Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 1B.373/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
1B_373/2011

Urteil vom 20. Juli 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________,
vertreten durch Herrn Jürg Koller,
Beschwerdegegner,
Staatsanwaltschaft See/Oberland, Postfach, 8610 Uster.

Gegenstand
Strafverfahren,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 17. Juni 2011 des Obergerichts des Kantons
Zürich, I. Strafkammer.
Erwägungen:

1.
Y.________ reichte am 23. November 2007 eine Ehrverletzungsklage gegen
X.________ ein. Die Einzelrichterin in Strafsachen des Bezirksgerichts Meilen
sprach mit Urteil vom 4. März 2011 die Beschuldigte von den geltend gemachten
Ehrverletzungsvorwürfen frei, da sie im Zeitpunkt der Taten gänzlich
schuldunfähig im Sinne von Art. 19 Abs. 1 StGB gewesen sei. Die Kosten wurden
der Beschuldigten auferlegt. Zudem wurde sie verpflichtet, dem Privatkläger
eine Prozessentschädigung zu bezahlen.

Dagegen meldete X.________ mit Eingabe vom 16. März 2011 Berufung an und
reichte am 28. März 2011 innert Frist ihre Berufungserklärung ein. Dabei gab
sie bekannt, dass sich ihre Berufung gegen die Kosten- und Entschädigungsfolgen
richte. Die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich trat mit
Beschluss vom 17. Juni 2011 auf die Berufung der Beschuldigten ein und setzte
ihr eine Frist von 20 Tagen, um die Berufungsanträge zu stellen und zu
begründen.

2.
X.________ führt gegen den Beschluss der I. Strafkammer des Obergerichts des
Kantons Zürich mit Eingabe vom 17. Juli 2011 (Postaufgabe 18. Juli 2011)
Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von
Vernehmlassungen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter
Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die
Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen
Beschwerdegründe.

Die Beschwerdeführerin setzt sich mit der Begründung des angefochtenen
Beschlusses nicht auseinander und legt nicht im Einzelnen dar, inwiefern die
Begründung des Beschlusses bzw. der Beschluss selber im Ergebnis rechts- bzw.
verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen
Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. in diesem
Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen)
nicht, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist
offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach
Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

Bei diesem Verfahrensausgang kann offen bleiben, ob es sich beim angefochtenen
Beschluss überhaupt um einen anfechtbaren Zwischenentscheid im Sinne von Art.
93 Abs. 1 BGG handelt.

4.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft See/Oberland und dem
Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Juli 2011

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Aemisegger Pfäffli