Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Strafrechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 6B.985/2010
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
6B_985/2010

Urteil vom 23. Dezember 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wiprächtiger, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintreten auf eine Strafanzeige,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, vom 21. Oktober 2010.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer erhob Strafanzeige gegen einen Rechtsanwalt, weil dieser
seine Fälle "verraten" habe. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland trat
darauf nicht ein, weil die Ausführungen des Beschwerdeführers völlig
unsubstanziiert und unklar seien und daraus kein hinreichender Verdacht auf ein
strafbares Verhalten des Rechtsanwalts hervorgehe. Das Obergericht des Kantons
Zürich trat auf einen dagegen gerichteten Rekurs im angefochtenen Entscheid
nicht ein, weil sich der Beschwerdeführer nicht ansatzweise mit der Begründung
der Staatsanwaltschaft auseinandersetze, sondern erneut vage und kaum
nachvollziehbare Ausführungen mache. Es kann offen bleiben, ob der
Beschwerdeführer überhaupt zur vorliegenden Beschwerde legitimiert ist. Auch
vor Bundesgericht sind seine Ausführungen nicht substanziiert genug, um daraus
entnehmen zu können, dass und inwieweit sich der beschuldigte Rechtsanwalt, dem
der Beschwerdeführer vorwirft, ein Mitglied des Geheimdienstes zu sein
(Beschwerde S. 5), strafbar gemacht haben könnte. Auf die Beschwerde ist im
Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Das nachträglich eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in
Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos
erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung
der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III.
Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Dezember 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Wiprächtiger C. Monn