Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.638/2010
Zurück zum Index Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 2010
Retour à l'indice Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 2010


Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_638/2010

Urteil vom 13. August 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001
Basel,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Wiederaufnahme des Strafverfahrens,

Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt
vom 5. Mai 2010.
Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Da der angefochtene Entscheid dem Beschwerdeführer am 10. Juni 2010 zugestellt
wurde, lief die Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG am 12. Juli 2010
(Montag) ab. Die Beschwerdeergänzung vom 1. August 2010 ist verspätet. Darauf
ist nicht einzutreten.

2.
Im angefochtenen Entscheid wies die Vorinstanz ein Begehren um Wiederaufnahme
des Verfahrens in Bezug auf ihr früheres Urteil vom 6. Januar 2010 ab. Der
Beschwerdeführer hatte im Begehren geltend gemacht, er habe sich zu
verschiedenen Zeiten, zu denen ihm Betäubungsmittelhandel vorgeworfen werde,
nicht in der Schweiz aufgehalten. Die Vorinstanz kam indessen nach eingehender
Beweiswürdigung zum Schluss, die drei neu eingereichten Passkopien vermöchten
keine Zweifel daran zu wecken, dass der Beschwerdeführer im von drei
Auskunftspersonen geschilderten Umfang im Drogenverkauf tätig gewesen sei.

Was der Beschwerdeführer vorbringt, geht an der Sache vorbei. Wie sich dem
Titel der Beschwerdebegründung entnehmen lässt, befasst er sich mit der
"Glaubwürdigkeit von den Belastungszeugen" (Beschwerde S. 1). Die
Glaubwürdigkeit der Zeugen war indessen nicht Gegenstand des
Wiederaufnahmeverfahrens. In diesem ging es ausschliesslich um die Beurteilung
der neu eingereichten drei Passkopien. Dazu stellt der Beschwerdeführer nur
fest, aus den neu beigebrachten Beweismitteln werde klar, dass er zur
fraglichen Zeit in Griechenland und Albanien gewesen sei und sicher nicht in
der Schweiz, um Drogen zu verkaufen (Beschwerde S. 4). Mit dieser reinen
Behauptung kann indessen nicht dargelegt werden, dass die Vorinstanz bei der
Würdigung der neuen Beweismittel in Willkür im Sinne von Art. 9 BV verfallen
wäre.

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die ausgesprochene Strafe sei
unangemessen hart (Beschwerde S. 6), ist er nicht zu hören. Die Strafzumessung
war nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Das nachträglich gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in
Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos
erschienen. Der finanziellen Lage des zu einer langen Freiheitsstrafe
verurteilen Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung
zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons
Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. August 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn