Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.909/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_909/2010

Urteil vom 18. November 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Schneider, Wiprächtiger,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X._________,
Beschwerdeführer,

gegen

Firma A._________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Verleumdung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, vom 30. August 2010.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Im Rahmen einer mietrechtlichen Auseinandersetzung bezichtigte der
Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin gegenüber einem Gericht des Wuchers und
eventuell des gewerbsmässigen Wuchers. Das Obergericht des Kantons Zürich
verurteilte ihn mit Urteil vom 30. August 2010 im Berufungsverfahren wegen
Verleumdung im Sinne von Art. 174 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu einer Geldstrafe von
10 Tagessätzen zu Fr. 770.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei
Jahren.

Der Beschwerdeführer wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen ans
Bundesgericht und beantragt einen Freispruch.

2.
In Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG kann auf die Ausführungen der Vorinstanz
verwiesen werden. Soweit sich der Beschwerdeführer nicht konkret mit dem
angefochtenen Entscheid befasst, ist darauf nicht einzutreten. Aber auch seine
Ausführungen zu den einzelnen Erwägungen sind unbegründet.

Die Vorinstanz stellt zum Beispiel in E. 3.1.1. zum Schuldpunkt fest, der
Beschwerdeführer habe zunächst ausdrücklich ausgeführt, dass er sich schuldig
erkläre, die Ehre der Beschwerdegegnerin verletzt zu haben (angefochtener
Entscheid S. 5). Dazu führt er vor Bundesgericht aus, er habe geltend gemacht,
dass er bei der Lektüre des Urteils zweimal aus allen Wolken gefallen sei
(Beschwerde S. 4). Woraus sich die Richtigkeit seiner Darstellung ergeben
könnte, sagt er indessen nicht.

In E. 3.1.3. kommt die Vorinstanz zum Schluss, beim Beschwerdeführer, der seine
auf der gemieteten Parzelle befindliche Holzhütte eine "Liebhaberei" nenne und
der weitere Wohnsitze habe, liege keine Zwangslage im Sinne von Art. 157 StGB
vor (angefochtener Entscheid S. 6). Dazu führt der Beschwerdeführer aus, mit
dem Verlust der Parzelle verliere er den Zugang zur Holzhütte, was einwandfrei
eine Zwangslage darstelle (Beschwerde S. 4). Aus dem Verlust des Zugangs zur
Holzhütte folgt indessen nicht, dass der Beschwerdeführer, der weitere
Wohnsitze hat, auf die gemietete Parzelle zwingend angewiesen wäre.

In E. 3.1.4. hält die Vorinstanz unter anderem fest, dass der Beschwerdeführer
seiner eigenen Aussage zufolge bereit wäre, Fr. 25.-- pro Quadratmeter zu
bezahlen (angefochtener Entscheid S. 7). Vor Bundesgericht behauptet er
demgegenüber, dass der von der Beschwerdegegnerin verlangte Quadratmeterpreis
von Fr. 17.08 "mindestens doppelt zu hoch" und damit Wucher sei (Beschwerde S.
4). Damit widerspricht er sich selber, wie die Vorinstanz denn auch zu Recht
feststellt.

Ohne dass sich das Bundesgericht zu allen Vorbringen des Beschwerdeführers
ausdrücklich äussern müsste, ist die Beschwerde im Verfahren nach Art. 109 BGG
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

3.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdegegnerin ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor
Bundesgericht keine Umtriebe hatte.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. November 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn