Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.39/2011
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_39/2011, 4A_47/2011

Urteil vom 8. August 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichter Kolly, Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte
Go Fast Sports & Beverage Company,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Nicolas Passadelis,
Klägerin, Beschwerdeführerin, Beschwerdegegnerin

gegen

1. A.________,
2. B.________,
3. C.________,
4. Go Fast Sports (Europe) AG,
5. Go Fast Sports (Switzerland) GmbH,
6. X.________ GmbH,
alle vertreten durch Rechtsanwalt Urs Studer,
Beklagte, Beschwerdeführer, Beschwerdegegner.

Gegenstand
Marken- und Lauterkeitsrecht,

Beschwerden gegen das Urteil des Obergerichts des
Kantons Solothurn, Zivilkammer,
vom 12. November 2010.

Sachverhalt:

A.
Die Go Fast Sports & Beverage Company (Klägerin) hat Sitz in den USA. Sie
entstand im Jahr 2002 als Go Fast Beverage Co. durch Fusion der 1996
gegründeten Go Fast, Inc. (später: Go Fast Beverage Co.) und der 2001
gegründeten Go Fast Sports & Beverage Co. und wurde in der Folge in "Go Fast
Sports & Beverage Company" umfirmiert. Sie bzw. ihre Vorgängerfirmen vertreiben
seit 1996 Bekleidung unter der Marke "GO FAST" und seit 2001 einen Energy Drink
unter der Marke "GO FAST SPORTS". Dieser bildet inzwischen das Hauptprodukt.
Produziert respektive abgefüllt wird er nicht durch die Klägerin selbst,
sondern in deren Auftrag durch die Y.________ Company.

Die Go Fast Sports (Europe) AG (Beklagte 4) wurde im Jahr 2003
(Handelsregistereintrag 16. Oktober 2003) von A.________ (Beklagter 1) und
B.________ (Beklagte 2) sowie D.________ gegründet. Sie bezweckt den Handel mit
Sport-Energy Drinks der Marke Go Fast Sports, mit Sportartikeln jeder Art und
Waren aller Art in ganz Europa; sie kann sich an anderen Unternehmen beteiligen
sowie Grundstücke erwerben, halten und veräussern. Einziger Verwaltungsrat ist
seit 29. Januar 2008 C.________ (Beklagter 3).

Die Go Fast Sports (Switzerland) GmbH (Beklagte 5) wurde am 12. Juli 2005 im
Handelsregister eingetragen. Sie bezweckt den Handel mit Sportartikeln und
Waren aller Art sowie die Verwaltung, Verwertung von und den Handel mit eigenen
oder fremden Lizenzen und Patenten; sie kann Liegenschaften vermitteln,
erwerben, verwalten und verkaufen. Als Gesellschafter fungierten ursprünglich
die Beklagten 1 und 2, seit 25. August 2009 die Beklagte 4 und E.________.

Die X.________ GmbH (Beklagte 6) wurde am 6. Februar 2008 in das
Handelsregister eingetragen. Sie bezweckt die Entwicklung, die Herstellung von
und den Handel mit Getränken und Lebensmittelzusatzstoffen sowie die Erbringung
aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen. Sie kann im In- und Ausland
Zweigniederlassungen errichten, sich an anderen Unternehmen beteiligen,
Grundeigentum, Lizenzen, Patente und andere immaterielle Werte erwerben,
verwalten, vermitteln und veräussern sowie alle Geschäfte eingehen und Verträge
abschliessen, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft zu fördern oder
direkt oder indirekt damit im Zusammenhang stehen. Einziger Gesellschafter ist
seit der Gründung der Beklagte 3.
Die Klägerin macht geltend, die Beklagte 4 habe bis 31. März 2008 als
schweizerische Distributorin für die klägerischen Produkte fungiert. Seit dem
1. April 2008 sei sie - ebenso wie die übrigen Beklagten - nicht (mehr) befugt,
die Bezeichnung "Go Fast" bzw. "Go Fast Sports" und entsprechende Kennzeichen
zu verwenden. Die Beklagten hätten trotzdem unter dieser Bezeichnung Energy
Drinks vertrieben.

Sie erhebt Ansprüche gestützt auf drei materiellrechtliche Grundlagen:
Erstens beruft sie sich auf die Priorität ihrer schweizerischen Wortmarke "GO
FAST" (Art. 3 MSchG).
Zweitens bringt sie vor, bei den Marken der Beklagten handle es sich um
Agentenmarken im Sinne von Art. 4 MSchG.
Drittens leitet sie ihre Ansprüche aus dem Bundesgesetz über den unlauteren
Wettbewerb (UWG) ab.

B.
B.a Am 16. September 2008 erhob die Klägerin gegen die Beklagten 1-6 beim
Obergericht des Kantons Solothurn Klage mit - zuletzt - folgenden Anträgen:

"1. Es sei den Beklagten solidarisch und unter Androhung der Überweisung (ggf.
ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verbieten, die Bezeichnung "GO FAST" oder mit dieser Bezeichnung
verwechslungsfähige Begriffe in Alleinstellung bzw. in Kombination mit anderen
Wort- und/oder Bildbestandteilen in jeglicher Form und Schreibweise:
- als Firma, Enseigne oder Geschäftsbezeichnung im Zusammenhang mit Bekleidung,
Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbildern,
Schlüsselanhängern, Trinkflaschen), Getränken und Sirupen, sowie anderen
Präparaten für die Zubereitung von Getränken zu benutzen;
- auf Bekleidung, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbilder,
Schlüsselanhänger, Trinkflaschen), Getränken und Sirupen sowie anderen
Präparaten für die Zubereitung von Getränken bzw. auf deren Verpackung
anzubringen;
- im Zusammenhang mit Bekleidung, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie
Abziehbildern, Schlüsselanhängern, Trinkflaschen), Getränken und Sirupen sowie
anderen Präparaten für die Zubereitung von Getränken als Kennzeichen zu
benutzen, auf Geschäftspapieren, Preislisten, in Prospekten, auf Internetseiten
oder sonstwie im geschäftlichen Verkehr zu gebrauchen;
- Dritte zu den in dieser Ziffer 1 genannten Handlungen aufzufordern oder zu
veranlassen bzw. Dritte bei diesen Handlungen in irgendeiner Weise zu
unterstützen.
2. Es sei den Beklagten solidarisch und unter Androhung der Überweisung (ggf.
ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verbieten, mit der Bezeichnung "GO FAST" oder mit dieser Bezeichnung
verwechslungsfähige Begriffe in Alleinstellung bzw. in Kombination mit anderen
Wort- und/oder Bildbestandteilen in jeglicher Form und Schreibweise versehene
oder gekennzeichnete Bekleidung, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie
Abziehbilder, Schlüsselanhänger, Trinkflaschen), Getränke oder Sirupe sowie
andere Präparate für die Zubereitung von Getränken bzw. Verpackungen solcher
Produkte zu entwickeln, herzustellen, zu lagern, in den Verkehr zu bringen, zu
bewerben, ein- oder auszuführen, zu vertreiben, zu verkaufen oder Dritte zu
diesen Handlungen aufzufordern oder zu veranlassen bzw. Dritte bei diesen
Handlungen in irgendeiner Weise zu unterstützen.

3. Es seien die Beklagten solidarisch und unter Androhung der Überweisung (ggf.
ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verpflichten, den Vertrieb und Verkauf von mit der Bezeichnung "GO FAST"
oder mit dieser Bezeichnung verwechslungsfähigen Begriffen in Alleinstellung
bzw. in Kombination mit anderen Wort- und/oder Bildbestandteilen in jeglicher
Form und Schreibweise versehenen oder gekennzeichneten Bekleidung, Schuhwaren,
Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbildern, Schlüsselanhängern,
Trinkflaschen), Getränken und Sirupen sowie anderen Präparaten für die
Zubereitung von Getränken bzw. Verpackungen solcher Produkte, die weder von der
Klägerin noch einem von der Klägerin dazu autorisierten Dritten hergestellt
wurden, unverzüglich zu unterbinden und solche Waren zurückzurufen.

4. Es seien die Beklagten solidarisch und unter Androhung der Überweisung (ggf.
ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verpflichten, der Klägerin innert 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft
schriftlich Auskunft zu erteilen und mittels Vorlage von Geschäftsbüchern,
Lieferantenrechnungen, Rechnungen an Kunden, Inventarauszüge und
Kalkulationstabellen was folgt zu belegen:
- Menge der ohne Zustimmung der Klägerin mit der Bezeichnung "GO FAST"
versehenen oder gekennzeichneten und an Dritte verkauften Bekleidung,
Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbilder, Schlüsselanhänger,
Trinkflaschen), Getränke und Sirupe sowie andere Präparate für die Zubereitung
von Getränken bzw. Verpackungen solcher Produkte;
- den dabei erzielten Umsatz;
- die Ankaufspreise für diese Produkte;
- die nach Kostenarten aufgeschlüsselten Kosten, die im Zusammenhang mit dem
Verkauf bzw. Vertrieb, der Einfuhr, der Ausfuhr und der Lagerung dieser
Produkte entstanden sind;
- die aus dem Verkauf dieser Produkte erzielten Gewinne, aufgeschlüsselt nach
Gewinnart.
Zudem seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, der Klägerin den von der
Klägerin nach erfolgter Rechnungslegung durch die Beklagten bezifferten Gewinn
herauszugeben.

5. Es seien die Beklagten solidarisch und unter Androhung der Überweisung (ggf.
ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verpflichten, sämtliche in ihrem Besitz befindlichen und ohne Zustimmung der
Klägerin mit der Bezeichnung "GO FAST" versehenen oder gekennzeichneten
Bekleidung, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbilder,
Schlüsselanhänger, Trinkflaschen), Getränke und Sirupe sowie andere Präparate
für die Zubereitung von Getränken bzw. Verpackungen solcher Produkte zu
vernichten und die Vernichtung gegenüber der Klägerin innert 30 Tagen ab
Eintritt der Rechtskraft schriftlich nachzuweisen.

6. Es seien die Schweizerischen Markenanmeldungen Nr. 53482/2008, 53263/2008,
53482/2008, 60094/2008, 60095/2008, 60096/2008, 60097/2008, 60098/2008, 60099/
2008, 60100/2008, die schweizerischen Markenregistrierungen Nr. 561176, 561189,
570665, 570687, 570688, 570689, 570690, 572598, sowie die Internationalen
Registrierungen Nr. 939654 und 967609 durch das Gericht der Klägerin zu
übertragen; unter Mitteilung an das schweizerische Institut für geistiges
Eigentum.
Eventualiter sei durch das Gericht festzustellen, dass die in Ziffer 6
aufgeführten Markenanmeldungen, die schweizerischen Markenregistrierungen und
die Internationalen Registrierungen nichtig sind; unter Mitteilung an das
schweizerische Institut für geistiges Eigentum zwecks Löschung.

7. Es sei der Beklagte 1 unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter
wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für
den Fall der Zuwiderhandlung zu verpflichten, die Domain-Namen gofastsports.ch,
gofastsports.li, gofastsport.cz, gofastsport.li, gofastsports.pt,
gofastsports.aero, geofastsport.cn [recte wohl: gofastsport.cn],
gofastsport.ch, gofastsport.tv, go-fast-sport.com, gofast-sports.com,
gofastsportsracing.com, gofastsportsracingdna.com, gofastsportz.com,
gofastsport.net, gofastsports.net, gofastsports.hn, gofastsport.at,
gofastsport.eu, gofast-sports.eu, gofastsportz.eu, go-fast-sports.eu,
gofastsports.la, gofastsports.com.au, gofastsports.tm, gofastsports.es,
gofastsport.lu sowie gofastsports.sh innert zehn Tagen ab Eintritt der
Rechtskraft an die Klägerin zu übertragen. Eventualiter sei gerichtlich die
Löschung der aufgeführten Domain-Namen zu veranlassen und der zuständigen
Registerstelle mitzuteilen.

8. Es sei die Beklagte 2 unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter
wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für
den Fall der Zuwiderhandlung zu verpflichten, die Domain-Namen gofastsports.de,
gofastsports.eu, gofastsport.us, gofastsports.md, gofastsports.am,
gofastsports.tm, gofastsports.es, gofastsport.im, gofastsports.se sowie
gofastsports.fr innert zehn Tagen ab Eintritt der Rechtskraft an die Klägerin
zu übertragen. Eventualiter sei gerichtlich die Löschung der aufgeführten
Domain-Namen zu veranlassen und der zuständigen Registerstelle mitzuteilen.

9. Es sei der Beklagte 3 unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter
wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für
den Fall der Zuwiderhandlung zu verpflichten, die Domain-Namen gofastsports.cn,
gofastsports.biz, gofastsports.info, gofastsports.mobi, gofastsports.org,
gofastsport.fm, gofastsport.com.mx, gofastsports.de, gofastsports.org.cn,
gofastsport.net.cn, gofastsports.cn, gofastsport.us, gofastsport.co.za,
gofastsport.in, gofastsport.ca, gofastsports.bz, gofastsports.ag,
gofastsports.com.cn, gofastsports.at, gofastsport.be, gofastsports.com.au,
gofastsport.dk, gofastsport.nl, gofastsport.se, gofastsports.cc,
gofastsports.fm, gofastsports.pl sowie gofastsports.net.cn innert zehn Tagen ab
Eintritt der Rechtskraft an die Klägerin zu übertragen. Eventualiter sei
gerichtlich die Löschung der aufgeführten Domain-Namen zu veranlassen und der
zuständigen Registerstelle mitzuteilen.

10. Es sei die Beklagte 4 unter Androhung der Überweisung ihrer
verantwortlichen Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verpflichten, die Domain-Namen gofastsports.net.nz, gofastsports.us,
gofastsport.dk, gofastsports.sc sowie gofastsport.pl innert zehn Tagen ab
Eintritt der Rechtskraft an die Klägerin zu übertragen.
Eventualiter sei gerichtlich die Löschung der aufgeführten Domain-Namen zu
veranlassen und der zuständigen Registerstelle mitzuteilen.

11. Es seien die Beklagten 4 und 5 unter Androhung der Überweisung ihrer
verantwortlichen Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verpflichten, die Domain-Namen gofastsports.us, gofastsports.org.uk,
gofastsport.co.uk, gofastsports.hn, gofastsport.de, gofastsports.si,
gofastsport.cn, gofastsport.li, gofastsports.li, gofastsport.ch,
gofastsports.ch, gofastsport.tv, go-fast-sports.com, gofast-sports.com,
gofastsportsracing.com, gofastsportsracingdna.com, gofastsportz.com,
gofastsport.net, gofastsports.net, gofastsport.us, gofastsport.co.za,
gofastsport.in, gofastsport.ca, gofastsport.at, gofastsport.be sowie
gofastsports.la innert zehn Tagen ab Eintritt der Rechtskraft an die Klägerin
zu übertragen. Eventualiter sei gerichtlich die Löschung der aufgeführten
Domain-Namen zu veranlassen und der zuständigen Registerstellung mitzuteilen.

12. Es seien die Beklagten 1-6 unter Androhung der Überweisung (ggf. ihrer
verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verpflichten, die Domain-Namen gofastsports.ca, gofastsports.name,
gofastsports.su, gofastsport.ru, und gofastsport.it innert 10 Tagen ab Eintritt
der Rechtskraft an die Klägerin zu übertragen. Eventualiter sei gerichtlich die
Löschung der aufgeführten Domain-Namen zu veranlassen und der zuständigen
Registerstelle mitzuteilen.

13. Es sei der Beklagten 4 unter Androhung der Überweisung ihrer
verantwortlichen Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verbieten, die Firma "Go Fast Sports (Europe) AG" zu führen und zu
verpflichten, die Firma innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft so zu
ändern, dass sie weder "go" noch "fast" als Bestandteile enthält.

14. Es sei der Beklagten 5 unter Androhung der Überweisung ihrer
verantwortlichen Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
zu verbieten, die Firma "Go Fast Sports (Switzerland) GmbH" zu führen und zu
verpflichten, die Firma innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft so zu
ändern, dass sie weder "go" noch "fast" als Bestandteile enthält.

15. Es sei die schweizerische Markenanmeldung Nr. 63433/2008 durch das Gericht
an die Klägerin zu übertragen; unter Mitteilung an das schweizerische Institut
für geistiges Eigentum.
Eventualiter sei die Nichtigkeit der Markenanmeldung Nr. 63433/2008
festzustellen.

16. Es sei den Beklagten 1-6 unter Androhung der Überweisung an den
Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art.
292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung zu verbieten, Domain-Namen mit dem
Bestandteil GO FAST auf den eigenen Namen bzw. auf die Firma oder durch Dritte
treuhänderisch registrieren zu lassen.

17. Es sei den Beklagten 1-6 unter Androhung der Überweisung an den
Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art.
292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung zu verbieten, Marken mit dem
Bestandteil GO FAST auf den eigenen Namen bzw. auf die Firma oder durch Dritte
treuhänderisch registrieren zu lassen.

18. Es sei die Klägerin zu ermächtigen, das Urteil des Obergerichts des Kantons
Solothurn oder Auszüge aus dem Dispositiv und/oder der Urteilsbegründung innert
30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft im Umfang von einer halben Seite in einer
beliebigen Sprache im Wirtschaftsteil der folgenden Publikationsorgane zu
veröffentlichen:
Neue Zürcher Zeitung (Schweiz);
Tagesanzeiger (Schweiz);
De Standaard (Belgien);
Beverage Business Insights (USA);
Skydiving Magazine (USA);
Beverage Spectrum Magazine (USA);
www.just-drinks.com (Internet)
www.foodbev.com (Internet)

19. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu solidarischen Lasten der
Beklagten."

Die Beklagten schlossen auf vollumfängliche Abweisung der Klage. Ausserdem
beantragten sie, es sei der internationalen Marke der Klägerin Nr. 990431 der
Schutz zu entziehen.
B.b Am 12. November 2010 fällte das Obergericht folgendes Urteil:

"1. Den Beklagten wird solidarisch und unter Androhung der Überweisung (ggf.
ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
verboten, die Bezeichnung "GO FAST" oder mit dieser verwechslungsfähige
Begriffe in Alleinstellung bzw. in Kombination mit anderen Wort- und/oder
Bildbestandteilen in jeglicher Form und Schreibweise:
- als Firma, Enseigne oder Geschäftsbezeichnung im Zusammenhang mit Bekleidung,
Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbildern,
Schlüsselanhängern, Trinkflaschen), Getränken und Sirupen sowie anderen
Präparaten für die Zubereitung von Getränken zu benutzen;
- auf Bekleidung, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbilder,
Schlüsselanhänger, Trinkflaschen), Getränken und Sirupen sowie anderen
Präparaten für die Zubereitung von Getränken bzw. auf deren Verpackung
anzubringen;
- im Zusammenhang mit Bekleidung, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie
Abziehbildern, Schlüsselanhängern, Trinkflaschen), Getränken und Sirupen sowie
anderen Präparaten für die Zubereitung von Getränken als Kennzeichen zu
benutzen, auf Geschäftspapieren, Preislisten, in Prospekten, auf Internetseiten
oder sonstwie im geschäftlichen Verkehr zu gebrauchen;
- Dritte zu den in dieser Ziffer 1 genannten Handlungen aufzufordern oder zu
veranlassen bzw. Dritte bei diesen Handlungen in irgendeiner Weise zu
unterstützen.

2. Den Beklagten wird solidarisch und unter Androhung der Überweisung (ggf.
ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
verboten, mit der Bezeichnung "GO FAST" oder mit dieser Bezeichnung
verwechslungsfähige Begriffe in Alleinstellung bzw. in Kombination mit anderen
Wort- und/oder Bildbestandteilen in jeglicher Form und Schreibweise versehene
oder gekennzeichnete Bekleidung, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie
Abziehbilder, Schlüsselanhänger, Trinkflaschen), Getränke und Sirupe sowie
andere Präparate für die Zubereitung von Getränken bzw. Verpackungen solcher
Produkte zu entwickeln, herzustellen, zu lagern, in den Verkehr zu bringen, zu
bewerben, ein- oder auszuführen, zu vertreiben, zu verkaufen oder Dritte zu
diesen Handlungen aufzufordern oder zu veranlassen bzw. Dritte bei diesen
Handlungen in irgendeiner Weise zu unterstützen.

3. Die Beklagten werden unter Androhung der Überweisung (ggf. ihrer
verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
verpflichtet, der Klägerin innert 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft
schriftlich Auskunft zu erteilen und mittels Vorlage von Geschäftsbüchern,
Lieferantenrechnungen, Rechnungen an Kunden, Inventarauszüge und
Kalkulationstabellen was folgt zu belegen, alles für den Zeitraum ab
14.10.2008:
- Menge der ohne Zustimmung der Klägerin mit der Bezeichnung "GO FAST"
versehenen oder gekennzeichneten und an Dritte verkauften Bekleidung,
Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbilder, Schlüsselanhänger,
Trinkflaschen), Getränke und Sirupe sowie andere Präparate für die Zubereitung
von Getränken bzw. Verpackungen solcher Produkte;
- den dabei erzielten Umsatz;
- die Ankaufspreise für diese Produkte;
- die nach Kostenarten aufgeschlüsselten Kosten, die im Zusammenhang mit dem
Verkauf bzw. Vertrieb, der Einfuhr, der Ausfuhr und der Lagerung dieser
Produkte entstanden sind;
- die aus dem Verkauf dieser Produkte erzielten Gewinne, aufgeschlüsselt nach
Gewinnart.
4. Die Beklagten werden solidarisch und unter Androhung der Überweisung (ggf.
ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
verpflichtet, sämtliche in ihrem Besitz befindlichen und ohne Zustimmung der
Klägerin mit der Bezeichnung "GO FAST" versehenen oder gekennzeichneten
Bekleidung, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbilder,
Schlüsselanhänger, Trinkflaschen), Getränke und Sirupe sowie andere Präparate
für die Zubereitung von Getränken bzw. Verpackungen solcher Produkte zu
vernichten und die Vernichtung gegenüber der Klägerin innert 30 Tagen ab
Eintritt der Rechtskraft schriftlich nachzuweisen.

5. Es wird festgestellt, dass die schweizerischen Markenanmeldungen Nr. 53428/
2008, 53263/2008, 53482/2008, 60094/2008, 60095/2008, 60096/2008, 60097/2008,
60098/2008, 60099/2008, 60100/2008, die schweizerischen Markenregistrierungen
Nr. 561176, 561189, 570665, 570687, 570688, 570689, 570690, 572598 sowie die
Internationalen Registrierungen Nr. 939654 und 967609 nichtig sind. Ebenfalls
nichtig ist die schweizerische Markenanmeldung Nr. 63433/2008. Dies wird dem
schweizerischen Institut für geistiges Eigentum zwecks Löschung mitgeteilt.

6. Der Beklagte 1 wird im Sinne von Erw. II.8g/bb unter Androhung der
Überweisung an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung
im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet,
innert zehn Tagen ab Eintritt (recte: Rechtskraft) des vorliegenden Urteils die
Löschung folgender Domainnamen zu veranlassen: gofastsports.ch,
gofastsports.li, gofastsport.cz, gofastsport.li, gofastsports.pt,
gofastsports.aero, geofastsport.cn [recte wohl: gofastsport.cn],
gofastsport.ch, gofastsport.tv, go-fast-sport.com, gofast-sports.com,
gofastsportsracing.com, gofastsportsracingdna.com, gofastsportz.com,
gofastsport.net, gofastsports.net, gofastsports.hn, gofastsport.at,
gofastsport.eu, gofast-sports.eu, gofastsportz.eu, go-fast-sports.eu,
gofastsports.la, gofastsports.com.au, gofastsports.tm, gofastsports.es,
gofastsport.lu und gofastsports.sc.

7. Die Beklagte 2 wird im Sinne von Erw. II.8g/bb unter Androhung der
Überweisung an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung
im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet,
innert 10 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils die Löschung folgender
Domainnamen zu veranlassen: gofastsports.de, gofastsports.eu, gofastsports.us,
gofastsports.md, gofastsports.am, gofastsports.tm, gofastsport.es,
gofastsports.im, gofastsports.se und gofastsports.fr.
8. Der Beklagte 3 wird im Sinne von Erw. II.8g/bb unter Androhung der
Überweisung an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung
im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet,
innert 10 Tagen ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils die Löschung folgender
Domainnamen zu veranlassen: gofastsports.cn, gofastsports.biz,
gofastsports.info, gofastsports.mobi, gofastsports.org, gofastsport.fm,
gofastsport.com.mx, gofastsports.de, gofastsports.org.cn, gofastsport.net.cn,
gofastsports.cn, gofastsport.us, gofastsport.co.za, gofastsport.in,
gofastsport.ca, gofastsports.bz, gofastsports.ag, gofastsports.com.cn,
gofastsports.at, gofastsport.be, gofastsports.com.au, gofastsport.dk,
gofastsport.nl, gofastsport.se, gofastsports.cc, gofastsports.fm,
gofastsports.pl und gofastsports.net.cn.

9. Die Beklagte 4 wird im Sinne von Erw. II.8g/bb unter Androhung der
Überweisung ihrer verantwortlichen Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams
gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der
Zuwiderhandlung verpflichtet, innert zehn Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des
vorliegenden Urteils die Löschung folgender Domainnamen zu veranlassen:
gofastsports.net.nz, gofastsports.us, gofastsports.org.uk, gofastsport.co.uk,
gofastsports.hn, gofastsport.de, gofastsports.si, gofastsport.cn,
gofastsport.li, gofastsports.li, gofastsport.ch, gofastsports.ch,
gofastsport.tv, gofast-sport.com, gofast-sports.com, gofastsportsracing.com,
gofastsportsracingdna.com, gofastsportz.com, gofastsport.net, gofastsports.net,
gofastsport.us, gofastsport.co.za, gofastsport.in, gofastsport.ca,
gofastsport.at, gofastsport.be, gofastsports.la, gofastsport.dk,
gofastsports.sc und gofastsport.pl.

10. Die Beklagte 5 wird im Sinne von Erw. II.8g/bb unter Androhung der
Überweisung ihrer verantwortlichen Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams
gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der
Zuwiderhandlung verpflichtet, innert zehn Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des
vorliegenden Urteils die Löschung folgender Domainnamen zu veranlassen:
gofastsports.us, gofastsport.org.uk, gofastsport.co.uk, gofastsports.hn,
gofastsport.de, gofastsports.si, gofastsport.cn, gofastsport.li,
gofastsports.li, gofastsport.ch, gofastsports.ch, gofastsport.tv,
go-fast-sport.com, gofastsports.com, gofastsportsracing.com,
gofastsportsracingdna.com, gofastsportz.com, gofastsport.net, gofastsports.net,
gofastsport.us, gofastsport.co.za, gofastsport.in, gofastsport.ca,
gofastsport.at, gofastsport.be, und gofastsports.la.

11. Die Beklagten 1-6 werden im Sinne von Erw. II.8g/bb unter Androhung der
Überweisung (ggf. ihrer verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen
Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den
Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet, innert zehn Tagen ab Eintritt der
Rechtskraft des vorliegenden Urteils die Löschung folgender Domainnamen zu
veranlassen: gofastsports.ca, gofastsports.name, gofastsports.su,
gofastsport.ru und gofastsport.it.
12. Der Beklagten 4 wird unter Androhung der Überweisung ihrer verantwortlichen
Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im
Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung verboten, die Firma
"Go Fast Sports (Europe) AG" zu führen und sie wird verpflichtet, die Firma
innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft so zu ändern, dass sie weder "go"
noch "fast" als Bestandteile enthält.

13. Der Beklagten 5 wird unter Androhung der Überweisung ihrer verantwortlichen
Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im
Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung verboten, die Firma
"Go Fast Sports (Switzerland) GmbH" zu führen und sie wird verpflichtet, die
Firma innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft so zu ändern, dass sie
weder "go" noch "fast" als Bestandteile enthält.

14. Den Beklagten 1-6 wird unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter
wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für
den Fall der Zuwiderhandlung verboten, Domain-Namen mit dem Bestandteil GO FAST
auf den eigenen Namen bzw. auf die Firma oder durch Dritte treuhänderisch
registrieren zu lassen.

15. Den Beklagten 1-6 wird unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter
wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für
den Fall der Zuwiderhandlung verboten, Marken mit dem Bestandteil GO FAST auf
den Namen bzw. auf die Firma oder durch Dritte treuhänderisch hinterlegen zu
lassen.

16. Art. 292 StGB lautet wie folgt:
"Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter
Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht
Folge leistet, wird mit Busse bestraft."

17. Die Klägerin wird ermächtigt, das Dispositiv des vorliegenden Urteils oder
Auszüge daraus innert 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft im Umfang von einer
Viertelseite in einer beliebigen Sprache im Wirtschaftsteil der folgenden
Publikationsorgane zu veröffentlichen:
Neue Zürcher Zeitung (Schweiz)
Tagesanzeiger (Schweiz)
Beverage Business Insights (USA)
Skydiving Magazine (USA)
Beverage Spectrum Magazine (USA)
www.just-drinks.com (Internet)
www.foodbev.com (Internet)

18. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

19. In Gutheissung der sinngemäss erhobenen Widerklage wird festgestellt, dass
die klägerische internationale Marke Nr. 990431 nichtig ist. Dies wird dem
schweizerischen Institut für Geistiges Eigentum zwecks Löschung oder deren
Veranlassung mitgeteilt.

20. Die Beklagten haben der Klägerin unter solidarischer Haftbarkeit eine
Parteientschädigung von Fr. 95'376.65 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu
bezahlen.

21. Die geleistete Parteikostensicherheit von Fr. 40'000.-- ist der Klägerin
zurückzuerstatten.

22. Die Gerichtskosten von Fr. 80'000.-- haben die Beklagten unter
solidarischer Haftbarkeit zu Fr. 72'000.-- und die Klägerin zu Fr. 8'000.-- zu
bezahlen."
B.c Vor und während des Klageverfahrens wurden auf Antrag der Klägerin
verschiedene vorsorgliche Massnahmen gegen die Beklagten 1-3 verfügt. Diese
fochten die entsprechende Verfügung vom 20. August 2008 mit Rekurs an. Im
Nachgang zum Urteil in der Sache schrieb das Obergericht des Kantons Solothurn
das diesbezügliche Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit ab mit Kosten- und
Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten 1-3. Diesen Beschluss fochten die
Beklagten 1-3 mit Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht an (Verfahren
4A_59/2011).

C.
C.a Die Klägerin beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen
(Verfahren 4A_39/2011):

"1. Es sei die Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:

"Die Beklagten werden unter Androhung der Überweisung (ggf. ihrer
verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
verpflichtet, der Klägerin innert 30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft
schriftlich Auskunft zu erteilen und mittels Vorlage von Geschäftsbüchern,
Lieferantenrechnungen, Rechnungen an Kunden, Inventarauszüge und
Kalkulationstabellen ohne Beschränkung auf eine bestimmte Zeitperiode was folgt
zu belegen:
- Menge der ohne Zustimmung der Klägerin mit der Bezeichnung "GO FAST"
versehenen oder gekennzeichneten und an Dritte verkauften Bekleidung,
Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (wie Abziehbilder, Schlüsselanhänger,
Trinkflaschen), Getränke und Sirupe sowie andere Präparate für die Zubereitung
von Getränken bzw. Verpackungen solcher Produkte;
- den dabei erzielten Umsatz;
- die Ankaufspreise für diese Produkte;
- die nach Kostenarten aufgeschlüsselten Kosten, die im Zusammenhang mit dem
Verkauf bzw. Vertrieb, der Einfuhr, der Ausfuhr und der Lagerung dieser
Produkte entstanden sind;
- die aus dem Verkauf dieser Produkte erzielten Gewinne, aufgeschlüsselt nach
Gewinnart.
Die Beklagten werden solidarisch verpflichtet, der Klägerin den von der
Klägerin nach erfolgter Rechnungslegung durch die Beklagten ohne Beschränkung
auf eine bestimmte Zeitperiode bezifferten Gewinn herauszugeben."

Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 3 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

2. Es sei die Dispositiv-Ziffer 5 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:

"Die schweizerischen Markenanmeldungen und Markenregistrierungen Nr. 53482/2008
(Reg.-Nr. 576169), 53263/2008 (Reg.-Nr. 572598), 53482/2008 (Reg.-Nr. 576169),
60094/2008 (Reg.-Nr. 584122), 60095/2008 (Reg.-Nr. 584123), 60096/2008, 60097/
2008 (Reg.-Nr. 590485), 60098/2008 (Reg.-Nr. 584124), 60099/2008 und 60100/2008
Reg.-Nr. 584125), Nr. 561176, 561189, 570665, 570687, 570688, 570689, 570690,
572598 sowie die Internationalen Registrierungen Nr. 939654 und 967609 werden
durch das Gericht an die Klägerin übertragen. Dies wird dem schweizerischen
Institut für geistiges Eigentum zwecks Registeränderung mitgeteilt."

Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 5 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

3. Es sei die Dispositiv-Ziffer 6 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:
"Der Beklagte 1 wird unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter wegen
Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den
Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet, innert zehn Tagen ab Eintritt des
vorliegenden Urteils die Übertragung folgender Domainnamen an die Klägerin zu
veranlassen: gofastsports.ch, gofastsports.li, gofastsport.cz, gofastsport.li,
gofastsports.pt, gofastsports.aero, geofastsport.cn [recte wohl:
gofastsport.cn], gofastsport.ch, gofastsport.ty, go-fast-sport.com,
gofast-sports.com, gofastsportsracing.com, gofastsportsracingdna.com,
gofastsportz.com, gofastsport.net, gofastsports.net, gofastsports.hn,
gofastsport.at, gofastsport.eu, gofastsports.eu, gofastsportz.eu,
go-fast-sports.eu, gofastsports.la, gofastsports.com.au, gofastsports.tm,
gofastsports.es, gofastsport.lu und gofastsports.sc."

Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 6 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

4. Es sei die Dispositiv-Ziffer 7 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:
"Die Beklagte 2 wird unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter wegen
Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den
Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet, innert 10 Tagen ab Rechtskraft des
vorliegenden Urteils die Übertragung der folgenden Domainnamen an die Klägerin
zu veranlassen: gofastsports.de, gofastsports.eu, gofastsports.us,
gofastsports.md, gofastsports.am, gofastsports.tm, gofastsport.es,
gofastsports.im, gofastsports.se und gofastsports.fr."

Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 7 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

5. Es sei die Dispositiv-Ziffer 8 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:

"Der Beklagte 3 wird unter Androhung der Überweisung an den Strafrichter wegen
Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den
Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet, innert 10 Tagen ab Rechtskraft des
vorliegenden Urteils die Übertragung folgender Domainnamen an die Klägerin zu
veranlassen: gofastsports.cn, gofastsports.biz, gofastsports.info,
gofastsports.mobi, gofastsports.org, gofastsport.fm, gofastsport.com.mx,
gofastsports.de, gofastsports.org.cn, gofastsport.net.cn, gofastsports.cn,
gofastsport.us, gofastsport.co.za, gofastsport.in, gofastsport.ca,
gofastsports.bz, gofastsports.ag, gofastsports.com.cn, gofastsports.at,
gofastsport.be, gofastsports.com.au, gofastsport.dk, gofastsport.nl,
gofastsport.se, gofastsports.cc, gofastsports.fm, gofastsports.pl und
gofastsports.net.cn."
Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 8 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

6. Es sei die Dispositiv-Ziffer 9 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:

"Die Beklagte 4 wird unter Androhung der Überweisung ihrer verantwortlichen
Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung im
Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet, innert
zehn Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils die Übertragung
folgender Domainnamen zu veranlassen: gofastsports.net.nz, gofastsports.us,
gofastsports.org.uk, gofastsport.co.uk, gofastsports.hn, gofastsport.de,
gofastsports.si, gofastsport.cn, gofastsport.li, gofastsports.li,
gofastsport.ch, gofastsports.ch, gofastsport.ty, gofast-sport.com,
gofast-sports.com, gofastsportsracing.com, gofastsportsracingdna.com,
gofastsportz.com, gofastsport.net, gofastsports.net, gofastsport.us,
gofastsport.co.za, gofastsport.in, gofastsport.ca, gofastsport.at,
gofastsport.be, gofastsports.la, gofastsport.dk, gofastsports.sc und
gofastsport.pl."

Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 9 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

7. Es sei die Dispositiv-Ziffer 10 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:

"Die Beklagte 5 wird im Sinne von Erw. II.8g/bb unter Androhung der Überweisung
ihrer verantwortlichen Organe an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
verpflichtet, innert zehn Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden
Urteils die Löschung folgender Domainnamen zu veranlassen: gofastsports.us,
gofastsport.org.uk, gofastsport.co.uk, gofastsports.hn, go-fastsport.de,
gofastsports.si, gofastsport.cn, gofastsport.li, gofastsports.li,
gofastsport.ch, gofastsports.ch, gofastsport.ty, go-fast-sport.com,
gofastsports.com, gofastsportsracing.com, gofastsportsracingdna.com,
gofastsportz.com, gofastsports.net, gofastsport.us, gofastsport.co.za,
gofastsport.in, gofastsport.ca, gofastsport.at, gofastsport.be und
gofastsports.la."

Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 10 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

8. Es sei die Dispositiv-Ziffer 11 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:

"Die Beklagten 1-6 werden unter Androhung der Überweisung (ggf. ihrer
verantwortlichen Organe) an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen eine
amtliche Verfügung im Sinne von Art. 292 StGB für den Fall der Zuwiderhandlung
verpflichtet, innert zehn Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden
Urteils die Übertragung folgender Domainnamen an die Klägerin zu veranlassen:
gofastsports.ca, gofastsports.name, gofastsports.su, gofastsport.ru und
gofastsport.it."

Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 11 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

9. Es sei die Dispositiv-Ziffer 20 des Urteils des Obergerichts des Kantons
Solothurn vom 12. November 2010 wie folgt zu ändern:

"Die Beklagten haben der Klägerin unter solidarischer Haftbarkeit eine
Parteientschädigung von Fr. 107'298.70 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu
bezahlen."

Eventualiter sei die Dispositiv-Ziffer 20 aufzuheben und zur Neubeurteilung an
das Obergericht des Kantons Solothurn zurückzuweisen.

10. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu solidarischen Lasten der
Beschwerdegegner."

Die Beklagten schliessen auf Abweisung der Beschwerde.

Die Vorinstanz beantragt, die Beschwerde abzuweisen unter Verzicht auf eine
eingehende Vernehmlassung. Lediglich hinsichtlich der Bemessung der
Parteientschädigung zugunsten der Klägerin weist sie darauf hin, dass diese
nach gegenseitiger Verrechnung der im Verhältnis 9 zu 1 resultierenden
Parteienschädigungen festgelegt wurde.
C.b Die Beklagten erheben ihrerseits Beschwerde in Zivilsachen (Verfahren 4A_47
/2011). Sie beantragen, das Urteil des Obergerichts sei mit Ausnahme der
Ziffern 18 und 19 vollumfänglich aufzuheben und es sei die Klage der Klägerin
vollumfänglich abzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die
Vorinstanz zurückzuweisen.
Die Klägerin beantragt, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten,
eventualiter sei sie abzuweisen. Die Vorinstanz schliesst auf Abweisung der
Beschwerde.
C.c
Mit Präsidialverfügung vom 7. März 2011 wurde beiden Beschwerden aufschiebende
Wirkung erteilt.
Am 18. April 2011 forderte die Präsidentin die Klägerin zur Sicherstellung
einer allfälligen Parteientschädigung von Fr. 9'000.-- auf, die am 6. Mai 2011
bei der Bundesgerichtskasse einging. Hingegen wurde das Gesuch der Klägerin um
Sicherstellung einer allfälligen Parteientschädigung mit Präsidialverfügung vom
4. Mai 2011 abgelehnt.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerden in den Verfahren 4A_39/2011 und 4A_47/2011 richten sich gegen
das gleiche Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 12. November
2010. Auch sind die gleichen Parteien involviert. Es rechtfertigt sich demnach,
die Verfahren zu vereinigen und die beiden Beschwerden in einem einzigen
Entscheid zu beurteilen.

2.
Es geht um eine Zivilrechtsstreitigkeit in Anwendung des MSchG (SR 232.11) und
des UWG (SR 241). Dafür sieht das Bundesrecht eine einzige kantonale Instanz
vor (Art. 5 Abs. 1 lit. a und d ZPO; zuvor Art. 58 Abs. 3 aMSchG und Art. 12
Abs. 2 aUWG). Die Beschwerde in Zivilsachen ist demnach unabhängig vom
Streitwert zulässig (Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG).

3.
3.1 Mit Beschwerde in Zivilsachen können Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96
BGG gerügt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begründen, andernfalls
wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedrängter Form
darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Eine qualifizierte Rügepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von
Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht
prüft solche Rügen nur insofern, als sie in der Beschwerde präzise vorgebracht
und begründet worden sind. Wird eine Verletzung des Willkürverbots geltend
gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt
werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen
Mangel leidet (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 134 II 244 E. 2.2;
133 III 439 E. 3.2 S. 444).

Unerlässlich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf
die Begründung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt,
worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdeführer soll in der
Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen
Verfahren eingenommen hat, erneut bekräftigen, sondern mit seiner Kritik an den
als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE
134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.; 134 V 53 E. 3.3; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287). Dabei
hat die Begründung in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen; Verweise auf
andere Rechtsschriften, insbesondere im kantonalen Verfahren eingereichte, sind
unbeachtlich (vgl. BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.; 131 III 384 E. 2.3 S. 387
f., je mit Hinweisen).

3.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die
Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie
offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art.
95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei
"willkürlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2). Überdies muss die Behebung des Mangels
für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).

Der Beschwerdeführer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz
anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die gerügten
Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich
unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen
(vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2 S. 511 f.; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3,
393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Soweit der Beschwerdeführer den Sachverhalt ergänzen
will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende
rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den
Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli
2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_526/2008 vom 21. Januar 2009
E. 3.2). Überdies ist in der Beschwerde darzutun, inwiefern die Behebung des
gerügten Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97
Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Auf eine Kritik an den tatsächlichen
Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht genügt, ist nicht
einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3).

4.
Die Klägerin stellt den Verfahrensantrag, es seien die Parteien zu einer
mündlichen Parteiverhandlung vorzuladen.

Dieser Antrag wird indessen in der Beschwerde nicht begründet und ist ohne
weiteres abzuweisen. Vor Bundesgericht findet eine Parteiverhandlung nur
ausnahmsweise statt (vgl. HEIMGARTNER/WIPRÄCHTIGER, in: Basler Kommentar,
Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 13 zu Art. 57 BGG). Gründe dafür, dass
vorliegend eine solche Platz zu greifen hätte, werden von der Klägerin nicht
genannt und sind nicht ersichtlich.

5.
5.1 Die Vorinstanz hielt zunächst fest, dass die Beklagte 4 aufgrund eines
Alleinvertriebsvertrags berechtigt war, die Produkte der Klägerin, insbesondere
auch den Energy Drink, jedenfalls in der Schweiz zu vertreiben. Sie gelangte
zum Auslegungsergebnis, dass dieser Vertrag auf eine feste Dauer von fünf
Jahren abgeschlossen worden sei. Er sei demnach am 13. Oktober 2008 abgelaufen.
Die durch die Klägerin auf den 31. März 2008 ausgesprochene Kündigung habe
daher erst auf den 13. Oktober 2008 wirksam werden können. Ab diesem Zeitpunkt
habe zwischen den Parteien kein Vertragsverhältnis mehr bestanden.

5.2 In der Folge prüfte die Vorinstanz, ob die Klägerin ihre Begehren auf
Markenrecht stützen könne. Dies verneinte sie hinsichtlich beider angerufenen
Anspruchsgrundlagen:

Zum einen erkannte sie, die am 30. Juni 2003 angemeldete, für die Warenklassen
25 und 32 eingetragene schweizerische Wortmarke der Klägerin Nr. 515023 "GO
FAST" sei Gemeingut und daher nicht schutzfähig. Entsprechend könne sich die
Klägerin für ihre Ansprüche nicht auf die Priorität dieser Marke berufen.

Zum andern verneinte die Vorinstanz auch, dass die Klägerin ihre Ansprüche auf
Art. 4 MSchG stützen könne. Zur Begründung erwog sie unter anderem, dass
betreffend die Wort-/Bildmarken des Beklagten 1 eine erhebliche Differenz zur
Wortmarke der Klägerin bestehe. In Bezug auf die beklagtische Wortmarke "Go
Fast Sports" (Nr. 561189) wäre die Berufung auf Art. 4 MSchG möglich, indessen
sei diese Marke ebenso wie das klägerische Zeichen "GO FAST" dem Gemeingut
zuzuordnen und daher nicht schutzfähig. Dies führe - im Sinne des klägerischen
Eventualbegehrens - zur Nichtigerklärung anstelle der Übertragung.

5.3 Die Vorinstanz bejahte hingegen einen Verstoss gegen das UWG (Art. 3 lit.
d) durch den Vertrieb eines Energy Drinks mit der Bezeichnung "Go Fast", soweit
er nach dem Erlöschen der vertraglichen Beziehung (13. Oktober 2008) erfolgt
sei. Die von der Klägerin aus der UWG-Verletzung abgeleiteten Ansprüche hiess
die Vorinstanz grösstenteils gut. Das Rechtsbegehren 3 (Unterbindung von
Handlungen durch Dritte) wies sie hingegen ab. Das Rechtsbegehren 4
(Rechnungslegung) gewährte sie nur mit der zeitlichen Begrenzung ab 14. Oktober
2008. Zudem wurde in Bezug auf die beklagtischen Marken und Domain-Namen
(Rechtsbegehren Nrn. 6-12) nicht dem Hauptbegehren (Übertragung) sondern dem
Eventualantrag (Nichtigerklärung bzw. Löschung) stattgegeben.

5.4 Die Klägerin wendet sich mit ihrer Beschwerde gegen die zeitliche
Begrenzung ihres Rechnungslegungsanspruchs ab 14. Oktober 2008 (dazu Erwägung
6) und die (angebliche) Abweisung des Gewinnherausgabeanspruchs (dazu Erwägung
7) sowie gegen die Ablehnung der Übertragung der beklagtischen Marken und
Domain-Namen (dazu Erwägung 8-9). Sodann beanstandet sie die Höhe der ihr
zugesprochenen Parteientschädigung (dazu Erwägung 10).

Die Beklagten treten für die Abweisung der Klage ein, indem sie eine
willkürliche Sachverhaltsfeststellung sowie unrichtige Rechtsanwendung rügen.
Sie machen insbesondere geltend, die Klägerin könne sich nicht auf
schweizerisches Wettbewerbsrecht berufen (dazu Erwägung 13).

Beschwerde der Klägerin (Verfahren 4A_39/2011)

6.
6.1 Die Klägerin hält die zeitliche Begrenzung des Rechnungslegungsanspruchs ab
14. Oktober 2008 für rechtswidrig. Sie rügt unter diesem Titel eine falsche
Anwendung von Bundesrecht (Art. 1, 6, 18 OR) und eine Verletzung des
Willkürverbots (Art. 9 BV), indem die Vorinstanz eine feste Dauer des
Distributionsvertrags von fünf Jahren angenommen habe.

6.2 Die Vorinstanz gelangte zunächst in eingehender Würdigung der Unterlagen zu
den Vertragsverhandlungen zum Beweisergebnis, dass ein (tatsächlicher) Konsens
über die wesentlichen Punkte eines Distributionsvertrags zustande gekommen war.
Offen bleibe, welche Vertragsdauer vereinbart worden sei. Eine ausdrückliche
Vereinbarung darüber sei nicht getroffen worden. Ebenso wenig sei nachgewiesen,
dass die Parteien in diesem Punkt zu einer stillschweigenden
Willensübereinstimmung gelangt seien. Die Vorinstanz prüfte daher das Vorliegen
eines normativen Konsenses über diesen Punkt.

Sie erwog, im Rahmen der Vertragsverhandlungen habe die Klägerin jedes
finanzielle Engagement in Europa abgelehnt. Sie habe sich auf den Standpunkt
gestellt, wenn sie - anstatt abzuwarten, bis sich ihr eigenes Geschäft
entsprechend vergrössert habe - jemand anderen mit der Bearbeitung des
europäischen Marktes betraue, müsse dieser für sämtliche Kosten dieses
Unterfangens aufkommen. Die Beklagten hätten demnach zunächst beträchtliche
Investitionen zu erbringen gehabt. Ausserdem sei absehbar gewesen, dass sich
der Einstieg in den ausserordentlich umkämpften Markt für Energy Drinks nicht
von heute auf morgen würde realisieren lassen. Aus der Sicht der Beklagten habe
daher - und dies habe auch der Klägerin bewusst sein müssen - nur dann die
Aussicht auf geschäftlichen Erfolg bestanden, wenn sie Gelegenheit erhielten,
ihre Tätigkeit während einer gewissen garantierten Dauer auszuüben. Der
Beklagte 1 habe in seinem Entwurf für ein "Ownership Certificate" eine Frist
von fünf Jahren (bis 13. Oktober 2008, mit der Möglichkeit einer Verlängerung
nach neuen Verhandlungen) vorgesehen und ausdrücklich festgehalten, F.________
(CEO der Klägerin) möge eine andere Frist festlegen, wenn ihm dies als
angezeigt erscheine. Die Klägerin habe das "Ownership Certificate" nicht
unterzeichnet und keine Änderungs- oder Gegenvorschläge unterbreitet. Sie habe
aber dennoch die Vertragsbeziehungen aufgenommen und die bestellten Waren
geliefert. Dies habe der Beklagte 1 nach Treu und Glauben dahingehend verstehen
dürfen und müssen, dass die Klägerin die Aufnahme der Tätigkeit der Beklagten
gutheisse und eine Geschäftsbeziehung auf der Basis der geführten Gespräche
eingehen wolle. Mit Blick auf die Interessenlage der Beklagten und die
notwendigen Vorinvestitionen wäre in der gegebenen Situation zu erwarten
gewesen, dass die Klägerin Einwände gegen die im "Ownership Certificate"
vorgesehene Vertragsdauer erhoben hätte, wenn sie diese hätte verkürzen wollen.
Das Ausbleiben einer Antwort und damit auch einer expliziten Genehmigung des
Entwurfs lasse demgegenüber darauf schliessen und habe auch von den Beklagten
dahingehend verstanden werden müssen, dass die Klägerin Vorbehalte gegen das
vom Beklagten 1 beanspruchte Gebiet gehabt habe und diesem nicht ohne weiteres
und ohne jeglichen Nachweis eines kommerziellen Erfolgs ganz Europa
(einschliesslich Russland) mit 47 Ländern und mehr als 700 Millionen Einwohnern
als exklusives Vertriebsgebiet habe zusichern wollen. Eine Auslegung der
beidseitigen Äusserungen und Handlungen ergebe somit (im Sinne eines normativen
Konsenses), dass vereinbart worden sei, dem Beklagten 1 für einen Zeitraum von
fünf Jahren (entsprechend seinem Vorschlag im "Ownership Certificate") das
exklusive Recht zum Vertrieb der "Go Fast"-Produkte in der Schweiz einzuräumen,
dies verbunden mit der Möglichkeit, das Gebiet bei entsprechendem
geschäftlichem Erfolg auf weitere europäische Staaten, allenfalls ganz Europa,
auszudehnen.

6.3 Die Klägerin bringt vor, die Beklagten hätten gar nicht geltend gemacht,
sie seien von einer festen Vertragsdauer von fünf Jahren ausgegangen. Die
Beweiswürdigung der Vorinstanz sei willkürlich. Anstatt die vorhandenen
Beweise, insbesondere die entsprechenden Äusserungen der Beklagten (im
Prozess), bei der Beurteilung der Frage nach der Vertragsdauer angemessen zu
berücksichtigen, habe die Vorinstanz - im luftleeren Raum - auf einen
normativen Konsens geschlossen.

Der Inhalt eines Vertrags bestimmt sich in erster Linie durch subjektive
Auslegung, das heisst nach dem übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen (Art.
18 Abs. 1 OR). Wenn dieser unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des
mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien aufgrund des
Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang
sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und mussten (BGE 136 III
186 E. 3.2.1 S. 188; 132 III 24 E. 4 S. 27 f.; 131 III 606 E. 4.1 S. 611; 130
III 66 E. 3.2).

Es trifft demnach zu, dass die normative Auslegung erst greift, wenn ein
übereinstimmender wirklicher Parteiwillen nicht bewiesen werden kann. Die
Vorinstanz hat aber das Prinzip des Vorrangs der subjektiven Auslegung vor der
objektiven nicht verletzt. Sie prüfte zuerst, ob die Behauptungen der Beklagten
bewiesen seien. Diese hatten behauptet, die betreffenden Rechte seien ihnen
endgültig übertragen worden. Indem sich die Beklagten auf diesen Standpunkt
stellten, konnten sie nicht gleichzeitig eine feste Vertragsdauer von fünf
Jahren behaupten. Der Nachweis für eine endgültige Rechtsübertragung gelang den
Beklagten jedoch nicht, weshalb die Vorinstanz vom Fehlen eines diesbezüglichen
Konsenses ausging. Daraufhin prüfte sie folgerichtig in normativer Auslegung
(bzw. Lückenfüllung des Vertrags), für welche Dauer der Distributionsvertrag
geschlossen wurde. Der Vorwurf willkürlicher Beweiswürdigung ist bei dieser
Sach- und Rechtslage fehl am Platz.

6.4 Die Klägerin wirft der Vorinstanz ferner Willkür vor, weil sie
widersprüchlich argumentiere. Sie interpretiere das Schweigen der Klägerin auf
das ihr vom Beklagten 1 unterbreitete "Ownership Certificate" bei der Frage
nach der Vertragsdauer diametral anders als bei der Frage des Territoriums: Im
ersten Fall konstruiere sie aus dem Schweigen einen Konsens, im zweiten Fall
einen Dissens.
Der Vorwurf widersprüchlicher Argumentation scheint auf einem unzutreffenden
Verständnis des angefochtenen Urteils zu beruhen. Hinsichtlich der Frage der
Vertragsdauer folgerte die Vorinstanz aus der Interessenlage der Beklagten und
den notwendigen Vorinvestitionen, dass sie aus der Aufnahme der
Vertragsbeziehungen durch die Klägerin trotz Schweigens auf das "Ownership
Certificate" schliessen durften, dass die Klägerin mit der vorgeschlagenen
Vertragsdauer von fünf Jahren einverstanden sei, andernfalls sie Einwände
erhoben hätte. Dabei fällt ins Gewicht, dass bezüglich der Vertragsausdauer im
"Ownership Certificate" explizit festgehalten worden war, F.________ möge eine
andere Frist festlegen, wenn er dies für angezeigt halte. Mit Bezug auf das
Vertragsgebiet erklärte die Vorinstanz das Ausbleiben einer Antwort auf das
"Ownership Certificate" damit, dass die Klägerin offenbar mit dem
vorgeschlagenen Gebiet (ganz Europa) nicht einverstanden war. In diesem Punkt
prävalierte - anders als im Punkt der Vertragsdauer - die Interessenlage der
Klägerin, die dafür sprach, dass diese erst einmal den Erfolg der Tätigkeit der
Beklagten in einem begrenzten Gebiet abwarten durfte, bevor sie sich für ganz
Europa festlegte. In Berücksichtigung dieser Interessenlage der Klägerin
durften die Beklagten nach Treu und Glauben aus dem Schweigen auf das
"Ownership Certificate" nicht schliessen, die Klägerin sei auch mit dem
vorgeschlagenen Vertragsgebiet ohne weiteres einverstanden. Die Blickrichtung
ist demnach für die beiden Fragen der Vertragsdauer und des Vertragsgebiets
eine andere. Willkür durch widersprüchliches Argumentieren liegt nicht vor.

6.5 Die Annahme der Vorinstanz, die Beklagten hätten von einer Vertragsdauer
von fünf Jahren ausgehen dürfen, ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.
Namentlich angesichts der notwendigen Vorinvestitionen und der zu erwartenden
Dauer, bis sich ein Erfolg der Tätigkeit einstellen könnte, musste auch der
Klägerin, als sie die vertraglichen Beziehungen aufnahm und die bestellte Ware
lieferte, klar sein, dass die Beklagten nur ins Geschäft einstiegen, wenn ihnen
eine gewisse Vertragsdauer gesichert war. Wenn die Vorinstanz bei der konkreten
Bestimmung dieser Vertragsdauer auf den Vorschlag im "Ownership Certificate"
zurückgriff, zu dem - trotz expliziter Aufforderung - kein Widerspruch von
F.________ festgestellt wurde, so entspricht diese Vorgehensweise der Eruierung
des mutmasslichen Parteiwillens und die gefundene Regelung durchaus dem, was
vernünftige Parteien bei der nämlichen Interessenlage vorgesehen hätten. Für
das Bundesgericht besteht daher kein Anlass, in die Auslegung der Vorinstanz
einzugreifen.

6.6 Die Behauptung der Klägerin, sie habe aus wichtigem Grund auf den 31. März
2008 gekündigt, entbehrt der Grundlage im vorinstanzlich verbindlich
festgestellten Sachverhalt und kann daher nicht gehört werden, zumal die
Klägerin dazu keine (hinlängliche) Sachverhaltsrüge erhebt. Das selbe gilt,
soweit die Klägerin "alternativ" geltend macht, die Parteien hätten den
Distributionsvertrag auf diesen Zeitpunkt hin im gegenseitigen Einvernehmen
aufgelöst.

6.7 Die Klägerin meint schliesslich, die zeitliche Begrenzung des
Rechnungslegungsanspruchs auf die Zeit nach Vertragsbeendigung (ab 14. Oktober
2008) sei auch deshalb rechtswidrig, weil sie nur die Rechnungslegung über
Produkte verlangt habe, die ohne Zustimmung der Klägerin mit der Marke "GO
FAST" gekennzeichnet und verkauft worden seien. Das Rechnungslegungsbegehren
richte sich damit zwingend nur auf den Verkauf von Piraterieprodukten. Die
Originalprodukte, welche die Beklagten vertrieben hätten, seien ja mit
Zustimmung der Klägerin mit der Marke "GO FAST" gekennzeichnet worden. Auch
wenn dem nicht gefolgt würde, sei die Klägerin jedenfalls nur mit der Beklagten
4 in einem Vertragsverhältnis gestanden. Die zeitliche Begrenzung des
Rechnungslegungsanspruchs könnte sich demnach in jedem Fall nur auf die
Beklagte 4 beziehen.

In ihrem Rechtsbegehren 4 betreffend Rechnungslegung unterschied die Klägerin
nicht zwischen Originalprodukten und Piraterieprodukten. Sie verlangte die
Rechnungslegung betreffend "ohne Zustimmung der Klägerin mit der Bezeichnung
"GO FAST" versehenen oder gekennzeichneten und an Dritte verkauften Bekleidung,
Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Accessoires (...), Getränke, Sirupe sowie andere
Präparate für die Zubereitung von Getränken bzw. Verpackungen solcher
Produkte". Die Vorinstanz nahm diese Formulierung exakt in Ziffer 3 des
Dispositivs auf. Dabei ging sie davon aus, dass die Handlungen (insbesondere
Verkäufe) der Beklagten während der Dauer des Distributionsverhältnisses nicht
unlauter sein konnten, sondern mit Zustimmung der Klägerin erfolgten. Diese
macht nicht mit Aktenhinweisen geltend, dass sie im vorinstanzlichen Verfahren
ein Tatsachenfundament substanziiert hätte, auf dessen Grundlage die Vorinstanz
eine Unterscheidung zwischen Original- und Piraterieprodukten hätte treffen
müssen, die von den Beklagten während der Vertragsdauer vertrieben worden
seien. Wenn sie den Rechnungslegungsanspruch bei der gegebenen Sachlage
zeitlich auf die Zeit nach Ablauf des Distributionsverhältnisses, somit ab 14.
Oktober 2008, beschränkte, verletzte sie kein Recht.

Was die Rolle der einzelnen Beklagten anbelangt, finden sich im Urteil keine
Feststellungen dazu, welche Beklagten im Einzelnen in welchem Zeitraum mit "GO
FAST" gekennzeichnete Produkte verkauft haben bzw. was genau ihre Rolle dabei
war. Sicher war die Beklagte 4 Vertragspartnerin des Distributionsvertrags.
Teilweise werden aber "die Beklagten" schlechthin als "Distributoren der
Klägerin" bezeichnet (Urteil S. 25). Sodann ist bei der Umschreibung des
Inhalts des Distributionsverhältnisses davon die Rede, "die Beklagten sollten
in eigenem Namen und auf eigene Rechnung handeln. Sie hatten den Auftrag, auf
eigene Kosten den Markt aufzubauen und den Absatz der Produkte zu fördern. Das
ihnen zugewiesene Gebiet umfasste mit Sicherheit die Schweiz." (Urteil S. 18).
Diese allgemeinen Formulierungen scheinen aber letztlich der Prozessführung der
Klägerin zuzuschreiben sein, die ihr Rechnungslegungsbegehren unbestimmt gegen
"die Beklagten" richtete. Offenbar ging sie selber von einem Zusammenspiel der
Beklagten aus. Es finden sich im verbindlich festgestellten Sachverhalt der
Vorinstanz jedenfalls keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beklagten 1-3 und 5-6
während der Dauer des Distributionsverhältnisses ausserhalb desselben "GO
FAST"-Produkte verkauft hätten oder dabei beteiligt gewesen wären. Es ist daher
nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den Rechnungslegungsanspruch
gegenüber allen Beklagten auf die Zeit nach Beendigung des
Distributionsverhältnisses, mithin ab 14. Oktober 2008, beschränkte.

7.
Die Klägerin rügt, die Vorinstanz habe den Anspruch auf Gewinnherausgabe
rechtswidrig abgewiesen (Verletzung von Art. 55 Abs. 2 MSchG, Art. 9 Abs. 3
UWG, Art. 423 Abs. 1 OR und Art. 9 BV).

Die Klägerin verband im Sinne einer Stufenklage das Begehren um Rechnungslegung
mit der zunächst unbestimmten Forderungsklage auf Herausgabe des Gewinns. Sie
beantragte, die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Klägerin den
von ihr nach erfolgter Rechnungslegung durch die Beklagten bezifferten Gewinn
herauszugeben (Rechtsbegehren 4 Absatz 2).

Die Vorinstanz schweigt sich im Dispositiv über das Begehren auf
Gewinnherausgabe aus. Es könnte daher - darin ist der Klägerin recht zu geben -
angenommen werden, dass es in Ziffer 18, wonach die Klage im Übrigen abgewiesen
wird, enthalten und somit abgewiesen worden sei.
Aus der Urteilsbegründung geht in diesem Zusammenhang allerdings hervor, dass
die Vorinstanz einen Gewinnherausgabeanspruch der Klägerin grundsätzlich
anerkannte, ansonsten hätte sie auch den Hilfsanspruch auf Rechnungslegung
nicht gutgeheissen. Sie führte jedoch aus, der zu bezahlende Betrag entspreche
nicht unbesehen derjenigen Summe, welche die Klägerin gestützt auf die ihr zu
liefernden Grundlagen beziffere, sondern dem allenfalls durch unlautere
Handlungen erzielten Gewinn (Urteil S. 27).

Daran ist richtig, dass die Vorinstanz den Gewinnherausgabeanspruch nicht
gemäss der unbestimmten Formulierung von Rechtsbegehren 4 (Herausgabe des von
der Klägerin nach erfolgter Rechnungslegung durch die Beklagten bezifferten
Gewinns) gutheissen konnte. Wenn die Klägerin genau dies wiederum mit der
Beschwerde verlangt, kann ihr nicht stattgegeben werden. Die Vorinstanz hätte
jedoch - anstatt über den Gewinnherausgabeanspruch im Dispositiv zu schweigen -
die Klägerin ermächtigen sollen, den Gewinnherausgabeanspruch nach erfolgter
Rechnungslegung genau zu beziffern. Danach hat die Vorinstanz über die
Berechtigung des verlangten Betrags zu entscheiden (vgl. BGE 116 II 215 E. 4b
S. 220; ferner: BGE 123 III 140 E. 2b).

In diesem Punkt ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und zur Klarstellung
die Dispositiv-Ziffer 3 entsprechend zu ergänzen.

8.
Die Klägerin rügt sodann eine rechtswidrige Abweisung des Begehrens auf
Übertragung der Marken der Beklagten (Verletzung von Art. 53 und Art. 4 MSchG
sowie von Art. 9 BV). Sie beanstandet zunächst, dass die Vorinstanz ihre
Wortmarke "GO FAST" für schutzunfähig erachtet hat (Art. 2 lit. a MSchG).

8.1 Die Vorinstanz stellte fest, die schweizerische Wortmarke Nr. 515023 "GO
FAST" sei am 30. Juni 2003 beim Institut für geistiges Eigentum (IGE)
angemeldet und für die Warenklassen 25 und 32 hinterlegt worden. Die Marke sei
auf F.________ eingetragen, welcher sie am 22. Dezember 2005 auf die Klägerin
übertragen habe. Dies sei den Beklagten spätestens im Februar 2008 mitgeteilt
worden.

Weiter hielt sie fest, der Beklagte 1 sei Inhaber der Wort-/Bildmarken Nr.
561176 (Hinterlegungsdatum: 1. Mai 2007), 572598 (Hinterlegungsdatum: 11. März
2008), 570687-570689 (Hinterlegungsdatum: 17. März 2008), 572690
(Hinterlegungsdatum: 20. März 2008) sowie der Wortmarke Nr. 561189
(Hinterlegungsdatum: 1. Mai 2007), 570665 (Hinterlegungsdatum: 12. November
2007) sowie 60094/2008-60100/2008. Der Beklagte 1 habe die Nutzungsrechte an
den Marken auf die Beklagte 4 übertragen. Des weiteren hätten die Beklagten
zahlreiche Domain-Namen mit dem Bestandteil "Go Fast" auf sich registrieren
lassen.

Die Vorinstanz prüfte zunächst, ob die Klägerin gestützt auf ihre prioritäre
Wortmarke Nr. 515023 "GO FAST" den Beklagten die Verwendung der Bezeichnung "Go
Fast" untersagen könne. Dies verneinte sie mit der Begründung, die klägerische
Wortmarke Nr. 515023 "GO FAST" sei für die Bezeichnung von Waren der Klassen 25
und 32 Gemeingut im Sinne von Art. 2 lit. a MSchG. Sie erwog, die Worte "go"
und "fast" entstammten dem englischen Grundwortschatz. Sie würden von einem
Grossteil des Publikums ohne nennenswerten Gedankenaufwand mit "geh schnell"
übersetzt. Gestützt auf zwei ausländische Urteile nahm die Vorinstanz an, die
neuere Rechtsprechung tendiere dazu, einfache Wortkombinationen bereits dann
als beschreibend und damit freihaltebedürftig zu qualifizieren, wenn ihr
Wortsinn eine banale Aussage ergebe, selbst wenn diese sehr allgemein gehalten
sei und nicht ohne weiteres auf bestimmte Eigenschaften eines konkreten
Produktes schliessen lasse. Dies treffe auf die Bezeichnung "GO FAST" zu. Es
handle sich (ähnlich wie bei "Be Relaxed" und eher noch stärker als bei "Dream
it, do it") um eine Botschaft, die banal sei und ein Werbeelement enthalte,
selbst wenn ein direkter Bezug zum konkreten Produkt nicht unmittelbar auf der
Hand liege.

8.2 Die Klägerin rügt eine "falsche und willkürliche" Anwendung von Art. 2 lit.
a MSchG. Sie bringt vor, die "Be Relaxed"-Entscheidung vom 12. September 2008
der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamtes für den Binnenmarkt
(HABM), auf die sich die Vorinstanz stützte, sei nicht nur falsch sondern auch
überholt. In ihrer Entscheidung vom 18. Februar 2010 habe die Zweite
Beschwerdekammer des HABM die Schutzfähigkeit der Gemeinschaftsmarke B_RELAXED
festgestellt. Ohnehin halte die Rechtsauffassung der Vorinstanz vor dem
schweizerischen Recht nicht stand. Das Bundesgericht habe in den angeführten
Entscheidungen (Urteil 4A.7/1997: AVANTGARDE; Urteil 4A_161/2007: WE MAKE IDEAS
WORK; BGE 129 III 225: MASTERPIECE) die Schutzfähigkeit der betreffenden Marken
nur deshalb verneint, weil sich diese in einer reklamehaften Anpreisung der
beanspruchten Waren und Dienstleistungen erschöpften. Entgegen der Meinung der
Vorinstanz stelle die Marke der Klägerin "GO FAST" keine reklamehafte
Anpreisung der von ihr beanspruchten Waren dar. Die Schutzfähigkeit einer Marke
sei stets mit Bezug auf die gekennzeichneten Waren oder Dienstleistungen zu
beurteilen. Eine davon losgelöste Beurteilung sei willkürlich.

8.3 Als Gemeingut im Sinne von Art. 2 lit. a MSchG vom Markenschutz
ausgeschlossen sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung namentlich
beschreibende Zeichen, die sich in Angaben über die Art, die Beschaffenheit,
die Menge, die Bestimmung, den Wert oder sonstige Merkmale der gekennzeichneten
Waren oder Dienstleistungen erschöpfen und daher die zu deren Identifikation
erforderliche Kennzeichnungs- und Unterscheidungskraft nicht aufweisen (BGE 134
III 314 E. 2.3.2 S. 320; 131 III 495 E. 5 S. 503). Dazu gehören auch
Qualitätsangaben, mithin diejenigen Zeichen, deren inhaltliche Aussage sich in
einer reklamemässigen Selbstdarstellung erschöpft (BGE 129 III 225 E. 5.1 S.
227 f.; 128 III 447 E. 1.6 S. 452; 100 Ib 250 E. 1 S. 251; vgl. dazu EUGEN
MARBACH, Markenrecht, in: SIWR, Bd. III/1, 2. Aufl. 2009, Rz. 311 f.; CHRISTOPH
WILLI, Kommentar zum MSchG, 2002, N. 45 ff. und 79 ff. zu Art. 2 MSchG). Der
beschreibende Charakter solcher Hinweise muss vom angesprochenen Publikum ohne
besondere Denkarbeit und ohne Fantasieaufwand unmittelbar erkennbar sein. Dabei
genügt, dass dies in einem Sprachgebiet der Schweiz zutrifft (BGE 131 III 495
E. 5 S. 503; 129 III 225 E. 5.1 S. 228; 128 III 447 E. 1.5, je mit Hinweisen).
Dass eine Angabe neuartig, ungewohnt oder fremdsprachig ist, schliesst ihren
beschreibenden Charakter nicht aus. Entscheidend ist, ob das Zeichen nach dem
Sprachgebrauch oder den Regeln der Sprachbildung von den beteiligten
Verkehrskreisen in der Schweiz als Aussage über bestimmte Merkmale oder
Eigenschaften der gekennzeichneten Ware oder Dienstleistung aufgefasst wird
(Urteil 4A_109/2010 vom 27. Mai 2010 E. 2.3.1 mit Hinweisen, in: sic! 2010 S.
907 ff.). Dies kann namentlich auch aufgrund von englischsprachigen
Bestandteilen des Zeichens der Fall sein, die von einem nicht unbedeutenden
Teil des Zielpublikums verstanden werden (BGE 129 III 225 E. 5.1 S. 228).

8.4 Es kann offen bleiben, ob die Vorinstanz das Zeichen "GO FAST" für die
beanspruchten Waren (Kleider, Accessoires, Getränke) zu Recht dem Gemeingut
zugeordnet hat oder nicht. Insbesondere braucht nicht entschieden zu werden, ob
das Zeichen als blosse reklamehafte Anpreisung zu betrachten ist, weil darin
effektiv ein "Werbeelement" enthalten ist, wie die Vorinstanz angibt, aber
nicht näher konkretisiert. Die vorinstanzlich angenommene Schutzunfähigkeit der
schweizerischen Wortmarke der Klägerin Nr. 515023 "GO FAST" schlug sich im
Urteilsdispositiv nicht nieder und war nicht streitentscheidend. Zwar entfiel
diese prioritäre Marke als Rechtsgrundlage für die eingeklagten Ansprüche, doch
hiess die Vorinstanz die Klage dennoch gestützt auf das UWG (teilweise) gut. Im
bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren kann die Frage der Schutzfähigkeit der
Wortmarke der Klägerin Nr. 515023 "GO FAST" offen bleiben, wenn das UWG als
Anspruchsgrundlage Bestand hat. Dies wird im Rahmen der Beschwerde der
Beklagten zu beurteilen sein (dazu Erwägung 12 f.).

Wie ferner sogleich zu zeigen sein wird (Erwägung 8.5), kommt der
Schutzfähigkeit der klägerischen Wortmarke Nr. 515023 "GO FAST" auch bei der
Frage keine streitentscheidende Relevanz zu, ob der Klägerin ein Anspruch auf
Übertragung der beklagtischen Markeneintragungen und Markenanmeldungen zusteht.
Der Beschwerdeführerin fehlt damit ein schutzwürdiges Interesse an der
Beurteilung der Schutzfähigkeit der streitbetroffenen Marke im vorliegenden
Verfahren.

8.5 Die Klägerin erblickt in der Ablehnung eines solchen Übertragungsanspruchs
eine Verletzung von Art. 53 MSchG i.V.m. Art. 4 MSchG.
8.5.1 Nach Art. 53 MSchG kann der Kläger anstatt auf Feststellung der
Nichtigkeit der Markeneintragung auf Übertragung der Marke klagen, wenn der
Beklagte sich diese angemasst hat.

Die Klage auf Übertragung der Marke dient dem Schutz vor Usurpatoren. Indem der
besser Berechtigte nicht nur auf Nichtigkeit der Marke klagen sondern ihre
Übertragung verlangen kann, vermag er sich insbesondere die Priorität der
Markeneintragung des Usurpators zu sichern (ROGER STAUB, in: Noth/Bühler/
Thouvenin [Hrsg.], Markenschutzgesetz, 2009, N. 1 zu Art. 53 MSchG). Ein
Anwendungsfall sind namentlich Klagen gegen die Registrierung durch
Nutzungsberechtigte ohne Zustimmung resp. nach Wegfall der Zustimmung des
Inhabers (Agentenmarken, Art. 4 MSchG).

Der Anwendungsbereich der Übertragungsklage nach Art. 53 MSchG bezieht sich
nach dem klaren Wortlaut dieser Bestimmung einzig auf Markeneintragungen. Aus
praktischen Gründen wird zudem die Möglichkeit der Übertragung von Marken im
Anmeldungsstadium befürwortet mit der überzeugenden Begründung, dass nicht
einzusehen wäre, weshalb der Kläger zuwarten müsste, bis die Marke eingetragen
ist und so der widerrechtliche Registerinhalt länger als nötig aufrecht bleibt
(STAUB, a.a.O., N. 7 zu Art. 53 MSchG). Ausserhalb von Markeneintragungen und
Markenanmeldungen fällt Art. 53 MSchG als Anspruchsgrundlage für eine
Übertragung weg, so namentlich für Domain-Namen (STAUB, a.a.O., N. 8 zu Art. 53
MSchG; CONRADIN MENN, Internet und Markenschutz, 2003, S. 67; anders WILLI,
a.a.O., N. 3 zu Art. 53 MSchG m.H. auf einen kantonalen Entscheid). Für eine
Übertragung von Domain-Namen kommen hingegen unter Umständen andere
Rechtsgrundlagen in Betracht (dazu Erwägung 9.2).

Voraussetzungen des Übertragungsanspruchs sind zum einen die bessere
Berechtigung des Klägers an der Marke und zum anderen, dass sich der Beklagte
die Marke angemasst hat. Beides ist vom Kläger nachzuweisen.

Aus dem Umstand, dass die Übertragung "anstatt" der Feststellung der
Nichtigkeit zur Verfügung steht, folgt, dass nur nichtige (bzw. nichtig zu
erklärende) Marken Gegenstand der Übertragungsklage bilden können. In Betracht
fallen einzig die Nichtigkeitsgründe, die auf einem besseren Recht des Klägers
beruhen, insbesondere die relativen Ausschlussgründe nach Art. 3 (STAUB,
a.a.O., N. 9 zu Art. 53 MSchG; WILLI, a.a.O., N. 5 zu Art. 53 MSchG). Die
bessere Berechtigung kann sich dabei nicht nur aus einer älteren
schweizerischen Markeneintragung ergeben. In Betracht kommen namentlich auch
berühmte, notorisch bekannte oder Agentenmarken (Art. 15, Art. 3 Abs. 2 lit. b
und Art. 4 MSchG; LUCAS DAVID, Basler Kommentar, Markenschutzgesetz - Muster-
und Modellgesetz, 2. Aufl. 1999, N. 4 zu Art. 53 MSchG).

Zutreffend wird in der Literatur sodann ausgeführt, dass nicht jede aufgrund
relativer Ausschlussgründe nichtige Marke Gegenstand einer Übertragungsklage
sein könne. Da die Rechte an der Markeneintragung bei Gutheissung der Klage auf
den Kläger übergehen sollen, sei zu fordern, dass es sich um eine Marke handle,
die dem Kläger tatsächlich zustünde, wenn er sie selbst angemeldet hätte. Das
treffe nur auf beklagtische Marken zu, die zum Zeichen, aus dem sich die
bessere Berechtigung des Klägers ableitet, identisch oder nahezu identisch
seien, nicht aber auf vom Beklagten hinterlegte Marken, die nur ähnlich seien,
aber weder vom Kläger noch von einer vom Kläger Rechte ableitenden Person
gebraucht würden (STAUB, a.a.O., N. 10 zu Art. 53 MSchG). Dem ist mit Blick auf
den Zweckgedanken der Übertragungsklage zuzustimmen. Dem Kläger sollen nur,
aber immerhin, diejenigen Marken (mit den Prioritätsrechten des Usurpators)
zukommen, auf die er selber Anspruch hätte. Dies trifft auf bloss ähnliche
Marken nicht zu.

Entgegen der Meinung der Klägerin erfordert auch der Schutzgedanke von Art. 4
MSchG nicht, dass der Kläger die Übertragung von "nur" verwechselbaren Zeichen
verlangen kann. Denn auf die eigene Innehabung solcher Marken hat er kein
Recht. Zur Herstellung des rechtmässigen Zustands genügt es, wenn er die
Feststellung von deren Nichtigkeit und deren Löschung verlangen kann. Im
Übrigen zitiert die Klägerin die von ihr für ihre Auffassung angerufene
Literaturstelle nicht vollständig: So spricht MARKUS WANG nicht von
"verwechslungsfähigen" Zeichen, auf die Art. 4 MSchG angewendet werden dürfe,
sondern von "identischen oder offensichtlich verwechslungsfähigen" Zeichen
(MARKUS WANG, in: Noth/Bühler/Thouvenin [Hrsg.], Markenschutzgesetz, 2009, N. 7
zu Art. 4 MSchG). "Offensichtlich verwechslungsfähig" kommt aber "nahezu
identisch", und damit auch einer Übertragungsklage nach Art. 53 MSchG
zugänglich, sehr nahe. Auch WILLI (a.a.O., N. 5 zu Art. 4 MSchG), auf den sich
WANG bezieht, spricht von einer "im Wesentlichen identischen" Marke. Nachdem
bloss ähnliche Zeichen vom Übertragungsanspruch nicht erfasst werden, geht der
Vorwurf der Klägerin fehl, die Vorinstanz habe einen Übertragungsanspruch nach
Art. 53 MSchG in Verbindung mit Art. 3 (Abs. 1) lit. c MSchG nicht geprüft.

Die zu übertragende Marke wurde angemasst, wenn sie in einer gegen Treu und
Glauben verstossenden Weise hinterlegt wurde. Dies setzt voraus, dass der
Beklagte vom besseren Recht des Klägers wusste oder wissen musste, als er die
Marke zur Eintragung in der Schweiz anmeldete. Die Markenanmassung kann auch
erst nach der Eintragung erfolgen, etwa dann, wenn die Eintragung mit
Zustimmung des Klägers erfolgte, und der Beklagte sich nach Wegfall der
Zustimmung weigert, die Marke auf den Kläger zu übertragen (STAUB, a.a.O., N.
11 f. zu Art. 53 MSchG, WILLI, a.a.O., N. 6 f. zu Art. 53 MSchG).
8.5.2 Nach Art. 4 MSchG (Marginale: "Eintragung zugunsten
Nutzungsberechtigter") geniessen Marken keinen Schutz, die ohne Zustimmung des
Inhabers auf den Namen von Agenten, Vertretern oder anderen zum Gebrauch
Ermächtigten eingetragen werden oder die nach Wegfall der Zustimmung im
Register eingetragen bleiben. Die Norm bezweckt den Schutz des Markeninhabers
gegenüber einem Nutzungsberechtigten, der bloss zum Gebrauch der Marke
ermächtigt ist. Solche Personen dürfen die Marke nur mit Zustimmung des besser
Berechtigten auf ihren eigenen Namen eintragen und müssen, sobald die
Zustimmung - beispielsweise wegen Beendigung der Zusammenarbeit - weggefallen
ist, die Eintragung der Marke löschen lassen oder - bei gegebenen
Voraussetzungen (vorstehende Erwägung 8.5.1) - die Marke auf den Berechtigten
übertragen (Botschaft des Bundesrates vom 21. November 1990 zu einem
Bundesgesetz über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben, BBl 1991 I S. 1
ff., S. 22). Der Vertreter oder Agent soll sich nicht die Marke seines
Geschäftsherrn eigenmächtig aneignen, wenn die Marke mit der vertraglichen
Tätigkeit im Zusammenhang steht und vom Geschäftsherrn bereits früher in einem
anderen Land gebraucht worden ist (WILLI, a.a.O., N. 2 zu Art. 4 MSchG). Die
vom Gesetzgeber anvisierte besondere Konstellation setzt somit einen Vertrag
voraus, der zwischen dem wirklichen und dem angemassten Inhaber der Marke
bestanden hat oder noch besteht (DAVID, a.a.O., N. 3 zu Art. 4 MSchG; WILLI,
a.a.O., N. 7 zu Art. 4 MSchG). Erforderlich ist ein Vertrag, der die Wahrung
der geschäftlichen Interessen des Geschäftsherrn zum Inhalt hat und eine
Ermächtigung zum Gebrauch einer fremden Marke (BGE 131 III 581 E. 2.3).
8.5.3 Die Vorinstanz lehnte eine Berufung auf Art. 4 MSchG (i.V.m. Art. 53
MSchG) für den geltend gemachten Übertragungsanspruch insbesondere deshalb ab,
weil zwischen der Wortmarke der Klägerin und den Wort-/Bildmarken der Beklagten
eine erhebliche Differenz bestehe. Sie verneinte mithin, dass die zu
übertragenden Markeneintragungen bzw. Markenanmeldungen mit der klägerischen
Marke identisch oder nahezu identisch sind. Wie ausgeführt (Erwägung 8.5.1),
hat die Vorinstanz damit entgegen der Auffassung der Klägerin auf ein
zutreffendes Kriterium abgestellt und die Übertragung derjenigen
Markeneintragungen und Markenanmeldungen, welche dieses Kriterium nicht
erfüllen, zu Recht abgelehnt. Es nützt der Klägerin nicht, wenn sie in der
Beschwerde gegenteils behauptet, die streitbetroffenen Marken würden (im
Wesentlichen) übereinstimmen. Es finden sich im angefochtenen Urteil keine
Feststellungen, die einen solchen Schluss erlauben würden, und die
Beschwerdeführerin erhebt dazu keine tauglichen Sachverhaltsrügen (Erwägung
3.2).

Einzig in Bezug auf die beklagtische Wortmarke Nr. 561189 "Go Fast Sports"
erachtete die Vorinstanz das Erfordernis der (nahezu) Identität für gegeben.
Diese Marke sei aber ebenso wie "GO FAST" dem Gemeingut zuzuordnen und daher
nicht schutzfähig. Dies führe - im Sinne des klägerischen Eventualbegehrens -
zur Nichtigerklärung anstelle der Übertragung. Ob diese Begründung für die
Ablehnung des Übertragungsanspruchs standhält, nachdem das Bundesgericht offen
lässt, ob die Vorinstanz die Wortmarke der Klägerin Nr. 515023 "GO FAST" zu
Recht dem Gemeingut zuordnete, kann dahin gestellt bleiben. Denn die Klägerin
begründet nicht, welches Rechtsschutzinteresse sie an der Übertragung der
beklagtischen Wortmarke Nr. 561189 "Go Fast Sports" hätte. Ein
Rechtsschutzinteresse ist denn auch nicht ersichtlich, zumal die Klägerin nach
eigenen Angaben bereits Inhaberin der nahezu identischen schweizerischen
Wortmarke Nr. 585518 "GO FAST.SPORTS" ist und sie nicht geltend macht, an der
Übertragung der beklagtischen Markeneintragung deshalb interessiert zu sein,
weil diese prioritär wäre und sie von der Priorität der beklagtischen
Markeneintragung profitieren möchte. Im Ergebnis ist der Vorinstanz demnach so
oder anders zuzustimmen, dass die Nichtigerklärung der beklagtischen Wortmarke
Nr. 561189 "Go Fast Sports" genügt.

8.6 Zusammenfassend ist eine Verletzung von Art. 53 MSchG in Verbindung mit
Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG oder Art. 4 MSchG nicht dargetan.

9.
Die Klägerin hält die Abweisung der verlangten Übertragung der Domain-Namen der
Beklagten für rechtswidrig (Verletzung von Art. 53 MSchG i.V.m. Art. 3 [Abs. 1]
lit. c MSchG und Art. 9 Abs. 1 lit. b UWG). Zudem habe die Vorinstanz die
Beweise willkürlich gewürdigt, indem sie nicht berücksichtigt habe, dass der
Klägerin die Übertragung der angemassten Domain-Namen auch aus Vertrag zustehe.

9.1 Die Berufung auf Art. 53 MSchG geht fehl, da diese Bestimmung, wie oben
ausgeführt, als Anspruchsgrundlage für eine Übertragung von Domain-Namen
ausscheidet (vgl. die Angaben in Erwägung 8.5.1).

9.2 Art. 9 Abs. 1 lit. b UWG sieht nicht ausdrücklich einen Anspruch auf
Anordnung positiver Massnahmen zur Beseitigung einer Verletzung vor, nach dem
die Übertragung eines Internet Domain-Namens verlangt werden könnte.
BAUDENBACHER (Lauterkeitsrecht, Kommentar zum UWG, 2001, N. 66 ff. zu Art. 9
UWG) und PEDRAZZINI/PEDRAZZINI (Unlauterer Wettbewerb, 2. Aufl. 2002, S. 228
f.) sind der Ansicht, dass konkrete lauterkeitsrechtliche Massnahmen zur
Beseitigung von Störungen im Rahmen der Verhältnismässigkeit gerichtlich
angeordnet werden können, auch wenn sie im Gesetz nicht ausdrücklich vorgesehen
sind. In diesem Rahmen erkannte das Bundesgericht, dass die Verpflichtung des
Beklagten zur Abgabe der für eine Übertragung der strittigen Domain-Namen auf
den Kläger erforderlichen Erklärungen zulässig ist (Urteil 4C.9/2002 vom 23.
Juli 2002 E. 8, nicht publ. in: BGE 128 III 401, aber in: sic! 2002 S. 860,
865; bestätigt in Urteilen 4C.341/2005 vom 6. März 2007 E. 5.5, in: sic! 2007
S. 543 ff., 545 und 4C.377/2002 vom 19. Mai 2003 E. 2.3, sic! 2003 S. 822).

Die bundesgerichtliche Rechtsprechung fand teilweise ausdrücklich Zustimmung
(PIERRE-ALAIN KILLIAS, Bemerkungen zum Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai
2003, sic! 2003, S. 822 ff., S. 825; JANN SIX, Neues vom Bundesgericht zur
Frage der Verwendung von Gemeindenamen als Domänennamen, Rz. 19 ff., in:
Jusletter vom 14. Oktober 2002; befürwortend auch IVAN CHERPILLOD, Le transfert
provisionnel d'un nom de domaine internet, JdT 2002, S. 69 ff; PHILIPPE
GILLIERON, Bemerkungen zum Urteil des Tribunal d'arrondissement de Lausanne vom
23. Juli 2001, sic! 2002, S. 55 ff., S. 60). UELI BURI lehnt eine Verurteilung
zur Übertragung von Domain-Namen ab, da dies den Beseitigungsanspruch sprenge
(UELI BURI, Domain-Namen, in: SIWR Bd. III/2, 2. Aufl. 2005, S. 337 ff., S.
389, derselbe, Bemerkungen zu BGE 128 III 401, in: sic! 2002 S. 860 ff., S.
867; derselbe, Die Verwechselbarkeit von Internet Domain Names, 1999, S. 229,
anders bei "Domain Grabbing": S. 238 f.). Einen Übertragungsanspruch verneinen
auch DAVID ROSENTHAL (Entwicklungen im Domainnamen-Recht, in: sic! 2000 S. 421
ff., 425) und - für das Lauterkeitsrecht - MARTIN SPIRIG (Lauterkeitsrechtliche
Konflikte im Internet, 2001, S. 177 f.). Nach Auffassung von ALFRED BÜHLER und
DAVID RÜETSCHI ist die gerichtliche Anordnung der Übertragung eines
Domain-Namens grundsätzlich nicht möglich, weil damit dessen Registrierung
zugunsten allfälliger Drittberechtigter mit gleichem oder sogar besserem Recht
am umstrittenen Domain-Namen vereitelt würde. Anders verhalte es sich nur dann,
wenn nachweisbar gar keine solchen Dritten vorhanden sind, d.h. wenn dem Kläger
eine bessere Berechtigung am Domain-Namen zusteht als jedem denkbaren Dritten,
wie dies insbesondere in den Fällen berühmter Marken sowie der Gemeinde- oder
Ortsnamen zutreffe (ALFRED BÜHLER/DAVID RÜETSCHI, Die gerichtliche Anordnung
der Übertragung von Domainnamen, in: Festschrift für Ernst Kramer, 2004, S.
1005 ff., 1022).

Das Bundesgericht sah in Kenntnis der abweichenden Lehrmeinungen keine Gründe,
an seiner Rechtsprechung nicht festzuhalten (Urteil 4C.341/2005 vom 6. März
2007 E. 5.5, sic! 2007 S. 543 ff., 545).

9.3 Die Vorinstanz lehnte die Übertragung der Domain-Namen (bzw. die Abgabe der
hierfür erforderlichen Erklärungen) nicht deshalb ab, weil sie eine solche
Anordnung für grundsätzlich nicht möglich bzw. unzulässig hielt. Sie erwog
hingegen auf den Fall bezogen, die Beseitigung der Verletzung erfordere und
rechtfertige hier keine Übertragung der beklagtischen Domain-Namen auf die
Klägerin. Es genüge, wenn die Domain-Namen den Beklagten entzogen bzw. gelöscht
würden.

Die Klägerin bestreitet, dass die Übertragung zur Beseitigung der Verletzung
nicht erforderlich sei. Sie begründet ihre Ansicht mit den Machenschaften der
Beklagten und ihrem bisherigen Verhalten, aufgrund dessen damit zu rechnen sei,
dass die Beklagten die Rechte der Klägerin weiterhin verletzen würden, etwa
durch die Neuanmeldung von Domain-Namen, deren Löschung vorgängig gerichtlich
angeordnet worden sei.

Damit vermag die Klägerin die Erforderlichkeit einer Übertragung der
Domain-Namen nicht darzutun. Der von ihr angeführten Wiederholungsgefahr wird
durch die Anordnung gemäss Dispositiv-Ziffer 14 des angefochtenen Urteils
begegnet, nach der den Beklagten unter Strafandrohung verboten wird,
Domain-Namen mit dem Bestandteil "GO FAST" auf den eigenen Namen bzw. auf die
Firma oder durch Dritte treuhänderisch registrieren zu lassen. Für das
Bundesgericht besteht daher kein Anlass, von der Beurteilung der Vorinstanz
abzuweichen.

9.4 Die Klägerin ist der Meinung, sie könne den Übertragungsanspruch auch mit
einer vertraglichen Abrede der Parteien begründen. Sie zitiert eine Passage aus
dem angefochtenen Urteil, wo die Vorinstanz ausführt, jedenfalls in Bezug auf
die Domain-Namen habe sich der Beklagte 1 auch noch im Oktober 2004 nur als
treuhänderischer Inhaber für die Klägerin gesehen, wie aus seiner E-Mail vom
14. Oktober 2004 hervorgehe. Selbst wenn man jedoch davon ausgehe, dass während
der Vertragsperiode einzig der Beklagte 1, unter Ausschluss der Klägerin, die
(nicht näher konkretisierten) Rechte mit Bezug auf die Schweiz oder gar Europa
hätte nutzen dürfen, hätten diese anschliessend auf die Klägerin bzw.
F.________ zurückfallen müssen. Die Vorinstanz stellte diese Erwägung im
Zusammenhang mit der Frage an, ob - wie die Beklagten behauptet hatten - von
einer gleichberechtigten Partnerschaft oder von einem Distributionsverhältnis
auszugehen sei. Mit dem blossen - aus dem Zusammenhang gerissenen - Zitat
dieser Erwägung zeigt die Klägerin keine willkürliche Beweiswürdigung auf. Sie
tut nicht einmal dar, dass sie sich vor der Vorinstanz für den
Übertragungsanspruch auf eine vertragliche Abrede berufen hätte, geschweige
denn, inwiefern es willkürlich sein soll, dass die Vorinstanz aus jener E-Mail
des Beklagten 1 nicht auf eine entsprechende vertragliche Abrede zwischen der
Klägerin und den Beklagten 1-6 geschlossen hätte.

9.5 Zusammenfassend hält die vorinstanzliche Ablehnung der verlangten
Übertragung von Domain-Namen der bundesgerichtlichen Überprüfung stand.

10.
Als letzten Punkt beanstandet die Klägerin die Berechnung der
Parteientschädigung als willkürlich, konkret, dass ihr nur 80 % der
rechnerischen Parteientschädigung zugesprochen worden seien, obwohl sie im
Verhältnis 9 zu 1 obsiegt habe.

Diese Rüge ist unbegründet. Sie basiert auf einem Missverständnis der
vorinstanzlichen Berechnung der Parteientschädigung. Die Vorinstanz bestimmte
die volle Parteientschädigung auf Fr. 110'800.-- ohne MWST respektive Fr.
119'220.80 mit MWST. Sodann ging sie von einem Obsiegen der Klägerin im
Verhältnis 9 zu 1 aus. Entsprechend diesem Verhältnis hatten die Beklagten der
Klägerin neun Zehntel (Fr. 107'298.72) und die Klägerin der Beklagten einen
Zehntel (Fr. 11'922.08) der Entschädigung zu bezahlen. Nach Verrechnung der
gegenseitigen Ansprüche verblieb für die Klägerin eine Parteientschädigung von
acht Zehnteln bzw. 80 % (Fr. 95'376.64). Dass der gleiche Verrechnungsmodus bei
der Verteilung der Gerichtskosten im Verhältnis 9 zu 1 nicht zum Tragen kommt,
ergibt sich selbstredend aus dem Umstand, dass bezüglich der Gerichtskosten
keine gegenseitigen Ansprüche unter den Parteien entstehen, sondern zu
entscheiden ist, welche Anteile an den angefallenen Gerichtskosten von den
jeweiligen Parteien zu bezahlen sind.

11.
Die Beschwerde der Klägerin erweist sich grösstenteils als unbegründet. Einzig
betreffend den Gewinnherausgabeanspruch ist die Dispositiv-Ziffer 3 des
angefochtenen Urteils - zur Klarstellung - dahingehend zu ergänzen, dass das
Gericht über den der Klägerin zuzusprechenden Betrag nach erfolgter
Rechnungslegung durch die Beklagten und nach erfolgter Bezifferung des
Anspruchs durch die Klägerin entscheiden wird.

Beschwerde der Beklagten (Verfahren 4A_47/2011)

12.

12.1 Die Kritik der Beklagten richtet sich zum überwiegenden Teil gegen den
vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt, ohne dass indessen hinlänglich
substanziierte Sachverhaltsrügen erhoben würden (vgl. Erwägung 3.2). Die
Beklagten beziehen sich auf gewisse Aktenstücke und führen aus, deren
Nichtberücksichtigung oder Würdigung durch die Vorinstanz sei willkürlich, so
namentlich betreffend den von der Vorinstanz erkannten Abschluss eines
fünfjährigen Distributionsvertrages und die Annahme der Vorinstanz, das Go
Fast-Logo sei im Jahr 1996 durch G.________ und H.________ entwickelt worden
und I.________ habe lediglich den äusseren, elliptischen Ring hinzugefügt. Sie
setzen der Beweiswürdigung der Vorinstanz aber lediglich ihre eigene
Sachverhaltsdarstellung gegenüber und schildern ihre Sicht der Dinge, womit sie
Willkür nicht rechtsgenüglich aufzeigen. Auf alle diese Vorbringen kann mangels
hinreichender Begründung nicht eingetreten werden.

12.2 Auch soweit die Beklagten eine "unrichtige Rechtsanwendung" rügen,
verfehlen sie die Begründungsanforderungen (vgl. Erwägung 3.1). Sie setzen sich
in keiner Weise mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, sondern
wiederholen lediglich ihre eigenen Standpunkte. Sie begnügen sich im
Wesentlichen mit der Behauptung, die rechtlichen Schlussfolgerungen der
Vorinstanz seien falsch. Diese Begründung genügt den Anforderungen von Art. 42
Abs. 2 BGG nicht, weshalb nicht darauf einzutreten ist.

12.3 Ebenso wenig begründen die Beklagten eine Bundesrechtsverletzung, indem
sie die Aktivlegitimation der Klägerin erneut mit dem Argument bestreiten,
diese sei lediglich Lizenznehmerin (ohne Alleinlizenz) von I.________. Die
Vorinstanz verwarf die Darstellung der Beklagten, da sie bereits aufgrund ihrer
(tatsächlichen) Grundlagen nicht überzeuge. Inwiefern die diesbezüglichen
Erwägungen der Vorinstanz willkürlich oder bundesrechtswidrig wären, zeigen die
Beklagten nicht auf. Es nützt ihnen daher nichts, wenn sie einfach auf ihrer
Darstellung beharren.

12.4 In Ziffer 23 der Beschwerde monieren die Beklagten, die Vorinstanz sei bei
der Urteilsfindung "unsorgfältig vorgegangen". Im Urteilsdispositiv würden von
den Beklagten "Dinge verlangt, die nicht einzuhalten" seien. Welche "Dinge"
dies sein sollen, wird nicht ausgeführt. Auf diese unbestimmte Rüge kann
ebenfalls nicht eingetreten werden.
Nicht einzutreten ist ferner auf das Vorbringen, die mit Strafdrohung gemäss
Art. 292 StGB verbundenen Auflagen seien nicht korrekt eröffnet worden, da sie
nur dem Rechtsvertreter und nicht den Betroffenen selber eröffnet worden seien.
Die Frage der richtigen Eröffnung bzw. Rechtswirksamkeit der im angefochtenen
Urteil enthaltenen Strafdrohungen kann nicht Gegenstand des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens bilden.

13.
Zu prüfen ist einzig der Einwand der Beklagten, die Klägerin könne sich nicht
auf das UWG berufen, da sie bisher nie am Schweizerischen Markt tätig gewesen
sei und es auch heute nicht sei. Es habe somit noch gar kein Wettbewerb
stattfinden können. Da die klägerischen Produkte hierzulande gänzlich unbekannt
seien, sei eine Verwechslungsgefahr ausgeschlossen.

13.1 Im Wettbewerbsrecht ist aktivlegitimiert, wer durch unlauteren Wettbewerb
in seinen eigenen wirtschaftlichen Interessen bedroht oder verletzt ist. Der
Kläger muss also an jenem Wettbewerb teilnehmen und nicht nur in rein ideellen
Interessen bedroht sein (BGE 126 III 239 E. 1a S. 241 f.; DAVID ET AL., Der
Rechtsschutz im Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht, in: SIWR Bd. I/2, 3.
Aufl. 2011, S. 89 Rz. 214).

Die Klägerin hat ihren Sitz im Ausland (USA). Es stellt sich demnach die Frage,
ob ein ausländischer Kläger seine Aktivlegitimation damit begründen kann, er
werde durch unlauteres Verhalten in der Schweiz in seinen wirtschaftlichen
Interessen (im Ausland) betroffen.

Bei internationalen Sachverhalten ist zunächst das anwendbare Recht zu
ermitteln. Nach Art. 136 IPRG gilt bei unlauterem Wettbewerb bezüglich des
anwendbaren Rechts das sogenannte Marktauswirkungsprinzip, d.h. Ansprüche aus
unlauterem Wettbewerb unterstehen dem Recht jenes Staates, auf dessen Markt die
unlautere Handlung ihre Wirkung entfaltet (BGE 136 III 23 E. 6.1 S. 29).
Vorliegend ist dies unbestrittenermassen die Schweiz, weshalb das
schweizerische UWG zur Anwendung gelangt, was die Vorinstanz zutreffend erkannt
hat.

Ist das UWG aufgrund von Art. 136 IPRG anwendbar, so gilt Art. 9 Abs. 1 UWG als
Sachnorm hinsichtlich der Aktivlegitimation auch gegenüber dem ausländischen
Kläger. Erforderlich ist demnach, dass der ausländische Kläger am inländischen
Wettbewerb, den das UWG schützt, teilnimmt. Das setzt zwar weder eine eigene
Niederlassung, noch den Eintritt einer Vermögensschädigung in der Schweiz
voraus. Jedoch muss der Kläger in der Schweiz marktrelevant auftreten, zum
Beispiel durch Werbung oder durch ein Produkte- bzw. Dienstleistungsangebot,
das sich auch an Abnehmer in der Schweiz richtet. Wer demgegenüber als
ausländischer Wettbewerber in der Schweiz keine Kunden hat, hier (mangels
Werbung) nicht bekannt ist, keine Produkte oder Dienstleistungen anbietet, die
auch in der Schweiz erhältlich sind, und wer auch keinen sonstigen
vergleichbaren Bezug zum Wettbewerbsgeschehen in der Schweiz hat, ist nicht
aktivlegitimiert (GEORG RAUBER, Klageberechtigung und prozessrechtliche
Bestimmungen, in: Lauterkeitsrecht, in: SIWR Bd. V/I, 2. Aufl. 1998, S. 239
ff., 258).

13.2 Der Einwand der Beklagten scheitert bereits an der bundesgerichtlichen
Bindung an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG).
Sie begründen ihr Vorbringen mit einer blossen Behauptung, die im angefochtenen
Urteil aber keine Stütze findet. Die Vorinstanz stellte nicht fest, dass die
Klägerin nie am schweizerischen Markt tätig gewesen sei und die klägerischen
Produkte hierzulande gänzlich unbekannt seien. Im Gegenteil, sie hielt in Bezug
auf den Energy Drink und die Marken "Go Fast" bzw. "Go Fast Sports" fest, von
einer Ware bzw. einer Bezeichnung, welcher jegliche Bekanntheit abgehe, könne
nicht gesprochen werden. Es kann daher nicht angenommen werden, die Klägerin
habe keinen Bezug zum Wettbewerbsgeschehen in der Schweiz im oben beschriebenen
Sinn.

Die Beklagten legen zudem nicht dar, vor der Vorinstanz geltend gemacht zu
haben, die Klägerin könne sich nicht auf das UWG berufen, weil sie hierzulande
nicht am Wettbewerbsgeschehen teilnehme. Nach dem angefochtenen Urteil
bestritten sie die Aktivlegitimation der Klägerin lediglich mit dem Argument,
dass die Klägerin nur Lizenznehmerin von I.________ sei. Die besagte
Behauptung, die Klägerin sei bisher nie am Schweizerischen Markt tätig gewesen,
ist daher nicht nur nicht festgestellt, sondern auch neu und daher unzulässig
(Art. 99 Abs. 1 BGG).

13.3 Das Bundesgericht hat daher keinen Grund zu beanstanden, dass die
Vorinstanz die Klägerin für aktivlegitimiert hielt, sich für ihre Ansprüche auf
das schweizerische UWG zu berufen. Das UWG behält demnach als
Anspruchsgrundlage für die teilweise Gutheissung der Klage Bestand (vgl.
Erwägung 8.4).

14.

14.1 Insgesamt kann auf die Beschwerde der Beklagten grösstenteils nicht
eingetreten werden. Im Übrigen ist sie abzuweisen.

Die Beschwerde der Klägerin hat einzig in einem (marginalen) Punkt Erfolg: Es
wird explizit festgehalten, dass das Gericht nach erfolgter Rechnungslegung
durch die Beklagten und nach erfolgter Bezifferung des Anspruchs durch die
Klägerin über diesen Anspruch entscheiden wird. Darin liegt aber bloss eine
Klarstellung, ohne dass der Klägerin bereits etwas zugesprochen würde. In ganz
überwiegendem Umfang erweist sich die Beschwerde der Klägerin als unbegründet.
So bleibt es bezüglich der Markeneintragungen und Markenanmeldungen der
Beklagten wie auch deren Domain-Namen bei der Nichtigerklärung bzw. Löschung
anstelle der anbegehrten Übertragung. Auch unterliegt die Klägerin, soweit sie
sich gegen die - gemäss Einschätzung der Vorinstanz betragsmässig mutmasslich
sehr relevante - zeitliche Begrenzung des Rechnungslegungsanspruchs richtete.
Schliesslich erhält die Klägerin auch keine höhere Parteientschädigung, als sie
die Vorinstanz zugesprochen hat. Es rechtfertigt sich daher, die Klägerin
betreffend das von ihr angehobene Beschwerdeverfahren als unterliegende Partei
zu betrachten.

14.2 Bei diesem Verfahrensausgang werden die Klägerin und die Beklagten (diese
in solidarischer Haftbarkeit) je für das von ihnen angestrengte
bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren kosten- und entschädigungspflichtig
(Art. 66 Abs. 1 und 5 sowie Art. 68 Abs. 2 und 4 BGG).

Der für die Höhe der Gerichtskosten massgebende Streitwert richtet sich nach
dem, was vor Bundesgericht noch streitig ist (THOMAS GEISER, Basler Kommentar,
Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 11 zu Art. 65 BGG). Dies ist für die beiden
Beschwerden unterschiedlich. Dementsprechend betragen die Gerichtskosten im
Verfahren 4A_39/2011 Fr. 8'000.--, diejenigen im Verfahren 4A_47/2011 Fr.
25'000.--.

Gemäss Praxis des Bundesgerichts beträgt die volle Parteientschädigung im
Verfahren 4A_39/2011 zugunsten der Beklagten Fr. 9'000.--, diejenige im
Verfahren 4A_47/2011 zugunsten der Klägerin Fr. 30'000.--. Nach Verrechnung
resultiert eine Parteientschädigung zugunsten der Klägerin von Fr. 21'000.--.
Dieser ist überdies die von ihr an die Gerichtskasse bezahlte
Sicherheitsleistung von Fr. 9'000.-- zurückzuerstatten.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Verfahren 4A_39/2011 und 4A_47/2011 werden vereinigt.

2.
Der Antrag der Klägerin auf Durchführung einer mündlichen Parteiverhandlung
wird abgelehnt.

3.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde der Klägerin wird Dispositiv-Ziffer 3
des Urteils des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 12. November 2010 wie
folgt ergänzt:
"3. ...
Das Gericht entscheidet über den der Klägerin gegebenenfalls zuzusprechenden
Betrag nach erfolgter Rechnungslegung durch die Beklagten und nach erfolgter
Bezifferung des Anspruchs durch die Klägerin."

Im Übrigen wird die Beschwerde der Klägerin abgewiesen.

4.
Die Beschwerde der Beklagten wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

5.
Die Gerichtskosten im Verfahren 4A_39/2011 von Fr. 8'000.-- werden der Klägerin
auferlegt.
Die Gerichtskosten im Verfahren 4A_47/2011 von Fr. 25'000.-- werden den
Beklagten auferlegt, in solidarischer Haftbarkeit.

6.
Die Beklagten haben die Klägerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr.
21'000.-- zu entschädigen, in solidarischer Haftbarkeit.

7.
Die von der Klägerin an die Gerichtskasse bezahlte Sicherheitsleistung von Fr.
9'000.-- wird dieser zurückerstattet.

8.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn,
Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. August 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Widmer