Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2C.144/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
2C_144/2011

Urteil vom 15. Februar 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Karlen, Seiler,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Harold Külling,

gegen

Migrationsamt Kanton Aargau.

Gegenstand
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung,

Beschwerde gegen das Urteil des Rekursgerichts im Ausländerrecht des Kantons
Aargau vom 11. Januar 2011.

Erwägungen:

1.
Der 1984 im Kosovo geborene X.________ wuchs in seiner Heimat auf. Am 11. Juni
2007 heiratete er dort eine Schweizer Bürgerin, und im Herbst desselben Jahres
zog er zu ihr in die Schweiz, wo er eine bis 31. Oktober 2008 gültige
Aufenthaltsbewilligung erhielt. Seit Frühjahr 2008 lebten die Ehegatten
getrennt, und die Ehefrau erklärte ihre Absicht, die Scheidungsklage
einzureichen, was sie am 16. April 2010 (umgehend nach Ablauf der Wartefrist
von zwei Jahren gemäss Art. 114 ZGB) tat; mit am 26. Oktober 2010 rechtskräftig
gewordenem Urteil vom 4. Oktober 2010 wurde die Ehe geschieden.

Angesichts der Aufgabe der Wohngemeinschaft verfügte das Amt für Migration des
Kantons Aargau am 5. August 2009 die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung von X.________ sowie dessen Wegweisung. Die gegen diese
Verfügung erhobene Einsprache blieb erfolglos, und mit Urteil vom 11. Januar
2011 wies das Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau die gegen den
Einspracheentscheid vom 15. März 2010 erhobene Beschwerde ab.

Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 9. Februar 2011
beantragt X.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Rekursgerichts
aufzuheben, seine Aufenthaltsbewilligung zu verlängern und von einer Wegweisung
abzusehen.

2.
2.1 Die Vorinstanz hat die Beschwerde mit der Begründung abgewiesen, dass der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Bewilligungsverlängerung nach Art. 42 oder
50 AuG habe und sich auch nicht auf Art. 8 EMRK berufen könne. Die Beschwerde
setzt sich bloss mit Art. 50 in Verbindung mit Art. 42 AuG auseinander.

Der Beschwerdeführer ist heute nicht mehr mit einer Schweizer Bürgerin
verheiratet; da die mittlerweile geschiedene Ehe weniger als fünf Jahre
gedauert, kann er sich nicht unmittelbar auf Art. 42 AuG (s. insbesondere Art.
42 Abs. 3 AuG) berufen. Gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG sodann kann nach
Auflösung der Ehe eine Aufenthaltsbewilligung (bei erfolgreicher Integration)
nur dann beansprucht werden, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre
bestanden hat; hierfür massgeblich ist nicht die Dauer der Ehe, sondern der
Zeitraum, in welchem die Ehegatten zusammengelebt haben (BGE 136 II 113 E. 3.3
S. 117 ff.). Was schliesslich Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG betrifft,
hat die Vorinstanz festgestellt, der Beschwerdeführer habe solche Gründe nicht
dargelegt. Auch die beschwerdeführerischen Ausführungen vor Bundesgericht
lassen nicht erkennen, inwiefern entsprechende wichtige persönliche Gründe
vorliegen könnten (vgl. dazu BGE 136 II 1 E. 4 und 5; BGE 2C_411/2010 vom 9.
November 2010 E. 3.1 und 4; s. auch Art. 31 Abs. 1 VZAE); namentlich bleibt,
wie schon das Rekursgericht erkannte, unerfindlich, warum es dem
Beschwerdeführer bei den gegebenen Verhältnissen nicht möglich sein sollte, in
seiner Heimat, die er erst vor rund dreieinhalb Jahren verliess und wo er bis
zum Alter von 23 Jahren lebte, nicht sollte Fuss fassen können.

Der angefochtene Entscheid, auf dessen (insbesondere auch bezüglich Art. 8
EMRK) zutreffenden Erwägungen ergänzend verwiesen werden kann (vgl. Art. 109
Abs. 3 BGG), verletzt weder Bundesrecht noch sonstwie schweizerisches Recht
(Art. 95 BGG).

2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist, ohne
Schriftenwechsel oder weitere Instruktionsmassnahmen, im vereinfachten
Verfahren gemäss Art. 109 BGG abzuweisen.

2.3 Mit diesem instanzabschliessenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende
Wirkung gegenstandslos.

2.4 Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Rekursgericht im
Ausländerrecht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Migration schriftlich
mitgeteilt.

Lausanne, 15. Februar 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller