Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.237/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_237/2010

Urteil vom 29. April 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

1. Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg, Zaehringenstrasse 1, 1702 Freiburg,
2. Y._______,
3. Z._______,
beide vertreten durch Fürsprecher Dr. Paul Zbinden,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Einstellung des Verfahrens (üble Nachrede usw.),

Beschwerde gegen das Urteil der Strafkammer des Kantonsgerichts Freiburg vom
11. Februar 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Im angefochtenen Entscheid trat die Vorinstanz auf eine kantonale Beschwerde
nicht ein, weil die Beschwerdeführerin die Beschwerdefrist nicht eingehalten
hatte. Eine Wiederherstellung der Frist kam nicht in Betracht, weil die
Beschwerdeführerin ihren angeblich schlechten gesundheitlichen Zustand nicht
hinreichend belegt hatte (angefochtener Entscheid S. 2 E. 1a). Dazu kam, dass
sie die kantonale Beschwerde nicht genügend begründet hatte (angefochtener
Entscheid S. 2/3 E. 1b). Soweit sie schliesslich die Unzuständigkeit der
Behörden des Kantons Freiburg geltend machte, hatte sie das Recht dazu infolge
Verspätung verwirkt (angefochtener Entscheid S. 3 E. 1c).

In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist darzulegen, inwiefern der
angefochtene Entscheid nach Auffassung der Beschwerdeführerin das
schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzen soll (Art. 42 Abs. 2
BGG). Dieser Voraussetzung genügt die vorliegende Beschwerde nicht, weil sie
sich nicht auf die Erwägungen der Vorinstanz bezieht. Die Beschwerdeführerin
reicht zum Beispiel das E-Mail eines Untersuchungsrichters ein, der (ohne
allerdings den Fall näher zu kennen) festhält, der Kanton Bern sei für die
Behandlung des Falles zuständig. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen
Entscheid indessen zur Frage, welcher Kanton materiell zuständig ist, nicht
geäussert, sondern ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe das Recht zur
Geltendmachung der Rüge verwirkt (angefochtener Entscheid S. 3 E. 1c). Mit der
Frage der Verwirkung befasst sich die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vor
Bundesgericht nicht.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64
BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der
finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der
Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Den Beschwerdegegnern
ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe
hatten.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Strafkammer des Kantonsgerichts
Freiburg schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. April 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn