Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.566/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_566/2010

Urteil vom 19. Juli 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, An der Aa 4, 6300 Zug,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme einer Strafanzeige,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zug,
Justizkommission, Strafrechtliche Kammer, vom 27. Mai 2010 (JS 2010 35).
Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wirft zwei Polizeibeamten vor, sie hätten zu seinem
Nachteil mit seinem ehemaligen Arbeitgeber eine Absprache getroffen. Die
Beschwerde richtet sich dagegen, dass die Staatsanwaltschaft eine
Strafuntersuchung wegen Amtsmissbrauchs nicht an die Hand nahm und im
angefochtenen Entscheid auf eine dagegen gerichtete Beschwerde nicht
eingetreten wurde. Da die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt
war, ist der Beschwerdeführer indessen nicht Privatstrafkläger im Sinne von
Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG. Da er durch die angezeigten Straftaten in
seiner körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität nicht unmittelbar
beeinträchtigt wurde, ist er auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit.
b Ziff. 5 BGG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 OHG. Der Geschädigte, der nicht
Opfer ist, ist zur vorliegenden Beschwerde grundsätzlich nicht legitimiert (BGE
136 IV 29). Aus welchem Grund die Staatsanwaltschaft den Beschwerdeführer zu
einem Gespräch hätte vorladen oder sonst kontaktieren müssen, wird in der
Beschwerde nicht dargelegt. Insoweit genügt sie den Begründungsanforderungen
von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Auf die Beschwerde ist im
Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG
abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen
Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu
tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug,
Justizkommission, Strafrechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Juli 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn