Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in Strafsachen 1B.424/2012
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
1B_424/2012

Urteil vom 19. Juli 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Sissach, Hauptstrasse 2,
4450 Sissach.

Gegenstand
Strafverfahren; Verfahrenseinstellung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung
Strafrecht, vom 29. Mai 2012.

In Erwägung,
dass X.________ zunächst gemäss am 11. November 2011 ergangenem Strafbefehl der
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft wegen SVG-Widerhandlung schuldig erklärt
und zu einer Busse verurteilt wurde;

dass auf Einsprache des Verurteilten hin die Staatsanwaltschaft das Verfahren
gemäss Verfügung vom 1. März 2012 in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO
einstellte und die Verfahrenskosten der Staatskasse auferlegte, ohne X.________
eine Entschädigung oder eine Genugtuung zuzusprechen;

dass dessen Vater in der Folge Beschwerde zuhanden des Kantonsgerichts
Basel-Landschaft erhob, dessen Abteilung Strafrecht mit Entscheid vom 29. Mai
2012 darauf mangels aktuellen Rechtsschutzinteresses bzw. mangels
Beschwerdelegitimation nicht eingetreten ist;

dass X.________ gegen diesen Entscheid Beschwerde ans Bundesgericht führt;

dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen zu den Beschwerden
einzuholen;

dass der Beschwerdeführer wie im kantonalen Verfahren seine Täterschaft
bestreitet und den angefochtenen Entscheid nur ganz allgemein beanstandet;

dass er offenbar zu übersehen scheint, dass seiner Rüge der fehlenden
Täterschaft mit der genannten Einstellungsverfügung und hernach auch mit dem
kantonsgerichtlichen Entscheid Rechnung getragen wurde;

dass er abgesehen davon denn auch nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die dem
kantonsgerichtlichen Entscheid zugrunde liegende Begründung bzw. der Entscheid
selbst im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;

dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2
sowie Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 und 65 E. 1.3.1 S. 68,
mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;

dass daher schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
weshalb es sich erübrigt, auch noch die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu
erörtern;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im
vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, vorliegend keine
Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft
Basel-Landschaft und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht,
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Juli 2012

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp