Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.602/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_602/2010

Urteil vom 29. Juli 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellung der Untersuchung; Entschädigung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, vom 21. Juni 2010.
Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Am 3. September 2008 stellte eine Drittperson bei der Stadtpolizei Winterthur
gegen den Beschwerdeführer einen Strafantrag wegen Drohung. Am 2. Juni 2009 zog
die Drittperson den Strafantrag zurück. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/
Unterland stellte die Untersuchung mit Verfügung vom 8. Juni 2009 ein. In der
Folge stellte der Beschwerdeführer im Rekursverfahren unter anderem die
Anträge, die entstandenen Kosten seien der Staatskasse aufzuerlegen und es sei
ihm eine Entschädigung auszurichten, die für karitative Zwecke verwendet werden
müsse. Im angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz die Kosten auf die
Staatskasse genommen, indessen den Antrag auf eine Entschädigung abgewiesen, da
der Beschwerdeführer nicht dargelegt habe, welche wesentlichen Kosten und
Umtriebe er gehabt habe, und solche denn auch aus den Akten nicht ersichtlich
seien (angefochtener Entscheid S. 10).

Aus dem Gesagten folgt, dass der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nur die
Verweigerung einer Entschädigung durch die Vorinstanz bemängeln kann. Andere
Ausführungen sind unzulässig.

Vor Bundesgericht beziffert der Beschwerdeführer seine Forderungen mit Fr.
100'000.-- sowie Fr. 4'971.80 (Beschwerde S. 9). Indessen macht er nicht
geltend, dass er entgegen der Feststellung im angefochtenen Entscheid bei der
Vorinstanz dargelegt hätte, welche Kosten und Umtriebe ihm durch das Verfahren
entstanden sind. Zudem ist aus der Beschwerde auch nicht ersichtlich, wie der
Beschwerdeführer auf seine Beträge kommt. Damit genügt die Eingabe den
minimalen Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG
nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Da der Beschwerdeführer unterliegt, sind ihm die Gerichtskosten aufzuerlegen
(Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Juli 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn