Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.827/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_827/2010

Urteil vom 24. Januar 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Schneider, Mathys,
Gerichtsschreiberin Unseld.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph Hohler,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Wielandhaus, Frey-Herosé-Strasse 12, 5001 Aarau,
2. A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hanspeter Geissmann,
3. B.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hanspeter Geissmann,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Mehrfache Veruntreuung, mehrfacher Betrug, ungetreue Geschäftsbesorgung,
mehrfache Urkundenfälschung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts
des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer,
vom 10. Juni 2010.
Sachverhalt:

A.
Das Bezirksgericht Bremgarten erklärte X.________ am 15. Juli 2009 der
mehrfachen Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 StGB), des mehrfachen Betrugs (Art.
146 Abs. 1 StGB), der ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3
StGB) und der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB) schuldig und
verurteilte ihn, als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts Aarau vom 17.
Oktober 2001, zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 30 Monaten. Zudem
verpflichtete es ihn, A.________ Fr. 300'000.--, der B.________ AG Fr.
500'000.-- und C.________ Fr. 6'678.83 (nebst Zinsen) Schadenersatz zu
bezahlen. Im Übrigen verwies es die Zivilkläger auf den Zivilweg, soweit es auf
deren Forderungen eintrat.
Auf Berufung von X.________ hin bestätigte das Obergericht des Kantons Aargau
am 10. Juni 2010 die erstinstanzlichen Schuldsprüche und die Zivilforderungen.
Es verurteilte diesen, in teilweiser Gutheissung der Berufung, zu einer
Freiheitsstrafe von 30 Monaten, davon 15 Monate bedingt.

B.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das Urteil vom 10. Juni
2010 aufzuheben, ihn in den Anklagepunkten 2, 3, 5, 6, 9 und 11 freizusprechen
und auf die Schadenersatzforderungen der Zivilkläger A.________ und B.________
AG nicht einzutreten. Für die verleibenden Schuldsprüche sei er mit einer
bedingten Freiheitsstrafe von maximal zehn Monaten zu bestrafen. Die
erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien ihm zur Hälfte aufzuerlegen. Die
obergerichtlichen Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen.
Eventualiter sei das angefochtene Urteil vollumfänglich aufzuheben und die
Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.

C.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

Erwägungen:

1.
Der Beschwerdeführer war in 16 Sachverhaltskomplexen angeklagt. Das Verfahren
wurde vom Bezirksgericht in vier Anklagepunkten wegen Verjährung eingestellt.
In zwei weiteren Anklagepunkten erfolgte ein Freispruch. In den übrigen zehn
Anklagepunkten kam es erst- und zweitinstanzlich zu einer Verurteilung des
Beschwerdeführers.

2.
2.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Verurteilung im Anklagepunkt 2 verstosse
gegen das Verbot der reformatio in peius (Beschwerde Ziff. II. S. 6 ff.).
2.1.1 Das Verbot der reformatio in peius zählt nicht zu den verfassungsmässigen
Rechten des Bundes oder der Kantone und lässt sich nicht aus der EMRK herleiten
(BGE 110 II 113 E. 3c; Urteil 6B_411/2007 vom 2. November 2007 E. 1.3). Der
Grundsatz ist in § 210 der hier anwendbaren Strafprozessordnung des Kantons
Aargau vom 11. November 1958 (StPO/AG) verankert. Danach kann die Entscheidung
nicht zu Ungunsten des Verurteilten aufgehoben oder abgeändert werden, wenn
dieser oder zu seinen Gunsten die Staatsanwaltschaft ein Rechtsmittel einlegt.
Das Bundesgericht prüft das kantonale Verfahrensrecht nur auf Willkür (Art. 95
BGG).
2.1.2 Der Beschwerdeführer verkaufte der B.________ AG Ende Dezember 1996 50 %
der Aktien der D.________ AG (später E.________ AG), wobei er dem Kaufvertrag
einen gefälschten Zwischenabschluss per 30. September 1996 zugrunde legte. Das
Bezirksgericht führte aus, der Beschwerdeführer habe das Inventar sowie
einzelne Rechnungen gefälscht, bei welchen es sich um Buchhaltungsbelege und
damit um Urkunden im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB gehandelt habe und welche
in die Zwischenbilanz vom 30. September 1996 Eingang gefunden hätten (E. 2.2
und 2.4 S. 32 f.). Es sprach ihn daher der Urkundenfälschung und des Betrugs
zum Nachteil der B.________ AG schuldig. Das Obergericht bestätigte die
Schuldsprüche. Es erwägt, die Zwischenbilanz, welche der Beschwerdeführer (als
damaliger Verwaltungsratspräsident der D.________ AG mit Einzelunterschrift) im
Hinblick auf den Aktienkaufvertrag erstellen und von einer unabhängigen
Revisionsstelle kontrollieren liess, sei eine Urkunde im Sinne von Art. 251
Ziff. 1 StGB. Ob den vom Beschwerdeführer gefälschten Rechnungen ebenfalls
Urkundenqualität zukomme, sei irrelevant (E. 3.4 S. 31). Offen liess es, ob
auch das Inventar verfälscht wurde (E. 3.5 S. 34).
2.1.3 Der Beschwerdeführer sieht das Verbot der reformatio in peius verletzt,
da das Bezirksgericht ihn für den in der Anklage erwähnten Vorwurf der
Fälschung der Zwischenbilanz per 30. September 1996 nicht wegen
Urkundenfälschung schuldig gesprochen habe, sondern ausschliesslich wegen
Fälschung des Inventars und einzelner Rechnungen (Beschwerde Ziff. II. 6. ff.
S. 9 ff.).
2.1.4 Der Einwand ist unbegründet. Das Obergericht legt seinem Entscheid eine
vom Urteil des Bezirksgerichts abweichende rechtliche Begründung zugrunde.
Darin liegt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keine Verletzung des
Verbots der reformatio in peius. Weder wurde dieser für eine Tat verurteilt,
für welche er vom Bezirksgericht freigesprochen wurde, noch wirkte sich die
neue Begründung auf das Strafmass aus, welches bestätigt wurde. Auch das
Bezirksgericht geht offensichtlich davon aus, dass dieser nicht nur das
Inventar und einzelne Rechnungen, sondern auch den Zwischenabschluss als
solches fälschte. Dass es für die Begründung der angeklagten Urkundenfälschung
in erster Linie auf die gefälschten Rechnungen abstellte, während das
Obergericht die Erfüllung des Tatbestands mit der gefälschten Zwischenbilanz
begründet, lässt keine willkürliche Anwendung von § 210 StPO/AG erkennen.
2.2
2.2.1 Weiter rügt der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang eine Verletzung
des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV, da er sich zur Urkundenqualität
der Zwischenbilanz im Berufungsverfahren nicht geäussert habe und von der
Vorinstanz auch nicht darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass dieser
Sachverhaltskomplex im Berufungsverfahren neu überprüft werde (Beschwerde Ziff.
II. 11. S. 12).
2.2.2 Weicht die Beschwerdeinstanz von der rechtlichen Würdigung der Vorinstanz
ab, ist dem Beschwerdeführer nur ausnahmsweise vorgängig rechtliches Gehör nach
Art. 29 Abs. 2 BV zu gewähren, wenn diese den Entscheid mit einer Rechtsnorm
oder einem rechtlichen Standpunkt zu begründen beabsichtigt, die im bisherigen
Verfahren nicht herangezogen wurden, auf die sich die beteiligten Parteien
nicht berufen haben und mit deren Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht
rechnen mussten (vgl. BGE 123 I 63 E. 2d; 115 Ia 94 E. 1b).
2.2.3 Dem Beschwerdeführer wird in der Anklageschrift vorgeworfen, die Bilanz
und Erfolgsrechnung der D.________ AG per 30. September 1996 gefälscht zu
haben, womit er sich der Urkundenfälschung strafbar gemacht habe. Wie bereits
dargelegt (supra E. 2.1.4), geht auch das Bezirksgericht von einer gefälschten
Zwischenbilanz aus, obwohl es die Verurteilung wegen Urkundenfälschung in
erster Linie mit dem Erstellen zweier gefälschten Rechnungen und des falschen
Inventars begründete. Für den anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer war ohne
Weiteres erkennbar, dass sich der Tatbestand der Urkundenfälschung auch mit der
Verfälschung der Zwischenbilanz begründen lässt. Die Vorinstanz stützt sich
keineswegs auf juristische Argumente, die ihm nicht bekannt waren und mit deren
Heranziehen er nicht rechnen musste. Sie war daher nicht gehalten, ihm vor dem
Entscheid nochmals die Möglichkeit zur Stellungnahme einzuräumen.
2.3
2.3.1 Der Beschwerdeführer wendet ein, der Zwischenabschluss vom 30. September
1996 sei keine Urkunde im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB. Die Zwischenbilanz
sei zwar durch eine Revisionsstelle geprüft worden, indessen gerade nicht durch
die Revisionsstelle der D.________ AG. Ebenso habe aufgrund der
aktienrechtlichen Bestimmungen keine Verpflichtung zur Erstellung einer
Zwischenbilanz bestanden (Beschwerde Ziff. II. 12. S. 12 f.).
2.3.2 Gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB macht sich der Falschbeurkundung schuldig,
wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu schädigen
oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine
rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden lässt. Die
Falschbeurkundung betrifft die Errichtung einer echten, aber unwahren Urkunde,
bei der also der wirkliche und der in der Urkunde enthaltene Sachverhalt nicht
übereinstimmen. Die Tatbestände des Urkundenstrafrechts schützen das Vertrauen,
welches im Rechtsverkehr einer Urkunde als einem Beweismittel entgegengebracht
wird. Mittel zum Beweis kann nur sein, was generell geeignet ist, Beweis zu
erbringen (BGE 132 IV 12 E. 8.1). Als Urkunden gelten deshalb unter anderem
Schriften, die bestimmt und geeignet sind, eine Tatsache von rechtlicher
Bedeutung zu beweisen (Art. 110 Abs. 4 StGB).
2.3.3 Die kaufmännische Buchführung und ihre Bestandteile (Belege, Bücher,
Buchhaltungsauszüge über Einzelkonten, Bilanzen oder Erfolgsrechnungen) sind im
Rahmen der Falschbeurkundung als Absichtsurkunden kraft Gesetzes (Art. 957 OR)
bestimmt und geeignet, Tatsachen von rechtlich erheblicher Bedeutung zu
beweisen (BGE 132 IV 12 E. 8.1; 129 IV 130 E. 2.2; 126 IV 65 E. 2a). Dies gilt
auch für die von der Verwaltung aufgestellte, von der Kontrollstelle noch nicht
geprüfte und von der Generalversammlung noch nicht abgenommene Bilanz, sofern
der Geschäftsverkehr üblicherweise darauf abstellt (BGE 114 IV 32 E. 2a; 103 IV
23 E. 1b und c; Urteil 6B_327/2010 vom 19. August 2010 E. 4.4). Der Buchhaltung
kann auch Urkundencharakter zukommen, obschon eine gesetzliche
Buchführungspflicht fehlt, soweit die freiwillige Buchführung nach
kaufmännischen Grundsätzen erfolgt. Das ist der Fall, wenn sie nach der
Zielsetzung des Art. 957 OR geführt wird sowie lückenlose Belege und Bücher
umfasst und so die Feststellung der Vermögenslage mit den Schuld- und
Forderungsverhältnissen und der Betriebsergebnisse der Geschäftsjahre
ermöglicht (BGE 129 IV 130 E. 2.2).
2.3.4 Das Bundesgericht entschied in dem vom Beschwerdeführer angerufenen
Urteil 6S.124/2002 demgegenüber, dass einer nicht vom zuständigen Finanzchef,
sondern vom Haupt- bzw. Alleinaktionär erstellten Zwischenbilanz, die weder von
der Kontroll- bzw. Revisionsstelle geprüft noch von der Generalversammlung
abgenommen worden war, im Hinblick auf die Prüfung eines Kreditbegehrens durch
die Bank nur erhöhte Glaubwürdigkeit und damit Urkundenqualität zukomme, wenn
nach der schweizerischen Verkehrsübung im kaufmännischen Verkehr im Rahmen der
Prüfung von Kreditbegehren auf Zwischenbilanzen dieser Art abgestellt werde
(Urteil 6S.124/2002 vom 26. November 2002 E. 1.4).
2.3.5 Vorliegend geht es nicht um die Überprüfung der Bonität im Zusammenhang
mit einem Kreditbegehren, sondern um die Veräusserung eines grösseren
Aktienpakets. Bei Unternehmenskäufen kann der Käufer den Wert der zu kaufenden
Gesellschaft oder Teilen davon in der Regel nur anhand der Bilanz und
Erfolgsrechnung beurteilen. Die Erstellung eines Zwischenabschlusses ist für
die Ermittlung des Kaufpreises zwar nicht zwingend, in der Praxis jedoch
üblich, wenn der Bilanzstichtag des letzten Jahresabschlusses bereits längere
Zeit zurückliegt oder seit der letzten Bilanz Änderungen in der Vermögenslage
eingetreten sind. Ein solcher Zwischenabschluss hat nach den gleichen
Grundsätzen zu erfolgen wie der Jahresabschluss. Die B.________ AG durfte daher
auf die Richtigkeit der ihr vom Beschwerdeführer unterbreiteten und der
Berechnung des Kaufpreises zugrunde gelegten Zwischenbilanz (vgl. angefochtenes
Urteil E. 4.2.5 S. 37 f.) vertrauen. Anders als in dem vom Beschwerdeführer
zitierten Urteil 6S.124/2002 wurde die Bilanz zudem von den für die Buchführung
zuständigen Personen erstellt und auf Verlangen der B.________ AG einer
unabhängigen Revisionsstelle unterbreitet (angefochtenes Urteil E. 4.2.5 S. 37
f.). Dass mit der Prüfung nicht das im Handelsregister eingetragene
Revisionsorgan der D.________ AG betraut wurde, ist nicht erheblich.
Unter diesen Umständen hat der Zwischenabschluss per 30. Juni 1997 gleich wie
nach ständiger Rechtsprechung auch die Jahresbilanz als Urkunde mit erhöhter
Glaubwürdigkeit zu gelten. Der Beschwerdeführer machte sich daher der
Urkundenfälschung nach Art. 251 Ziff. 1 StGB und des Betrugs nach Art. 146 Abs.
1 StGB schuldig.

3.
3.1 Der Beschwerdeführer rügt im Anklagepunkt 3 Willkür bei der
Sachverhaltsfeststellung sowie eine Verletzung von Art. 146 StGB (Beschwerde
Ziff. III. S. 13 ff.).
3.2
3.2.1 Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie
willkürlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art.
95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens
entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1). Die Rüge
der Willkür muss in der Beschwerdeschrift anhand des angefochtenen Entscheids
präzise vorgebracht und begründet werden, ansonsten darauf nicht eingetreten
wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.2).
Willkür bei der Beweiswürdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid
offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen Situation in klarem
Widerspruch steht. Dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar
erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt für die Annahme von Willkür nicht
(BGE 134 I 140 E. 5.4 mit Hinweisen).
3.2.2 Die Vorinstanz hält folgenden Sachverhalt für erwiesen (angefochtenes
Urteil S. 38 ff. mit Verweis auf das Urteil des Bezirksgerichts S. 33 ff.): Der
Beschwerdeführer und seine Ehefrau schlossen am 14. Oktober 1999 namens der
F.________ AG mit der G.________ AG einen Factoringvertrag ab. Dieser
ermöglichte der F.________ AG, ihre erstklassigen Debitoren an die G.________
AG zu verkaufen. Im Gegenzug erhielt sie von der G.________ AG umgehend den
Wert der offenen Forderungen abzüglich einer Gebühr von 3,7 % und einer
Risikopauschale von 2 % der Rechnungssumme ausbezahlt. Vom Verkauf
ausgeschlossen waren Debitoren, welche der F.________ AG bzw. deren Organen
wirtschaftlich oder verwandtschaftlich nahe standen. Die F.________ AG war
verpflichtet, eingehende Zahlungen für verkaufte Forderungen unverzüglich der
G.________ AG weiterzuleiten.
In der Folge bot der Beschwerdeführer der G.________ AG Forderungen der
F.________ AG gegenüber der H.________ AG zum Kauf an, wobei er der G.________
AG verheimlichte, dass es sich bei der H.________ AG um eine von ihm und seiner
Ehefrau im Februar 1999 gekaufte Gesellschaft handelte. Der Beschwerdeführer
präsentierte die H.________ AG gegenüber der G.________ AG stets als eine von
ihm unabhängige Debitorin der F.________ AG, welche zur bestzahlenden
Kundschaft gehört habe. Wohl war der G.________ AG bewusst, dass zwischen den
beiden Gesellschaften ein Näheverhältnis bestand. Nicht erkennbar war für sie
jedoch, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau über die Konten der
H.________ AG einzelzeichnungsberechtigt waren und der Beschwerdeführer selber
deren Zahlungen kontrollierte, während H.________ keinen Einfluss auf die
Geldflüsse hatte (angefochtenes Urteil E. 5.3.2 S. 40). Die F.________ AG
verkaufte der G.________ AG in der Zeit von Oktober bis Dezember 1999 mehrere
Forderungen gegenüber der H.________ AG. Die H.________ AG beglich davon einen
Betrag von Fr. 54'095.45. Die übrigen Rechnungen über einen Betrag von Fr.
318'052.25 blieben unbezahlt (vgl. Urteil des Bezirksgerichts E. 5.2 S. 37).
Gleichzeitig leerte der Beschwerdeführer das Konto der H.________ AG fast
täglich bis auf annähernd Null, indem er die eingehenden Debitorenzahlungen
jeweils in bar abhob oder an die F.________ AG überwies. Auf diese Weise
tätigte er in den Monaten Oktober und November 1999, d.h. in der Zeit als die
F.________ AG ihre Forderungen gegenüber der H.________ AG an die G.________ AG
verkaufte, Bezüge von total Fr. 474'625.45. Davon sind lediglich Zahlungen in
der Höhe von Fr. 63'325.45 an Dritte, darunter jene an die G.________ AG,
belegt (kant. Akten, Ordner 49 Urk. 53 f.; Urteil des Bezirksgerichts S. 38
f.). Die H.________ AG wäre finanziell in der Lage gewesen, sämtliche an die
G.________ AG verkauften Forderungen zu begleichen, hätte der Beschwerdeführer
dieser nicht systematisch sämtliche finanziellen Mittel entzogen. Der
Beschwerdeführer handelte nach Auffassung des Obergerichts bereits beim
Abschluss des Factoringvertrags in der Absicht, den Kaufpreis für die Forderung
bei der G.________ AG erhältlich zu machen und dieser die Gegenleistung
vorzuenthalten.
3.2.3 Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche
Sachverhaltsfeststellung einwendet, erschöpft sich in einer unzulässigen
appellatorischen Kritik. Nicht ausreichend begründet ist insbesondere auch der
Einwand, die Vorinstanz sei zu Unrecht von fehlender Leistungsbereitschaft
ausgegangen, obschon er seinen Verpflichtungen gegenüber der G.________ AG
während langer Zeit nachgekommen sei (Beschwerde Ziff. III. 1. S. 13). Der
Umstand, dass er die Forderungen gegenüber der H.________ AG abtrat und dieser
zeitgleich sämtliche finanziellen Mittel entzog, lässt nur den Schluss zu, dass
er nicht gewillt war, die Schulden der H.________ AG zu begleichen, dies
bereits anlässlich der Zession der Forderungen. Für die Täuschungsabsicht
spricht auch, dass die H.________ AG über die Mittel zur Bezahlung der
Forderungen verfügte und die F.________ AG die Forderungen gegenüber der
H.________ AG somit problemlos direkt bei dieser hätte einziehen können, dies
ohne die Gebühren und Risikopauschale von insgesamt 5,7 % bezahlen zu müssen.
Die Vorinstanz durfte daher für erwiesen annehmen, dass der Beschwerdeführer
die G.________ AG bewusst über seine nahe Beziehung zur H.________ AG täuschte,
um diese zum Kauf der Forderungen zu bewegen, obschon er die Schulden der
H.________ AG nicht begleichen wollte und die auf deren Konto eingehenden
Debitorenzahlungen an sich und die F.________ AG weiterzuleiten beabsichtigte.
Das Bezirksgericht, auf dessen Ausführungen die Vorinstanz verweist, zeigt
schlüssig auf, dass die beiden vom Beschwerdeführer erwähnten Zahlungen an die
G.________ AG erfolgten, nachdem diese einen Kaufstopp beschlossen und weitere
Sicherheiten verlangt hatte, und es dem Beschwerdeführer damals darum ging, die
G.________ AG durch Versprechungen und falsche Darstellungen sowie die zwei
Vergütungsaufträge umzustimmen (E. 9.1 S. 42). Diese Zahlungen an die
G.________ AG lassen nach der willkürfreien Feststellung der Vorinstanz daher
nicht den Schluss zu, der Beschwerdeführer habe die G.________ AG nicht über
seine Zahlungsbereitschaft getäuscht. Der Beschwerdeführer setzt sich mit
diesen Ausführungen nicht auseinander. Auf seine Sachverhaltsrügen ist daher
nicht weiter einzutreten.
3.3
3.3.1 In rechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, die G.________ AG sei
eine auf das Factoring spezialisierte Unternehmung, welche mit einer
aggressiven Offerte auf die in Liquiditätsengpässen steckende F.________ AG
zugegangen sei. Die G.________ AG habe grundlegendste Sorgfaltsmassnahmen nicht
beachtet, mit welchen sie die Täuschung hätte verhindern können. Nachdem ihr
das Näheverhältnis zwischen der F.________ AG und der H.________ AG bekannt
gewesen sei, hätte sie weitere Abklärungen tätigen müssen, um allfällige
Unklarheiten zu beseitigen. Sein Verhalten sei daher nicht arglistig im Sinne
von Art. 146 StGB gewesen (Beschwerde Ziff. III. 10. ff. S. 17 ff.).
3.3.2 Des Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich namentlich strafbar, wer
in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden
durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt und so
den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen
andern am Vermögen schädigt.
Arglist im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB ist gegeben, wenn der Täter ein
ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe
bedient. Ein Lügengebäude liegt vor, wenn mehrere Lügen derart raffiniert
aufeinander abgestimmt sind und von besonderer Hinterhältigkeit zeugen, dass
sich selbst eine kritische Person täuschen lässt. Als besondere Machenschaften
gelten Erfindungen und Vorkehren sowie das Ausnützen von Begebenheiten, die
allein oder gestützt auf Lügen oder Kniffe geeignet sind, den Betroffenen
irrezuführen (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 81 mit Hinweisen). Arglist wird auch bei
einfachen falschen Angaben bejaht, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit
besonderer Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, und wenn der Täter das Opfer
von der möglichen Überprüfung abhält oder nach den Umständen voraussieht, dass
dieses die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen
Vertrauensverhältnisses unterlassen werde (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 81 f.; 128
IV 18 E. 3a; je mit Hinweisen).
Arglist scheidet aus, wenn der Getäuschte den Irrtum mit einem Mindestmass an
Aufmerksamkeit hätte vermeiden können. Dabei ist die jeweilige Lage und
Schutzbedürftigkeit des Betroffenen im Einzelfall entscheidend. Besondere
Fachkenntnis und Geschäftserfahrung des Opfers sind in Rechnung zu stellen.
Auch unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung erfordert die Erfüllung
des Tatbestands indes nicht, dass das Täuschungsopfer die grösstmögliche
Sorgfalt walten lässt und alle erdenklichen Vorkehren trifft. Entsprechend
entfällt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrlässigkeit des
Getäuschten, sondern nur bei Leichtfertigkeit, welche das betrügerische
Verhalten des Täters in den Hintergrund treten lässt (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S.
80 f.; 128 IV 18 E. 3a; 126 IV 165 E. 2a; je mit Hinweisen).
3.3.3 Die Vorinstanz geht zu Recht von einer arglistigen Täuschung aus.
Einerseits versetzte der Beschwerdeführer die G.________ AG bezüglich seines
Näheverhältnisses zur H.________ AG in einen Irrtum, insbesondere über den
Umstand, dass er selber deren Zahlungen kontrollierte, wobei er wusste, dass
die G.________ AG in Kenntnis der wahren Verhältnisse nicht zum Erwerb der
Forderungen bereit gewesen wäre. Dem Beschwerdeführer war die Zession von
Forderungen gegen ihm wirtschaftlich oder verwandtschaftlich nahestehende
Debitoren gemäss dem Factoringvertrag ausdrücklich untersagt. Die G.________ AG
durfte grundsätzlich auf die Vertragstreue der F.________ AG vertrauen. Der
Beschwerdeführer beschränkte sich überdies nicht darauf, der G.________ AG die
wahren Umstände in Verletzung seiner Offenlegungspflicht zu verschweigen,
sondern machte dieser gegenüber auch bewusst falsche Angaben, indem er die
H.________ AG auch auf Nachfrage der G.________ AG hin als eine von ihm
unabhängige Debitorin darstellte. Hinzu kommt, dass die Eigentumsverhältnisse
an der H.________ AG für die G.________ AG nur schwer überprüfbar waren, da der
Verkauf gegen aussen nicht offen gelegt wurde. Sein Verhalten geht daher
klarerweise über eine einfache Lüge hinaus.
Andererseits täuschte er die G.________ AG auch über seinen Leistungswillen, da
er die H.________ AG als erstklassige Debitorin präsentierte, obschon er
beabsichtigte, die auf deren Konto eingehenden Debitorenzahlungen nicht an die
G.________ AG weiterzuleiten. Nach der Rechtsprechung ist die Vorspiegelung des
Leistungswillens grundsätzlich arglistig im Sinne von Art. 146 StGB, weil sie
eine innere Tatsache betrifft, die vom Vertragspartner ihrem Wesen nach nicht
direkt überprüft werden kann. Arglist scheidet indes aus, soweit die Behauptung
des Erfüllungswillens mittels Nachforschungen über die Erfüllungsfähigkeit
überprüfbar ist und sich aus der möglichen und zumutbaren Prüfung ergeben
hätte, dass der andere zur Erfüllung nicht fähig ist (BGE 118 IV 359 E. 2 mit
Hinweisen). Da die H.________ AG grundsätzlich leistungsfähig gewesen wäre und
für die G.________ AG überdies nicht erkennbar war, dass die Erfüllung ihrer
Forderung vom Willen des Beschwerdeführers abhing, ist eine arglistige
Täuschung auch diesbezüglich zu bejahen.
Der G.________ AG kann nicht zum Vorwurf gemacht werden, sie habe
grundlegendste Vorsichtsmassnahmen ausser Acht gelassen. Der Beschwerdeführer
legt nicht dar, welche zusätzlichen Abklärungen die G.________ AG hätte treffen
können, um die wahren Verhältnisse aufzudecken. Selbst wenn die G.________ AG
Kenntnis von seiner Beteiligung an der H.________ AG gehabt hätte, so musste
sie nicht damit rechnen, dass dieser die auf den Konten der H.________ AG
eingehenden Debitorenzahlungen für sich und die F.________ AG abzweigen würde,
ohne die offenen Schulden gegenüber der G.________ AG zu begleichen. Dieser
Umstand war als innere Tatsache für die G.________ AG auch nicht überprüfbar
und kommt nach ständiger Rechtsprechung einer arglistigen Täuschung gleich.
Die Verurteilung wegen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB verletzt kein
Bundesrecht.

4.
4.1 Im Anklagepunkt 5 rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung von Art. 251
StGB. Die Vorinstanz habe fälschlicherweise angenommen, die Computerlisten,
welche Basis für die monatliche Abrechnung seiner Vertragsfahrer gewesen seien,
würden Urkunden darstellen (Beschwerde Ziff. IV. S. 19 ff.).

4.2 Die F.________ AG beschäftigte verschiedene Vertragsfahrer, welche für sie
gegen Bezahlung des Fuhrlohns die Transportfahrten ausführten. Die
Vertragsfahrer stellten der F.________ AG für die Transporte ihre Fahrzeuge zur
Verfügung und erhielten im Gegenzug von dieser die Transportaufträge. Die
Fahrer erstellten jeweils Lieferscheine, gestützt auf welche die Rechnungen an
die Kunden erfolgten und welche auch Basis für die monatliche Abrechnung ihres
Fuhrlohns bildeten. Die Monatsabrechnungen wurden den Fahrern von der
F.________ AG übergeben, welche für die Kontrolle und den administrativen
Aufwand der Transportabrechnung verantwortlich war und hierfür von den Fahrern
entschädigt wurde. Da die Fahrer nach transportiertem Gewicht bezahlt wurden,
die Lieferung auf den Lieferscheinen jedoch in Litern angegeben wurde, erfolgte
in den Monatsabrechnungen eine Umrechnung von Litern in Kilogramm. Der
Beschwerdeführer fälschte die per Computer erstellten Monatsabrechnungen, indem
er zuungunsten der Fahrer einen falschen Divisor oder ein falsches spezifisches
Gewicht eingab. Visuell waren für die Fahrer die Veränderungen der
Monatsabrechnungen nicht feststellbar, da die Liefermenge in Litern jeweils
korrekt angegeben wurde. Mit den gefälschten Monatsabrechnungen täuschte er die
Vertragsfahrer über die Höhe ihres Fuhrlohnanspruchs und zahlte ihnen einen
kleineren Fuhrlohn aus, als ihnen zugestanden hätte (angefochtenes Urteil E. 6
S. 42 ff.; Urteil des Bezirksgerichts S. 44 ff.).

4.3 Die Vorinstanz verurteilte den Beschwerdeführer wegen Urkundenfälschung und
Betrugs zum Nachteil der Vertragsfahrer. Sie erwägt mit Verweis auf die
Ausführungen des Bezirksgerichts, die Fahrer hätten den Abrechnungen aufgrund
des Vertrauensverhältnisses zum Beschwerdeführer ein besonderes Vertrauen
entgegenbringen dürfen. Der Beschwerdeführer habe als Verfasser der
Computerlisten gegenüber den Fahrern eine besondere, garantenähnliche Stellung
gehabt, wobei die Monatsabrechnungen als Beweismittel für die
Fuhrlohnabrechnung gedient hätten. Die monatlichen Computerlisten hätten somit
Urkundenqualität im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB gehabt (angefochtenes
Urteil E. 6.4 S. 44; Urteil des Bezirksgerichts E. 2.4 S. 50).

4.4 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, eine vertrauenswürdige oder
garantenähnliche Stellung habe offensichtlich nicht vorgelegen. Zwischen den
Fahrern und der F.________ AG habe ein blosses Auftragsverhältnis bestanden. Er
habe auch Kraft seiner Stellung als Organ der F.________ AG keine
garantenähnliche Stellung gehabt. Die Computerlisten könnten keinesfalls den
Beweis für die Wahrheit der darin aufgeführten Zahlenangaben erbringen
(Beschwerde Ziff. IV. 8. f. S. 22 f.).
4.5
4.5.1 Die Falschbeurkundung erfordert eine qualifizierte schriftliche Lüge,
welche nach der Rechtsprechung nur angenommen wird, wenn der Urkunde eine
erhöhte Glaubwürdigkeit zukommt und der Adressat ihr daher ein besonderes
Vertrauen entgegenbringt. Dies ist der Fall, wenn allgemein gültige objektive
Garantien die Wahrheit der Erklärung gegenüber Dritten gewährleisten, wie sie
u.a. in der Prüfungspflicht einer Urkundsperson oder in gesetzlichen
Vorschriften (z.B. die Bilanzvorschriften in Art. 958 ff. OR) liegen, die
gerade den Inhalt bestimmter Schriftstücke näher festlegen (BGE 132 IV 12 E.
8.1; 129 IV 130 E. 2.1; je mit Hinweisen). Die Beweisbestimmung und -eignung
kann sich unmittelbar aus dem Gesetz oder aus der Verkehrsübung bzw. dem Sinn
oder der Art des Schriftstücks ergeben (BGE 129 IV 130 E. 2.2).
4.5.2 Eine objektive Garantie für die Wahrheit der Erklärung nimmt die
Rechtsprechung an, wenn dem Aussteller eine garantenähnliche Stellung zukommt.
Dies wurde etwa bezüglich eines Arztes bejaht, der einen unrichtigen
Krankenschein bzw. ein unrichtiges Rezept ausstellte, mit welchem er gegenüber
der Krankenkasse Leistungen für sich bzw. den Patienten geltend machte (vgl.
BGE 103 Ib 178; Urteil 6P.6/2007 vom 4. Mai 2007 E. 9). Die garantenähnliche
Stellung kann auch auf einer vertraglichen Verpflichtung zum Tätigwerden im
Interesse des Empfängers des Schriftstücks basieren. In diesem Sinne wurde eine
garantenähnliche Stellung in der Rechtsprechung angenommen bei einem
bauleitenden Architekten, der die Pflicht zur ordnungsgemässen Prüfung der
Schlussabrechnung übernommen und überhöhte Rechnungen der Unternehmer geprüft
und schriftlich genehmigt hatte (BGE 119 IV 54 E. 2), oder beim leitenden
Angestellten einer Bank, der einem Bankkunden brieflich falsche Angaben über
den Stand seines Kontos gemacht hatte (BGE 120 IV 361 E. 2).
4.5.3 Die Rechtsprechung verneinte eine Urkundenfälschung hingegen beim
Erstellen einer Lohnabrechnung durch den Arbeitgeber auf den Namen einer
Person, die nicht mit dem wirklichen Arbeitnehmer identisch war (BGE 118 IV 363
E. 2b), bezüglich der vom Arbeitgeber zuhanden der Arbeitslosenkasse
ausgestellten Abrechnungen und Arbeitsrapporte über Kurzarbeit (Urteil 6S.655/
2000 vom 16. August 2001 E. 2f) und des vom Inhaber einer Einzelunternehmung
erstellten unwahren Lohnausweises einer angeblichen Arbeitnehmerin, welcher zur
Verwendung gegenüber einer kreditgewährenden Bank bestimmt war (Urteil 6S.733/
1996 vom 14. April 1997 E. 2c/aa). Nicht im Verkehr mit der Steuerbehörde
verwendete Bestätigungen über bezogenen Lohn sind daher grundsätzlich keine
Urkunden, soweit ihnen nicht aufgrund besonderer gesetzlicher Vorschriften
erhöhte Glaubwürdigkeit zukommt. Dies muss umso mehr gelten, wenn es wie
vorliegend ausschliesslich um eine zuhanden des Zahlungsempfängers zwecks
Berechnung der Vergütung erstellte Lohnabrechnung geht. Zwar waren die
inhaltlich falschen Angaben für die Fahrer nur schwer erkennbar, jedoch wäre
eine Nachrechnung und Überprüfung an sich ohne Weiteres möglich gewesen, wenn
auch gemäss der vorinstanzlichen Feststellung nur mit einem gewissen Aufwand.
Die Lohnabrechnungen hatten daher keine erhöhte Beweiskraft. Ein besonderes
Vertrauensverhältnis im Sinne einer garantenähnlichen Stellung muss auch
deshalb verneint werden, weil der Beschwerdeführer offenkundig nicht bloss im
Interesse der Fahrer handelte, sondern auch seine eigenen Interessen vertrat.
Wohl durften die Fahrer ihm ein gewisses Vertrauen entgegenbringen. Eine
garantenähnliche Stellung lag jedoch nicht vor. Daran ändert nichts, dass
dieser von den Fahrern für die Erstellung der Lohnabrechnungen bezahlt wurde.
Nichts zur Sache tut auch, dass er sich nicht darauf beschränkte, falsche
Ausgangsdaten in der Urkunde wiederzugeben bzw. in den Computer einzugeben,
sondern den Computer durch die Veränderung der Umrechnungsfaktoren
manipulierte, da alleine der Umstand, dass die Lohnabrechnungen auf einem
rechnerischen Vorgang basierten und mit dem Computer erstellt wurden, den
Lohnabrechnungen keine erhöhte Glaubwürdigkeit verschafft.
Die per Computer erstellten Lohnabrechnungen sind keine Urkunden im Sinne von
Art. 251 StGB. Der Beschwerdeführer hat sich in dieser Hinsicht daher nicht der
Urkundenfälschung schuldig gemacht. Nachdem er auch in den Anklagepunkten 2, 12
und 15 wegen Urkundenfälschung verurteilt wurde, bleibt es jedoch beim
Schuldspruch wegen mehrfacher Urkundenfälschung.

4.6 Die Feststellung, dass der Tatbestand der Urkundenfälschung im Anklagepunkt
5 nicht erfüllt ist, hat keinen Einfluss auf die Verurteilung wegen Betrugs, da
die Täuschung auch ohne die Verwendung einer falschen Urkunde als arglistig
bezeichnet werden muss (vgl. zum Arglistbegriff supra E. 3.3.2). Die
Manipulation der Lohnabrechnungen war für die Fahrer nicht ohne Weiteres
erkennbar, da die Liefermenge in Litern gemäss den Lieferscheinen richtig
übertragen wurde. Auch durften diese dem Beschwerdeführer als Vertragspartner
ein gewisses Vertrauen entgegenbringen. Es kann ihnen daher nicht zum Vorwurf
gemacht werden, sie hätten grundlegendste Vorsichtsmassnahmen ausser Acht
gelassen.

5.
5.1 Dem Beschwerdeführer wird im Anklagepunkt 6 die Veruntreuung eines
Leasingfahrzeugs vorgeworfen. Er unterzeichnete namens der F.________ AG am 19.
Juni 1997 mit der J.________ AG (später K.________ SA) einen Leasingvertrag für
die Dauer von drei Jahren. Der Vertrag enthielt eine Klausel, wonach das
Unterleasing untersagt war. Dennoch unterzeichnete er am 12. Februar 1999 mit
der L.________ GmbH einen Leasingvertrag über das Fahrzeug für die Dauer von
vier Jahren, wobei er im Vertrag die F.________ AG wahrheitswidrig als
Eigentümerin des Fahrzeugs bezeichnete. Der Leasingvertrag mit der L.________
GmbH wurde ohne das Einverständnis der K.________ SA abgeschlossen. Die
K.________ SA löste den Vertrag mit der F.________ AG am 13. März 2000
vorzeitig auf, nachdem diese die Leasingraten seit Dezember 1999 nicht mehr
bezahlt hatte. Die am 29. Juni 2000 vom Bezirksgericht gegenüber der F.________
AG angeordnete Vollstreckung im Hinblick auf die Rückgabe des Fahrzeugs blieb
erfolglos, weil sich L.________ als Besitzer des Fahrzeugs auf den
Leasingvertrag mit der F.________ AG berief und die Herausgabe verweigerte
(angefochtenes Urteil Ziff. 7.2 S. 44 ff.; Urteil des Bezirksgerichts S. 51
f.).

5.2 Die Vorinstanz führt aus, der Beschwerdeführer habe sich durch den
Abschluss des Unterleasingvertrags auf vier Jahre der Möglichkeit entäussert,
das Leasingobjekt rechtzeitig und vertragsgemäss per 18. Juni 2000 zurückgeben
zu können, da er dieses für vier Jahre, d.h. bis zum 11. Februar 2003
unterverleast habe. Er könne sich daher nicht darauf berufen, er habe nicht wie
ein Eigentümer über die Sache verfügen wollen. Weiter falle in Betracht, dass
er die F.________ AG im Leasingvertrag explizit als Eigentümerin bezeichnet
habe. Auch dies zeige, dass er eine dauerhafte Enteignung der Leasinggeberin
zumindest billigend in Kauf genommen habe (angefochtenes Urteil E. 7.4 S. 45).

5.3 Der Beschwerdeführer beanstandet, die Veruntreuung setze eine Enteignung
und Aneignung durch den Täter voraus. Dies sei nicht der Fall, wenn die Sache
bloss nicht rechtzeitig zurückgegeben werde oder sonstwie Auflagen des
Berechtigten nicht erfüllt würden. Selbst die Weigerung die Sache
herauszugeben, könne erst als Aneignung qualifiziert werden, wenn der Täter
durch sein Verhalten zum Ausdruck bringe, die Sache dauerhaft für sich behalten
zu wollen (Ziff. V. 4. S. 24). Die bloss vorübergehende Gebrauchsanmassung
bleibe im Gegensatz zur Aneignung straflos, sofern nicht die Voraussetzungen
von Art. 141 StGB oder Art. 94 SVG erfüllt seien (Ziff. V. 5. S. 25).

5.4 Den Tatbestand der Veruntreuung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfüllt,
wer sich eine ihm anvertraute fremde bewegliche Sache aneignet, um sich oder
einen andern damit unrechtmässig zu bereichern. In subjektiver Hinsicht
erfordert der Tatbestand Vorsatz und ein Handeln in unrechtmässiger
Bereicherungsabsicht (BGE 133 IV 21 E. 6.1.2). Ob eine Sache im Sinne von Art.
138 StGB fremd ist, beurteilt sich nach zivilrechtlichen Kriterien (BGE 133 IV
5 E. 3.3). Entscheidend für die Eigentumsverhältnisse ist der zwischen den
Parteien abgeschlossene Vertrag (BGE 118 II 150 E. 6c; Urteil 6B_586/2010 vom
23. November 2010 E. 4.3.1). Unbestritten ist, dass das Leasingfahrzeug im
Eigentum der K.________ SA als Leasinggeberin stand und der Beschwerdeführer
dieses nach Ablauf des Leasingvertrags zurückgeben musste. Das Fahrzeug war ihm
daher als eine fremde bewegliche Sache anvertraut.

5.5 Aneignung bedeutet, dass der Täter die fremde Sache oder den Sachwert
wirtschaftlich seinem eigenen Vermögen einverleibt, sei es, um sie zu behalten
oder zu verbrauchen, sei es, um sie an einen andern zu veräussern, bzw. dass er
wie ein Eigentümer über die Sache verfügt, ohne diese Eigenschaft zu haben. Die
Aneignung setzt einerseits einen Willen des Täters auf dauernde Enteignung des
bisherigen Eigentümers voraus und anderseits einen Willen auf mindestens
vorübergehende Zueignung an sich selbst, d.h. auf Verwendung der Sache zu
seinen eigenen Zwecken. Dieser Wille muss sich nach aussen manifestieren (zum
Ganzen BGE 118 IV 148 E. 2a). Ob der Täter einen Aneignungswillen hatte,
betrifft eine so genannte innere Tatsache (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.2; 125 IV
242 E. 3c S. 252), welche vor Bundesgericht nur gerügt werden kann, wenn die
vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig und damit
willkürlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht
(Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1; supra E. 3.2.1). Ein Wille zur
dauernden Enteignung muss regelmässig angenommen werden, wenn der Leasingnehmer
das Fahrzeug an einen Dritten veräussert (vgl. Urteil 6B_586/2010 vom 23.
November 2010 E. 4.3.3; Str.284/1987 vom 31. August 1987 E. 2, publ. in SJ 1988
S. 145). Die Verwendung nach Kündigung oder Ablauf des Leasingvertrags und das
Nichtbeachten von Auflagen des Eigentümers stellen hingegen nicht zwingend eine
Veruntreuung dar (vgl. Andreas Donatsch, Delikte gegen den Einzelnen, 9. Aufl.
2003, S. 114; Niggli/Riedo, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2007, N. 19 und 96 zu
Art. 138 StGB; Stratenwerth/Wohlers, Handkommentar, 2. Aufl. 2009, N. 5 zu Art.
137 StGB). Die Weiterbenutzung kann aber tatbestandsmässig sein, wenn
zusätzlich zur Nicht-Rückgabe weitere Faktoren hinzutreten, die den Schluss
zulassen, der Leasingnehmer habe eine dauernde Enteignung des Leasinggebers
gewollt oder zumindest im Sinne eines eventualvorsätzlichen Handelns (vgl. Art.
12 Abs. 2 Satz 2 StGB) für möglich gehalten und in Kauf genommen.
Ist die Rückgabe grundsätzlich noch möglich, kann sich ein Wille zur dauernden
Enteignung etwa daraus ergeben, dass der Leasingnehmer sich weigert, das
Fahrzeug dem Leasinggeber nach Vertragsablauf zurückzugeben und dessen
Eigentumsrechte bestreitet (Urteil 6S.619/2001 vom 22. März 2002 E. 7a) oder
das Eigentum des Berechtigten gegenüber einem Dritten zumindest konkludent
leugnet (Marcel Alexander Niggli, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2007, N. 26 f. zu
Art. 137 StGB). Ebenso muss ein Wille zur Aneignung angenommen werden, wenn die
Gebrauchsanmassung eine gewisse Dauer überschreitet und daher nicht mehr als
bloss vorübergehend bezeichnet werden kann (vgl. Niggli, a.a.O., N. 30 zu Art.
137 StGB) oder wenn der Berechtigte aufgrund der Dauer des Sachentzugs zu einer
Ersatzbeschaffung gezwungen wird (Stratenwerth/Wohlers, a.a.O., N. 5 zu Art.
137 StGB). Verfügt der Täter anderweitig als durch definitive Entäusserung
rechtsgeschäftlich wie ein Eigentümer über die ihm anvertraute Sache, indem er
diese beispielsweise verpfändet oder, wie vorliegend, einen Leasingvertrag
abschliesst, kann für die Frage, ob das Verhalten in solchen Fällen auf eine
dauerhafte Enteignung des Eigentümers gerichtet ist, entscheidend sein, ob der
Täter - im Zeitpunkt seines Handelns - davon ausgeht und sich in der Lage
glaubt, die Sache (rechtzeitig) wieder an den rechtmässigen Eigentümer
zurückgeben zu können (Urteil 6S.96/2003 vom 4. August 2003 E. 1.4).

5.6 Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers geht die Vorinstanz nicht bloss
von einer vorübergehenden Gebrauchsanmassung, sondern von einer Aneignung aus,
welche sie namentlich aus dem Umstand ableitet, dass er die F.________ AG
gegenüber der L.________ GmbH als Eigentümerin des Fahrzeugs ausgab und
aufgrund des Unterleasings nicht in der Lage war, das Fahrzeug rechtzeitig an
die Leasinggeberin zurückzugeben. Der Beschwerdeführer verunmöglichte die
Rückgabe für eine Dauer von mehr als zwei Jahren, weshalb nicht mehr von einer
bloss vorübergehenden Gebrauchsanmassung gesprochen werden kann. Auch lag die
Rückgabe des Fahrzeugs aufgrund des Unterleasings nicht mehr ausschliesslich in
seiner Macht. Die Vorinstanz durfte daher ohne Willkür davon ausgehen, er habe
eine dauerhafte Enteignung der Leasinggeberin gewollt oder zumindest in Kauf
genommen. Die Beschwerde ist auch insoweit unbegründet.

6.
6.1 Der Beschwerdeführer wurde im Anklagepunkt 9 wegen ungetreuer
Geschäftsbesorgung zum Nachteil der E.________ AG verurteilt. Er rügt in diesem
Punkt eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung (Beschwerde Ziff. VI. S. 26
ff.).

6.2 Der vorinstanzlichen Verurteilung liegt folgender Sachverhalt zugrunde
(angefochtenes Urteil E. 10.2 S. 52; Urteil des Bezirksgerichts S. 57 f.): Die
E.________ AG beabsichtigte im Mai 1999 den Abschluss eines
Finanzierungsleasingvertrags über einen Sanierungsroboter. Nach Ablauf des
Leasingvertrags sollte dieser von der E.________ AG käuflich erworben werden.
Der Beschwerdeführer war Verwaltungsratspräsident und stellvertretender
Geschäftsführer der E.________ AG. Er schloss am 13. Mai 1999 namens der
M.________ AG (an welcher die F.________ AG zu 100 % beteiligt war, die
wiederum vom Beschwerdeführer beherrscht wurde) mit der N.________ AG einen
Leasingvertrag über einen Sanierungsroboter ab. Gleichentags unterzeichnete er
namens der E.________ AG mit der M.________ AG einen Leasingvertrag über exakt
dasselbe Leasingobjekt. Die beiden Leasingverträge unterschieden sich jedoch in
Bezug auf den Betrag der monatlichen Leasingraten und die Vertragsdauer. Der
Vertrag zwischen der E.________ AG und der M.________ AG sah monatliche
Leasingraten von Fr. 16'700.60 und eine Laufzeit von 48 Monaten vor, während
jener zwischen der M.________ AG und der Leasinggesellschaft die monatlichen
Leasingraten auf Fr. 13'668.20 und die Laufzeit auf 60 Monate festsetzte. Die
Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, die E.________ AG sei durch die
Zwischenschaltung der M.________ AG schlechter gestellt worden, als wenn sie
den Vertrag direkt mit der N.________ AG abgeschlossen hätte.

6.3 Der Beschwerdeführer wendet ein, Gegenstand des Leasingvertrags zwischen
der M.________ AG und der E.________ AG seien nicht nur ein Roboter, sondern
auch ein Lastwagen nebst Anhänger gewesen, welcher der M.________ AG gehört
habe. Dieser Lastwagen werde im erstinstanzlichen Urteil erwähnt, für die
Prüfung des Vorliegens einer Pflichtverletzung jedoch gänzlich ausser Acht
gelassen. Das Obergericht sei auf die Rüge zu Unrecht nicht eingegangen
(Beschwerde Ziff. VI. S. 26 ff.).

6.4 Die Vorinstanz durfte gestützt auf die identische Umschreibung des
Leasingobjekts in den Leasingverträgen ohne Willkür davon ausgehen, diese
hätten sich jeweils auf den exakt gleichen Gegenstand bezogen (vgl.
angefochtenes Urteil E. 10.3 S. 52). Davon ging vor der Vorinstanz auch der
Beschwerdeführer aus, welcher zudem geltend machte, die Leasingverträge hätten
sich auch betraglich entsprochen bzw. die E.________ AG habe insgesamt gar
einen tieferen Gesamtbetrag bezahlt (vgl. Berufung Beschwerdeführer S. 31 und
33). Wäre Gegenstand des Leasingvertrags zwischen der E.________ AG und
M.________ AG zusätzlich auch ein von letzterer bereits im Mai 1997 käuflich
erworbenes und bezahltes Fahrzeug gewesen, wäre dieses kaum im Leasingvertrag
zwischen der M.________ AG und der Leasinggeberin aufgeführt worden.
Der Beschwerdeführer rügte vor Bezirks- und Obergericht, das Leasingobjekt sei
auf einem Fahrzeug eingebaut gewesen, welches der M.________ AG gehört habe.
Die Leasinggeberin wäre daher nicht bereit gewesen, einen Leasingvertrag direkt
mit der E.________ AG abzuschliessen. Dieser Einwand wurde bereits vom
Bezirksgericht, auf dessen Ausführungen das Obergericht verweist, als
Schutzbehauptung abgetan (Urteil des Bezirksgerichts S. 60 f.). Soweit der
Beschwerdeführer nunmehr vorbringt, das Fahrzeug sei ebenfalls Gegenstand des
Leasingvertrags mit der E.________ AG gewesen und habe die im Vergleich zu den
von der M.________ AG bezahlten, höheren Leasingraten gerechtfertigt
(Beschwerde Ziff. 7 S. 29 f.), handelt es sich um eine erstmals vor
Bundesgericht vorgebrachte Tatsachenbehauptung, welche überdies mit den
früheren Behauptungen des Beschwerdeführers, die Verträge hätten sich
betraglich entsprochen, in offensichtlichem Widerspruch steht. Darauf ist nicht
einzutreten (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG).

7.
7.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe im Anklagepunkt 11
seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie seinen Antrag auf
Zeugeneinvernahme von O.________ in antizipierter Beweiswürdigung abgelehnt
habe (Beschwerde Ziff. VII. S. 30 ff.).

7.2 Die Vorinstanz geht im Anklagepunkt 11 von folgendem Sachverhalt aus
(angefochtenes Urteil E. 11 S. 55 ff.; Urteil des Bezirksgerichts S. 62 ff.):
Die P.________ AG übergab der Q.________ AG eine auf einem Fahrzeug fest
montierte Kanalroboterkamera zur Reparatur. Diese unterbreitete der P.________
AG am 7. Juli 1999 eine Offerte über Fr. 72'255.80, womit sich letztere
einverstanden erklärte. Am 23. August 1999 teilte die Q.________ AG dem
Beschwerdeführer gegen 8 Uhr telefonisch mit, dass die Reparatur beendet sei
und die definitiven Reparaturkosten Fr. 55'950.20 betragen würden. Die
Q.________ AG verlangte die Zahlung dieses Betrags in bar anlässlich der
Übergabe der reparierten Kamera. Der Beschwerdeführer beauftragte R.________,
die Kamera samt Fahrzeug abzuholen. Dieser übergab der Q.________ AG im Auftrag
des Beschwerdeführers um ca. 11.30 Uhr einen Check über den geschuldeten
Betrag, woraufhin ihm im Gegenzug die reparierte Kamera samt Fahrzeug
ausgehändigt wurde. Kurze Zeit darauf (um spätestens 13.30 Uhr) liess der
Beschwerdeführer den der Q.________ AG übergebenen Check sperren. Zudem teilte
er dieser mit, dass die Kosten für die Reparatur als absolut überhöht erachtet
würden und die P.________ AG damit nicht einverstanden sei, weshalb der Check
per sofort gesperrt worden sei. Die Vorinstanz hält den Tatbestand des Betrugs
nach Art. 146 StGB für erfüllt, da der Beschwerdeführer durch die Übergabe des
Checks arglistig Zahlungsfähigkeit und Zahlungswillen vorgetäuscht habe, um die
Q.________ AG zur Herausgabe der reparierten Kanalroboterkamera samt Fahrzeug
zu bewegen. Diese Vermögensdisposition habe zum Schaden der Q.________ AG und
zur ungerechtfertigten Bereicherung der P.________ AG geführt, welche die
Rechnung in der Folge nicht beglichen habe.

7.3 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe den Check nach einem Telefonat mit
O.________ von der S.________ AG sperren lassen. Dieser habe ihm mitgeteilt,
dass die Reparatur von der S.________ AG zu einem wesentlich tieferen Preis
durchgeführt worden sei. Ihm könne kein fehlender Zahlungswille unterstellt
werden, falls die Sperrung des Checks tatsächlich aufgrund der neu von
O.________ erfahrenen Begebenheiten erfolgt sei. Die Vorinstanz habe seine
Aussage, er habe nach der Übergabe des Checks mit der S.________ AG
telefoniert, zu Unrecht als Schutzbehauptung qualifiziert (Beschwerde Ziff.
VII. 3. ff. S. 31 ff.).

7.4 Die Rüge ist unbegründet. Der Beschwerdeführer gab an, O.________ habe ihm
gesagt, die Rechnung der S.________ AG an die Q.________ AG habe ca. Fr.
24'000.-- bis 27'000.-- betragen, was sich als falsch erwies, da sich der in
Rechnung gestellte Betrag auf weit mehr, nämlich auf Fr. 36'001.-- belief (vgl.
Urteil des Bezirksgerichts S. 72). Fraglich ist daher, ob das angebliche
Telefongespräch mit der S.________ AG tatsächlich stattfand. Selbst wenn der
Beschwerdeführer nach der Übergabe des Checks mit der S.________ AG telefoniert
hätte, so würde dies an der rechtlichen Qualifikation seines Verhaltens als
Betrug nichts ändern. Die Q.________ AG teilte dem Beschwerdeführer gemäss der
verbindlichen Feststellung der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG) die Kosten
der Reparatur bereits anlässlich des Telefongesprächs um ca. 8 Uhr mit. Dieser
kannte den Rechnungsbetrag daher vor der Übergabe der Kamera und erklärte sich
damit einverstanden. Er hatte zudem durch die Annahme der Offerte einen
wesentlich höheren Betrag akzeptiert. Auch war ihm bekannt, dass ein Teil der
Reparaturen der S.________ AG übertragen wurde, wobei er selbst bestätigte,
dass diese eine Monopolstellung inne hatte (angefochtenes Urteil S. 56 f.). Das
vom Beschwerdeführer behauptete Telefongespräch könnte daher höchstens als
Vorwand für die ungerechtfertigte nachträgliche Sperrung des Checks gesehen
werden, da diesem bewusst sein musste, dass ihn die von der S.________ AG
angeblich erhaltenen Informationen nicht zur Sperrung berechtigten und er
solche Abklärungen vor der Übergabe des Checks und der Aushändigung der Kamera
hätte anstellen müssen, anstatt sein Einverständnis mit dem Rechnungsbetrag
vorzutäuschen und unmittelbar nach Übergabe der Kamera, an welcher die
Q.________ AG mangels Bezahlung ein Retentionsrecht gehabt hätte (vgl. Art. 895
Ziff. 1 ZGB; BGE 115 IV 207 E. 2b/bb), den Betrag der Reparaturkosten in Frage
zu stellen. Die Vorinstanz durfte den Antrag auf Einvernahme von O.________
daher ohne Willkür in antizipierter Beweiswürdigung abweisen.

8.
8.1 Der Beschwerdeführer wendet im Strafpunkt ein, die Vorinstanz habe die
lange Verfahrensdauer lediglich strafmindernd berücksichtigt. Damit habe sie
sinngemäss einen Strafmilderungsgrund verneint und Art. 48 lit. e StGB verletzt
(Beschwerde Ziff. VIII. S. 35 ff.).

8.2 Das Bezirksgericht erachtete eine Gesamtstrafe von 36 Monaten als
angemessen. Die lange Verfahrensdauer berücksichtigte es im Umfang von 6
Monaten strafmindernd, was eine Strafe von 30 Monaten ergab. Es führte dazu
unter Verweis auf die Akten und den Verfahrensverlauf aus, der Beschwerdeführer
habe selber alles unternommen, um das Verfahren in die Länge zu ziehen (Urteil
des Bezirksgerichts S. 86). Die Vorinstanz erwägt, die Freiheitsstrafe von 30
Monaten sei angemessen. Die Strafe sei eher im unteren Bereich anzusiedeln. Das
Bezirksgericht habe die lange Verfahrensdauer gebührend berücksichtigt (S. 63).

8.3 Vorab ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer im Anklagepunkt 5 den
Tatbestand der Urkundenfälschung nicht erfüllt hat. Indessen führt dies nicht
zur Gutheissung der Beschwerde, da das Dahinfallen der diesbezüglichen
Verurteilung in Anbetracht der Vielzahl von Schuldsprüchen in zehn
Anklagepunkten weder auf die Verurteilung wegen mehrfacher Urkundenfälschung
(supra E. 4.5.3) noch auf das Strafmass einen Einfluss hat. Was die
Strafzumessung anbelangt, ist auch zu berücksichtigen, dass es im Anklagepunkt
5 bei der Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Betrugs zum Nachteil der
Fahrer bleibt und die Verneinung der Urkundenqualität der Lohnabrechnungen
(d.h. des Tatmittels) am Unrechtsgehalt seines Verhaltens nur wenig ändert.
Auch bezeichnete die Vorinstanz die vom Bezirksgericht ausgesprochene Strafe
als im unteren Bereich. Es rechtfertigt sich daher nicht, die Beschwerde
gutzuheissen und die Sache zur erneuten Strafzumessung an die Vorinstanz
zurückzuweisen (vgl. Urteil 6B_711/2009 vom 26. Februar 2010 E. 11.5).
8.4
8.4.1 Nach Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das
Strafbedürfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich
vermindert ist und der Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Die
Bestimmung knüpft an die Verjährung an. Nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung hat eine Strafmilderung in jedem Fall zu erfolgen, wenn zwei
Drittel der Verjährungsfrist verstrichen sind (BGE 132 IV 1 E. 6.2).
8.4.2 Die der Verurteilung zugrunde liegenden Taten datieren aus der Zeit von
1996 bis Ende Mai 2001. Vor diesem Zeitpunkt kann nicht von einem Wohlverhalten
gesprochen werden. Im Zeitpunkt der Urteilsfällung im Juni 2010 kann daher
höchstens von einem rund neunjährigen Wohlverhalten ausgegangen werden, weshalb
die Voraussetzungen, unter welchen in Anwendung von Art. 48 lit. e StGB
zwingend eine Strafmilderung zu erfolgen hat, angesichts der hier relevanten
Verjährungsfrist von 15 Jahren nicht erfüllt sind. Offenbleiben kann, ob die
Anwendung von Art. 48 lit. e StGB auch in Berücksichtigung der im Kanton
Solothurn bereits am 25. Januar 2008 erfolgten, im Zeitpunkt des
vorinstanzlichen Entscheids allerdings noch nicht rechtskräftigen Verurteilung
des Beschwerdeführers wegen Betrugs und Gehilfenschaft zu Gläubigerschädigung
durch Vermögensverminderung (begangen nach 2001; vgl. Urteil des
Bezirksgerichts S. 81) verneint werden muss.

8.5 Im Übrigen setzt sich der Beschwerdeführer mit den vorinstanzlichen
Erwägungen nicht auseinander. Insbesondere äussert er sich nicht zum Vorwurf,
er habe selber alles unternommen, um das Verfahren in die Länge zu ziehen.
Soweit er sinngemäss geltend macht, die Vorinstanz habe die lange
Verfahrensdauer nur ungenügend berücksichtigt, ist auf seine Rüge nicht weiter
einzugehen (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG).

9.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem
Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs.
1 BGG).
Die Beschwerdegegner 2 und 3 wurden nicht zur Stellungnahme aufgefordert. Sie
hatten vor Bundesgericht daher keine Umtriebe, weshalb ihnen keine
Entschädigung zuzusprechen ist.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Januar 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Favre Unseld