Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.943/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_943/2010

Urteil vom 18. November 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Verhöramt des Kantons Glarus, Postfach 335, 8750 Glarus,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Einstellungsverfügung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten des Kantons
Glarus vom 8. Oktober 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerdeführerin wendet sich dagegen, dass das Verhöramt des Kantons
Glarus eine Strafuntersuchung gegen eine Familie und gegen mehrere
Behördenvertreter einstellte und die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid eine
dagegen gerichtete kantonale Beschwerde abwies. Die Vorwürfe des Telefonterrors
und des Stalkings seien nicht nachweisbar. Bei den Behördenvertretern, die mit
gesetzlichem Auftrag gehandelt hätten, seien keine Anzeichen für strafbare
Handlungen ersichtlich (angefochtener Entscheid S. 4 E. 3).

Gemäss dem angefochtenen Entscheid ist davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführerin behauptet, Opfer im Sinne des OHG zu sein (angefochtener
Entscheid S. 4 E. 2). Folglich ist sie in Anwendung von Art. 81 Abs. 1 lit. b
Ziff. 5 BGG grundsätzlich zur vorliegenden Beschwerde legitimiert.

Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG müsste die Beschwerdeführerin darlegen, dass und
inwieweit der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach gegen das
schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen soll. In der
Beschwerde werden indessen nur verschiedene Vorwürfe an die Adresse einer
Vielzahl von Personen erhoben, ohne dass ersichtlich wäre, inwieweit die
Vorwürfe zuträfen oder die Beschuldigten sich strafbar gemacht hätten. So wirft
die Beschwerdeführerin zum Beispiel Behördenvertretern vor, sie seien an einem
Schlüsselbeinbruch ihres Kindes schuld (Beschwerde S. 3 Ziff. 5, S. 4 Ziff.
1.1), ohne dass aus der Beschwerde die genauen Umstände dieses Ereignisses
ersichtlich wären.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1
BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64
BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der
finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der
Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgerichtspräsidenten des Kantons
Glarus schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. November 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn