Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.1091/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_1091/2010

Urteil vom 24. Januar 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
2. A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Bettoni,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Einstellung der Untersuchung (Diebstahl),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, vom 11. November 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der angefochtene Entscheid datiert vom 11. November 2010, und die Beschwerde
vom 21. Dezember 2010 ging beim Bundesgericht am 27. Dezember 2010 ein. In
Bezug auf die Frage der Legitimation ist Art. 81 BGG in der bis zum 31.
Dezember 2010 geltenden Fassung anwendbar.

2.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass die Staatsanwaltschaft See/Oberland
ein Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner 2 wegen Diebstahls einstellte und
die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid einen dagegen gerichteten Rekurs
abwies, soweit darauf eingetreten wurde.

Da die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt war, ist der
Beschwerdeführer indessen nicht Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1
lit. b Ziff. 4 BGG. Da er durch den angeblichen Diebstahl in seiner
körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität nicht unmittelbar
beeinträchtigt wurde, ist er auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit.
b Ziff. 5 BGG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 OHG. Als Geschädigter, der nicht
Opfer ist, war er nach dem alten Recht zur vorliegenden Beschwerde
grundsätzlich nicht legitimiert (BGE 136 IV 29).

Eine Verletzung von Rechten, die dem Beschwerdeführer als am Verfahren
beteiligte Partei nach dem Prozessrecht oder aufgrund der BV oder der EMRK
zustehen, macht er nicht in einer dem Art. 106 Abs. 2 BGG genügenden Weise
geltend. Er rügt zwar, die ermittelnde Staatsanwältin habe sich geweigert,
offensichtliche und klare Indizien zu würdigen (Beschwerde S. 2 Ziff. 1). Dazu
führt die Vorinstanz indessen aus, die Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage in
den Akten. Allein der Umstand, dass die Untersuchung gegen den Willen des
Beschwerdeführers eingestellt worden sei und seine Vorwürfe sich aufgrund des
Ermittlungsergebnisses als nicht erwiesen herausstellten, vermöge keine
Parteilichkeit oder Befangenheit der Staatsanwältin zu begründen oder glaubhaft
zu machen (angefochtener Entscheid S. 7/8). Inwieweit diese Erwägung gegen das
schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte, ergibt sich
aus der Beschwerde nicht.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor
Bundesgericht keine Umtriebe hatte.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Januar 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn