Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 1B.360/2012
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
1B_360/2012

Urteil vom 19. Juni 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführerin,

gegen

Bezirksgericht Aarau, Präsidentin III,
Kasinostrasse 5, Postfach, 5001 Aarau.

Gegenstand
Strafverfahren; Ausstand,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 10. Mai 2012
des Obergerichts des Kantons Aargau,
Beschwerdekammer in Strafsachen.

Erwägungen:

1.
Im Rahmen des gegen sie laufenden Strafverfahrens stellte X.________ ein
Ausstandsbegehren gegen die Präsidentin III des Bezirksgerichts Aarau. Diese
überwies das Begehren zuständigkeitshalber an das Obergericht des Kantons
Aargau. Dessen Beschwerdekammer in Strafsachen hat das Begehren mit Entscheid
vom 10. Mai 2012 abgewiesen, soweit sie darauf eingetreten ist.

2.
Mit Eingabe vom 14. Juni 2012 führt X.________ Beschwerde in Strafsachen ans
Bundesgericht mit dem Antrag, der obergerichtliche Entscheid vom 10. Mai 2012
sei aufzuheben.
Das Bundesgericht hat darauf verzichtet, Stellungnahmen zur Beschwerde
einzuholen.

3.
Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob bzw.
inwieweit ein bei ihm eingereichtes Rechtsmittel zulässig ist (s. etwa BGE 137
III 417 E. 1 mit Hinweisen).
Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach der Eröffnung
der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht
einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar (Art. 47 Abs. 1
BGG).
Nach den Angaben in der Beschwerde ist der angefochtene obergerichtliche
Entscheid der Beschwerdeführerin am Montag, 14. Mai 2012 zugestellt worden
(Beschwerde S. 3 oben). Also begann die Frist zur Anfechtung des Urteils am
Dienstag, 15. Mai 2012 zu laufen (Art. 44 Abs. 1 BGG) und am Mittwoch, 13. Juni
2012 endete sie.
Die vom Donnerstag, 14. Juni 2012 datierte und an diesem Tag der Post
übergebene Beschwerde ist daher verspätet eingereicht worden (vgl. Art. 48
BGG), sodass auf sie nicht einzutreten ist.
Der Mangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten
Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG entschieden werden kann.

4.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten der
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdefühererin, dem Bezirksgericht Aarau,
Präsidentin III, und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in
Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Juni 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp