Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.875/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_875/2010

Urteil vom 2. November 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintretensverfügung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 4. Mai 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass die Staatsanwaltschaft auf die
Strafanzeigen der Beschwerdeführerin wegen Betrugs, Erpressung,
Erbschleicherei, Unterdrückung von Urkunden, "krimineller Prozessführung" sowie
"Komplott" etc. nicht eintrat und im angefochtenen Entscheid eine dagegen
erhobene Beschwerde abgewiesen wurde, soweit darauf einzutreten war. Es kann
offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin zur vorliegenden Beschwerde überhaupt
legitimiert ist. In ihrer Eingabe vor Bundesgericht spricht sie im Wesentlichen
nur von "Verschwörungen", "vorprozessualen Verbrechen" und "faulen Tricks"
sowie von einem "maskierten Putsch-Versuch gegen GP A.________" und einer
"unglaublichen Arroganz und Impertinenz" der Behörden. Daraus ergibt sich nicht
ansatzweise, dass und inwiefern die Vorinstanz mit dem angefochtenen Entscheid
schweizerisches Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzt haben könnte. Das gilt
auch für die Kostenauflage im angefochtenen Entscheid. Die Beschwerdeführerin
legt nicht dar, dass und inwiefern die Vorinstanz die einschlägigen
Bestimmungen der kantonalen StPO/AG (vgl. § 164 i.V.m §§ 139/140) willkürlich
angewendet haben sollte bzw. gegen die Verfassung im Sinne von Art. 29 Abs. 3
BV verstossen haben könnte. Die Eingabe der Beschwerdeführerin genügt damit den
Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Auf
die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Ausnahmsweise kann auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden. Das
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird damit gegenstandslos.
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. November 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Favre Arquint Hill