Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.380/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_380/2011

Urteil vom 5. März 2012
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichterin Kiss,
nebenamtlicher Bundesrichter Geiser,
Gerichtsschreiberin Reitze.

Verfahrensbeteiligte
X.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Daniel Wyss und Dr. Marco Stacher,
Beschwerdeführerin,

gegen

K.________,
vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Roberto Dallafior und Dr. Andrea Etienne,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitsvertrag; Lohn,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I.
Zivilkammer, vom 12. Mai 2011.

Sachverhalt:

A.
A.a Die X.________ AG (Arbeitgeberin, Beklagte, Beschwerdeführerin) gehört zum
XY.________-Konzern. Sie tätigt und verwaltet für den Konzern sowie weitere
Investoren Anlagen im Bereich Private Equity. Mit Arbeitsvertrag vom 10. Juli
2000 stellte sie K.________ (Arbeitnehmer, Kläger, Beschwerdegegner) per 1.
September 2000 in der Funktion eines Partners an. Neben dem Lohn, einem Bonus
und einer pauschalen Aufwandentschädigung wurde im Arbeitsvertrag unter Ziffer
12 folgendes festgehalten:

"Carried Interest Pool
Im Bereich X.________ AG wird ein 'Carried Interest Pool' errichtet (siehe
Beiblatt 'Carried Interest Pool'). Die prozentuelle Beteiligung des
Arbeitnehmers beläuft sich auf 10%."

Das Beiblatt "Carried Interest Pool" enthielt folgende Regelung:

"Carried Interest Pool
The carried interest pool ('pool') is part of the compensation structure for
the partners of X.________ and for selected members of the staff
('principals').

The pool is made of the performance realised on investments managed by
X.________. The performance fees for the pool are as follows:

Fund of Fund product Direct Investment Product
XY.________ investments 5.0% 10.0%
Third Party Investments1 7.5% 15.0%

Performance fees are paid only if a performance of 8% p.a. is realised
(catch-up, high-water mark).

1Corresponding to 75% of performance fees applied, based on the assumption that
fees applied are 10% for Fund of Fund product and 20% for Direct investment
product."

A.b Am 27. März 2002 kündigte der Arbeitnehmer sein Arbeitsverhältnis auf den
30. September 2002. Gleichentags unterzeichneten die Parteien eine
Austrittsvereinbarung, welche die Folgen der Beendigung des Arbeitsverhältnis
regelte, mit Ausnahme von allfälligen Forderungen aus dem "Carried Interest
Pool" gemäss Arbeitsvertrag (nachfolgend: Carried Interest bzw. Carried
Interest Pool).

B.
B.a In der Folge erhob der Arbeitnehmer beim Arbeitsgericht Zürich Klage gegen
die Arbeitgeberin auf Bezahlung "seines Anspruchs am Carried Interest Pool an
zwei Anlagen" in der Höhe von Fr. 29'069.--. Er machte geltend, am Erfolg des
Carried Interest Pool trotz seines Austritts partizipiert zu haben, weil diese
Investitionen während der Dauer seines Arbeitsverhältnisses abgeschlossen
worden seien. Bei den beiden Anlagen handelte es sich einerseits um die
indirekte Investition in den Fond "Z.________" und andererseits um die direkte
Investition in die Gesellschaft "Q.________". Mit Urteil vom 12. Januar 2010
hiess das Arbeitsgericht die Klage gut.
B.b Gegen dieses Urteil erklärte die Beklagte Berufung beim Obergericht des
Kantons Zürich. Das Obergericht reduzierte mit Beschluss vom 12. Mai 2011 den
aus dem Carried Interest Pool geschuldeten Betrag auf Fr. 5'631.30. Es
erachtete den Anspruch des Klägers aus dem Carried Interest Pool für
grundsätzlich gegeben, berechnete den geschuldeten Betrag jedoch nur auf Grund
der direkten Investition in die Gesellschaft "Q.________" und wies einen
Anspruch bezüglich der indirekten Investition in den Fond "Z.________" mangels
Fälligkeit ab.

C.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beklagte dem Bundesgericht, den
Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 12. Mai 2011 aufzuheben und
die Klage abzuweisen, eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an die
Vorinstanz, subeventualiter an das Arbeitsgericht zurückzuweisen.

Der Kläger beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Das Obergericht verzichtete auf eine Vernehmlassung. Die Beschwerdeführerin hat
dem Bundesgericht eine Replik, der Beschwerdegegner eine Duplik eingereicht.

Erwägungen:

1.
Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein
Rechtsmittel zulässig ist (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 137 III 417 E. 1 S. 417 mit
Hinweisen).

Das angefochtene Urteil des Obergerichts ist ein verfahrensabschliessender
Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1
BGG) über eine Forderung aus Arbeitsvertrag. Die Beschwerde in Zivilsachen ist
bei arbeitsrechtlichen Fällen nur zulässig, wenn die Streitwertgrenze von Fr.
15'000.-- erreicht ist (Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG). Der Streitwert bestimmt
sich bei Beschwerden gegen Endurteile nach den Begehren, die vor der Vorinstanz
streitig geblieben waren (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG). Die Beschwerdeführerin
bestritt vor der Vorinstanz die gesamte dem Beschwerdegegner von der ersten
Instanz zugesprochene Forderung in der Höhe von Fr. 29'069.--. Der für die
Beschwerde in arbeitsrechtlichen Streitigkeiten erforderliche Streitwert ist
somit erreicht. Dass vor Bundesgericht nur noch ein Betrag von Fr. 5'631.30
strittig ist, ändert nichts am erfüllten Streitwerterfordernis. Da auch die
übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde - unter
Vorbehalt einer rechtsgenüglichen Begründung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs.
2 BGG) - einzutreten.

2.
2.1 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1
BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente
noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus
einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde
mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen
(vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254; 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E.
1.4 S. 140). Immerhin prüft das Bundesgericht, unter Berücksichtigung der
allgemeinen Begründungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG),
grundsätzlich nur die geltend gemachten Rügen, sofern die rechtlichen Mängel
nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine
erstinstanzliche Behörde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu
untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE
135 II 384 E. 2.2.1 S. 389; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254 mit Hinweisen).

Für alle Vorbringen betreffend die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gilt
schliesslich das strenge Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E.
1.4.2 S. 254). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert
erhobene und soweit möglich belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend
begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid
nicht eintritt (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).

2.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des
Sachverhaltes kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist
oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die
Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann
(Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willkürlich"
(BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur
soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt
(Art. 99 Abs. 1 BGG).

Neu und damit unbeachtlich ist der von der Beschwerdeführerin erst im
Beschwerdeverfahren eingereichte Handelsregisterauszug der Gesellschaft
R.________ AG. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern sie das
Beweismittel nicht bereits im kantonalen Verfahren hätte einreichen und eine
konkurrenzierende Tätigkeit des Beschwerdegegners nach seinem Ausscheiden aus
der Beschwerdeführerin behaupten können.

3.
Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz in erster Linie vor, sie habe ihr
rechtliches Gehör verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV).

3.1 Sie macht geltend, die Vorinstanz habe sich mit der Aussage des Zeugen
L.________ nicht auseinandergesetzt, aus der sich ergebe, dass sich der Zeuge
erst im Frühjahr 2001 mit der Konkretisierung der "Carried Interest-Verträge"
befasst habe. Demnach sei die Regelung im Arbeitsvertrag des Beschwerdegegners
zu rudimentär gewesen, um einen Anspruch auf Carried Interest zu begründen.

3.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt
insbesondere, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien
anhören und bei der Entscheidfindung berücksichtigen (BGE 134 I 83 E. 4.1 S.
88; 124 I 241 E. 2 S. 242). Damit sich die Parteien ein Bild über die
Erwägungen des Gerichts machen können, ist sein Entscheid zu begründen. Die
Begründung muss kurz die Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat
leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 135 V 65 E. 2.4 S.
72). Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen
ausdrücklich widerlegt. Es genügt, wenn der Entscheid gegebenenfalls
sachgerecht angefochten werden kann (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E.
3.3 S. 445; 129 I 232 E. 3.2 S. 236; je mit Hinweisen).

3.3 Diesen Anforderungen wird der angefochtene Entscheid gerecht, indem er
nachvollziehbar darlegt, aus welchen Überlegungen die Vorinstanz zu ihrem
Entscheid gelangte. Aus den umfangreichen Stellungnahmen zu den einzelnen
Zeugenaussagen und Beweispunkten im angefochtenen Entscheid kann ohne weiteres
geschlossen werden, dass die Vorinstanz sehr wohl erkannt hat, dass während der
ganzen Dauer des Arbeitsverhältnisses des Beschwerdegegners bei der
Beschwerdeführerin diese weiter an ihrem Entlöhnungssystem gearbeitet hat.
Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, dass der Beschwerdegegner keinen
Anspruch auf einen Carried Interest hätte. Entsprechend brauchte die Vorinstanz
auch nicht näher auf die Aussage des Zeugen L.________ einzugehen.

Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) ist nicht dargetan.

4.
Die Beschwerdeführerin rügt weiter eine Verletzung von Art. 1 und Art. 18 OR.

4.1 Aus dem Wortlaut des Arbeitsvertrages sei klar ersichtlich, dass die
Parteien keine Beteiligung an einem Carried Interest beschlossen hätten. Es sei
ausdrücklich festgehalten worden, dass ein Carried Interest Pool erst errichtet
werde und dementsprechend im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch gar nicht
bestanden habe. Indem die Vorinstanz dennoch angenommen habe, dass eine
Beteiligung vereinbart worden sei, habe sie den Arbeitsvertrag falsch
ausgelegt.

4.2 Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschwerdegegner aus der im
Arbeitsvertrag gewählten Formulierung, wonach ein Carried Interest Pool
"errichtet werde" aufgrund der im Beiblatt vorgenommenen Konkretisierung nicht
habe ableiten müssen, dass seine Beteiligung noch in der Schwebe hinge. Es
müsse davon ausgegangen werden, dass die Regelung so wie geschrieben - ohne
irgend einen Vorbehalt - festgelegt worden sei.

4.3 Der Inhalt eines Vertrags bestimmt sich in erster Linie durch subjektive
Auslegung, das heisst nach dem übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen (Art.
18 Abs. 1 OR). Wenn dieser unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des
mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien aufgrund des
Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang
sowie den gesamten Umständen, die ihnen vorausgegangen und unter denen sie
abgegeben worden sind, verstanden werden durften und mussten (BGE 132 III 24 E.
4 S. 27 f.; 131 III 606 E. 4.1 S. 611; 130 III 66 E. 3.2; je mit Hinweisen).
Das Bundesgericht überprüft diese objektivierte Auslegung von
Willenserklärungen als Rechtsfrage, wobei es an Feststellungen des kantonalen
Richters über die äusseren Umstände sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten
grundsätzlich gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67
mit Hinweisen). Ergibt die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip, dass die
Parteien über eine zu regelnde Frage keine inhaltliche Einigung erzielt haben,
so liegt eine Vertragslücke vor, die richterlich nach dem hypothetischen
Parteiwillen zu ergänzen ist (BGE 115 II 484 E. 4 S. 487 f.).

4.4 Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht ist nicht ersichtlich,
inwiefern der angefochtene Entscheid diese Grundsätze missachtet. Die
Beschwerdeführerin verkennt, dass die Vorinstanz nicht erwogen hat, dass im
Zeitpunkt des Vertragsschlusses bereits ein Carried Interest Pool bestanden
habe. Ein Arbeitsvertrag stellt ein Verpflichtungsgeschäft und nicht die
Erfüllung eines solchen dar. In einem Arbeitsvertrag verpflichtet sich
einerseits der Arbeitnehmer in Zukunft Arbeit zu leisten und andererseits die
Arbeitgeberin in Zukunft diese Arbeit zu entlohnen. Entsprechend ist die
Formulierung auch korrekt, wenn im schriftlichen Vertrag festgehalten wird,
dass ein Carried Interst Pool errichtet wird.

Inwiefern es mit dem Wortlaut des Vertrages nicht vereinbar sein soll, darin
die Vereinbarung einer Beteiligung und die Verpflichtung der Arbeitgeberin zur
Einrichtung eines Carried Interest Pool zu sehen, ist nicht nachvollziehbar und
es liegt keine Verletzung von Bundesrecht vor.

5.
Die Vorinstanz hat erwogen, dass sich aus dem Arbeitsvertrag nicht entnehmen
lasse, wie vorzugehen sei, wenn der Arbeitnehmer einen Anlageentscheid trifft,
er aber vor der Realisierung der Erträge aus dieser Anlage aus dem
Arbeitsverhältnis ausscheide. Es sei klar, dass der Beschwerdegegner an den
während seiner Anstellungsdauer getätigten Investitionen in die Gesellschaft
"Q.________" zu beteiligen sei, aus dem Vertrag sei jedoch nicht ersichtlich,
wie es sich mit der Beteiligung des Beschwerdegegners verhalte, wenn die
erfolgsabhängige Vergütung (nachfolgend: Performance Fee) für eine Investition
erst nach seinem Ausscheiden anfalle. Diesbezüglich bestehe im Arbeitsvertrag
eine Lücke, welche durch das Gericht zu ergänzen sei. Das Gesetz regle diese
Art von Entlöhnung (Beteiligung an einem Carried Interest Pool) weder im
zwingenden noch im dispositiven Recht, weshalb die Ergänzung nach dem
hypothetischen Parteiwillen zu erfolgen habe.
5.1
5.1.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, eine solche richterliche
Vertragsergänzung sei bundesrechtswidrig, da ein Vertrag bezüglich der
wesentlichen Vertragspunkte ("essentialia negotii") nicht ergänzt werden könne.
Die Beteiligung an einem Carried Interest sei eine Entlöhnungskomponente und
somit ein wesentlicher Vertragspunkt. Liege kein tatsächlich übereinstimmender
Wille bezüglich der wesentlichen Vertragspunkte vor, fehle es an einer
vertraglichen Vereinbarung; über eine "Beteiligung am Carried Interest Pool"
sei im konkreten Fall keine Einigung erzielt worden. Überdies wirft die
Beschwerdeführerin der Vorinstanz im Eventualstandpunkt vor, die
Vertragsergänzung fälschlicherweise nach dem hypothetischen Parteiwillen
vorgenommen zu haben statt nach dispositivem Gesetzesrecht. Das Vorgehen der
Vorinstanz sei bundesrechtswidrig, denn sie hätte zur Lückenfüllung Art. 322a
OR beiziehen sollen.

5.1.2 Der Lohn ist ein wesentliches Element eines Arbeitsvertrages.
Grundsätzlich gilt ein Vertrag nur dann als geschlossen, wenn sich die Parteien
über die objektiv wesentlichen Vertragspunkte geeinigt haben. Allerdings sieht
Art. 322 Abs. 1 OR ausdrücklich vor, dass der Lohn geschuldet ist, der
"verabredet oder üblich" ist. Ein Dissens über den Lohn oder dessen Höhe
schadet somit der vertraglichen Verpflichtung nicht, wenn die Arbeit
aufgenommen wurde (MANFRED REHBINDER/ JEAN-FRITZ STÖCKLI, Berner Kommentar, 3.
Aufl. 2010, N. 2 zu Art. 322 OR; RÉMY WYLER, Droit du travail, 2. Aufl. 2008,
S. 58 f.).

Gemäss der bundesrechtskonformen Vertragsauslegung durch die Vorinstanz haben
sich die Parteien über eine Beteiligung des Beschwerdegegners an einem Carried
Interest als Teil der Entlöhnung geeinigt. Die Vorinstanz hat festgestellt,
dass der Arbeitsvertrag und das Beiblatt einen hinreichend bestimmten
Mindestinhalt aufweisen, wobei die prozentuale Beteiligung des
Beschwerdegegners von 10 % und die Gewinnanteile des Pools für die
verschiedenen Investitionsarten (5 % - 15 %) sowie die Hurdle Rate (8 %)
bestimmt worden sind. Die Vorinstanz ist ausgehend vom Wortlaut ohne Verletzung
von Bundesrecht davon ausgegangen, dass die Regelung ohne Vorbehalt bzw. ohne
eine Vestingklausel vereinbart wurde.

Die Ergänzung des Vertrages erfolgte nur im Hinblick auf die Frage, wie es sich
mit dem Anteil am Carried Interest bei Austritt des Arbeitnehmers während der
Investitionsdauer und vor der Realisierung der Anlage verhält. Eine
Vertragsergänzung war somit ohne weiteres zulässig und im entsprechenden
Vorgehen der Vorinstanz kann keine Bundesrechtsverletzung erblickt werden. Nach
den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid hat die
Beschwerdeführerin überdies selber ausgesagt, dass der Arbeitsvertrag nichts
über die Folgen eines Austritts eines Mitarbeiters aussage und in diesem Punkt
ergänzt werden müsste.
5.1.3 Ist ein lückenhafter Vertrag zu ergänzen, so hat der Richter - falls
dispositive Gesetzesbestimmungen fehlen - zu ermitteln, was die Parteien nach
dem Grundsatz von Treu und Glauben vereinbart hätten, wenn sie den nicht
geregelten Punkt in Betracht gezogen hätten. Bei der Feststellung dieses
hypothetischen Parteiwillens hat er sich am Denken und Handeln vernünftiger und
redlicher Vertragspartner sowie an Wesen und Zweck des Vertrages zu orientieren
(BGE 133 III 421 E. 4.1 S. 427; 127 III 300 E. 6a S. 307; 115 II 484 E. 4b S.
488; je mit Hinweisen). Das Ergebnis dieser normativen Tätigkeit überprüft das
Bundesgericht zwar frei, aber mit einer gewissen Zurückhaltung (BGE 127 III 300
E. 6b S. 307 f.), da die Vertragsergänzung regelmässig mit richterlichem
Ermessen verbunden ist (BGE 129 III 380 E. 2 S. 382). Verbindlich sind dagegen
Feststellungen der Vorinstanz über Tatsachen, die bei der Ermittlung des
hypothetischen Willens in Betracht kommen (BGE 115 II 484 E. 4b S. 488 mit
Hinweisen).
Die Vorinstanz hat erwogen, dass weder Art. 322a noch Art. 322b OR für den zu
beurteilenden Fall eine passende Regelung bereithalte, weshalb wegen fehlendem
dispositiven Gesetzesrecht für die Vertragsergänzung der hypothetische
Parteiwille ermittelt werden müsse. Es würde nichts näher liegen, als den
Arbeitsvertrag mit Blick auf das Ausscheiden des Beschwerdegegners mittels des
durch die Beschwerdeführerin genehmigten und unterschriebenen
Arbeitsvertrags-Zusatzes "Carried Interest Pool für XY.________ Assets" (AVZ)
zu ergänzen. Dabei handle es sich um eine praxisnahe und branchenübliche
Regelung.
5.1.4 Das Arbeitsvertragsrecht regelt verschiedene Lohnformen (Art. 322a ff.
OR). Die gesetzliche Regelung ist nicht abschliessend; insofern besteht
weitgehend, wenn auch nicht vollständig, Vertragsfreiheit.

Beim Carried Interest handelt es sich um ein sehr komplexes
Entschädigungsprogramm, das eine besondere Gewinnbeteiligung der
Managementgesellschaft und der Fondsmanager von Private Equity-Fonds bezweckt.
Wird eine gewisse Mindestrendite erreicht (Hurdle Rate), werden die
Fondsmanager bzw. die Managementgesellschaft am Ende der Laufzeit des Fonds
(typischerweise 10 Jahre) mit einem Prozentsatz der realisierten Gewinne des
Fonds mittels eines Carried Interest entschädigt (STEFAN OESTERHELT, in: Basler
Kommentar, Kollektivanlagengesetz, 2009, N. 243a zu Art. 1 KAG S. 73).

Art. 322a OR regelt den einfachen Anteil des Arbeitnehmers am
Geschäftsergebnis, welcher sich nach dem Gesamterfolg des Unternehmens oder
eines Unternehmensteils bestimmt. Für die Berechnung des Anteils ist das
Ergebnis des Geschäftsjahres massgebend, wie es nach den gesetzlichen
Vorschriften und allgemein anerkannten kaufmännischen Grundsätzen festzustellen
ist. Die Parteien haben im Arbeitsvertrag vom 20. Juli 2000 jedoch ausdrücklich
nicht eine Beteiligung des Beschwerdegegners an einem jährlich messbaren
Geschäftsergebnis vereinbart, sondern eine spezielle Regelung vorgesehen mit
einer Beteiligung an Kapitalerträgen bestimmter Anlagen auf Grundlage eines
Carried Interest. Es scheint augenfällig, dass Art. 322a OR auf solche Fälle
nicht anwendbar ist und sich der Gesetzesbestimmung keine Regelung für das
komplexe Entschädigungssystem des Carried Interest entnehmen lässt.

Die Vertragsergänzung durch die Vorinstanz auf Grundlage des hypothetischen
Parteiwillens ist demnach nicht zu beanstanden.
5.2
5.2.1 Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, dass die Vorinstanz den
hypothetischen Parteiwillen bundesrechtswidrig bestimmt habe. Die Ermittlung
des hypothetischen Parteiwillens anhand des AVZ und des Dokuments "Blatt
Carried Interest Pool" privilegiere den Beschwerdegegner einseitig und
entspreche somit nicht dem hypothetischen Parteiwillen. Es entspreche nicht dem
gerechten Interessenausgleich, wenn die Vorinstanz dem Beschwerdegegner das
jeweils Vorteilhaftere zuspreche, einerseits die Quote von 10 % aus dem
Arbeitsvertrag/Beiblatt und andererseits den zeitlichen Anspruch auf Carried
Interest für nach dem Ausscheiden des Arbeitnehmers bezahlte Performance Fees
aus dem AVZ/"Blatt Carried Interest Pool". Entweder sei die Beteiligungsquote
zu reduzieren oder der zeitliche Anwendungsbereich der Berechtigung zu kürzen.
5.2.2 Die Vorinstanz hat erwogen, dass der AVZ für die Ermittlung des
hypothetischen Parteiwillens am nächsten liegen. Dabei sei auf die sogenannte
Leaver-Regelung ("Leave of an Employee") abzustellen, um den Anspruch auf
Carried Interest in zeitlicher Hinsicht zu bestimmen. Obwohl die
Beschwerdeführerin im Oktober 2001 den AVZ überarbeitet habe (üAVZ), sei für
die Ergänzung des Arbeitsvertrages nach wie vor der AVZ beizuziehen, da nur
dieser genehmigt und unterzeichnet worden sei.

Die Frage könne offen gelassen werden, ob die Beschwerdeführerin dem
Beschwerdegegner begründeten Anlass zur Kündigung gegeben habe und ob der
Beschwerdegegner als "good leaver" im Sinne von Ziff. 4.1 oder aber als "bad
leaver" im Sinne von Ziff. 4.2 lit. c AVZ zu betrachten sei, was zu einer
Reduktion seines Anteils pro rata temporis für das laufende "Vintage-Jahr"
(zwölfmonatige Periode, während welcher Investitionen getätigt werden) führen
würde. Es sei von der Beschwerdeführerin zudem nie geltend gemacht worden, dass
der Beschwerdegegner nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses im Sinne von
Art. 4.2 lit. a (i) AVZ konkurrenzierend tätig geworden sei. Die Investitionen
in die Gesellschaft "Q.________" würden das Jahr 2001 betreffen, weshalb eine
allfällige Kürzung des Anspruchs des Beschwerdegegners für das Jahr 2002 diese
Investition nicht beschlagen. Das "Blatt Carried Interest Pool" stelle ein
starkes Indiz dar, dass der Beschwerdegegner aus Sicht der Beschwerdeführerin
auch an den vor Arbeitsbeginn getätigten Anlagen zu beteiligen sei. Somit habe
der Beschwerdegegner Anspruch auf 100 % seiner Quote an den Pools der früheren
Vintage-Jahre, da dieser nicht davon abhängig gemacht werde, ob der
Arbeitnehmer im Zeitpunkt des tatsächlichen Anfalls noch bei der
Beschwerdeführerin beschäftigt sei. Deshalb sei der Arbeitsvertrag dahin gehend
zu ergänzen, dass der Beschwerdegegner an den Pool-Erträgen der im Jahre 2001
getätigten Investitionen partizipiere, unabhängig davon, dass sein
Arbeitsvertrag per 30. September 2002 aufgelöst wurde.
5.2.3 Die sogenannten "Leaver-Regelungen" bestimmen, ob und in welchem Umfang
ein Gründer, Geschäftsführer oder sonstiger Mitarbeiter, der aus einem
Unternehmen ausscheidet, seine Beteiligungsrechte behalten darf. Dabei handelt
es sich um eine gängige Regelung in Beteiligungsverträgen im Private
Equity-Bereich.
Die Beschwerdeführerin hat in ihren AVZ eine solche Leaver-Regelung vorgesehen,
wobei sie festgehalten hat, wie es sich mit dem Carried Interest-Anspruch des
Arbeitnehmers verhält, wenn dieser sein Arbeitsverhältnis auflöst. Die
Beschwerdeführerin hat den AVZ und damit auch die Leaver-Regelung genehmigt und
unterzeichnet, weshalb mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden kann, dass
sie diese Regelung ausdrücklich gewollt hat. Zwar trifft es zu, dass die
Beschwerdeführerin in einem späteren Zeitpunkt ihren AVZ überarbeitet (üAVZ)
und darin die Leaver-Regelung in Ziff. 4.2 betreffend der Definition des "bad
leavers" etwas abgeändert hat. Die Vorinstanz hat aber verbindlich
festgestellt, dass sich die beiden Fassungen hinsichtlich der Frage, ob die
Zugehörigkeit zur Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Anfalls überhaupt eine
Voraussetzung für den Anspruch des Beschwerdegegners darstellt, nicht
unterscheiden.

Es ist demnach nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner durch diese
Vertragsergänzung privilegiert behandelt wurde. Bei einer Vertragsergänzung
müssen die Vorstellungen und Erwartungen beider Vertragsparteien beachtet
werden. Dass die Ergänzung nicht vollständig zur Zufriedenheit der
Beschwerdeführerin ausgefallen ist, hat sie sich selber zuzuschreiben, indem
sie sich zur Einrichtung eines derart komplexen Vergütungssystems im
Arbeitsvertrag verpflichtete, ohne die entsprechenden Einzelheiten in diesem
Zeitpunkt genau auszuhandeln.

Die Beteiligungsquote von 10 % des Anspruchs auf Carried Interest ergibt sich
aus dem Arbeitsvertrag. Es ist nicht ersichtlich, weshalb von diesem
Prozentsatz abgewichen werden sollte. Die vorinstanzliche Vertragsergänzung
gestützt auf den AVZ hinsichtlich des zeitlichen Anspruchs auf Carried Interest
ist nicht zu beanstanden und verletzt kein Bundesrecht.

6.
6.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, der Beschwerdegegner habe kein
Anspruch auf Carried Interest, mangels Äufnung des Pools und wegen unzulässiger
Einzelbetrachtung anstelle einer Gruppenbetrachtung.

6.1.1 Die Beschwerdeführerin hält der Vorinstanz vor, sie habe nicht geprüft,
ob die Investoren der Beschwerdeführerin überhaupt zur Zahlung von Performance
Fees verpflichtet gewesen seien und ob sie diese bezahlt hätten. Die
Beteiligung an einem Carried Interest stehe unter der Bedingung, dass "etwas im
Pool sei". Sie bringt unter Verweis auf die kantonalen Rechtsschriften und die
zu diesem Zeitpunkt eingereichten Akten vor, dass sich die Investoren nicht zur
Bezahlung von Performance Fees verpflichtet hätten. Da der fragliche
Sachverhaltsaspekt entscheidrelevant sei, seien die Voraussetzungen für eine
Ergänzung des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts erfüllt (Art. 95
lit. a i.V.m. Art. 105 Abs. 2 BGG), eventualiter sei der angefochtene Entscheid
zufolge unvollständiger Sachverhaltsfeststellung aufzuheben (Art. 95 lit. a
i.V.m Art. 97 Abs. 1 BGG).
6.1.2 Im Arbeitsvertrag und dem dazugehörenden Beiblatt wurde die Beteiligung
des Beschwerdegegners am Carried Interest sowie die Höhe der zugrunde liegenden
Performance Fee vertraglich festgesetzt.
Die Beschwerdeführerin verkennt, dass sich eine Arbeitgeberin, welche sich zu
einer bestimmten erfolgsabhängigen Vergütung im Arbeitsvertrag verpflichtet
hat, dieser Verpflichtung nicht dadurch entschlagen kann, dass sie mit den
Investoren keine dieser Verpflichtung konforme Vereinbarung trifft. Die
Vorinstanz hat sich demnach zu Recht nicht mit dieser Frage befasst. Die Rüge
ist unbegründet.

6.2 Im Zusammenhang mit der Berechnung des Anspruchs des Beschwerdegegners auf
Carried Interest hält die Beschwerdeführerin der Vorinstanz schliesslich vor,
es sei nicht auf den Erfolg der einzelnen Investitionen, sondern auf den Erfolg
einer Kategorie von Investitionen abzustellen. Indem die Vorinstanz auf eine
"Einzelbetrachtung" abgestellt habe anstelle einer "Gruppenbetrachtung", habe
sie mit ihrer Vertragsauslegung gegen das Vertrauensprinzip verstossen und Art.
1 und Art. 18 OR verletzt.
6.2.1 Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Parteien über die Frage, wie
der Erfolg einer Private Equity Investment-Gesellschaft gemessen werde, keinen
übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen bekundet haben. Aus diesem Grund sei
der Arbeitsvertrag nach dem Vertrauensprinzip auszulegen.

Es werde im Beiblatt nicht erwähnt, dass innerhalb der vier möglichen Gruppen
("XY.________ investment", "Fund of Fund product", "Third party Investments"
und "Direct Investment Product") eine Gesamtbetrachtung stattfinden solle,
indem Performance Fees mit ungenügenden Renditen mit anderen Investitionen
"verrechnet" werden sollen. Der Beschwerdegegner habe somit davon ausgehen
können, dass die Berechnung für jeden Fonds bzw. für jede Investition gesondert
vorgenommen werde. Demzufolge sei jedes Produkt geeignet, eine Performance Fee
abzuwerfen, weshalb für die Berechnung der Performance Fee von einer
Individualbetrachtung der einzelnen Investitionen auszugehen sei.
6.2.2 Die Vorinstanz hat den Arbeitsvertrag und das Beiblatt zutreffend nach
dem Vertrauensprinzip ausgelegt, nachdem kein übereinstimmender wirklicher
Wille festgestellt werden konnte, und dabei in Anwendung der allgemeinen
Grundsätze der Vertragsauslegung erwogen, dass nicht vom Wortlaut abzuweichen
sei, solange keine ernsthaften Gründe dafür sprechen (BGE 129 III 118 E. 2.5 S.
122; 128 III 265 E. 3a S. 267).

Die Vorinstanz hat verbindlich festgestellt, dass bei der Beschwerdeführerin
überproportionale Gewinnbeteiligungen gewöhnlich für jeden Fonds bzw. für jede
Investition gesondert erfolgen. Nachdem im Beiblatt eine Gruppenbetrachtung
nicht erwähnt wird, konnte demnach auch der Beschwerdegegner nach Treu und
Glauben davon ausgehen, dass die angewendete Einzelbetrachtung auch auf das mit
der Beschwerdeführerin vereinbarte Entlöhnungsmodell anwendbar ist. Das
Vorbringen der Beschwerdeführerin, eine Einzelbetrachtung sei dem Private
Equity fremd und überdies auch allzu risikobehaftet, lässt die
Vertragsauslegung der Vorinstanz nach dem Vertrauensprinzip nicht
bundesrechtswidrig erscheinen, weshalb sich die Beschwerde auch in diesem Punkt
als unbegründet erweist.

7.
Die Beschwerde erweist sich als insgesamt unbegründet und ist abzuweisen,
soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird die
Beschwerdeführerin kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 sowie
Art. 68 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche
Verfahren mit Fr. 2'500.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I.
Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. März 2012

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Die Gerichtsschreiberin: Reitze