Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.895/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_895/2010

Urteil vom 16. Dezember 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

1. Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus,
5001 Aarau,
2. Y.________,
vertreten durch Fürsprecher Martin Schwaller,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Einstellungsverfügung (Betrug, Urkundenfälschung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 20. September 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass die Staatsanwaltschaft des Kantons
Aargau ein Strafverfahren wegen Betrugs, Erpressung und Nötigung einstellte und
die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid eine dagegen gerichtete Beschwerde
abwies, soweit darauf eingetreten werden konnte. Eine Einstellung wegen
Urkundenfälschung (Beschwerde S. 1) ist nicht Gegenstand des vorliegenden
Verfahrens (angefochtener Entscheid S. 3 E. 1.3.). Da die Staatsanwaltschaft am
kantonalen Verfahren beteiligt war, ist der Beschwerdeführer im Übrigen nicht
Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG. Da er bzw.
sein Vater durch die angeblichen strafbaren Handlungen in ihrer körperlichen,
psychischen oder sexuellen Integrität nicht unmittelbar beeinträchtigt wurden,
sind sie auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG in
Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 OHG. Geschädigte, die nicht Opfer sind, sind zur
vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert (BGE 136 IV 29. Eine Verletzung von
Rechten, die ihm als am Verfahren beteiligte Partei nach dem Prozessrecht oder
aufgrund der BV oder der EMRK zustehen, macht der Beschwerdeführer nicht
geltend. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht
einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdegegner 2 wurde durch das Bundesgericht nicht zur Vernehmlassung
aufgefordert und hatte deshalb im vorliegenden Verfahren keine Umtriebe. Ihm
ist keine Entschädigung auszurichten.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Dezember 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn