Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.881/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_881/2010

Urteil vom 28. Oktober 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einfache Körperverletzung, Sachbeschädigung etc.,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht,
1. Kammer, vom 16. September 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer richtet sich dagegen, dass er wegen einfacher
Körperverletzung, Sachbeschädigung, Drohung sowie Hausfriedensbruchs zu einer
Freiheitsstrafe von 14 Monaten als Zusatzstrafe zu einem früheren Urteil
verurteilt wurde.

Die Begründung befindet sich teilweise auf einem separaten Schreiben, teilweise
im angefochtenen Entscheid angemerkt. Soweit sie den Anforderungen von Art. 42
Abs. 2 BGG nicht entspricht, ist darauf nicht einzutreten. Dies betrifft zum
Beispiel die Feststellung auf S. 2 oben des separaten Schreibens, wonach sich
bereits aus dem vorher Gesagten ergebe, dass die Beschwerde gutzuheissen sei.
Aus dem einleitenden Text ist indessen nicht ersichtlich, aus welchem Grund der
angefochtene Entscheid gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG
verstossen könnte.

Soweit der Beschwerdeführer den Sachverhalt kritisiert, ist darauf ebenfalls
nicht einzutreten, weil er nicht darlegt, dass und inwieweit dessen
Feststellung durch die Vorinstanz offensichtlich unrichtig gemäss Art. 97 Abs.
1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sein könnte. Dies betrifft zum
Beispiel die Frage, ob er beim Vorfall, der zur angeklagten Körperverletzung
führte, einen Stock bei sich hatte. Dies hat er zwar zunächst bestritten, in
der Berufung indessen anerkannt (angefochtener Entscheid S. 8 E. 2.2.1.). Indem
er vor Bundesgericht einfach auf die seiner Ansicht nach unrichtige
Berufungsschrift seines Anwalts verweist (angefochtener Entscheid S. 9 Ziff.
1), vermag er nicht darzulegen, dass die Annahme der Vorinstanz willkürlich
wäre.

In rechtlicher Hinsicht finden sich im angefochtenen Entscheid nur
Anstreichungen, ohne dass sich der Beschwerdeführer dazu äussern würde. Dies
genügt den Begründungsanforderungen nicht.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Oktober 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn