nicht als echte Einsicht und Reue zu qualifizieren, die strafmindernd zu
berücksichtigen sind, ganz abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer - was im
Übrigen sein gutes Recht ist - das Urteil des Bundesgerichts vom 8. Oktober
2009 weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht nachvollziehen kann,
wie sich aus dem Schreiben seiner Vertreterin vom 28. Februar 2010 an die
Vorinstanz ergibt.

1.9
1.9.1 Die Vorinstanz berücksichtigt in Anwendung von Art. 48 lit. e StGB
strafmindernd, dass seit der letzten Tat, die am 28. August 2000 begangen
wurde, verhältnismässig lange Zeit verstrichen ist und der Beschwerdeführer
sich in dieser Zeit - abgesehen von einer hier zu vernachlässigenden groben
Verkehrsregelverletzung - wohl verhalten hat. Da indessen im Zeitpunkt der
Ausfällung des angefochtenen Urteils vom 6. Oktober 2010 nur knapp mehr als 2/3
der Verjährungsfrist von 15 Jahren verstrichen sind, reduziert die Vorinstanz
die Strafe unter diesem Titel nur ganz geringfügig.

Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm sei nicht nur die Legalbewährung zu
attestieren, sondern es sei zu berücksichtigen, dass er sich in dieser Zeit
auch sonst ausgesprochen wohl verhalten habe. Daher sei der Umstand, dass 2/3
der Verjährungsfrist von 15 Jahren verstrichen sind, bei der Strafzumessung
gestützt auf Art. 48 lit. e StGB erheblich strafmildernd zu berücksichtigen.

1.9.2 Gemäss Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das
Strafbedürfnis in Anbetracht der verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und
der Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Dieser Strafmilderungsgrund
entspricht inhaltlich im Wesentlichen dem Strafmilderungsgrund des
Wohlverhaltens während verhältnismässig langer Zeit im Sinne von Art. 64 al. 8
aStGB. Die diesbezügliche Rechtsprechung ist daher weiterhin zu beachten. Die
verhältnismässig lange Zeit steht in Bezug zur Verjährungsfrist. Das
Verjährungsrecht ist durch Bundesgesetz vom 5. Oktober 2001, in Kraft sei 1.
Oktober 2002, revidiert worden. Das neue Recht unterscheidet nicht mehr
zwischen relativen (ordentlichen) und absoluten Verjährungsfristen. Die
neurechtlichen Verjährungsfristen entsprechen im Wesentlichen den
altrechtlichen absoluten Fristen. Die Gegenstand des vorliegenden Verfahrens
bildenden Straftaten der Veruntreuung und des Betrugs verjährten altrechtlich
relativ in 10 und absolut in 15 Jahren. Sie verjähren neurechtlich in 15
Jahren. Unter dem Geltungsbereich des alten Verjährungsrechts war der
Strafmilderungsgrund des Wohlverhaltens während verhältnismässig langer Zeit
nach der Rechtsprechung gegeben, wenn die relative Verjährung nahe war (BGE 92
IV 201 E. I). Unter dem Geltungsbereich des seit 1. Oktober 2002 in Kraft
stehenden neuen Verjährungsrechts ist dieser Strafmilderungsgrund nach der
Rechtsprechung in jedem Fall anzunehmen, wenn mindestens 2/3 der
Verjährungsfrist abgelaufen sind. Der Richter kann diese Zeitspanne
unterschreiten, um Art und Schwere der Tat Rechnung zu tragen (BGE 132 IV 1 E.
6.2). In welchem Mass die Strafe bei Vorliegen dieses Strafmilderungsgrundes zu
reduzieren ist, hängt davon ab, wie viel Zeit im massgebenden Zeitpunkt der
Ausfällung des angefochtenen Urteils seit der Tat verstrichen ist.

Im konkreten Fall waren im massgebenden Zeitpunkt der Ausfällung des
angefochtenen Entscheids vom 6. Oktober 2010 seit der letzten Tat vom 28.
August 2000 rund 10 Jahre und 6 Wochen verstrichen. Damit waren nur knapp mehr
als 2/3 der Verjährungsfrist von 15 Jahren abgelaufen. Bei Anwendung des im
Zeitpunkt der Ausfällung des angefochtenen Urteils geltenden Rechts ist daher
die Strafe unter diesem Gesichtspunkt nur ganz geringfügig zu reduzieren. Dass
der Beschwerdeführer in dieser Zeit nach seiner Darstellung - abgesehen von der
erwähnten groben Verkehrsregelverletzung - nicht nur keine Straftaten verübt,
sondern sich "auch sonst ausgesprochen wohl verhalten" habe, was immer er
darunter verstehen mag, ist unerheblich.

Die dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Straftaten weisen nach Art und
Schwere keine Besonderheiten auf, welche es rechtfertigen könnten, den
Strafmilderungsgrund des Wohlverhaltens während verhältnismässig langer Zeit
schon bei Ablauf von weniger als 2/3, beispielsweise 1/2 der Verjährungsfrist
anzunehmen mit der Folge, dass in Anbetracht der gemessen daran tatsächlich
verstrichenen Zeit die Strafe nicht nur ganz geringfügig zu reduzieren wäre.

1.9.3 Der Beschwerdeführer verübte die inkriminierten Straftaten in den Jahren
1998 bis 2000 und damit unter dem Geltungsbereich des alten Verjährungsrechts.
Im Zeitpunkt der Ausfällung des angefochtenen Urteils war nach Massgabe dieses
alten Rechts die relative Verjährung nicht nur nahe, sondern die ordentliche
Verjährungsfrist von 10 Jahren um rund 6 Wochen überschritten. Es ist
vorstellbar, dass daher bei Anwendung des alten Rechts die Strafe wegen des
Wohlverhaltens während verhältnismässig langer Zeit mehr als nur "ganz
geringfügig" reduziert worden wäre.

Dies ist indessen vorliegend unerheblich. Eine Tat darf unter dem Gesichtspunkt
der "lex mitior" auch bei der Strafzumessung nicht teilweise nach altem und
teilweise nach neuem Recht beurteilt werden, wie die Vorinstanz in einem
anderen Zusammenhang, nämlich mit Bezug auf die am 1. Januar 2007 in Kraft
getretene Änderung des Allgemeinen Teils des StGB, zutreffend erwägt. Auch wenn
bei Anwendung des zur Zeit der inkriminierten Taten geltenden Rechts das
Wohlverhalten während verhältnismässig langer Zeit möglicherweise etwas stärker
strafmindernd berücksichtigt worden wäre, ist bei der gebotenen
Gesamtbetrachtung mit Rücksicht auf die erweiterten Möglichkeiten des bedingten
und des teilbedingten Strafvollzugs das neue Recht milder als das alte.

1.10
1.10.1 Bei der Strafzumessung ist gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB auch die Wirkung
der Strafe auf das Leben des Täters zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer
verweist auf sein Alter von 59 Jahren und auf seine Herzkrankheit. Er macht
geltend, das Strafverfahren, welches nun mehr als 10 Jahre dauere, habe ihn
auch infolge seiner Herzkrankheit äusserst stark belastet, habe er doch seit
der Anklageerhebung im Jahre 2003 stets mit einer Verurteilung zu einer
Freiheitsstrafe rechnen müssen. Sowohl die lange Dauer des Strafverfahrens als
auch seine Herzkrankheit seien unter dem Aspekt der Strafempfindlichkeit
strafmindernd zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer bringt im Weiteren vor,
im Falle seiner Verurteilung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe könnten seine
zurzeit laufenden Bauprojekte nicht realisiert werden. Die Investoren würden
ihre bisherigen Investitionen verlieren, er selbst stünde mit Sicherheit vor
dem wirtschaftlichen Ende und könnte den durch die inkriminierten Taten
verursachten Schaden nicht ersetzen. Diese Folgen eines Freiheitsentzugs seien
bei der Strafzumessung ebenfalls zu beachten.

1.10.2 Der Beschwerdeführer hat diese Einwände schon im Berufungsverfahren
vorgetragen. Die Vorinstanz hat sich damit befasst. Sie hält fest, dass der
Beschwerdeführer bei einer Aktiengesellschaft, in welcher er auch Mitglied des
Verwaltungsrats ist, als Architekt und Projektleiter arbeitet. Erwerbstätigen
Verurteilten sei es in der Regel ohne weiteres möglich, Freiheitsstrafen bis zu
einem Jahr gemäss Art. 77b StGB in Halbgefangenschaft zu verbüssen, weshalb
vorliegend ein Verlust der Arbeitsstelle nicht zu befürchten sei. Jedenfalls
bestünden im vorliegenden Fall keine aussergewöhnlichen Umstände, welche heute
irgendeine besondere Strafempfindlichkeit - aus persönlichen/familiären oder
beruflichen Umständen - zu begründen vermöchte. Weder die gesundheitlichen
Schwierigkeiten noch das Alter des Beschwerdeführers stellten aussergewöhnliche
Umstände dar, die eine Reduktion der Strafe rechtfertigten. Einschränkungen im
sozialen und beruflichen Umfeld seien eine unmittelbare gesetzmässige Folge
jeder freiheitsbeschränkenden Sanktion.

Mit diesen Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdeführer nicht
auseinander. Sie stehen im Einklang mit der im angefochtenen Urteil zitierten
bundesgerichtlichen Rechtsprechung und sind zutreffend (siehe etwa Urteile
6P.39/2004 vom 23. Juli 2004 E. 4.7; 6B_626/2009 vom 3. November 2009 E. 2.2;
6B_1037/2009 vom 20. Januar 2010 E. 4.3; 6B_74/2009 vom 23. November 2009 E.
2.5).

1.11 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Strafe sei auch wegen Verletzung
des Beschleunigungsgebots zu reduzieren, da das Strafverfahren nach der
Anklageerhebung sich ohne sein Zutun wegen eines Kompetenzkonflikts um rund 8
Monate verzögert habe.

Die Vorinstanz hat diesen Umstand unter dem Gesichtspunkt der Verletzung des
Beschleunigungsgebots ausdrücklich leicht strafmindernd berücksichtigt.
Inwiefern sie damit Bundesrecht verletzt hat, legt der Beschwerdeführer nicht
dar und ist nicht ersichtlich.

2.
2.1 Die Vorinstanz hat den Vollzug der Freiheitsstrafe von 28 Monaten im Umfang
von 10 Monaten angeordnet und im Umfang von 18 Monaten bedingt aufgeschoben.
Zur Begründung erwägt sie unter anderem, dass das Verschulden des
Beschwerdeführers schwer wiegt. In Anbetracht dieses Verschuldens wäre es ohne
weiteres gerechtfertigt, nur die Hälfe der Strafe aufzuschieben und die andere
Hälfte zu vollziehen. Im Hinblick auf die längere Deliktsfreiheit und die
stabilen Verhältnisse des Beschwerdeführers erscheine es indessen als
gerechtfertigt, einen grösseren Teil der Freiheitsstrafe aufzuschieben und
diese lediglich im Umfang von 10 Monaten zu vollziehen. Die Vorinstanz weist
darauf hin, dass der Vollzug der zehnmonatigen Freiheitsstrafe grundsätzlich in
der Form der Halbgefangenschaft möglich sei (Art. 77b StGB), doch obliege der
diesbezügliche Entscheid der Strafvollzugsbehörde.

Der Beschwerdeführer beantragt, im Falle der Bestätigung des Strafmasses von 28
Monaten seien entgegen dem angefochtenen Entscheid nicht 10 Monate, sondern
lediglich 6 Monate zu vollziehen und 22 Monate bedingt aufzuschieben. Zur
Begründung macht er geltend, sein Verschulden sei entgegen den Erwägungen der
Vorinstanz nicht als schwer, sondern höchstens als mittelschwer zu
qualifizieren.

2.2 Das Gericht schiebt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens 6
Monaten und höchstens 2 Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe
nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen
oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Das Gericht kann den Vollzug
einer Freiheitsstrafe von mindestes einem Jahr und höchstens drei Jahren nur
teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters
genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 StGB). Bei Freiheitsstrafen von
über zwei Jahren bis zu drei Jahren kommt somit höchstens ein teilbedingter
Vollzug in Betracht. Der Gesetzgeber geht davon aus, bei Freiheitsstrafen in
dieser Höhe wiege das Verschulden (siehe Art. 43 Abs. 1 StGB) so schwer, dass
trotz günstiger beziehungsweise nicht ungünstiger Prognose ein Teil der Strafe
zum Ausgleich des Verschuldens vollzogen werden muss (BGE 134 IV 241 E. 3.1.3).
Der unbedingt vollziehbare Teil darf die Hälfte der Strafe nicht übersteigen
(Art. 43 Abs. 2 StGB). Bei teilbedingten Freiheitsstrafen muss sowohl der
aufgeschobene wie auch der zu vollziehende Teil mindestens sechs Monate
betragen (Art. 43 Abs. 3 Satz 1 StGB). Bei der von der Vorinstanz ausgefällten
Freiheitsstrafe von 28 Monaten beträgt der zu vollziehende Teil der Strafe
mindestens 6 Monate und höchstens 14 Monate. Innerhalb des gesetzlichen Rahmens
liegt die Festsetzung im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts. Das Verhältnis
der Strafteile ist so festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der
Legalbewährung des Täters einerseits und dessen Einzeltatschuld andererseits
hinreichend zum Ausdruck kommen. Je günstiger die Prognose und je kleiner die
Vorwerfbarkeit der Tat sind, desto grösser muss der auf Bewährung ausgesetzte
Strafteil sein. Der unbedingt vollziehbare Strafteil darf dabei das unter
Verschuldensgesichtspunkten (Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unterschreiten
(BGE 134 IV 1 E. 5.6, 241 E. 3.1.4).

Die Anordnung des Vollzugs der Freiheitsstrafe von 28 Monaten im Umfang von 10
Monaten hält sich in Anbetracht des Verschuldens des Beschwerdeführers
einerseits und von dessen Bewährungsaussichten andererseits im pflichtgemässen
sachrichterlichen Ermessen und verstösst nicht gegen Bundesrecht.

3.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der
Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. März 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Näf