Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2C.485/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
2C_485/2011

Urteil vom 9. Juni 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch,

gegen

Migrationsamt des Kantons Zürich,
Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich.

Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4.
Abteilung, 4. Kammer,
vom 2. Mai 2011.

Erwägungen:

1.
Der nigerianische Staatsangehörige X.________, geboren 1978, hielt sich von
2005 bis 2007 aufgrund eines unter falscher Identität gestellten Asylgesuchs in
der Schweiz auf. Am 4. Oktober 2007 heiratete er in Nigeria eine Schweizer
Bürgerin. Am 8. Juni 2008 reiste er zur Ehefrau in die Schweiz ein und erhielt
eine Aufenthaltsbewilligung. Zwischen Juni 2009 und Juni 2010 lebten die
Ehegatten getrennt. Ab Herbst 2010 wurde die eheliche Gemeinschaft wiederum
aufgegeben und seither nicht wieder aufgenommen; ein Scheidungsverfahren ist
hängig.

Am 14. April 2010 widerrief die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich die bis
zum 1. Juni 2010 gültige Aufenthaltsbewilligung von X.________; gleichzeitig
ordnete sie seine Wegweisung an. Ein Rekurs an den Regierungsrat des Kantons
Zürich blieb erfolglos. Mit Urteil vom 2. Mai 2011 wies das Verwaltungsgericht
des Kantons Zürich die gegen den regierungsrätlichen Rekursentscheid vom 22.
Dezember 2010 erhobene Beschwerde ab, wobei es die Ausreisefrist neu auf den
31. Juli 2011 ansetzte.

Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 6. Juni 2011
beantragt X.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei
aufzuheben und (die Sache) der Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen.

Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen
angeordnet worden. Mit dem vorliegenden instanzabschliessenden Urteil wird das
Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

2.
Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten gemäss Art. 83 lit. c BGG unzulässig gegen Entscheide
betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht
einen Anspruch einräumt (Ziff. 2), sowie betreffend die Wegweisung (Ziff. 4).

Das Verwaltungsgericht hat festgehalten, dass dem Beschwerdeführer unter keinem
Titel ein gesetzlicher oder völkerrechtlicher Anspruch auf
Bewilligungserneuerung zustehe. Inwiefern sich aus Art. 8 EMRK, direkt aus Art.
42 AuG oder aus Art. 50 AuG ein Bewilligungsanspruch ableiten liesse, zeigt der
Beschwerdeführer nicht auf und ist nicht ersichtlich. Erwähnt wird indessen
Art. 49 AuG; es bleibt unerfindlich, wie der Beschwerdeführer daraus einen
Bewilligungsanspruch ableiten will, betrifft doch diese Bestimmung Ehepaare,
die bei grundsätzlich weiter bestehender Ehegemeinschaft aus wichtigen Gründen,
die nichts mit dem Scheitern der ehelichen Beziehung zu tun haben, getrennte
Wohnorte aufweisen.

Die Beschwerde erweist sich in Anwendung von Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG
als offensichtlich unzulässig (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG), und es ist darauf
mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG
nicht einzutreten.
Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann nicht entsprochen werden,
nachdem sie die Beschwerde von vornherein aussichtslos erschien (Art. 64 BGG).
Somit sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Verfahrensausgang entsprechend
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des
Kantons Zürich, 4. Kammer, und dem Bundesamt für Migration schriftlich
mitgeteilt.

Lausanne, 9. Juni 2011
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller