Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 1C.74/2012
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
1C_74/2012

Urteil vom 19. Juni 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Merkli, Eusebio, Chaix,
Gerichtsschreiberin Gerber.

Verfahrensbeteiligte
Erbengemeinschaft X.________, bestehend aus:
1. A.________,
2. B.________,
3. C.________,
Beschwerdeführer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Keiser,

gegen

Bundesamt für Strassen (ASTRA), Mühlestrasse 2, 3063 Ittigen,
Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
(UVEK), Generalsekretariat, Bundeshaus Nord, 3003 Bern.

Gegenstand
N08 Abschnitt Sarnen Süd - Loppertunnel, Lärmsanierung Alpnach Süd -
Alpnachstad
(km 80.000 bis 83.000),

Beschwerde gegen das Urteil vom 20. Dezember 2011 des
Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I.

Sachverhalt:

A.
Am 16. Februar 2011 genehmigte das Eidgenössische Departement für Umwelt,
Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) das Projekt des Bundesamtes für
Strassen (ASTRA) zur Lärmsanierung der Nationalstrasse N08 im Abschnitt Alpnach
Süd - Alpnachstad mittels Einbaus einer Drainasphalt-Deckschicht PA von km
82.200 bis 83.000. Mit der Plangenehmigung gewährte das UVEK u.a.
Erleichterungen für die in der Wohn- und Gewerbezone von Alpnachstad liegenden,
nicht überbauten Parzellen Nrn. 211 und 213. Die Einsprache der
Erbengemeinschaft X.________ (Eigentümerin der Parzelle Nr. 211) wies es ab.

B.
Gegen diese Plangenehmigung reichten die Mitglieder der Erbengemeinschaft
X.________ am 15. März 2011 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein.
Dieses hiess die Beschwerde am 20. Dezember 2011 teilweise gut und wies die
Vorinstanz an, die angemeldete Entschädigungsforderung zusammen mit den
notwendigen Unterlagen an den Präsidenten der zuständigen Eidgenössischen
Schätzungskommission zu überweisen. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab,
soweit darauf einzutreten war.

C.
Dagegen haben die Mitglieder der Erbengemeinschaft X.________ am 2. Februar
2012 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht
erhoben. Sie beantragen, Ziff. 1 und 2 des angefochtenen Entscheids seien
aufzuheben und die Sache sei an das Bundesverwaltungsgericht bzw. an das ASTRA
zurückzuweisen, damit das Auflageprojekt zur Lärmsanierung der Nationalstrasse
N08 im Abschnitt Alpnach Süd - Alpnachstad mit Sanierungsmassnahmen ergänzt
werde, welche die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte gemäss
Lärmschutz-Verordnung auf ihren Liegenschaften während der Tages- und Nachtzeit
sicherstellen.

D.
Das ASTRA schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das UVEK und das
Bundesverwaltungsgericht haben auf eine Vernehmlassung verzichtet.
In ihrer Replik vom 25. April 2012 halten die Beschwerdeführer an ihren Anträge
fest.

Erwägungen:

1.
Die Beschwerdeführer sind Gesamteigentümer der nicht überbauten Grundstücke
Nrn. 1386, 2388 und 2390 Grundbuch Alpnach in der Wohn- und Gewerbezone von
Alpnachstad (Lärmempfindlichkeitsstufe III). Diese entstanden aus der
Parzellierung der ehemaligen Stammparzelle Nr. 211, für die in der
angefochtenen Plangenehmigung Erleichterungen bewilligt wurden. Die
Beschwerdeführer sind damit zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Da
auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen vorliegen, ist auf die Beschwerde
einzutreten.

2.
Im Abschnitt Alpnach Süd - Alpnachstad der Nationalstrasse N08 werden die
Immissionsgrenzwerte für Strassenverkehrslärm örtlich überschritten, trotz der
bereits geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h.
Im Rahmen der Sanierungsplanung wurden für den gesamten Perimeter (km 80.000
bis 83.000) insgesamt zehn verschiedene Kombinationen von Belagstypen und
Lärmschutzwänden einer vertieften Prüfung unterzogenen (Beilagen 17 und 18
Lärmuntersuchung). Mit keiner der geprüften Massnahmen könnten die
Immissionsgrenzwerte überall eingehalten werden; die beste Variante wies eine
Effektivität (Zielerreichung) von 73 % auf. Weil der Kanton Obwalden und die
Gemeinde Alpnach Lärmschutzwände im Gebiet Bahnhofplatz Alpnachstad bis
Bahnübergang im Interesse des Landschaftsbildes und aus touristischen
Überlegungen ablehnten und die beiden Lärmschutzwände zum Schutz der
Einzelliegenschaften ungenügende Effektivität bzw. Effizienz aufwiesen,
entschied sich das ASTRA für den Einbau des PA-Deckbelages in der Kurzversion
als einzige Lärmschutzmassnahme und verzichtete auf den Bau von
Lärmschutzwänden.
Im Bereich der Parzellen der Beschwerdeführer wurde der für die
Empfindlichkeitsstufe III massgebende Immissionsgrenzwert für Strassenlärm im
Ausgangszustand (2002) am Tag gerade eingehalten und in der Nacht um 1 dB(A)
überschritten. Aufgrund der prognostizierten Verkehrszunahme würde der
Immissionsgrenzwert ohne Lärmschutzmassnahmen im Beurteilungszustand 2030 am
Tag um 2 dB(A) und in der Nacht um 4 dB(A) überschritten werden. Mit dem Einbau
des lärmarmen Deckbelags werden die Lärmimmissionen um rund 3 dB(A) vermindert.
Dies hat zur Folge, dass auf dem Grundeigentum der Beschwerdeführer im
Beurteilungszustand 2030 der Immissionsgrenzwert nachts voraussichtlich um 1 dB
(A) überschritten sein wird. Hierfür gewährte das UVEK eine Erleichterung
gemäss Art. 17 des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01) und Art. 14 der
Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41).

3.
Die Beschwerdeführer rügen zunächst, der Sachverhalt sei unvollständig
ermittelt worden. Ihres Erachtens könnten die Immissionsgrenzwerte auf ihren
Parzellen durch die Errichtung eines Lärmschutz-Erdwalls eingehalten werden.
Das Bundesverwaltungsgericht sei davon ausgegangen, dass die Behörde aufgrund
einer summarischen Prüfung jene Varianten ausscheiden dürfe, die mit
"erheblichen Nachteilen" verbunden seien. Die von den Beschwerdeführern
vorgeschlagene Variante sei jedoch im Plangenehmigungsverfahren nie geprüft
worden, auch nicht in summarischer Form. Sie weise auch keine erheblichen
Nachteile auf: Die Vorinstanz habe ausgeführt, dass die Erstellung eines
Lärmschutzwalls von 1.5 m Höhe technisch und betrieblich nicht von vornherein
ausgeschlossen werden könne und auch die Interessen des Ortsbild- und
Landschaftsschutzes nicht offensichtlich gegen eine solche Variante sprächen.
Die geschätzten Kosten von rund Fr. 100'000 seien gering, vor allem im
Vergleich zu den Tunnellösungen in Millionenhöhe, die bei der N08 für die
Dörfer Sachseln, Giswil und Lungern realisiert worden seien. Das
Bundesverwaltungsgericht hätte schon deshalb die Plangenehmigung aufheben und
die Sache an das UVEK zurückweisen müssen.
Die Beschwerdeführer werfen dem Bundesverwaltungsgericht eine formelle
Rechtsverweigerung vor, weil es die vom ASTRA und vom UVEK vorgelegten
unvollständigen Entscheidgrundlagen akzeptiert und überdies seine Kognition in
unzulässiger Weise eingeschränkt habe, indem es sich eine gewisse
Zurückhaltung, insbesondere bei der Überprüfung von technischen Problemen,
auferlegt habe.

3.1 Die Gewährung von Erleichterungen setzt voraus, dass die in Betracht
kommenden Sanierungsmassnahmen und ihre Auswirkungen hinreichend geprüft wurden
(Urteile des Bundesgerichts 1C_496/2009 vom 16. Juli 2010 E. 3.5, in: URP 2010
S. 729; RDAF 2011 I S. 468; 1C_45/2010 vom 9. September 2010 E. 2.6, in: URP
2010 S. 625). Allerdings müssen im Plangenehmigungsverfahren nicht alle
denkbaren Alternativen im Detail projektiert werden. Varianten, die erhebliche
Nachteile aufweisen oder offensichtlich unverhältnismässig erscheinen, dürfen
nach einer ersten summarischen Prüfung aus dem Auswahlverfahren ausgeschieden
werden.

3.2 Im Plangenehmigungsverfahren wurden vier Lärmschutzwände näher geprüft:
Zwei zum Schutz von Einzelliegenschaften südlich der hier interessierenden
Grundstücke, eine im Bahnhofbereich Alpnachstad westlich der N08 sowie eine zum
Schutz der Campingzone Alpnachstad östlich der N08. Im Bereich der
Liegenschaften der Beschwerdeführer wurde weder eine Lärmschutzmauer noch ein
Lärmschutzwall näher geprüft. Das ASTRA und das UVEK gingen davon aus, dass die
Grenzwertüberschreitung nur 1 dB(A) betrage und allenfalls nur die
strassenseitige Fassade betreffen werde (Plangenehmigung Ziff. 6 S. 17); da der
Charakter künftiger Überbauungen unbekannt sei, seien keine darauf abgestimmten
Massnahmen im Ausbreitungsbereich des Lärms möglich (Plangenehmigung Ziff. 4.10
S. 13).

3.3 Für das bundesgerichtliche Verfahren ist allerdings nicht der von der
Entscheidbehörde ermittelte, sondern der von der Vorinstanz festgestellte
Sachverhalt massgeblich (Art. 105 BGG). Im Beschwerdeverfahren vor
Bundesverwaltungsgericht gelten die Untersuchungsmaxime (Art. 12 VwVG) und der
Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Das
Bundesverwaltungsgericht verfügt über eine umfassende Kognition (Art. 49 VwVG)
und kann den angefochtenen Entscheid im Rahmen von Art. 62 VwVG zugunsten oder
zuungunsten einer Partei abändern.
Vor Bundesverwaltungsgericht äusserten sich sowohl das ASTRA als auch der
Kanton zu der von den Beschwerdeführern favorisierten Variante (vgl. E. 9.3.2
des angefochtenen Entscheids). Diesen wurde dazu das rechtliche Gehör gewährt
(vgl. E. 9.3.3. des angefochtenen Entscheids). Das Bundesverwaltungsgericht
hielt den rechtserheblichen Sachverhalt in diesem Punkt für hinreichend geklärt
und verzichtete in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Beweisabnahmen (E.
9.3.6 des angefochtenen Entscheids). Gestützt auf den so ergänzten Sachverhalt
entschied es, dass die Beschwerdeführer keinen Anspruch auf zusätzliche, vom
Anlagebetreiber zu treffende Schallschutzmassnahmen hätten und die
Erleichterungen zu Recht erteilt worden seien.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer legte es sich dabei keine
Zurückhaltung auf. Insbesondere spielten technische Probleme, bei denen ein
besonderes Fachwissen der Behörden zu beachten gewesen wäre, keine Rolle.
Insofern kann dem Bundesverwaltungsgericht keine formelle Rechtsverweigerung
vorgeworfen werden.

3.4 Wurde die von den Beschwerdeführern beantragte Sanierungsmassnahme somit im
Beschwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht geprüft und der Sachverhalt
insofern ergänzt, kann offen bleiben, ob schon im Plangenehmigungsverfahren
weitere Abklärungen hätten getroffen werden müssen. Vielmehr ist im Folgenden
zu prüfen, ob das Bundesverwaltungsgericht aufgrund eines vollständigen
Sachverhalts in der Sache richtig entschieden hat.

4.
Das Bundesverwaltungsgericht hielt fest, dass ein Lärmschutzdamm im Bereich der
Liegenschaften der Beschwerdeführer zu Zusatzkosten von deutlich über Fr.
100'000.-- führen würde und diese Variante mit betrieblichen Nachteilen
verbunden wäre. Hierfür verwies es auf die Beurteilung des ASTRA und des
Kantons, wonach ein Lärmschutzwall aufgrund der örtlichen Verhältnisse
(zwischen den Parzellengrenzen und dem Strassenkörper befinden sich Bahngleise
und Parkplätze) nur schwierig zu realisieren sei. Ein Erddamm mit einer
Böschungsneigung von 2:3, einer Höhe von 1.5 m und einer oberen Breite von 1.0
m hätte eine Bodenausdehnung von 5.5 m und würde dementsprechend den
Freihaltestreifen in Anspruch nehmen. Auch würden die darunter liegenden
Zuleitungen verbaut, die für notwendige Unterhaltsarbeiten jederzeit zugänglich
sein müssten.
Entscheidend für das Bundesverwaltungsgericht war jedoch, dass die Parzellen
der Beschwerdeführer noch nicht überbaut sind und auch noch kein bewilligtes
Überbauungsprojekt vorliegt. Praxisgemäss bestehe kein Anspruch auf
(zusätzliche) vom Anlagebetreiber zu treffende Schallschutzmassnahmen, wenn
aufgrund des kantonalen und kommunalen Bau- und Planungsrechts am Ort der
Lärmimmissionen planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen getroffen
werden, mit denen die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden können (Urteil
des Bundesgerichts 1A.269/2006 vom 28. Februar 2007 E. 3.2, in: ZBl 109/2008 S.
338; RDAF 2009 I S. 517). Nach den unbestrittenen Ausführungen des Kantons und
des ASTRA könnte auch auf den Parzellen der Beschwerdeführer mit minimalen und
einfachen bebauungsseitigen Massnahmen der nächtliche Immissionsgrenzwert
eingehalten werden; angesichts der geringen Grenzwertüberschreitung dürften
allfällige Massnahmen an den neu zu erstellenden Gebäuden ein tragbares Ausmass
annehmen. Dem Schutz der noch nicht erstellten lärmempfindlichen Räume sei
somit in erster Linie mit gestalterischen Massnahmen Rechnung zu tragen.

4.1 Die Beschwerdeführer kritisieren, dass Art. 13 Abs. 4 lit. b LSV den
Verzicht auf Sanierungen nur zulasse, wenn aufgrund des kantonalen Bau- und
Planungsrechts am Ort der Lärmimmission planerische, gestalterische oder
bauliche Massnahmen getroffen werden, mit denen die Immissionsgrenzwerte
eingehalten werden können. Das Recht des Kantons Obwalden enthalte keine
Instrumente, mit denen die Eigentümer von lärmbelasteten Grundstücken zur
Vornahme von Massnahmen verpflichtet werden könnten, die es erlaubten, die
Immissionsgrenzwerte am Ort der Einwirkung einzuhalten. Für die Parzellen der
Beschwerdeführer bestehe auch keine Quartierplanpflicht; dadurch unterscheide
sich der vorliegende Fall von demjenigen des Entscheids 1A.269/2006, wo das
Grundstück nur gestützt auf einen Sondernutzungsplan überbaut werden durfte. Im
Übrigen werde das kommunale Bau- und Planungsrecht in Art. 13 Abs. 4 lit. b LSV
nicht erwähnt und sei daher nicht massgeblich.
Es sei eine reine Behauptung, dass der nächtliche Immissionsgrenzwert mit
minimalen und einfachen bebauungsseitigen Massnahmen auf den Parzellen der
Beschwerdeführer eingehalten werden könne. Es wäre Pflicht des Anlagebetreibers
und nicht der Beschwerdeführer, hierfür den Beweis zu erbringen.
Entscheidend sei jedoch, dass gestützt auf das Verursacherprinzip der
Anlagebetreiber sanierungspflichtig sei (Art. 74 Abs. 2 BV; Art. 2, 11 und 16
USG; Art. 13 und 16 LSV). Es gehe nicht an, ihn von seiner prioritären
gesetzlichen Sanierungspflicht zu befreien und die Kompensationsmassnahmen und
-kosten in Missachtung des Verursacherprinzips dem privaten Eigentümer der
lärmbelasteten Parzellen aufzubürden.
Der von den Beschwerdeführern verlangte Erdwall koste nur rund Fr. 100'000.--,
von denen noch die Kosteneinsparungen für die vorgesehene Belagsanierung in
Abzug zu bringen seien. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis sei daher sehr gut,
weshalb die Sanierung nicht unverhältnismässig sei.

4.2 Das ASTRA führt in seiner Vernehmlassung aus, dass zu den Baukosten eines
Lärmschutzwalls noch die Kosten für das Verlegen der Kabelkanäle gerechnet
werden müssten, welche sich zwischen dem Parkplatz der Pilatusbahn und dem
Strassenkörper befinden. Alleine diese Verlegungskosten dürften sich auf ca.
Fr. 150'000.-- belaufen, weshalb mit totalen Erstellungskosten von mindestens
Fr. 300'000.-- zu rechnen wäre. Davon könnten keine Kosteneinsparungen für die
vorgesehene Belagsanierung abgezogen werden: Aufgrund der unterschiedlichen
Belagsqualitäten wäre es nicht sinnvoll, auf einer Strecke von 200-300 m einen
anderen Belag zu verlegen, weil dies insbesondere in Bezug auf Einbau und
Unterhalt zu Problemen führen würde.
Nach Einbau des lärmarmen Strassenbelags würden die Immissionsgrenzwerte auf
den Parzellen der Beschwerdeführer tagsüber als auch in der Nacht bis
voraussichtlich ins Jahr 2030 eingehalten (Lärmuntersuchung Beilage 15); erst
ab diesem Zeitpunkt bestehe die Möglichkeit einer Überschreitung des
nächtlichen Immissionsgrenzwerts um lediglich 1 dB(A). Eine solche
Überschreitung sei gemäss Stellungnahme der Projektverfasserin vom 8. März 2012
einzig auf der Baulinie im 3. Obergeschoss (ca. 7.5 m über Terrain) zu
erwarten. Die Parzellen könnten somit nach der Belagsanierung bis 2030 ohne
Einschränkungen genutzt werden; auch nach diesem Datum sei eine Bebauung mit
einfachen baulichen oder planerischen Massnahmen möglich (z.B. leichtes Drehen
des Gebäudes, Anordnung lärmempfindlicher Räume auf der lärmabgewandten Seite,
Belüftung kritischer Räume über seitliche Fenster, Dachflächenfenster oder
Lukarnen). Unter diesen Umständen erweise sich die Erstellung eines
Lärmschutzwalls allein zum Schutz der unbebauten Parzellen der Beschwerdeführer
ohne konkretes Bauprojekt als unverhältnismässig.
Aus Art. 13 Abs. 4 LSV folgt nach Auffassung des ASTRA, dass der Lärmschutz
nicht allein Sache des Anlagenbetreibers sei, sondern auch der zuständigen Bau-
und Planungsbehörden und des Grundeigentümers, der in einem lärmbelasteten
Gebiet ein neues Gebäude erstellen wolle. Die Verpflichtung zur Anordnung
bauseitiger Massnahmen im Baubewilligungsverfahren ergebe sich bereits aus Art.
22 USG und Art. 31 Abs. 1 LSV, weshalb es keine Rolle spiele, ob solche
Massnahmen auch nach kantonalem bzw. kommunalem Recht angeordnet werden
könnten.

5.
Bestehende ortsfeste Anlagen, die wesentlich zur Überschreitung der
Lärmimmissionsgrenzwerte beitragen, müssen saniert werden (Art. 16 Abs. 1 USG;
Art. 13 Abs. 1 LSV), und zwar so weit, als dies technisch und betrieblich
möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG; Art. 13 Abs. 2
lit. a LSV). Ziel der Sanierung ist, zumindest eine Überschreitung der
Immissionsgrenzwerte zu vermeiden (Art. 13 Abs. 2 lit. b LSV). Die
Vollzugsbehörde gewährt Erleichterungen, soweit die Sanierung
unverhältnismässige Betriebseinschränkungen oder Kosten verursachen würde oder
überwiegende Interessen namentlich des Ortsbild-, Natur- und
Landschaftsschutzes, der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der
Gesamtverteidigung der Sanierung entgegenstehen (Art. 17 USG und Art. 14 Abs. 1
LSV).
Bei der Gewährung von Erleichterungen wird die Überschreitung der
Immissionsgrenzwerte in einer bestimmten Situation zugelassen. Es handelt sich
um eine Ausnahmebewilligung, deren Erteilung nur in Sonderfällen erfolgen soll.
Die Gewährung von Erleichterungen soll nach dem Willen des Gesetzgebers
restriktiv gehandhabt werden (vgl. SCHRADE/WIESTNER, Kommentar zum
Umweltschutzgesetz, N. 14 zu Art. 17 USG; Urteil 1C_496/2009 des Bundesgerichts
vom 16. Juli 2010 E. 3.1, in: URP 2010 S. 729; RDAF 2011 I S. 468; Urteil 1C_45
/2010 vom 9. September 2010 E. 2.1, in: URP 2010 S. 625).

5.1 Vorliegend ist streitig, ob zusätzlich zur geplanten Belagsanierung ein
Lärmschutzwall gebaut werden muss, um die Immissionsgrenzwerte im
Betriebszustand (2030) auf den unüberbauten (aber in einer erschlossenen
Bauzone liegenden) Parzellen der Beschwerdeführer einzuhalten. Andere
Sanierungsmassnahmen werden nicht vorgeschlagen und sind auch nicht
ersichtlich. Im Folgenden sind daher die Nachteile der von den
Beschwerdeführern vorgeschlagenen Sanierungsmassnahme und ihr Nutzen für die
Umwelt und für die von Immissionen betroffenen Privaten gegeneinander abzuwägen
(Urteil 1A.86/1996 vom 24. Juni 1997 E. 6c, in: URP 1997 S. 495; RDAF 1998 I S.
626; SCHRADE/WIESTNER, a.a.O., N. 18 zu Art. 17).

5.2 Nach den Feststellungen der Vorinstanz würde der Bau eines 1.5 m hohen
Lärmschutzwalls im Bereich der Parzellen der Beschwerdeführer Kosten von
erheblich über Fr. 100'000.-- verursachen; dazu kommen noch die Kosten für die
Verkabelung von Versorgungsleitungen in etwa derselben Höhe. Wie das ASTRA
überzeugend dargelegt hat, könnten die Kosten der Belagsanierung dadurch nicht
reduziert werden. Im Übrigen ging bereits die Vorinstanz davon aus, dass der
nächtliche Immissionsgrenzwert nur durch ein Zusammenspiel von Lärmschutzwall
und lärmarmem Belag eingehalten werden könnte (vgl. E. 9.3.5 S. 14 des
angefochtenen Entscheids); dies wird von den Beschwerdeführern nicht
substanziiert bestritten.
Unbestritten ist weiter, dass ein Lärmschutzwall nicht unerhebliche
betriebliche Nachteile hätte; insbesondere würde er den Freihaltestreifen in
Anspruch nehmen und die darunterliegenden Zuleitungen verbauen.

5.3 Die Vorinstanz ging davon aus, dass mit einem 1.5 m hohen Erdwall
(zusätzlich zum geplanten Einbau eines lärmarmen Belags) die ohnehin nur
geringfügig überschrittenen Immissionsgrenzwerte im Betriebszustand 2030 nachts
auf den Parzellen der Beschwerdeführer eingehalten werden könnten.
Daran haben die Beschwerdeführer insofern ein Interesse, als sie ihre Parzellen
nur überbauen können, wenn die Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden
(Art. 22 USG und Art. 31 LSV). Hierfür muss im Baubewilligungsverfahren eine
Lärmprognose vorgenommen werden (Art. 36 Abs. 1 LSV), bei der nicht nur die
aktuellen Aussenlärmimmissionen der Nationalstrasse, sondern auch die zu
erwartende Zu- oder Abnahme der Lärmimmissionen wegen der Errichtung, Änderung
oder Sanierung ortsfester Anlagen zu berücksichtigen sind (Art. 36 Abs. 2 LSV).
Insofern kann - entgegen der Auffassung des ASTRA - nicht ohne Weiteres davon
ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführer ihre Parzellen bis ins Jahr 2030
(Datum der erwarteten Überschreitung des nächtlichen Immissionsgrenzwerts) ohne
jegliche Einschränkungen überbauen können.

5.4 Sind die Immissionsgrenzwerte überschritten, muss der Baugesuchsteller mit
baulichen oder gestalterischen Mitteln dafür sorgen, dass die
Immissionsgrenzwerte an allen lärmempfindlichen Räumen eingehalten werden (Art.
22 Abs. 2 USG; Art. 31 Abs. 1 LSV).
Das Bundesverwaltungsgericht ging davon aus, dass dies mit einfachen
bauseitigen Massnahmen möglich sei. Es verwies auf die lärmmässig
vergleichbaren, inzwischen offenbar überbauten Nachbarparzellen Nrn. 98, 131
und 133 (Kapellenmatte/Rösslimatte), auf denen mit einer Quartierplanung bzw.
mit planerischen, gestalterischen und baulichen Massnahmen die Einhaltung der
Grenzwerte im Ausgangszustand 2002 und im Betriebszustand 2030 habe erreicht
werden können.
Die Beschwerdeführer bestreiten zwar, dass diese Parzellen bereits überbaut
seien und belegen dies mit einem Foto; dies ist aber nicht entscheiderheblich.
Entscheidend ist vielmehr, dass mit relativ einfachen gestalterischen Mitteln
(z.B. leichtes Abdrehen der Bauten, Anordnung der lärmempfindlichen Räume und
der Fenster) die Immissionsgrenzwerte im gesamten Quartierplangebiet
eingehalten werden können. Dies wird von den Beschwerdeführern nicht
bestritten. Insofern erscheint die Annahme der Vorinstanz, dass solche
Massnahmen auch genügen würden, um die Immissionsgrenzwerte im Jahr 2030 auf
den Parzellen der Beschwerdeführer einzuhalten, plausibel und jedenfalls nicht
offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG).

5.5 Art. 13 Abs. 4 lit. b LSV bestimmt, dass auf eine Sanierung verzichtet
werden kann, wenn aufgrund des kantonalen Bau- und Planungsrechts am Ort der
Lärmimmissionen planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen getroffen
werden, mit denen die Immissionsgrenzwerte bis zum Ablauf der festgesetzten
Fristen eingehalten werden können.
Diese Bestimmung ist vorliegend nicht anwendbar, wie die Beschwerdeführer
richtig darlegen: Es sind keine Massnahmen aufgrund des kantonalen Bau- und
Planungsrechts (das auch das kommunale Recht mitumfasst) getroffen worden oder
bis zum Ablauf der Sanierungsfrist (d.h. bis zum 1. März 2015; vgl. Art. 17
Abs. 4 lit. a LSV) projektiert.
Dies schliesst es jedoch nicht von vornherein aus, bei der für die Gewährung
von Erleichterungen gebotenen Interessenabwägung zu berücksichtigen, dass der
Immissionsgrenzwert durch planerische, gestalterische oder bauliche Massnahmen
gemäss USG eingehalten werden kann. Zweck des Umweltschutzgesetzes ist es,
Menschen (und nicht unüberbaute Grundstücke) vor schädlichen und lästigen
Immissionen zu schützen. Dieses Ziel wird auch dann erreicht, wenn die
Belastungsgrenzwerte nach der Überbauung der Parzellen eingehalten werden
können (so auch BGE 131 II 616 E. 4.2 S. 625 f.).

5.6 Den Beschwerdeführern ist allerdings einzuräumen, dass es nicht angeht, den
Anlagebetreiber durch die Gewährung von Erleichterungen zu Lasten der
lärmbelasteten Grundeigentümer von seiner Sanierungspflicht und den damit
verbundenen Kosten (vgl. Art. 16 LSV) zu befreien.
Gemäss Art. 31 Abs. 3 LSV trägt der Eigentümer die Kosten von bauseitigen
Lärmschutzmassnahmen im Baubewilligungsverfahren. Die Gesetzmässigkeit dieser
Bestimmung ist allerdings umstritten (vgl. ALAIN GRIFFEL, Die Grundprinzipien
des schweizerischen Umweltrechts, Zürich 2001, Rz. 262 S. 195 f.; HERIBERT
RAUSCH/ARNOLD MARTI/ALAIN GRIFFEL, Umweltrecht, Zürich 2004, Rz. 111 S. 40;
ALAIN GRIFFEL/HERIBERT RAUSCH, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband
zur 2. Aufl., Zürich 2011, Art. 22 N. 11 S. 310). In BGE 132 II 371 E. 3.3
entschied das Bundesgericht, dass die Kosten einer Lärmschutzmauer nicht allein
den Grundeigentümern aufgebürdet werden dürften, sondern zumindest teilweise
vom Kanton als (damaligem) Werkeigentümer und Bauherrn der Autobahn zu tragen
seien (ähnlich BEATRICE WAGNER PFEIFER, Umweltrecht I, 3. Aufl., Rz. 573).
Dieses Urteil wurde in der Literatur kritisiert, weil es gegen das
Verursacherprinzip verstosse, wenn der Kanton als lärmverursachender
Werkeigentümer die Kosten (teilweise) auf die lärmbelasteten Grundeigentümer
überwälze (THOMAS HERZOG, SJZ 103/2007 S. 217 ff., insbes. S. 221 f.; ALAIN
GRIFFEL, Urteilsanmerkung, URP 2006 S. 702 ff.; ANNE-CHRISTINE FAVRE, La
protection contre le bruit dans la loi sur la protection de l'environnement,
Diss. Lausanne 2002, S. 276; dieselbe, Urteilsanmerkung, RDAF 2007 I S. 487
f.).
Anders als im Fall BGE 132 II 371 ist vorliegend ein Sanierungsverfahren
hängig. In diesem Verfahren ist der Anlageninhaber kostenpflichtig (Art. 2 USG;
Art. 16 LSV); er muss grundsätzlich alle Massnahmen finanzieren, die zur
Einhaltung der Immissionsgrenzwerte erforderlich sind. Werden Erleichterungen
erteilt, dürfen diese nicht dazu führen, dass den Grundeigentümern erhebliche
Mehrkosten für die Überbauung ihrer Parzellen entstehen.
5.6.1 Vorliegend wird die N08 durch den Einbau eines lärmarmen Belags (d.h.
einer Massnahme an der Quelle gemäss Art. 13 Abs. 3 LSV) weitgehend saniert.
Der Immissionsgrenzwert wird auf den Parzellen der Beschwerdeführer erst gegen
Ende des Betrachtungszeitraums (2030) und geringfügig (um rund 1 dB(A) nachts)
an gewissen Orten (im 3. Obergeschoss ca. 7.5 m über Terrain) überschritten.
Solange die Parzellen unüberbaut sind, bedarf es keiner zusätzlichen
Lärmschutzmassnahmen. Im Falle ihrer Überbauung ist davon auszugehen, dass die
Immissionsgrenzwerte durch einfache bauliche und gestalterische Massnahmen
eingehalten werden können, ohne erhebliche Mehrkosten oder wesentliche
Einschränkungen der Überbaubarkeit (vgl. oben, E. 5.4).
5.6.2 Allerdings sind Verkehrs- und Lärmprognosen mit Unsicherheiten behaftet.
Sollte sich im Zeitpunkt der Überbauung der Parzellen ergeben, dass einfache
bauseitige Massnahmen nicht ausreichen, sondern erhebliche Zusatzkosten für die
Einhaltung der Immissionsgrenzwerte auf den Parzellen der Beschwerdeführer
anfallen, so müssten diese Kosten vom Bund als Inhaber der N08 getragen werden.
Dies ist in Form einer Auflage in der Plangenehmigungsverfügung festzuhalten.

5.7 Mit diesem Vorbehalt durften die Vorinstanzen davon ausgehen, dass ein
Missverhältnis zwischen den Kosten und den betrieblichen Nachteilen eines
Lärmschutzwalls einerseits und dem mit ihm erzielbaren Nutzen andererseits
besteht und deshalb auf die Errichtung eines Lärmschutzwalls verzichten. Die
Gewährung von Erleichterungen für die prognostizierte geringfügige
Überschreitung des Immissionsgrenzwerts auf den Parzellen der Beschwerdeführer
im Betriebszustand 2030 verletzt deshalb (mit der gebotenen Auflage betreffend
allfällige Mehrkosten) Bundesrecht nicht.

6.
Die Beschwerdeführer rügen schliesslich, das Bundesverwaltungsgericht sei auf
ihren Antrag, die Erleichterungen im gesamten Bereich von Alpnachstad Westseite
zu verweigern, zu Unrecht nicht eingetreten. Würden in Bezug auf die Parzellen
Nrn. 213 und 907 Lärmschutzhindernisse erstellt, käme dies auch ihren Parzellen
zugute.

6.1 Die Parzelle Nr. 213 schliesst südlich an die Parzelle der Beschwerdeführer
an und ist lärmmässig mit dieser vergleichbar. Insofern ist nach dem oben (E.
5) Gesagten davon auszugehen, dass auch auf diesen Parzellen die
Immissionsgrenzwerte mit einfachen bauseitigen Massnahmen eingehalten werden
können und deshalb weitere Sanierungsmassnahmen unterbleiben dürfen. Es kann
daher (wie schon in BGE 131 II 616 E. 4.1 S. 625) offengelassen werden, ob die
Beschwerdeführer berechtigt wären, die diesbezüglich gewährte Erleichterung
anzufechten. Jedenfalls sind sie nicht befugt, die Ergänzung der
PIangenehmigung mit einem Kostenvorbehalt zugunsten der Eigentümer der Parzelle
Nr. 213 zu verlangen.

6.2 Inwiefern eine Sanierungspflicht auch für die Parzelle Nr. 907 (mit Remise
der SBB) besteht, wird von den Beschwerdeführern nicht dargelegt und ist auch
nicht ohne Weiteres ersichtlich.

6.3 Unter diesen Umständen ist der Antrag auf Rückweisung der Sache an die
Vorinstanz zur Prüfung von Sanierungsmassnahmen für die Parzellen Nrn. 213 und
907 abzuweisen.

7.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die
Plangenehmigung mit dem Vorbehalt zu versehen, dass allfällige erhebliche
Mehrkosten zur Einhaltung der Immissionsgrenzwerte bei der Überbauung der
Parzellen der Beschwerdeführer vom Bund (ASTRA) als Sanierungspflichtigen zu
tragen sind. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Beschwerdeführer die um einen
Drittel reduzierten Gerichtskosten (Art. 66 BGG). Sie haben Anspruch auf eine
Parteientschädigung für das vorinstanzliche Gerichtsverfahren (Art. 116 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Enteignung vom 20. Juni 1930 [EntG: SR 711]) und
auf eine reduzierte Parteientschädigung vor Bundesgericht (Art. 68 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziff. 8 der
Plangenehmigung Nr. 533-331 vom 16. Februar 2011 wird wie folgt geändert:
"Allfällige erhebliche Mehrkosten zur Einhaltung der Immissionsgrenzwerte bei
der Überbauung der Parzellen Nrn. 1386, 2388 und 2390 Grundbuch Alpnach sind
vom Bund (ASTRA) zu tragen. Im Übrigen ist die Einsprache der Erbengemeinschaft
X.________ sel. vom 8. Mai 2010 abzuweisen".
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.

3.
Die Eidgenossenschaft (ASTRA) hat die Beschwerdeführer für das
bundesgerichtliche und das vorangegangene Verfahren mit Fr. 4'000.-- zu
entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Bundesamt für Strassen (ASTRA),
dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
(UVEK) und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Juni 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Die Gerichtsschreiberin: Gerber