Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 1B.551/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
1B_551/2011

Urteil vom 7. März 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Bundesrichter Raselli, Merkli,
Gerichtsschreiber Härri.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Paul Salamin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis,
Amt der Region Oberwallis, Kantonsstrasse 6,
Postfach 540, 3930 Visp.

Gegenstand
Nichtanhandnahme,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 31. August 2011 des Kantonsgerichts des
Kantons Wallis, Strafkammer.

Sachverhalt:

A.
Am 11. Januar 2011 erstattete X.________ bei der Staatsanwaltschaft des Kantons
Wallis, Amt der Region Oberwallis (im Folgenden: Staatsanwaltschaft) Strafklage
wegen unrechtmässiger Aneignung gemäss Art. 137 StGB. Er begründete dies damit,
die Y.________AG habe die Herausgabe eines ihm gehörenden Krans verweigert.
Mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 18. Mai 2011 trat die Staatsanwaltschaft auf
die Strafklage nicht ein.
Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht Wallis
(Strafkammer) am 31. August 2011 ab.

B.
X.________ führt beim Bundesgericht Beschwerde mit dem Antrag, der Entscheid
des Kantonsgerichts sei aufzuheben und die Sache an die Staatsanwaltschaft zur
Eröffnung einer Strafuntersuchung zurückzuweisen.

C.
Das Kantonsgericht hat sich vernehmen lassen mit dem sinngemässen Antrag, die
Beschwerde abzuweisen.
Die Staatsanwaltschaft hat keine Bemerkungen eingereicht.
X.________ hat zur Vernehmlassung des Kantonsgerichts Stellung genommen.

Erwägungen:

1.
Gemäss Art. 54 Abs. 1 BGG wird das bundesgerichtliche Verfahren in einer der
Amtssprachen geführt, in der Regel in der Sprache des angefochtenen Entscheids.
Von dieser Regel abzuweichen besteht hier kein Anlass. Das bundesgerichtliche
Urteil wird daher in deutscher Sprache verfasst, auch wenn der Beschwerdeführer
die Beschwerde in französischer Sprache eingereicht hat.

2.
2.1 Gegen den angefochtenen Entscheid ist gemäss Art. 78 Abs. 1 BGG die
Beschwerde in Strafsachen gegeben.
2.2
Gemäss Art. 81 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde berechtigt, wer a) vor der
Vorinstanz am Verfahren teilgenommen (...) und b) ein rechtlich geschütztes
Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat,
insbesondere die Privatklägerschaft, wenn der angefochtene Entscheid sich auf
die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann (Ziff. 5).
Die Beschwerde muss auch hinsichtlich der Prozessvoraussetzungen hinreichend
begründet werden (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Der Beschwerdeführer muss - wenn
das nicht offensichtlich ist - insbesondere darlegen, inwiefern die
Legitimationsvoraussetzungen gegeben sein sollen (BGE 134 II 120 E. 1 S. 121;
133 II 400 E. 2 S. 404; je mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer legt nicht dar, weshalb er nach Art. 81 Abs. 1 lit. b
Ziff. 5 BGG zur Beschwerde befugt sein soll.
Dies ist auch nicht offensichtlich. Der Beschwerdeführer hat Zivilansprüche
nicht im Strafverfahren geltend gemacht, sondern mit Klage vom 21. Dezember
2010 gegen die Y.________AG beim Zivilgericht. Nach der Rechtsprechung ist in
einer derartigen Konstellation die Beschwerdebefugnis zu verneinen, da das
Strafverfahren nicht lediglich als Vehikel zur Durchsetzung von Zivilansprüchen
in einem Zivilprozess dienen darf (Urteil 6P.178/2004 vom 9. Oktober 2005 E.
3.3 und 4 mit Hinweisen).
Auf die Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden.

3.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Kosten (Art.
66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft und dem
Kantonsgericht des Kantons Wallis, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. März 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Härri