Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.780/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_780/2010

Urteil vom 13. Januar 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Mathys,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari
Gerichtsschreiberin Koch.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt André Bürgi,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Mehrfache Vergewaltigung, mehrfache sexuelle Nötigung, mehrfache sexuelle
Handlungen mit Kindern, Pornografie; Willkür,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II.
Strafkammer, vom 9. Juli 2010.

Sachverhalt:

A.
Das Obergericht des Kantons Zürich verurteilte X.________ zweitinstanzlich
wegen mehrfacher Vergewaltigung, mehrfacher sexueller Nötigung, mehrfacher
sexueller Handlungen mit Kindern und Pornographie zu einer Freiheitsstrafe von
acht Jahren. Es stellte fest, dass der Teilfreispruch des erstinstanzlichen
Urteils betreffend den Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung zum Nachteil
von A.________ in Nebendossier 1 Anklageziffern 2 und 3 in Rechtskraft
erwachsen ist.

B.
Gegen dieses Urteil erhebt X.________ Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt,
das angefochtene Urteil sei aufzuheben und er sei vom Vorwurf der mehrfachen
Vergewaltigung, der mehrfachen sexuellen Nötigung und der Pornographie (alles
zum Nachteil von B.________), sowie der mehrfachen sexuellen Handlungen mit
Kindern zum Nachteil von C.________ freizusprechen. Im Übrigen sei der
Schuldspruch zu bestätigen und er sei milde zu bestrafen. Eventualiter sei die
Sache zur Erstellung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens hinsichtlich der Aussagen
von B.________ und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Subeventualiter sei er milde zu bestrafen. Über allfällige Zivilansprüche sei
im Sinne seiner Ausführungen vor Vorinstanz zu entscheiden. Die Sicherheitshaft
sei aufzuheben und er sei aus der Haft zu entlassen. Für die erstandene Haft
sei ihm eine angemessene Genugtuung auszurichten. Es sei ihm die unentgeltliche
Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren.

Erwägungen:

1.
Auch wenn der Beschwerdeführer keinen ausdrücklichen Freispruch vom Vorwurf der
mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern zum Nachteil von A.________
beantragt, geht sinngemäss aus der Begründung der Beschwerde hervor, dass er
diesen Vorwurf bestreitet. Gegenstand der Beschwerde bildet somit die
Verurteilung wegen mehrfacher Vergewaltigung, mehrfacher sexueller Nötigung und
Pornographie zum Nachteil von B.________ und mehrfacher sexueller Handlungen
mit Kindern zum Nachteil von A.________ und C.________

2.
Die Vorinstanz erachtet es als erstellt, dass der Beschwerdeführer A.________
mehrmals auf die nackte Scheide küsste und sie dabei jeweils auch seine Zunge
spüren liess (angefochtenes Urteil S. 26). Die Rüge des Beschwerdeführers, die
Berührungen mit der Zunge an der Scheide des Opfers fielen nicht unter das in
der Anklage aufgeführte "Lecken der Scheide" und die entsprechende
vorinstanzliche Feststellung verletze den in Art. 29 Abs. 2 und Art. 6 EMRK
verankerten Anklagegrundsatz (Beschwerde S. 5 f.), geht offensichtlich fehl.
Entsprechende Vorbringen, welche an eine mutwillige Prozessführung grenzen
(z.B. das von der Vorinstanz festgestellte Eincremen des Penis mit
masturbierenden Hin- und Herbewegungen falle nicht unter das in der Anklage
genannte Onanieren und verletze ebenfalls den Anklagegrundsatz, Beschwerde S.
10 oben; vgl. zum Begriff der Mutwilligkeit BGE 128 V 323 E. 1b S. 324 mit
Hinweisen) sind abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
3. Sachverhalt in Bezug auf A.________, geb. 2000
3.1
3.1.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz stelle den Sachverhalt in
willkürlicher Weise fest, indem sie davon ausgehe, er habe A.________ seine
Zunge an ihrer Scheide "spüren lassen". Bei ihrer ersten Befragung habe das
Opfer ausgesagt, es habe die Zunge nicht am Geschlechtsteil, sondern weiter
unten gespürt. Anlässlich der zweiten Befragung habe es sich nicht mehr an
seine erste Aussage erinnert, insbesondere nicht an den Oralverkehr. Es habe in
keinem Zeitpunkt von einem Lecken mit der Zunge an seiner Scheide berichtet,
weshalb die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz das Willkürverbot und den
Grundsatz in dubio pro reo nach Art. 9 BV, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1
EMRK verletze.
3.1.2 Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur gerügt werden, wenn
sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von
Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des
Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs.
1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die
Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willkürlich ist (BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 S.
39 mit Hinweis; vgl. zum Begriff der Willkür BGE 136 I 241 E. 3.1 S. 250 f. mit
Hinweisen). Wird eine Verletzung des Willkürverbots geltend gemacht, muss
anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern
der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (Art.
106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 mit Hinweisen). Auf die
Rechtsprechung zum Grundsatz in dubio pro reo kann verwiesen werden (BGE 127 I
38 E. 2a S. 40 f. mit Hinweisen).
3.1.3 Das Opfer kam von sich aus auf die sexuellen Handlungen des
Beschwerdeführers zu sprechen, als die Befragerin ihm erklärte, es gehe um
Handlungen mit einem Mann, über welche es seiner Mutter bereits berichtet habe.
Darauf erzählte es ohne fremden Anstoss, der Beschwerdeführer habe es am Po
angefasst und an der Scheide geküsst. Für das primäre weibliche
Geschlechtsorgan wusste es keinen Namen, zeigte auf seinen Schoss und nannte
das Körperteil auf Nachfrage hin "Schlitzli" (angefochtenes Urteil S. 23 f.).
Die Frage, ob der Beschwerdeführer es an der Scheide auch mit der Zunge geküsst
hatte, bejahte das Opfer zweimal mit Kopfnicken. Es habe die Zunge überall
gespürt, bei der Scheide und auch an den Beinen. Dies sei mehr als einmal
vorgekommen (act. 55, Abschrift der Videobefragung, S. 4 f.; angefochtenes
Urteil S. 24). Hingegen habe es der Beschwerdeführer nicht mit den Händen an
der Scheide angefasst (act. 55 S. 5), bei Küssen auf die Wange habe es seine
Zunge nicht gespürt (act. 55 S. 7) und es habe ihn auch nie nackt gesehen (act.
55 S. 6). Das Opfer konnte in seinen Aussagen zwischen verschiedenen Arten
sexueller Handlungen, und der Frage, ob der Beschwerdeführer diese an ihm
vorgenommen habe, unterscheiden. Weiter war es in der Lage, örtliche und
zeitliche Angaben zum Geschehen zu machen. Manchmal sei es auf dem Bett
gesessen, manchmal gestanden. Der Beschwerdeführer habe sich hingekniet (er sei
"zwüsche d' Knüü abe"; act. 55 S. 7). Ebenso gab es auf entsprechende Fragen
einen während der Erlebnisse geführten Dialog wieder. Der Oralverkehr habe ihm
Schmerzen verursacht, was es dem Beschwerdeführer gesagt habe. Dieser habe
geantwortet, das sei nicht so schlimm (act. 55 S. 5). Der Beschwerdeführer
bestätigte diesen Dialog (angefochtenes Urteil S. 21 f. und S. 25). Die im
Vaginalbereich geäusserten Schmerzen sind mit Oralverkehr am kindlichen Opfer
vereinbar. Das Opfer belastet den Beschwerdeführer nicht unnötig, da es in
seinen Aussagen zwischen Handlungen mit sexuellem Bezug, welche es mit dem
Beschwerdeführer erlebt hat bzw. nicht erlebt hat, klar unterscheidet.
Insgesamt ist es nicht schlechterdings unhaltbar, wenn die Vorinstanz
feststellt, der Beschwerdeführer habe das Opfer anlässlich der Küsse an der
Scheide "seine Zunge spüren lassen." Nicht entscheidend ist, dass das Opfer
sich nur einmal einlässlich zum Vorfall äusserte und bei der zweiten Befragung
weitgehend einsilbig antwortete (angefochtenes Urteil S. 25). Dies vermag den
Kerngehalt der Erstaussage nicht zu erschüttern.
3.2
3.2.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze bei ihrer
Beweiswürdigung das Willkürverbot nach Art. 9 BV, den Anspruch auf rechtliches
Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV sowie die Unschuldsvermutung nach Art. 32 Abs. 1
BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Sie stelle fest, er sei mit seinem Finger in den
Anus von A.________ eingedrungen, obwohl das Opfer den Ausdruck "in das
Fudiloch" hinein nie von sich aus benutzt habe. Dieser stamme von der
Befragerin. Es habe verneint, dass er etwas Spezielles am After gemacht habe.
Auch die Mutter des Opfers habe nichts Derartiges in ihrer telefonischen
Meldung an die Kantonspolizei erwähnt.
3.2.2 Nach den vorinstanzlichen Feststellungen äusserte das Opfer - auf den
Vorfall mit einem Mann angesprochen - spontan, der Beschwerdeführer habe es am
"Füdli aglanget" (angefochtenes Urteil S. 23). Es habe ohne gezielte Vorgabe
der Befragerin erklärt, der Beschwerdeführer sei mit dem Finger bei ihrem "Fudi
ine gegangen." Diese Aussage wertet die Vorinstanz so, dass der
Beschwerdeführer mit dem Finger in den Anus des Opfers eingedrungen sei
(angefochtenes Urteil S. 24).
3.2.3 An die Aussagen eines kindlichen Opfers sind nicht dieselben
Anforderungen zu stellen, wie an jene einer erwachsenen Person. Das Opfer war
im Tatzeitpunkt ungefähr siebenjährig und im Befragungszeitpunkt
siebeneinhalbjährig. Angesichts seines jungen Alters musste das Opfer das
Eindringen mit dem Finger nicht zwingend als "speziell" erkennen. Auch wenn es
zunächst verneinte, dass der Beschwerdeführer etwas Spezielles am Anus machte,
ändert dies nichts an der unmittelbar darauf folgenden Aussage, er sei dort mit
dem Finger eingedrungen. Denn das Opfer sagte ohne vorgängigen Ansporn der
befragenden Person aus, "er isch mitem Finger det ine". Auf die Frage wo er
hinein sei, antwortete es: "bim Füdli" (act. 55 S. 5 oben). Auf genauere
Nachfrage, ob das so zu verstehen sei, dass er mit dem Finger in das "Fudiloch"
sei, erläuterte das Opfer, der Beschwerdeführer sei nicht ganz hinein, sondern
nur ein bisschen, dies mit einem Finger (act. 55 S. 5 Mitte). Die
vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung, welche auf die Aussagen des Opfers
abstellt, verstösst somit nicht gegen die vom Beschwerdeführer angerufenen
Verfassungs- und Konventionsbestimmungen.
4. Sachverhalt in Bezug auf C.________, geb. 1999

4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die vorinstanzliche
Sachverhaltsfeststellung hinsichtlich der angeblichen sexuellen Handlungen mit
Kindern zum Nachteil von C.________ sei willkürlich und verletze Art. 9 BV,
Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Er habe immer
deckungsgleich ausgesagt, das Opfer habe ihn überrascht, als er sich nach dem
Duschen eingecremt habe. Auf die Frage des Opfers nach dem Grund für sein
grosses Glied habe er spontan geantwortet, beim Eincremen wachse alles. Es sei
zwar möglich, dass ihn das Opfer beim Eincremen des Gliedes gesehen habe. Dabei
habe er jedoch keine sexuell motivierten Manipulationen vorgenommen. Er halte
es für möglich, dass er in dieser Situation gesagt habe, das Opfer könne sein
Glied auch eincremen. Das Opfer habe gegenüber seiner Mutter nach dem Vorfall
betreffend das "Eincremen des Pimeli" gesprochen, als sei es für ihn eine
normale Situation gewesen. Erst fünf Jahre nach dem Vorfall, als gegen ihn (den
Beschwerdeführer) weitere Vorwürfe mit sexuellem Hintergrund erhoben geworden
seien, habe das Opfer der Polizei von dem Ereignis erzählt. Die Aussagen des
Opfers seien widersprüchlich und teilweise unwahr. So sei es sich fünf Jahre
später angeblich sicher gewesen, dass er sein Glied in der linken Hand gehalten
und mit der rechten Hand eingecremt habe. Gleichzeitig habe es sich nicht mehr
daran erinnern können, wann es mit seiner Mutter letztmals über den Vorfall
gesprochen hatte, obwohl dies vor kurzer Zeit gewesen sei. Zudem habe seine
Freundin D.________ entgegen der Behauptung des Opfers nie gesagt, sie werde
die Polizei informieren, falls er diesem etwas antue. Die Vorinstanz lasse
seine Einwände in willkürlicher Weise unberücksichtigt und erachte den
ungünstigsten Sachverhalt trotz erheblicher Zweifel als erstellt.

4.2 Der Beschwerdeführer räumt ein, er habe in Anwesenheit des Opfers sein
Glied eingecremt (Beschwerde S. 11 Mitte). Er hält es sogar für möglich, dass
er diesem gesagt habe, es könne sein eigenes Glied ebenfalls eincremen
(Beschwerde S. 12 oben). Nach den vorinstanzlichen Feststellungen äusserte sich
der Beschwerdeführer dahingehend, dass ihn das Opfer gefragt habe, weshalb er
einen so grossen Penis habe, worauf er geantwortet habe, dieser wachse beim
Eincremen (angefochtenes Urteil S. 83). In Übereinstimmung dazu sagte das Opfer
anlässlich der Einvernahme bei der Polizei aus, der Penis von X.________ sei
gross gewesen und "ufe" gestanden (angefochtenes Urteil S. 79). Die in der
Beschwerde und in der Einvernahme vom 16. April 2008 (act. 15/7 S. 2)
aufgestellte Behauptung des Beschwerdeführers, er habe gesagt, beim Eincremen
wachse "alles", d.h. der ganze Körper, wertet die Vorinstanz in
nachvollziehbarer Weise als unglaubhaft. Für die Darstellung des Opfers, wonach
sich der Vorfall entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nicht zufällig
nach dem Duschen im Badezimmer zutrug, sondern um einen gezielten sexuellen Akt
im Wohnzimmer handelt, spricht die Aussage der Partnerin des Beschwerdeführers,
dieser creme sich nach dem Duschen nie ein (angefochtenes Urteil S. 75 Mitte).
Dass es sich um einen gravierenden Vorfall handelte, zeigt auch das unmittelbar
nach dem Ereignis geführte Telefonat der Mutter des Opfers mit der Partnerin
des Beschwerdeführers und dem Beschwerdeführer selbst, worin thematisiert
wurde, der Beschwerdeführer und C.________ hätten sich beide ihr Glied
eingecremt (angefochtenes Urteil S. 74 f., S. 83 f.).
Auch wenn das Opfer anlässlich seiner polizeilichen Befragung nicht mehr
wusste, wann es letztmals mit seiner Mutter über sein Erlebnis gesprochen
hatte, musste die Vorinstanz daraus nicht zwingend schliessen, die Aussagen
seien im Kerngehalt unwahr. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers hat
die Vorinstanz denn auch nicht festgestellt, das Opfer wisse auch fünf Jahre
später noch, mit welcher Hand der Beschwerdeführer seinen Penis gehalten haben
soll. Aus dem Umstand, dass das Opfer die masturbierende Bewegung beim
Eincremen demonstrierte (vgl. angefochtenes Urteil S. 79 f.), um der
befragenden Person eine ungefähre Vorstellung des Handlungsablaufs aufzuzeigen,
kann nicht auf eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung geschlossen werden.
Die Vorinstanz berücksichtigt in ihrer Beweiswürdigung, dass die Aussagen des
Opfers lange Zeit nach dem Ereignis erfolgt sind. Sie erachtet diese jedoch
nicht als nachträglich konstruiert, weil sich das Opfer seiner Mutter
unmittelbar nach der Übernachtung anvertraute und sich diese umgehend
telefonisch hinsichtlich des Vorfalls erkundigte (angefochtenes Urteil
angefochtenes Urteil S. 74 f., S. 83 f.). Aufgrund des langen Zeitablaufs
erscheint es auch nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz Aussagen, welche
nicht das Kerngeschehen betreffen (so z.B. der vom Opfer behauptete Dialog,
D.________ habe dem Beschwerdeführer gesagt, sie informiere die Polizei, falls
er ihm etwas antue; Beschwerde S. 14), nicht als massgeblich erachtet.
Jedenfalls muss aus einzelnen Details, die nicht erhärtet werden können, nicht
auf ein Lüge des Opfers in Bezug auf Kerngeschehen geschlossen werden, wie der
Beschwerdeführer dies geltend macht. Die Vorinstanz begründet auch, warum das
Opfer das Eincremen des Penis so beschrieb, als hätte es sich um ein "normales"
Ereignis gehandelt. Sie erwägt, dieses habe aufgrund seines Alters weder damals
noch heute die Tragweite seiner Schilderungen erfasst (angefochtenes Urteil S.
81 oben). Der Beschwerdeführer setzt sich insoweit nicht mit der
vorinstanzlichen Begründung auseinander (vgl. Art. 97 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65
E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Soweit auf seine Rügen einzutreten ist, erweisen
sich diese als unbegründet. Folglich durfte die Vorinstanz ohne Willkür davon
ausgehen, der Beschwerdeführer habe in Gegenwart des Opfers seinen Penis mit
masturbierenden Bewegungen eingecremt und es habe den Penis auf dessen
Aufforderung hin ebenfalls eingecremt, als es im Sommer/Herbst 2003 bei seiner
Gotte D.________ und dem Beschwerdeführer übernachtete.
5. Sachverhalt in Bezug auf B.________, geb. 1998

5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die vorinstanzliche Beweiswürdigung
hinsichtlich des Sachverhalts, welcher das Opfer B.________ betreffe, sei in
mehrfacher Hinsicht willkürlich und verstosse gegen die Unschuldsvermutung
(Art. 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Die Vorinstanz habe in Verletzung
seines Anspruchs auf rechtliches Gehör Beweise nicht berücksichtigt oder
erhoben (Art. 29 Abs. 2 BV).
5.2
5.2.1 Die Vorinstanz erwägt, es gebe keine Zweifel, dass der angeklagte
Sachverhalt zutreffe (angefochtenes Urteil S. 71). Danach sei das Opfer von
April 2006 bis 31. Oktober 2007 teils in Begleitung von Freundinnen oder ihres
Bruders regelmässig zur Freundin des Beschwerdeführers bzw. zum
Beschwerdeführer zu Besuch gekommen, um mit den jungen Katzen zu spielen. Als
der Beschwerdeführer mit dem Opfer alleine gewesen sei, habe er ihm am Computer
mehrere Bilder gezeigt, auf denen nackte Frauen und Männer zu sehen gewesen
seien, welche sexuelle Handlungen (z.B. Oralverkehr) vorgenommen hätten. An
einem anderen Tag habe das Opfer im Schlafzimmer sein Glied mit der Hand hin-
und herreiben müssen, bis er zum Samenerguss gekommen sei. Das Ejakulat sei auf
den Boden gelangt. Einige Male habe das Opfer sein Glied in den Mund nehmen,
daran lecken und ihn mit den Händen befriedigen müssen. Er habe dabei teils in
den Mund des Opfers ejakuliert, was dieses als eklig empfunden und den Mund mit
Wasser ausgewaschen habe. Mehrmals habe er auch mit der Hand und den Fingern
zwischen die nackten Beine an das Geschlechtsteil des Opfers gefasst und sein
Glied in den Scheidenvorhof des Opfers eingeführt. Es sei dabei rücklings auf
dem Bett gelegen, der Beschwerdeführer sei über ihm gewesen. Dabei habe das
Opfer Schmerzen verspürt. Aufgrund unklarer Aussagen geht die Vorinstanz davon
aus, dass der Beschwerdeführer beim Vaginalverkehr Präservative benutzt habe
(angefochtenes Urteil S. 86). Am 28. Oktober 2007 habe der Beschwerdeführer dem
Opfer im Wohnzimmer beim Sofa die Hose und Unterhose heruntergezogen. Er habe
das Opfer mit dem Finger im Scheidenvorhof und im Anus ausgegriffen. Dies habe
je zu einer 3 - 4 mm messenden blutenden Wunde in der Scheide und im After
geführt. Durch die Handlungen habe das Opfer Schmerzen erlitten. Anlässlich der
Taten habe er dem Opfer gesagt, es dürfe niemandem davon berichten. Er habe das
Opfer so unter Druck gesetzt, dass es sich gegen die sexuellen Handlungen nicht
wehrte. Er habe ihm auch einmal ein Zehnrappenstück gegeben. Das Opfer habe
sich nicht gut gefühlt und Angst vor dem Beschwerdeführer gehabt. Teilweise
habe es sich bei den sexuellen Handlungen geäussert, es wolle das nicht und
dabei geweint. Der Beschwerdeführer habe trotzdem nicht von ihm abgelassen.
Teilweise habe er die Türe abgeschlossen und den Schlüssel stecken lassen.
5.2.2 Beim Opfer wurden am 29. Oktober 2007 im Kinderspital Zürich die in der
Anklage aufgeführten Wunden in Scheide und After festgestellt. Frische oder
alte Verletzungen des Jungfernhäutchens waren keine sichtbar. Die Gutachterin
erklärte, eine Scheidenvorhofpenetration mit einem grossen Penis habe beim
Opfer nicht zwingend zu Gewebseinrissen mit bleibender Narbenbildung führen
müssen (angefochtenes Urteil S. 27 bis 31). Die Infektion des Opfers mit
Feigwarzen vom Typ HPV 6 sei ein Indiz für einen sexuellen Kontakt mit dem
Beschwerdeführer, da dieser ebenfalls mit demselben Virustyp infiziert sei
(angefochtenes Urteil S. 32), wobei die Vorinstanz von einer Übertragung mit
dem Finger ausgeht (angefochtenes Urteil S. 87). Das Opfer habe keinen Vorfall
geschildert, bei welchem anlässlich der Untersuchung zwingend hätten
Spermaspuren gefunden werden müssen, weshalb sich aus dem Fehlen solcher Spuren
nichts schliessen lasse (angefochtenes Urteil S. 27 bis 31). Hingegen sei im
Spickelbereich des Slips des Opfers eine komplexe Mischspur mit DNA-Rückständen
von mindestens zwei männlichen Personen gefunden worden. Die
Wahrscheinlichkeit, dass nebst dem Opfer der Beschwerdeführer Spurengeber sei,
werde mehrere Milliarden mal höher eingeschätzt, als die Beteiligung durch eine
unbekannte Drittperson. Der Bruder des Opfers sei als Spurengeber
auszuschliessen. Das am Slip vorgefundene DNA-Profil erachtet die Vorinstanz
als weiteres Indiz für den sexuellen Missbrauch durch den Beschwerdeführer und
damit indirekt auch für frühere Übergriffe. Nicht glaubhaft sei, dass diese
Spuren vom Anfassen eines gebrauchten Kondoms, einem Gang zur Toilette, dem
Sitzen auf dem Bett oder dem Motorrad herrührten.
5.2.3 Aus den Aussagen des Beschwerdeführers, das Opfer sei für ihn wie ein
eigenes Kind und es habe Angst vor ihrer Familie gehabt bzw. sei gerne zu ihm
und seiner Freundin gekommen, leitet die Vorinstanz ab, es gebe keinen Hinweis,
weshalb das Opfer den Beschwerdeführer falsch beschuldigen sollte
(angefochtenes Urteil S. 34, 36 und 37). Sie hält seine Aussagen für
widersprüchlich. In seiner Erstaussage gehe er davon aus, das Opfer leite seine
Aussagen aus Pornofilmen ab (angefochtenes Urteil S. 36). In weiteren
Einvernahmen äussere er neu den Verdacht, das Opfer werde vom Bruder
missbraucht. Er habe den Kreis sogar noch weiter gezogen und den Vater des
Opfers als mutmasslichen Täter und die Schwester des Opfers als weiteres Opfer
in seine Schilderungen einbezogen. Diese Schilderungen seien wenig glaubhaft,
habe er doch nicht von Anfang an die Familie des Opfers verdächtigt. Das Opfer
habe keine Andeutungen gemacht, welche auf einen Missbrauch seitens ihres
Vaters oder Bruders schliessen liessen. Es sei kein Motiv ersichtlich, warum
das Opfer einzig und unmissverständlich den Beschwerdeführer hätte belasten
sollen. Hätte die Mutter des Opfers jemanden im Familienumfeld als Täter
verdächtigt, hätte sie sich kaum ins Kinderspital begeben, sondern versucht,
die Spuren zu vertuschen. Insbesondere hätten die Verletzungen den Gang ins
Spital nicht aufgedrängt, weshalb sie das Opfer vorerst in die Schule geschickt
habe (angefochtenes Urteil S. 38 ff.). Weder aus den Aussagen der Freundin des
Beschwerdeführers, der Mutter bzw. des Bruders des Opfers ergäben sich
Hinweise, welche eine Falschaussage des Opfers nahelegten, da aufgrund des
guten Verhältnisses zum Beschwerdeführer kein Grund für eine unnötige
belastende Aussage bestehe. Zudem habe nur der Beschwerdeführer als Täter
wissen können, dass das Einführen des Fingers in die Scheide des Opfers keine
Spuren hinterlassen habe und das Jungfernhäutchen noch intakt sei. Seine
Aussage, bei einer Penetration mit dem Finger könne es nicht mehr Jungfrau
sein, sei dahingehend zu werten, dass er als Täter um die Jungfräulichkeit
gewusst habe (angefochtenes Urteil S. 36).
5.2.4 Das Opfer wirke sehr kindlich und es sei ihm peinlich gewesen, über die
Vorfälle zu sprechen. Es habe sämtliche angeklagten Sachverhalte in
anschaulicher und glaubhafter Weise geschildert und diese in Anwesenheit des
Beschwerdeführers und seines Verteidigers wiederholt. Mit dem beschränkten
Ausdrucksvermögen wirke das Opfer kindlich, naiv und authentisch. Der
regelmässige Besuch in der Nachbarwohnung trotz des sexuellen Missbrauchs sei
damit zu erklären, dass die jungen Katzen eine unwiderstehliche Anziehungskraft
auf das Mädchen gehabt hätten. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer und
dessen Freundin bei der Familie des Opfers als vertrauenswürdig gegolten
hätten, was es in einen zusätzlichen Zwiespalt gebracht habe (angefochtenes
Urteil S. 70 ff.). Die Vorinstanz lehnt eine weitere gynäkologische
Untersuchung des Opfers ab, da eine solche bezüglich den Vorgängen im
Tatzeitraum keine weiteren Erkenntnisse bringen könne.
5.3
5.3.1 Der Beschwerdeführer rügt im Einzelnen, die Vorinstanz bezeichne die
Ausführungen der Gutachterin zu Unrecht als klar. Diese habe nicht explizit
dazu Stellung genommen, ob bei einer Penetration durch ein grosses erigiertes
Glied eine Verletzung in der Scheide hätte resultieren müssen. Damit sei sein
Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. Zudem würdige
die Vorinstanz die Beweise willkürlich. Es seien bleibende Verletzungen bei
einer Scheidenvorhofpenetration des Opfers zu erwarten gewesen.
5.3.2 Die Vorinstanz stellte der Gutachterin die vom Beschwerdeführer
unterbreitete Ergänzungsfrage zur Möglichkeit von Verletzungen (angefochtenes
Urteil S. 29 oben). Die Gutachterin erläuterte, eine Scheidenvorhofpenetration
könne je nach Art und Stärke der Gewalteinwirkung zu Verletzungen oder zu
Übertragungen von sexuellen Krankheiten führen. Die festgestellten Verletzungen
an Anus und Scheide des Opfers hätten keine sichtbaren Narben zur Folge. Nur
tiefere Gewebseinrisse würden bleibende Narben hinterlassen, z.B. bei
Verletzungen mit spitzen Gegenständen oder durch Fallen mit gespreizten Beinen
("Grätschtrauma").
5.3.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers äusserte sich die
Gutachterin ausdrücklich zur vom Beschwerdeführer gestellten Frage, ob aus
medizinischer Sicht ein Penetrieren nur mit der Zufügung von Verletzungen bei
der Geschädigten möglich gewesen sei (act. 20/16). Die Gutachterin machte
Verletzungen von der Art und Stärke der Gewalteinwirkung abhängig
(angefochtenes Urteil S. 29 f.). Sie beantwortete die Frage somit dahingehend,
dass bleibende Verletzungen entstehen können, nicht aber müssen. Dass die
Gutachterin nicht mit letzter Sicherheit sagen konnte, ob Verletzungen bei
einer Scheidenvorhofpenetration des Opfers durch den Beschwerdeführer zu
erwarten sind, ist nicht zu beanstanden. Bei einer rückwirkenden Beurteilung
von Handlungen dieser Art sind naturgemäss nur allgemeine Aussagen möglich.
Gestützt auf die gutachterlichen Ausführungen ist es nachvollziehbar, dass die
Vorinstanz aus dem Fehlen bleibender Verletzungen nicht auf die Unwahrheit der
Aussagen des Opfers schliesst. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es
sei erst nach der Feststellung der Jungfräulichkeit des Opfers von einer
blossen Scheidenvorhofpenetration die Rede gewesen, verkennt er, dass das Opfer
keine Aussagen über das Ausmass der Penetration machte, und auch aufgrund
seines jungen Alters kaum machen konnte. Insbesondere hielt die Gutachterin
fest, dass auch die Scheidenvorhofpenetration vom Opfer als Eindringen verspürt
wird (angefochtenes Urteil S. 28). Zur Feststellung des tatrelevanten
Sachverhaltes genügt es, dass aufgrund der Aussagen des Opfers eine Penetration
zweifelsfrei erstellt werden kann.
5.4
5.4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe in Missachtung
von Art. 29 Abs. 2 BV nicht berücksichtigt, dass an oder in den Genitalien des
Opfers seine DNA hätte festgestellt werden müssen, sofern er die ihm zur Last
gelegten sexuellen Handlungen vorgenommen hätte.
5.4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass das Opfer missbraucht worden
ist und Ende Oktober 2007 im Kinderspital Zürich entsprechende Verletzungen in
der Scheide und im Anus festgestellt wurden. Fremde DNA konnte in den
Genitalien des Opfers keine nachgewiesen werden (act. 22/6). Fehl geht die
Auffassung des Beschwerdeführers, dass ohne solche Spuren seine Täterschaft
ausgeschlossen ist. Denn die Verletzungen des Opfers fügte sich dieses gemäss
Ansicht der Gutachterin und der Vorinstanz, welche die Aussagen des Opfers für
glaubhaft hält, nicht selbst zu (angefochtenes Urteil S. 27, S. 70 f.).
5.5
5.5.1 Der Beschwerdeführer rügt, es sei willkürlich, aus seiner Aussage, falls
das Opfer mit dem Finger penetriert worden sei, könne es nicht mehr Jungfrau
sein, zu schliessen, er habe von der Jungfräulichkeit des Opfers gewusst.
Vielmehr habe er stets eine entsprechende Untersuchung verlangt.
5.5.2 Die vorinstanzliche Beweiswürdigung, welche nicht nur den Umstand der
Jungfräulichkeit des Opfers, sondern zahlreiche weitere Beweismittel und
Aussagen berücksichtigt, erscheint im Ergebnis vertretbar (vgl. nachfolgende
Erwägungen; E. 3.1.2 zum Begriff der Willkür). Deshalb ist die Rüge abzuweisen.
5.6
5.6.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz würdige die Aussagen des Opfers
willkürlich. Es könne nicht angenommen werden, er habe bei den angeblichen
Penetrationen und sonstigen sexuellen Handlungen stets erst mit der Zeit eine
Erektion gehabt, ohne dass das Opfer eine solche beschrieben habe. Zudem habe
es den auf seinem Penis gut sichtbaren Pickel nicht erwähnt. Trotz
Widersprüchen in den Aussagen des Opfers (z.B. zwischen der grossen Anzahl der
Übergriffe und der Aussage, es habe den Penis des Beschwerdeführers nur an zwei
aufeinanderfolgenden Tagen gesehen, Beschwerde S. 21; der Frage betreffend
Benutzen eines Kondoms, welche es einmal bejaht und einmal verneint habe,
Beschwerde S. 22 f.; der fast täglichen Besuche des Opfers trotz des
angeblichen Missbrauchs, Beschwerde S. 23 f.) gelange die Vorinstanz zum
unhaltbaren Schluss, dessen Aussagen seien glaubhaft.
5.6.2 Angesichts des kindlichen Alters des Opfers, welches bei den Vorfällen
ungefähr siebeneinhalb bis neun Jahre alt war, führen ungenaue Schilderungen
sexueller Handlungen nicht zur fehlenden Glaubhaftigkeit der Aussagen.
Insbesondere konnte das Opfer beschreiben, dass und wohin der Beschwerdeführer
ejakulierte. Ungereimten, ob er überhaupt oder jeweils schon zu Beginn der
sexuellen Handlungen eine Erektion hatte, ob er ein Kondom benutzte und ob das
Opfer Hautveränderungen an seinem Penis bemerkte, sind nicht nur mit der
fehlenden sexuellen Erfahrung, sondern auch mit dem Zeitablauf von über einem
halben Jahr zwischen dem Grossteil der Handlungen und der Erstbefragung zu
erklären (Taten zwischen April 2006 und dem 31. März 2007, letzte Tat am 28.
Oktober 2007, Erstbefragung am 8. November 2007). Die Einwendungen des
Beschwerdeführers vermögen den Kern der Aussagen des Opfers, wonach es vom
Beschwerdeführer missbraucht worden ist (vgl. zu den einzelnen Handlungen E.
5.2.1), nicht zu erschüttern. Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der
Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass das Opfer die Ereignisse bruchstückhaft
erzählte, gewisse Fragen betreffend den Missbrauch zunächst verneinte und sich
später korrigierte. Es fiel diesem schwer, über die peinlichen Vorfälle zu
sprechen, weil es sich vor der Reaktion seiner Mutter fürchtete (angefochtenes
Urteil S. 64). Nicht nur die Aussagen des Opfers deuten nach den willkürfreien
vorinstanzlichen Feststellungen auf die Täterschaft des Beschwerdeführers. Auch
die nachweisbaren Wunden im Vaginal- und Analbereich des Opfers, die an der
Unterwäsche festgestellte DNA des Beschwerdeführers, die Infektion mit
demselben Typ Papillomaviren, welcher beim Beschwerdeführer nachgewiesen werden
konnte, die stimmigen Aussagen der Freundin des Beschwerdeführers bzw. von
Mutter und Bruder des Opfers sowie die wechselhaften Aussagen des
Beschwerdeführers selbst weisen auf ihn als Täter hin. Er versuchte die
DNA-Spuren mit unterschiedlichen Annahmen zu erklären (z.B. Toilettengang,
Anfassen eines gebrauchten Kondoms, Sitzen auf dem Motorrad bzw. auf dem Bett;
vgl. zur umfassenden Beweiswürdigung angefochtenes Urteil S. 27 bis 73) und
verdächtigte sogar den Bruder des Opfers, selbst nachdem dieser aufgrund eines
wissenschaftlichen Gutachtens als Spurengeber der DNA und somit als Täter
ausgeschlossen werden konnte (angefochtenes Urteil S. 41). Willkür ist in
dieser umfassenden vorinstanzlichen Beweiswürdigung keine ersichtlich.

5.7 Soweit der Beschwerdeführer sich mit dem vorinstanzlichen Urteil nicht
auseinandersetzt bzw. von Tatsachen ausgeht, welche die Vorinstanz nicht
feststellt oder der vorinstanzlichen Würdigung seine eigene Würdigung der
Tatsachen entgegensetzt, ohne Willkür darzutun, ist auf seine Rügen nicht
einzutreten (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen; z.B. Beschwerde S.
18 Ziff. 5; Beschwerde S. 19 f. Ziff. 6; Beschwerde S. 22 f. Ziff. 10 zur
Verwendung des Kondoms; Beschwerde S. 23 f. Ziff. 11; Beschwerde S. 24 f. Ziff.
13). Dies gilt insbesondere für den Einwand des Beschwerdeführers, das am Slip
vorgefundene DNA-Mischprofil sei kein Indiz für weitere Missbräuche. Denn die
Vorinstanz schliesst in ihrer ausgewogenen und umfassenden Beweiswürdigung
nicht bloss aufgrund des DNA-Profils auf weitere sexuelle Handlungen (vgl.
angefochtenes Urteil S. 27 bis 73). Auf den Einwand ist nicht einzutreten (vgl.
E. 3.1.2 zu den Anforderungen an eine Rüge betreffend die Verletzung von
Grundrechten).
5.8
5.8.1 Der Beschwerdeführer hält die vorinstanzliche Würdigung der Aussagen des
Opfers ohne Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens für willkürlich (vgl.
Beschwerde S. 21 f. Ziff. 9).
5.8.2 Nach der Praxis des Bundesgerichtes ist die Prüfung der Glaubhaftigkeit
von Beweisaussagen primär Sache der Gerichte (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57; 128 I 81
E. 2 S. 86 mit Hinweisen). Bei Besonderheiten in der Person oder in den
Aussagen eines wichtigen Zeugen kann die Anordnung eines
Glaubwürdigkeitsgutachtens als sachlich geboten erscheinen. Bei kindlichen
Opferzeugen kann sich ein kinderpsychologisches Aussagegutachten insbesondere
aufdrängen, wenn beim Kind Anzeichen für eine sprachliche oder kognitive
Entwicklungsstörung bestehen, die es dem Gericht erschwert, eine fachgerechte
Aussagenanalyse und Beweiswürdigung vorzunehmen. Analoges kann zutreffen, wenn
die Opferbefragung nicht professionell erfolgt ist oder wenn bloss rudimentäre
oder schwer verständliche Aussagen des Kindes vorliegen, die näherer
Interpretation bedürfen (BGE 128 I 81 E. 1 bis E. 3 S. 84 ff.; s. auch BGE 129
I 49 E. 6.1 S. 59 f., je mit Hinweisen). In der Regel sind aber Aussagen von
kindlichen Zeugen durch das Gericht selbst zu würdigen, sofern sie klar und
verständlich sind und auch ohne besondere kinderpsychologische Fachkenntnisse
interpretiert werden können (vgl. BGE 128 I 81 E. 2 und E. 3 S. 84 ff. mit
Hinweisen). Dem Gericht steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der
konkreten Umstände des Einzelfalles der Beizug eines Sachverständigen zur
Glaubwürdigkeitsbegutachtung notwendig ist oder nicht, ein Ermessensspielraum
zu (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57 mit Hinweis; 129 IV 179 E. 2.4 S. 184 f. mit
Hinweisen). Nach der Rechtsprechung zum Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29
Abs. 2 BV) ist zusätzlichen Beweisanträgen nur dann Folge zu leisten, falls
weitere Abklärungen entscheiderheblich erscheinen und sich als sachlich geboten
aufdrängen. Der Richter kann das Beweisverfahren hingegen schliessen, wenn er
in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung davon ausgehen kann, weitere
Ergänzungen vermöchten am relevanten Beweisergebnis nichts Entscheidendes mehr
zu ändern (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen).

5.9 Im vorliegenden Fall erscheinen die Aussagen des Opfers im Kerngeschehen
praktisch widerspruchsfrei, realitätsnah und glaubwürdig (vgl. angefochtenes
Urteil S. 54 bis 73). Seine Angaben, wonach der Beschwerdeführer mit dem Finger
anal und vaginal eingedrungen ist, stimmen mit dem Verletzungsbild und den in
seiner Unterwäsche vorgefundenen DNA-Spuren des Beschwerdeführers überein. Es
schilderte zudem Details weiterer sexuellen Handlungen. Beispielsweise zeigte
es mit der Hand vor, wie es den Beschwerdeführer manuell befriedigen musste,
wobei dieser auf den Boden ejakulierte (act. 54 S. 15: es sei so weisses Zeug
auf den Boden gelangt). Auch wenn es sich nach den vorinstanzlichen
Feststellungen beim Opfer um eine retardierte Primarschülerin mit beschränktem
Intellekt und Sprachvermögen handelt (angefochtenes Urteil S. 45), wies dieses
keine derart erhebliche Entwicklungsstörung auf, dass es dem Gericht nicht
möglich gewesen wäre, seine Aussagen sachgerecht zu würdigen. Es ist nicht
ersichtlich, inwiefern die Aussagen des Opfers, welches im Befragungszeitpunkt
mit neun Jahren dem Kleinkindalter entwachsen war, nur gestützt auf besondere
kinderpsychologische Fachkenntnisse verstanden bzw. vom Gericht
verfassungskonform gewürdigt werden könnten. Insbesondere ergeben sich keine
Hinweise, dass das Opfer nicht die Regelklasse besuchen würde (2. Klasse
Primarschule E.________, act. 54 S. 3). Sodann wurden zwei ausführliche und
fachgerechte Videobefragungen des Mädchens zu sehr heiklen und intimen Details
durchgeführt. Die Verteidigung erhielt im Einklang mit den Bestimmungen von
Art. 43 OHG Gelegenheit, der zweiten Befragung zu folgen und Ergänzungsfragen
zu stellen. Ins Gewicht fällt schliesslich, dass die Analyse und Würdigung der
Aussagen des Opfers durch die kantonalen Gerichte sehr detailliert und sachlich
überzeugend ausgefallen ist (vgl. angefochtenes Urteil S. 27 bis 73). Die
Vorinstanz durfte ohne Willkür davon ausgehen, dass auch ein
kinderpsychologisches Glaubwürdigkeitsgutachten am relevanten Beweisergebnis
voraussichtlich nichts Entscheidendes mehr zu verändern vermöchte. Damit war es
zulässig, in antizipierter Beweiswürdigung auf eine Begutachtung des Kindes zu
verzichten.

6.
Soweit der Beschwerdeführer einen Freispruch vom Vorwurf der Pornographie
beantragt, substanziiert er seine Rüge nicht näher. Insbesondere geht aus der
Beschwerde nicht hervor, ob er sich gegen die vorinstanzliche
Sachverhaltsfeststellung oder die Anwendung von Bundesrecht wendet. Er genügt
den Begründungsanforderungen nach Art. 42 Abs. 2 BGG nicht, weshalb insoweit
auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.

7.
7.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze Art. 189 Abs. 1 StGB,
indem sie die sexuellen Handlungen an B.________ (mit Ausnahme der
Scheidenvorhofpenetration) unter den Tatbestand der sexuellen Nötigung
subsumiere. Es sei keine Nötigungshandlung gegeben, welche kausal für die
sexuellen Handlungen sei. Die Aufforderung, niemandem etwas zu erzählen, genüge
nicht. Es fehle an einer Zwangssituation kurz vor oder während der Handlungen,
welche das Opfer haben kapitulieren lassen. Es hätte sich zudem den
fortgesetzten Handlungen entziehen können, indem es nicht mehr in seine Wohnung
gekommen wäre. In der Anklage werde zudem offen gelassen, inwiefern er das
Opfer unter Druck gesetzt habe.

7.2 Die Vorinstanz erwägt, an die Intensität der Nötigung seien bei sexuellen
Handlungen an Kindern geringe Anforderungen zu stellen. Selbst ein
Schweigegebot könne bei einem Kind geeignet sein, die genügende
Nötigungsintensität zu erzeugen, ohne dass es einer zusätzlichen Androhung von
Nachteilen oder Versprechen von Vorteilen bedürfe. Der Beschwerdeführer sei für
das Opfer kein Fremder gewesen. Es habe subjektiv wegen der erlebten Übergriffe
unter einem schlechten Gewissen gelitten und sich lange Zeit nicht getraut, der
Mutter etwas zu erzählen. Dadurch sei es in einen Teufelskreis geraten, welchen
es erst zu durchbrechen gewagt habe, als es durch das Blut in seinem Slip
geschockt gewesen sei. Er habe mit seinem Schweigegebot das noch sehr kindliche
und unbeholfene Opfer darin bestärkt, selbst etwas Unrechtes getan zu haben.

7.3 Gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB macht sich der sexuellen Nötigung schuldig, wer
eine Person zur Duldung einer beischlafsähnlichen oder einer anderen sexuellen
Handlung nötigt, namentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, sie unter
psychischen Druck setzt oder zum Widerstand unfähig macht. Der Tatbestand
erfasst auch solche Nötigungsmittel, die keinen unmittelbaren Bezug zur Gewalt
aufweisen. Es sollen Opfer geschützt werden, die in eine ausweglose Situation
geraten und denen es nicht zuzumuten ist, sich dem Vorhaben des gewaltfrei
handelnden Täters zu widersetzen (vgl. BGE 131 IV 167 E. 3 S. 169 ff. mit
Hinweisen). Der psychische Druck, welchen der Täter zur Schaffung einer
Zwangslage erzeugen muss, hat die einer Gewaltanwendung oder Bedrohung
vergleichbare Intensität zu erreichen, wobei Kindern eine weniger starke
Gegenwehr zuzumuten ist (a.a.O. E. 3.1 S. 170 f.; BGE 131 IV 107 E. 2.4 S. 110
ff; vgl. zur strukturellen Gewalt BGE 128 IV 97 E. 2b S. 98 ff.; je mit
Hinweisen). Ob strukturelle Verhältnisse, z.B. im Rahmen eines
Erziehungsverhältnisses, als Nötigungsmittel für die sexuellen Ziele eingesetzt
werden, ist anhand der konkreten Umstände zu entscheiden (BGE 131 IV 107 E. 2.4
S. 110 ff. mit Hinweisen).

7.4 Nach den vorinstanzlichen Feststellungen, wonach der in der Anklageschrift
festgehaltene Sachverhalt erstellt ist (angefochtenes Urteil S. 70 f.), schloss
der Beschwerdeführer bei den sexuellen Handlungen teilweise die Türe ab. Er
liess auch vom Opfer nicht ab, als es sagte, es wolle die sexuellen Handlungen
nicht bzw. als es weinte. Zudem hat er es angehalten, niemandem etwas zu sagen.
Er hat das Opfer so unter Druck gesetzt, dass es sich nicht traute, sich gegen
die sexuellen Handlungen zu wehren (angefochtenes Urteil S. 63 und S. 72 f.;
vgl. Anklageschrift S. 3 f.). Die Vorkehrungen vor, während und nach den Taten
genügen in ihrer Gesamtheit, um die zumutbare Gegenwehr des im Tatzeitraum
siebeneinhalb bis neunjährigen Mädchens von Vornherein für alle weiteren
sexuellen Handlungen zu unterbinden. Insbesondere musste sich das dem
Beschwerdeführer kräftemässig massiv unterlegene Opfer nicht körperlich wehren,
zumal eine solche Reaktion nicht erfolgversprechend gewesen wäre. Da der
Beschwerdeführer die sexuellen Handlungen trotz zumutbaren Widerstandes
fortsetzte, befand sich das Opfer angesichts seines jungen Alters in einer für
den Tatbestand der sexuellen Nötigung erforderlichen psychischen Zwangslage.
Die vorinstanzliche Würdigung, die sexuellen Handlungen mit B.________ (mit
Ausnahme des Geschlechtsverkehrs) erfüllten den Tatbestand der sexuellen
Nötigung nach Art. 189 Abs. 1 StGB, verletzt kein Bundesrecht.

8.
8.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze bei der Strafzumessung
Bundesrecht. Sie hätte angesichts der unklaren Anzahl Tathandlungen die Strafe
in grösserem Ausmass reduzieren müssen. Zudem sei seinem schlechten
gesundheitlichen Zustand vermehrt Rechnung zu tragen. Eine Freiheitsstrafe von
acht Jahren erscheine mit Blick auf vergleichbare Fälle nicht als
verhältnismässig.

8.2 Die Vorinstanz geht bei der Strafzumessung vom schwersten Delikt, der
Vergewaltigung, aus. Dabei ist es nach ihren Erwägungen zu mindestens drei
solchen Taten gekommen. Der Beschwerdeführer habe das unbedarfte und naive
Opfer B.________, welches deutlich vor der Geschlechtsreife stehe, im
Bewusstsein um seine HIV-Infektion zur Befriedigung seiner sexuellen Gelüste
benutzt. Beim letzten Übergriff, als er mit dem Finger in das Opfer
eingedrungen sei, habe sich dieses mit dem Papillomavirus angesteckt. Das
Verschulden sei nicht am untersten Rand des Strafrahmens anzusetzen. Für eine
einzelne Vergewaltigung wäre eine Freiheitsstrafe von drei Jahren angemessen.
Angesichts der weiteren beiden Vergewaltigungen sei die Freiheitsstrafe im
mittleren Bereich anzusiedeln und auf fünf Jahre zu erhöhen. Die sexuelle
Nötigung von B.________ sei ebenfalls als gravierend einzustufen, insbesondere
der erzwungene Oralverkehr. Wäre der Tatkomplex der sexuellen Nötigung alleine
zu beurteilen gewesen, hätte das Gericht eine Freiheitsstrafe von drei Jahren
als angemessen erachtet. Hinzu würden die sexuellen Handlungen mit Kindern
kommen. Die Taten gegenüber C.________ seien nicht allzu gravierend. Hingegen
sei das mehrmalige Einführen des Fingers in den Anus von A.________ und der
Oralverkehr mit ihr eine intensive Verletzung der unbeeinträchtigten sexuellen
Entwicklung des Kindes, welches erst am Beginn der Primarschule stehe. Für
diese Handlung alleine wäre eine Strafe von zwei Jahren angemessen. Der
Beschwerdeführer habe im Tatzeitraum die Möglichkeit gehabt, seine Sexualität
in seiner damaligen Partnerbeziehung auszuleben, was seine gravierenden
sexuellen Handlungen an Kindern umso unverständlicher erscheinen lasse. Er habe
mit direktem Vorsatz gehandelt. Gemäss Gutachten sei er voll schuldfähig.
Angesichts des weitgehend schweren Verschuldens erweise sich unter
Berücksichtigung des Asperationsprinzips und des abstrakten Strafrahmens eine
Freiheitsstrafe von acht Jahren als angemessen.

8.3 Es liegt im Ermessen des Sachrichters, in welchem Umfang er die
verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Die Strafrechtliche
Abteilung des Bundesgerichts greift auf Beschwerde in Strafsachen hin nur in
die Strafzumessung ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über-
oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien
ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen
beziehungsweise in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch
gewichtet hat. Das Gericht ist nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten
anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien berücksichtigt (BGE
136 IV 55 E. 5.6 S. 61 mit Hinweisen). Alleine einer besseren Begründung wegen
hebt das Bundesgericht das angefochtene Urteil nicht auf, solange die
Strafzumessung im Ergebnis bundesrechtskonform erscheint (vgl. BGE 127 IV 101
E. 2c S. 105 mit Hinweisen).

8.4 Die Vorinstanz würdigt in ihren Urteilserwägungen zur Strafzumessung
sämtliche relevanten tatsächlichen und rechtlichen Gesichtspunkte. Zu den
persönlichen Verhältnissen verweist sie auf das erstinstanzliche Urteil
(angefochtenes Urteil S. 89). Dort wird seine HIV-Infektion als neutral
gewürdigt (erstinstanzliches Urteil S. 124). Dies ist angesichts der Tatsache,
dass beim Beschwerdeführer die Krankheit AIDS noch nicht ausgebrochen ist (act.
15/1 S. 2), nicht zu beanstanden. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit ist
insoweit zu verneinen. Hinsichtlich der Anzahl der sexuellen Übergriffe
berücksichtigt die Vorinstanz nur die nachgewiesenen Handlungen. Bei der
Strafzumessung fallen vor allem die Schwere der Übergriffe gegenüber den beiden
weiblichen Opfern, der lange Tatzeitraum, der direkte Vorsatz, die Möglichkeit
des rechtmässigen Alternativverhaltens (Ausleben der Sexualität in der im
Tatzeitraum intakten Partnerschaft) und die einschlägige Vorstrafe erheblich
ins Gewicht.
Soweit der Beschwerdeführer sich auf Vergleichsfälle aus der
bundesgerichtlichen Praxis beruft und damit die mangelnde Plausibilität der
ausgesprochenen Strafe belegen will, ist ihm nicht zu folgen. Die
Strafzumessung beruht auf einer individualisierten Beurteilung aller
massgeblichen Umstände und kann daher nicht durch den blossen Verweis auf die
in anderen Fällen ausgesprochenen Strafen in Frage gestellt werden. Die aus der
Individualisierung und dem weiten Ermessensspielraum resultierende Ungleichheit
in der Zumessung der Strafe erlaubt für sich allein den Schluss auf einen
Missbrauch des Ermessens nicht (BGE 135 IV 191 E. 3.1 S. 193 mit Hinweis). Die
Höhe der ausgesprochenen Freiheitsstrafe von acht Jahren erweist sich in
Anbetracht der vorinstanzlichen Begründung der Strafzumessung als
bundesrechtskonform.

9.
Soweit der Beschwerdeführer hinsichtlich der Aufhebung der Sicherheitshaft und
der Zivilforderungen an seinen vor- bzw. erstinstanzlichen Anträgen festhält,
ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Denn die Begründung muss in der
Beschwerde selbst enthalten sein. Ein Verweis auf frühere Rechtsschriften oder
auf die Verfahrensakten ist unzulässig (vgl. BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.
mit Hinweisen). Ebenso substanziiert er seinen Antrag um Entschädigung wegen
der erlittenen Untersuchungshaft nicht näher. Auf diesen Antrag ist nicht
einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG).

10.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist ebenfalls abzuweisen, da die
Beschwerde von Vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 BGG). Bei diesem
Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs.
1 BGG). Die angespannte finanzielle Situation des Beschwerdeführers ist bei der
Bemessung der Gerichtskosten zu berücksichtigen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Januar 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Favre Koch