Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.368/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_368/2011

Urteil vom 9. August 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwälte
Dr. Roberto Dallafior und Nicole ?mid,
Beschwerdeführerin,

gegen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Philipp Dobler,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Haftpflicht; Verjährung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz, 1. Zivilkammer, vom
19. April 2011.
In Erwägung,
dass das Bezirksgericht March mit Urteil vom 21. Dezember 2010 die Klage des
Beschwerdegegners wegen Verjährung der eingeklagten Forderung abwies;

dass der Beschwerdegegner diesen Entscheid mit Berufung beim Kantonsgericht
Schwyz anfocht, das mit Beschluss vom 19. April 2011 die Berufung guthiess, das
Urteil des Bezirksgerichts aufhob und den Prozess zur Fortsetzung des
Verfahrens an das Bezirksgericht zurückwies;

dass das Kantonsgericht Schwyz in seinem Entscheid im Gegensatz zum
Bezirksgericht zum Ergebnis kam, die eingeklagte Forderung sei nicht verjährt;

dass die Beschwerdeführerin den Beschluss des Kantonsgerichts am 14. Juni 2011
mit Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht anfocht und mit dem
Hauptantrag dessen Aufhebung und die Abweisung der Klage verlangte;

dass keine Beschwerdeantworten eingeholt wurden;

dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist
(BGE 136 II 101 E. 1 S. 103, 470 E. 1 S. 472; 135 III 212 E. 1);
dass das Kantonsgericht einen Rückweisungsentscheid gefällt hat und ein solcher
Entscheid nach der Praxis des Bundesgerichts einen Zwischenentscheid im Sinne
von Art. 93 Abs. 1 BGG darstellt, der nur dann mit Beschwerde in Zivilsachen
angefochten werden kann, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil
bewirken könnte (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen
Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder
Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b);

dass es gemäss ständiger Praxis der beschwerdeführenden Partei obliegt, in der
Beschwerdeschrift die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG
darzutun, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt (BGE
134 III 426 E. 1.2 in fine; 133 III 629 E. 2.3.1 und 2.4.2);

dass in der Beschwerdeschrift (S. 3) diesbezüglich lediglich vorgebracht wurde,
die Gutheissung der Beschwerde würde sofort einen Endentscheid herbeiführen und
den Parteien damit das gesamte Verfahren zur materiellen Begründetheit der
klägerischen Forderung und entsprechend einen beträchtlichen Aufwand an Zeit
und Kosten ersparen;

dass im vorliegenden Fall ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, der ein
rechtlicher Nachteil sein muss (BGE 136 IV 92 E. 4 S. 95; 134 III 188 E. 2.1 S.
190; 133 III 629 E. 2.3.1 S. 632), nicht ersichtlich ist;

dass die Beschwerdeführerin sodann in der Beschwerdeschrift nicht substanziiert
darlegt, inwiefern durch den Entscheid des Bundesgerichts ein bedeutender
Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden
könnte, sondern sie sich - wie bereits festgehalten - mit blossen, allgemein
gehaltenen Behauptungen begnügt;

dass das Vorliegen dieser Zulässigkeitsvoraussetzung auch nicht in die Augen
springt;

dass aus diesen Gründen auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im
Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs.
1 BGG);

dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da
ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist;

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dem Beschwerdegegner wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz, 1. Zivilkammer,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. August 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin