Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.809/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_809/2010

Urteil vom 11. November 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus,
5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintretensverfügung (Verdacht des Diebstahls),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 20. September 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Eine Beschwerde ans Bundesgericht ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der
vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht
einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Der angefochtene Entscheid wurde dem
Beschwerdeführer am 23. September 2010 zugestellt. Die Beschwerdefrist lief am
22. Oktober 2010 (Freitag) ab. Die Eingaben des Beschwerdeführers vom 24. und
29. September 2010 sind damit ohne weiteres rechtzeitig; diejenige vom 10.
November 2010 hingegen verspätet. Darauf ist nicht einzutreten.

2.
Der Beschwerdeführer wendet sich dagegen, dass auf eine Strafanzeige wegen
Verdachts auf Diebstahl gegen seinen Beirat nicht eingetreten und im
angefochtenen Entscheid eine dagegen gerichtete Beschwerde abgewiesen wurden,
soweit darauf einzutreten war. Der Beschwerdeführer ist indessen nicht
Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, weil auch die
Staatsanwaltschaft, der der angefochtene Entscheid zugestellt wurde, zur
Beschwerde ans Bundesgericht befugt gewesen wäre. Und er ist nicht Opfer, weil
er durch die angezeigte Straftat nicht in seiner körperlichen, sexuellen oder
psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt wurde (Art. 81 Abs. 1 lit. b
Ziff. 5 BGG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 OHG). Als Geschädigter, der nicht Opfer ist,
ist er zur vorliegenden Beschwerde in Strafsachen nicht legitimiert (BGE 136 IV
29; 133 IV 288). Er kann nur die Verletzung von Rechten rügen, die ihm als am
Verfahren beteiligter Partei nach dem massgebenden Prozessrecht oder
unmittelbar aufgrund der BV oder der EMRK zustehen (BGE 136 IV 29). Soweit er
ausführt, er habe keine Einsicht in die Dokumente der Vormundschaftsbehörde
(wie Quittungen und Abbuchungen) nehmen können, zeigt er nicht auf, dass und
inwiefern er im vorliegenden Strafverfahren eine formelle Rechtsverweigerung
erlitten haben könnte bzw. der angefochtene Entscheid unter Verletzung von
Verfahrensrechten ergangen sein sollte. Insoweit genügt die Beschwerde den
Begründungsanforderungen im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG und 106 Abs. 2 BGG
nicht. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. November 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Favre Arquint Hill