Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.829/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_829/2010

Urteil vom 28. Februar 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Wiprächtiger, Mathys,
Gerichtsschreiber Boog.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Biedermann,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Versuchte vorsätzliche Tötung; Strafzumessung; Willkür,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht,
1. Kammer, vom 26. August 2010.

Sachverhalt:

A.
Das Bezirksgericht Zofingen erklärte X.________ mit Urteil vom 2. April 2009
der versuchten vorsätzlichen Tötung, der einfachen Körperverletzung, der
mehrfachen Tätlichkeiten, der mehrfachen Gefährdung des Lebens, der
Beschimpfung, der Drohung, der Freiheitsberaubung, der sexuellen Nötigung sowie
der Vergewaltigung schuldig und verurteilte ihn zu 4½ Jahren Freiheitsstrafe,
unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft, sowie zu einer Busse von
Fr. 500.--, bei schuldhafter Nichtbezahlung umwandelbar in eine
Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.

Eine gegen diesen Entscheid vom Beurteilten geführte Berufung wies das
Obergericht des Kantons Aargau am 26. August 2010 ab.

B.
X.________ führt Beschwerde beim Bundesgericht, mit der er beantragt, die
Urteile des Obergerichts des Kantons Aargau und des Bezirksgerichts Zofingen
seien aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Bezirksgericht
Zofingen zurückzuweisen. Ferner ersucht er um Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtspflege.

C.
Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
Erwägungen:

1.
Der Beschwerdeführer beantragt nebst der Aufhebung des obergerichtlichen
Entscheids auch die Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils. Gemäss Art. 80
Abs. 1 BGG ist die Beschwerde zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler
Instanzen und des Bundesstrafgerichts. Nach der Rechtsprechung kann der
Entscheid einer unteren kantonalen Instanz nur mitangefochten werden, wenn
entweder der letzten kantonalen Instanz nicht sämtliche vor Bundesgericht
zulässigen Rügen unterbreitet werden konnten oder wenn solche Rügen zwar von
der letzten kantonalen Instanz zu beurteilen waren, jedoch mit einer engeren
Prüfungsbefugnis, als sie dem Bundesgericht zusteht (BGE 126 II 377 E. 8b).
Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfüllt. Auf die Beschwerde kann daher
nur eingetreten werden, soweit der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird.
Daran ändert nichts, dass das Bundesgericht die Sache bei Gutheissung der
Beschwerde nach Art. 106 Abs. 2 BGG auch an diejenige Behörde zu neuer
Beurteilung zurückweisen kann, die als erste Instanz entschieden hat.

2.
2.1 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Schuldspruch der versuchten
vorsätzlichen Tötung. Dabei rügt er eine offensichtlich unrichtige Feststellung
des Sachverhalts. Es treffe zu, dass er seine Ehefrau am fraglichen Tag mit
einem Küchenmesser angegriffen und sie dabei am linken Unterarm verletzt habe.
Es sei aber nicht rechtsgenüglich abgeklärt worden, ob der Stich effektiv von
unten her oder in horizontaler Richtung geführt worden sei. Ebenso wenig sei
rechtsgenüglich abgeklärt worden, an welcher Stelle das Messer seine Ehefrau
verletzt hätte, wenn es nicht in den linken Unterarm eingedrungen wäre. Den
Akten könne nicht zweifelsfrei entnommen werden, ob das Messer in den
Oberkörper der Ehefrau oder in den Bauchbereich eingedrungen wäre. Es sei nicht
einmal erstellt, ob er die Stichbewegung, wäre sie nicht abgewehrt worden,
überhaupt zu Ende geführt hätte. Es sei durchaus denkbar, dass er den Stoss
kurz vor dem Eindringen der Klinge in den Körper abgestoppt hätte, zumal er
seiner Ehefrau lediglich habe Angst einflössen wollen.

Die Vorinstanz habe in Bezug auf die vorsätzliche Tötung auch zu Unrecht
Eventualvorsatz bejaht. Es müsse nicht bei jedem gegen den Bauchbereich
geführten Messerstich mit dem Tod der angegriffenen Person gerechnet werden.
Gegen den Tötungsvorsatz spreche namentlich, dass er sofort nach der Tat das
Messer aus dem Unterarm gezogen habe, ins Badezimmer gerannt sei und einen
Bademantel geholt und versucht habe, die Blutung zu stillen. Ausserdem habe er
seine Ehefrau sofort ins Spital gebracht, ihre Familie kontaktiert und über den
Vorfall orientiert. Schliesslich habe er, bevor er seine Ehefrau aufgesucht
habe, keine Vorbereitungen für ein Gewaltdelikt getroffen, namentlich kein
Messer oder einen anderen gefährlichen Gegenstand mit sich geführt.
Schliesslich habe seine Ehefrau zu Protokoll gegeben, dass sie nach dem Angriff
in seinen Augen bereits Reue gesehen habe (Beschwerde S. 3 ff. mit Hinweis auf
BGE 109 IV 5).

2.2 Nach den tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen suchte der
Beschwerdeführer am 12. Januar 2008, um ca. 18.15 Uhr, seine von ihm getrennt
lebende Ehefrau in ihrer Wohnung in A.________ auf, nachdem er durch seine
Schwiegermutter vom Fortbestehen ihrer ausserehelichen Beziehung erfahren
hatte. Er habe sich zunächst vergewissert, dass der gemeinsame Sohn in seinem
Zimmer schlafe, und habe dann in der Küche und im Esszimmer die Storen
heruntergelassen. Seine Ehefrau habe mit einem Küchenmesser Tomaten
geschnitten. Der Beschwerdeführer habe sie zur Rede gestellt, ob ihre
Fremdbeziehung weiter bestehe. Dies habe sie verneint, worauf er sie der Lüge
bezichtigt habe. Als sie bestritten habe zu lügen, habe ihn dies dermassen in
Rage versetzt, dass er das Küchenmesser ergriffen und nach ca. 5 Sekunden damit
einmal vehement von unten her in Richtung ihrer Brust gestochen habe. Die
Ehefrau habe den Angriff mit ihrem linken Unterarm abwehren können, wobei
dieser durchstochen worden sei. Der Beschwerdeführer habe dann das Messer
sofort herausgezogen, zum Abbinden der Wunde einen Bademantel geholt und sie
auf ihre Aufforderung hin in die nächste Klinik gefahren (angefochtenes Urteil
S. 8 ff. [Anklageschrift] und 14, vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 5).

Die Vorinstanz nimmt an, es bestehe kein Zweifel daran, dass ein Stich mit
einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 11 cm in den Brustbereich eines
Menschen ein lebensnotwendiges Organ oder eine Blutschlagader treffen und sich
mithin tödlich auswirken könne. Gestützt auf die Aussagen des Opfers sowie die
Aussagen des Beschwerdeführers zu seinem Gemütszustand gelangt die Vorinstanz
zum Schluss, der Beschwerdeführer sei über das Ableugnen der ausserehelichen
Beziehung in Wut geraten und habe mit dem von seiner Ehefrau zuvor zum
Tomatenschneiden verwendeten Küchenmesser reflexartig und unkontrolliert nach
vorne gegen den Oberkörper seiner Frau gestochen. Dabei sei ihr Oberkörper nur
deshalb unverletzt geblieben, weil sich die Ehefrau reflexartig mit dem linken
Arm geschützt habe. Aufgrund des unkontrollierten und äusserst heftigen
Angriffs in Richtung des Oberkörpers mit dem Messer sowie aufgrund der
Besinnungslosigkeit des Beschwerdeführers bei der Tatverübung habe ein sehr
hohes Risiko von Verletzungen mit Todesfolge bestanden. Darum habe auch der
Beschwerdeführer gewusst, habe er doch anlässlich seiner polizeilichen
Einvernahme dargelegt, sich bewusst gewesen zu sein, dass eine Person bei einem
derartigen Messerangriff sterben könnte. Dem Beschwerdeführer habe sich demnach
die Möglichkeit einer tödlichen Verletzung als derart wahrscheinlich
aufgedrängt, dass sein Verhalten vernünftigerweise nur als Inkaufnahme dieses
Erfolges ausgelegt werden könne (angefochtenes Urteil S. 14 ff.).

3.
3.1 Der Beschwerdeführer wendet sich im Wesentlichen gegen die Feststellungen
des Sachverhalts durch die Vorinstanz. Gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG kann die
Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz nur gerügt werden, wenn sie
offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Verletzung von schweizerischem
Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht. Die Wendung "offensichtlich unrichtig"
entspricht dem Begriff der Willkür im Sinne von Art. 9 BV. Die Rüge der
offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts, mithin der Verletzung
des Willkürverbots, prüft das Bundesgericht gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nur
insoweit, als sie in der Beschwerde explizit vorgebracht und substantiiert
begründet worden ist (BGE 136 II 489 E. 2.8).

Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt nach ständiger Rechtsprechung nur vor,
wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder
widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht, eine Norm oder einen unumstrittenen
Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem
Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, wenn sich nur die
Begründung des angefochtenen Entscheides als unhaltbar erweist. Die Aufhebung
eines Entscheides rechtfertigt sich nur, wenn dieser auch im Ergebnis
verfassungswidrig ist (BGE 135 II 356 E. 4.2.1; 134 I 140 E. 5.4 mit
Hinweisen).

3.2 Die Einwände des Beschwerdeführers gegen die tatsächlichen Feststellungen
der Vorinstanz erschöpfen sich weitgehend in einer appellatorischen Kritik am
angefochtenen Urteil, auf welche das Bundesgericht nicht eintritt. Der
Beschwerdeführer hätte darlegen müssen, inwiefern die Feststellungen der
Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sind oder mit der tatsächlichen Situation
in klarem Widerspruch stehen und die vorhandenen Beweise andere
Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen. Dies hat er indes nicht getan. Er
beschränkt sich darauf, noch einmal alle Einwendungen vorzubringen, die er im
kantonalen Verfahren erhoben hat, und seine eigene Sichtweise der Geschehnisse
darzulegen. Es mag zutreffen, dass eine Würdigung der Beweise, wie sie der
Beschwerdeführer als richtig ansieht, ebenso in Betracht gezogen werden könnte
oder gar vorzuziehen wäre, doch genügt dies für die Begründung von Willkür
nicht (BGE 135 II 356 E. 4.2.1; 134 I 140 E. 5.4 mit Hinweisen). Im Übrigen ist
nicht ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid schlechterdings
unhaltbar sein sollte.

Ob der Stich mit dem Messer in horizontaler Richtung oder von unten her geführt
und die Ehefrau, wenn sie ihn nicht abgewehrt hätte, im Oberkörper oder im
Bauchbereich verletzt hätte, ist für die rechtliche Qualifikation ohne
Bedeutung, zumal auch Stichverletzungen im Bauchbereich ohne weiteres tödliche
Verletzungen herbeiführen können. Wie das Bundesgericht in einem, auch vom
Beschwerdeführer zitierten Entscheid ausgeführt hat, bedarf es keiner
besonderen Intelligenz, um zu erkennen, dass ungezielte Messerstiche in Brust
und Bauch eines Menschen den Tod zur Folge haben können (BGE 109 IV 5 E. 2;
vgl. auch Entscheid des Kassationshofs 6S.104/2002 vom 22.10.2003 E. 2). Daran
ändert nichts, dass dem publizierten Entscheid ein Schuldspruch wegen schwerer
Körperverletzung mit Todesfolge gemäss dem früheren Art. 122 Ziff. 2 aStGB
zugrunde lag. Dass bei einem einzigen gegen den Oberkörper des Opfers geführten
Stich nicht auf vorsätzliche Tötung erkannt werden könnte, lässt sich daraus
jedenfalls nicht ableiten.

Die Vorinstanz verfällt auch nicht in Willkür, soweit sie den Eventualvorsatz
bejaht (vgl. BGE 133 IV E. 4.1 und 222 E. 5.3; 130 IV 58 E. 8.5). Dass die
Ehefrau ihren linken Unterarm schützend vor sich hielt oder gar in Richtung der
angreifenden Hand des Beschwerdeführers bewegt und den Angriff auf diese Weise
abgewehrt hat, führt zu keinem anderen Ergebnis. Gegen die Darstellung des
Beschwerdeführers, wonach er seine Ehefrau lediglich einschüchtern wollte und
er den Stoss mit dem Messer rechtzeitig abgestoppt hätte, spricht, dass das
Messer den Unterarm gänzlich durchstossen hat, der Sich mithin mit grosser
Heftigkeit geführt worden ist. Schliesslich ist für die Beurteilung des
subjektiven Tatbestandes ohne Bedeutung, wie sich der Täter nach der Tat
verhalten hat. Seine Bemühungen, die Verletzung abzubinden, die Fahrt ins
Spital und die nach der Tat angeblich sichtbare Reue spielen für die rechtliche
Würdigung des Sachverhalts keine Rolle.
Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet, soweit sie
überhaupt den Anforderungen an die Beschwerdebegründung genügt (Art. 106 Abs. 2
BGG; 134 II 244 E. 2.2).

4.
4.1 Eventualiter macht der Beschwerdeführer geltend, die ihm vorgeworfene
Tathandlung erfülle den Tatbestand des versuchten Totschlages. Die Situation
zwischen ihm und seiner Ehefrau sei seit Monaten vor der Tatbegehung derart
angespannt gewesen, dass er seine Sinne nicht mehr beieinander gehabt habe.
Wegen seiner Eifersucht habe er nur noch auf der Basis von Frustration und
seelischer Verletzung reagiert. Aufgrund der provozierenden Art der Ehefrau sei
es zur Affekthandlung gekommen. Er habe sich im Zeitpunkt der Tat in einem
kombinierten sthenischen und asthenischen Erregungszustand befunden. Die seit
langer Zeit bestehenden ehelichen Schwierigkeiten, das ewige Hin und Her, die
Tatsache, dass die Ehefrau mit ihm trotz gerichtlicher Trennung wieder
persönlichen und später auch sexuellen Kontakt aufgenommen und dann trotzdem an
der Drittbeziehung festgehalten habe, hätten bei ihm, der von einem
traditionellen Ehe- und Familienmodell geprägt sei, zu einer Wesensveränderung
geführt und ihn emotional sehr belastet. Er habe für seine Frau die Heimat
verlassen, eine Ausbildung abgebrochen und zum Zeitpunkt der Tatbegehung zwei
Kinder mit ihr gehabt. Die Konsequenz einer allfälligen Scheidung habe ihn
emotional und finanziell ausserordentlich belastet. Dass schon kurz nach der
Eheschutzverhandlung, auf Initiative der Ehefrau hin wieder eine Annäherung
erfolgt sei, habe bei ihm die Hoffnung aufkeimen lassen, dass die Ehe noch
gerettet werden könne. Als er kurz darauf habe erfahren müssen, dass die
Drittbeziehung trotz anderslautenden Beteuerungen nach wie vor bestehe, sei für
ihn eine Welt zusammengebrochen. Die kantonalen Instanzen hätten die seelische
Belastung, unter welcher er in dieser Zeit gelitten habe, nicht richtig
gewürdigt. Seine Handlung müsse sowohl unter dem Aspekt einer heftigen
Gemütsbewegung als auch als Handeln unter grosser seelischer Belastung
gewürdigt werden. Dass die Messerattacke im Affekt erfolgt sei, ergebe sich
auch aus dem Umstand, dass die Ehefrau trotz der heftigen verbalen
Auseinandersetzung, welche sie am fraglichen Tag mit dem Beschwerdeführer
geführt habe, sich nicht gefährdet fühlte und das von ihr benutzte Rüstmesser,
nachdem sie ihre Arbeit verrichtet hatte, auf die Ablage zurückgelegt habe.
Offensichtlich sei er ihr nicht bedrohlich erschienen, und sei seine Handlung
eine Kurzschlusshandlung gewesen (Beschwerde S. 7 f.).

4.2 Die Vorinstanz nimmt an, die Gefühlserregung des Beschwerdeführers sei,
unabhängig davon, ob in Form der heftigen Gemütsbewegung oder der grossen
seelischen Belastung oder in kombinierter Form, nicht entschuldbar. Das Ehepaar
habe bereits seit dem 19. September 2007 getrennt gelebt. Schon im Vorfeld der
Trennung habe der Beschwerdeführer seine Ehefrau immer wieder körperlich
drangsaliert. Er habe zudem gemäss eigenen Aussagen von der Fremdbeziehung
bereits im September/Oktober 2007 Kenntnis erlangt und diesbezüglich des öftern
mit seiner Ehefrau Auseinandersetzungen gehabt, wobei am 21. Oktober 2007 ein
massiver körperlicher Übergriff durch eine Vergewaltigung erfolgt sei. Der
Beschwerdeführer habe demnach um den Entscheid seiner Ehefrau, nicht weiter mit
ihm zusammenleben zu wollen, gewusst, auch wenn es ab und zu noch zu
freiwilligen, auch sexuellen, Kontakten zwischen ihnen gekommen sei.

Angesichts dieser Umstände hätten sein Verdacht, die Fremdbeziehung bestehe
fort, und das Abstreiten dieser Beziehung durch die Ehefrau keinen
hinreichenden Anlass zu einer derartigen Unbeherrschtheit bis hin zur
Besinnungslosigkeit und Unkontrolliertheit bieten können, wie sie der
Beschwerdeführer gezeigt habe. Er habe seine Ehefrau für ihr Verhalten
bestrafen wollen und sei nicht bereit gewesen, ihren Trennungswillen zu
respektieren. Im Übrigen sei das Scheitern der ehelichen Gemeinschaft vor allem
auf die Brutalitäten des Beschwerdeführers gegenüber seiner Ehefrau
zurückzuführen gewesen. Damit sei er selber für seinen Zustand verantwortlich
(angefochtenes Urteil S. 17 ff.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 8 f.).

4.3 Gemäss Art. 111 StGB wird, wer vorsätzlich einen Menschen tötet, ohne dass
eine der besonderen Voraussetzungen der nachfolgenden Artikel zutrifft, mit
Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft. Handelt der Täter in einer
nach den Umständen entschuldbaren heftigen Gemütsbewegung oder unter grosser
seelischer Belastung, so ist die Strafe gemäss Art. 113 StGB Freiheitsstrafe
von einem Jahr bis zu zehn Jahren.
4.3.1 Das Merkmal der heftigen Gemütsbewegung benennt einen besonderen
psychologischen Zustand, bei welchem der Täter von einer starken
Gefühlserregung überwältigt wird, die seine Fähigkeit, die Situation
einzuschätzen oder sich zu beherrschen, in einem gewissen Grad einschränkt. Der
Täter reagiert typischerweise mehr oder weniger unverzüglich auf eine ihn jäh
ergreifende Gefühlswallung. Beispiele solcher heftiger Gemütsbewegungen sind
Jähzorn, Wut, und Eifersucht oder Verzweiflung, Angst und Bestürzung. Mit der
Privilegierung des Tatbestands des Totschlages wird dem Umstand Rechnung
getragen, dass der Täter aufgrund des emotionalen Erregungszustandes im Moment
der Tötungshandlung nur noch beschränkt in der Lage war, sein Verhalten zu
kontrollieren (BGE 119 IV 202 E. 2a S. 203; 118 IV 233 E. 2a S. 236;
STRATENWERTH/JENNY/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, BT I, 7. Aufl. 2010, § 1
N 29; CHRISTIAN SCHWARZENEGGER, Basler Kommentar, Strafrecht II, 2. Aufl. 2007,
Art. 113 StGB N 4).

Die heftige Gemütsbewegung erlaubt eine Privilegierung der Tötungshandlung nur,
wenn sie entschuldbar ist. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss sie
nach den sie auslösenden äusseren Umständen menschlich verständlich sein und
die Tötung dadurch bei Beurteilung nach ethischen Gesichtspunkten in einem
wesentlich milderen Licht erscheinen. Es muss angenommen werden können, auch
ein Durchschnittsmensch der Rechtsgemeinschaft, welcher der Täter nach
Herkunft, Erziehung und täglicher Lebensführung angehört, könnte in der
gleichen Situation leicht in einen solchen Affekt geraten. Hat der Täter die
Konfliktsituation, welche die Gemütsbewegung auslöste, selber verschuldet oder
doch vorwiegend durch eigenes Verhalten schuldhaft herbeigeführt, so ist der
Affekt nicht entschuldbar. Auch vermögen abnorme Elemente in der Persönlichkeit
des Täters, wie besondere Erregbarkeit oder krankhafte Eifersucht, die
Gemütsbewegung nicht zu entschuldigen, sondern stellen allenfalls bei der
Strafzumessung zu berücksichtigende Faktoren dar (BGE 108 IV 99 E. 3b; 107 IV
103 E. 2b/bb; SCHWARZENEGGER, a.a.O., Art. 113 StGB N 11 und 13).
4.3.2 Erfasst wird von Art. 113 StGB auch das Handeln unter einer grossen
seelischen Belastung. Dieses Merkmal weist auf einen chronischen seelischen
Zustand, einen psychischen Druck, der während eines langen Zeitraums
kontinuierlich anwächst und zu einem langen Leidensprozess bis zur völligen
Verzweiflung führt (BGE 118 IV 233 E. 2a). Massgebend ist dabei die Schwere und
Unausweichlichkeit des Konflikts, in dem sich der Täter befindet (vgl. die
Beispielsfälle gem. Urteil des Kassationshofs 6S.94/2000 vom 22.8.2000 E. 2d;
ferner SCHWARZENEGGER, a.a.O., Art. 113 StGB N 14).

Auch die aufgrund grosser seelischer Belastung begangene Tötungshandlung kann
nur als Totschlag gewürdigt werden, wenn sie entschuldbar ist (BGE 118 IV 233
E. 2). Sie muss nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht nur
psychologisch erklärbar, sondern bei objektiver Bewertung aufgrund der Umstände
einfühlbar erscheinen (BGE 119 IV 202 E. 2a: "... que son état ait été rendu
excusable par les circonstances"). Die Frage der Entschuldbarkeit ist in diesem
Kontext indessen nicht notwendigerweise nach denselben Kriterien zu
entscheiden, die im Falle der heftigen Gemütsbewegung zur Anwendung gelangen.
Es gilt aber auch hier, dass der Täter die Umstände, die zu seiner grossen
seelischen Belastung geführt haben, nicht vorwiegend selber zu verantworten
haben darf. Denn die Würdigung einer Tötungshandlung als Totschlag im Sinne von
Art. 113 StGB ist dramatischen Situationen vorbehalten, deren Ursachen sich zur
Hauptsache dem Willen des Täters entziehen und die ihn damit in eine Lage
bringen, die eine gewisse Analogie zu derjenigen bei der Nötigung oder beim
Notstand aufweist.

Oftmals ergibt sich die Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung aus
dem Verhalten des Opfers, eines Dritten oder den objektiven äusseren Umständen
(BGE 118 IV 233 E. 2a S. 237). Als Massstab gilt auch in diesem Bereich, wie
sich ein vernünftiger Mensch unter denselben äusseren Bedingungen verhalten
hätte und ob dieser ebenfalls nicht mehr in der Lage gewesen wäre, die
Situation richtig einzuschätzen und sie zu meistern (BGE 119 IV 202 E. 2b).
Massstab bildet dabei der (rechtlich gesinnte) Durchschnittsmensch;
individuelle Besonderheiten wie ausgeprägte Erregbarkeit oder übertriebenes
Ehrgefühl fallen auch hier ausser Betracht (BGE 108 IV 102; SCHWARZENEGGER,
a.a.O., Art. 113 StGB N 15 ff.). Im Weiteren ist bei der Prüfung der Frage, ob
die grosse seelische Belastung entschuldbar ist, nicht von der subjektiven
Wahrnehmung des Täters, sondern von objektiven Gesichtspunkten auszugehen
(Urteil des Kassationshofs 6S.94/2000 vom 22.8.2000 E. 2e).

4.4 Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt kein Bundesrecht. Ein
psychischer Ausnahmezustand oder eine schwerwiegende Konfliktlage, als deren
Reflex die grosse Belastung erscheint, sind im vorliegenden Fall nicht gegeben.
Das Verhalten der Ehefrau, die nach den Aussagen des Beschwerdeführers in
seiner zweiten Einvernahme (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 5) seine Vorwürfe
ruhig und beharrlich geleugnet hatte, ist nicht geeignet, eine
Ausnahmesituation zu begründen. Jedenfalls lässt es eine plötzliche Wut und ein
Explodieren des Beschwerdeführers nicht als verständlich erscheinen. Ausserdem
spricht auch das vorangehende Verhalten des Beschwerdeführers, namentlich dass
er in einer Vorahnung eines verbalen Streits in der Küche und im Esszimmer die
Storen heruntergelassen hatte, nicht für ein Handeln in einer unerwarteten
Aufwallung von Eifersucht und Wut.

Im Weiteren verweist die Vorinstanz zu Recht darauf, dass der Beschwerdeführer
seine Frau bereits im Vorfeld der Trennung drangsaliert hat und wegen der
Fremdbeziehung, von der er bereits im September/Oktober 2007 Kenntnis erlangt
hatte, mit ihr mehrfach Auseinandersetzungen geführt hat. Namentlich hat er sie
im Oktober 2007 in der Absicht, sie zu bestrafen, vergewaltigt. Indem der
Beschwerdeführer seine Ehefrau, nachdem ihm seine Schwiegermutter das
Fortbestehen der Fremdbeziehung hinterbracht hatte, erneut zur Rede stellte,
hat er die Konfliktsituation, welche die Gemütsbewegung schliesslich auslöste,
auch weitgehend selber verschuldet. Im Lichte dieser Umstände begründet das
Ableugnen der Vorwürfe durch die Ehefrau keinen Anlass, der das Ausrasten des
Beschwerdeführers als entschuldbar erscheinen liesse.

Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.

5.
5.1 Zuletzt wendet sich der Beschwerdeführer gegen die Strafzumessung. Er macht
geltend, die Vorinstanz habe seine besondere Strafempfindlichkeit zu wenig
gewichtet. Seine Frau und er hätten einen Neuanfang gemacht und lebten seit dem
Sommer 2008 wieder zusammen. Aufgrund der ausgefällten Freiheitsstrafe würde
seine Familie auseinanderbrechen und die Kinder wichtige Jahre ihrer
Entwicklung ohne Anwesenheit des Vaters verbringen müssen. Ausserdem würde
seine Familie von der Sozialhilfe abhängig, da seine Ehefrau mit den drei
Kindern nicht arbeiten gehen könne. Schliesslich würde er mit grösster
Wahrscheinlichkeit sein Anwesenheitsrecht in der Schweiz verlieren, womit die
Ehefrau mit den Kindern vor der Entscheidung stehen würde, ihm in die Heimat zu
folgen oder sich scheiden zu lassen und dies, obwohl sie in der Schweiz die
Schulen besucht habe und ihre Familie in B.________ lebe. Strafmildernd müsse
ferner berücksichtigt werden, dass er sich im Sinne von Art. 48 lit. c StGB in
der Zeit ab Herbst 2007 in einer entschuldbaren heftigen Gemütsbewegung
befunden und unter diesem Eindruck gehandelt habe (Beschwerde S. 10 f.).

5.2 Die Vorinstanz geht unter Verweisung auf die Erwägungen im
erstinstanzlichen Urteil von einem ausserordentlich schweren Verschulden aus.
Der Beschwerdeführer habe sich innerhalb einer Zeitspanne von 14 Monaten
mehrere massive Übergriffe auf seine Ehefrau zu Schulden kommen lassen, weil er
sich nicht habe damit abfinden können, dass sie ihn habe verlassen und eine
aussereheliche Beziehung nicht habe aufgeben wollen. Dabei habe er sich aus
rein egoistischen Beweggründen in zum Teil skrupelloser Weise über die
körperliche, sexuelle und ethische Integrität seiner Ehefrau hinweggesetzt.
Ergänzend führt die Vorinstanz aus, der Strafmilderungsgrund der heftigen
Gemütsbewegung oder der grossen seelischen Belastung gemäss Art. 48 lit. c StGB
sei nicht gegeben. Der Beschwerdeführer habe das Vertrauen seiner Ehefrau in
schwerwiegender Weise missbraucht und seine sexuellen Wünsche, seine
Rachegefühle und seine verletzte Ehre ohne Rücksicht auf die Interessen und
Wünsche seiner Ehefrau mit Gewalt und Gewaltandrohungen ausgelebt. Er habe
seine Ehefrau in ständige Angst versetzt und ihr Selbstbestimmungsrecht immer
wieder massiv gebrochen. Zugunsten des Beschwerdeführers seien seine Reue und
Einsicht zu werten sowie sein Wohlverhalten seit den Taten. Nicht strafmindernd
könne ihm aber zugute gehalten werden, dass er noch über keine Vorstrafen
verfüge. In Würdigung seiner familiären Situation sei eine erhöhte
Strafempfindlichkeit anzunehmen. Eine Herabsetzung der vor erster Instanz
ausgesprochenen, bereits schon eher tiefen Freiheitsstrafe von 4½ Jahren falle
aufgrund des grossen Leids, das er seiner Ehefrau verursacht habe, ausser
Betracht (angefochtenes Urteil S. 22 ff.).

5.3 Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem
Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen
Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Nach Abs. 2
derselben Bestimmung bestimmt sich die Bewertung des Verschuldens nach der
Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der
Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie
danach, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage
war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden.

Dem Sachgericht steht bei der Gewichtung der verschiedenen
Strafzumessungsfaktoren ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das
Bundesgericht greift auf Beschwerde hin in die Strafzumessung nur ein, wenn die
Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie
von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche
Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in Überschreitung oder Missbrauch
ihres Ermessens falsch gewichtet hat.
Gemäss Art. 50 StGB hat das Gericht, sofern es sein Urteil zu begründen hat,
die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung
festzuhalten. Es hat seine Überlegungen in den Grundzügen wiederzugeben, so
dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Es ist jedoch nicht gehalten, in
Prozentangaben oder Zahlen anzugeben, in welchem Umfang es die einzelnen
Strafzumessungskriterien gewichtet. Besonders hohe Anforderungen an die
Begründung der Strafzumessung werden unter anderem gestellt, wenn die
ausgesprochene Strafe ungewöhnlich hoch oder auffallend milde erscheint (BGE
134 IV 17 E. 2.1; 129 IV 6 E. 6.1; 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a).

5.4 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erwägungen zur Strafzumessung mit den
wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche
Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht
massgeblichen Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentliche
Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätte, ist nicht ersichtlich.

Dies gilt namentlich, soweit der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz
habe seine Strafempfindlichkeit zu wenig gewichtet, zumal die Vorinstanz
zugunsten des Beschwerdeführers eine erhöhte Strafempfindlichkeit annimmt. Es
mag zutreffen, dass der Beschwerdeführer durch die drohende Verbüssung der
Freiheitsstrafe von seiner Familie getrennt werden wird. Die Verbüssung einer
Freiheitsstrafe ist für jeden in ein familiäres Umfeld eingebetteten Täter mit
einer gewissen Härte verbunden. Die Trennung von der Familie ist aber als
zwangsläufige, unmittelbare gesetzmässige Folge mit dem Vollzug einer
Freiheitsstrafe verbunden und darf nur bei aussergewöhnlichen Umständen
erheblich strafmindernd wirken. Für sich allein kann sie nicht dazu führen,
dass die Schwere des Verschuldens in den Hintergrund tritt und die Strafe unter
Einbeziehung spezialpräventiver Gesichtspunkte auf ein Mass herabgesetzt wird,
das eben diese Folgen ausschliesst (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_540/2010
vom 21.10.2010 E. 1.4.2; 6B_470/2009 vom 23.11.2009 E. 2.5 mit Hinweisen).
Solche Umstände sind hier nicht ersichtlich. Dass die Familie als Folge des
Vollzugs der ausgesprochenen Freiheitsstrafe gegebenenfalls von der Sozialhilfe
abhängig werden wird, ändert daran nichts.

Zu keinem anderen Ergebnis führen schliesslich die allfälligen
ausländerrechtlichen Folgen der Straftat. Nach der Rechtsprechung begründet die
drohende Wegweisung aus der Schweiz keine erhöhte Strafempfindlichkeit (Urteile
des Bundesgerichts 6B_892/2010 vom 22.12.2010 E. 3.3; 6B_203/2010 vom 27.5.2010
E. 5.3.3).
Zuletzt hat die Vorinstanz auch zu Recht angenommen, der Beschwerdeführer habe
auch nicht in einer nach den Umständen entschuldbaren heftigen Gemütsbewegung
oder unter grosser seelischer Belastung im Sinne von Art. 48 lit. c StGB
gehandelt. Dies ergibt sich schon daraus, dass sich die Auslegung dieses
Strafmilderungsgrundes nach der Rechtsprechung zum Tatbestand des Totschlags
richtet (Stefan Trechsel/Heidi Affolter-Eijsten, Schweizerisches
Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 2008, Art. 48 N 17) und die Voraussetzungen
für Würdigung des Sachverhalts unter dieser Bestimmung nicht erfüllt sind (E.
4.4). Die Bestimmung kann nur dort Bedeutung erlangen, wo nicht schon
entsprechende Spezialbestimmungen des Besonderen Teils des Strafgesetzbuches
oder andere Milderungsgründe eingreifen (Stratenwerth/Wohlers, Schweizerisches
Strafgesetzbuch, Handkommentar, 2. Aufl. 2009, Art. 48 N 7).

Insgesamt erscheinen die Erwägungen der Vorinstanz als nachvollziehbar und sind
die daraus gezogenen Schlüsse einleuchtend. Jedenfalls hat die Vorinstanz mit
ihrer Strafzumessung ihr Ermessen nicht überschritten.

Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.

6.
Aus diesen Gründen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten
werden kann. Bei diesem Ausgang trägt der Beschwerdeführer die Kosten des
bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da sein Rechtsbegehren von
vornherein als aussichtslos erschien, ist sein Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Seinen eingeschränkten
finanziellen Verhältnissen kann bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr Rechnung
getragen werden (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Februar 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Boog