Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2C.877/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
2C_877/2011

Urteil vom 31. Oktober 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Bevölkerung und Migration
des Kantons Freiburg,
Rte d'Englisberg 9-11, 1763 Granges-Paccot.

Gegenstand
Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt, Kantonswechsel, Wegweisung,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg, I.
Verwaltungsgerichtshof, vom 20. September 2011.

Erwägungen:

1.
X.________, 1967 geborene Staatsangehörige von Kamerun, reiste 2002 mit einem
Touristenvisum in die Schweiz ein und blieb in der Folge illegal im Land. Am 3.
März 2006 heiratete sie den Schweizer Bürger Y.________, woraufhin der Kanton
Zürich ihr eine Aufenthaltsbewilligung erteilte, zuletzt verlängert bis 2. März
2010. Die kinderlos gebliebene Ehe wurde am 22. Februar 2010 geschieden.

Im April 2010 ersuchte X.________ im Kanton Freiburg um Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung. Das Amt für Bevölkerung und Migration des Kantons
Freiburg lehnte das Gesuch am 14. März 2011 ab und setzte der Betroffenen Frist
an, den Kanton Freiburg zu verlassen (Wegweisung). Die gegen diese Verfügung
erhobene Beschwerde wies der I. Verwaltungsgerichtshof des Kantonsgerichts
Freiburg mit Urteil vom 20. September 2011 ab, welches zudem eine neue
Ausreisefrist (31. Oktober 2011) ansetzte.

Mit Eingabe vom 26. Oktober 2011 beschwert sich X.________ beim Bundesgericht
über das kantonsgerichtliche Urteil und beantragt "de revoir mon dossier et
accepter mon recours".

Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen
angeordnet worden.

2.
2.1 Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist gemäss Art. 83
lit. c BGG unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts
betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht
einen Anspruch einräumt (Ziff. 2), sowie betreffend die Wegweisung (Ziff. 4).

2.2 Die Ehe der Beschwerdeführerin mit einem Schweizer Bürger ist nach knapp
vierjähriger Ehedauer geschieden worden, sodass die Beschwerdeführerin sich
nicht auf Art. 42 Abs. 1 AuG als anspruchsbegründende Norm berufen kann. Das
Kantonsgericht hat festgestellt, dass die Beschwerdeführerin auch keine
Bewilligungsverlängerung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG (mindestens
drei Jahre dauernde echte Familiengemeinschaft verbunden mit gelungener
Integration) beanspruche. Dazu äussert sich die Beschwerdeführerin nicht, und
es sind auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, die auf die mögliche Anwendung
dieser AuG-Bestimmung schliessen lassen könnten. Die Beschwerdeführerin
erwähnt, dass sie seit Februar 2010 mit einem Schweizer Bürger zusammenlebe,
den sie 2008 kennengelernt habe, und dass im März 2010 ein
Ehevorbereitungsverfahren eingeleitet worden sei. Das Kantonsgericht hat dazu
bemerkt, dass nicht substantiiert dargetan worden sei, eine Heirat stehe
unmittelbar bevor. Da auch vor Bundesgericht keine Einzelheiten über konkret
betriebene Heiratsbemühungen erwähnt werden, wird ein sich allenfalls auf Art.
8 EMRK stützen lassender Bewilligungsanspruch nicht in vertretbarer Weise
geltend gemacht; die Beschwerdeführerin kommt dabei ihrer auch hinsichtlich
nicht evidenter Eintretensvoraussetzungen bestehenden Begründungspflicht (Art.
42 Abs. 2 BGG; s. BGE 133 II 249 E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356, 400 E. 2 S.
404; 134 II 45 E. 2.2.3 S. 48) nicht nach.

Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist offensichtlich
unzulässig (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG). Als subsidiäre Verfassungsbeschwerde
kann die Eingabe vom 26. Oktober 2011 schon darum nicht entgegengenommen
werden, weil die Beschwerdeführerin nicht die Verletzung verfassungsmässiger
Rechte rügt (s. Art. 116 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG).

2.3 Auf die Beschwerde ist mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten
Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.4 Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Freiburg, I.
Verwaltungsgerichtshof, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Oktober 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller