Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.120/2012
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_120/2012

Urteil vom 21. Juni 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Marazzi, von Werdt,
Gerichtsschreiber V. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Z.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I.
Zivilkammer, vom 17. November 2011.

Sachverhalt:

A.
In der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamts Zürich 6 gegen X.________
ersuchte Z.________ mit Eingabe vom 29. Juni 2011 den Einzelrichter im
summarischen Verfahren des Bezirksgerichts Zürich um definitive Rechtsöffnung.

B.
Mit Schreiben vom 4. Juli 2011 lud das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht
Audienz, X.________ zwecks mündlicher Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch
auf den 9. August 2011 zu einer Verhandlung vor. Am 29. Juli 2011 überbrachte
X.________ dem Bezirksgericht ein Gesuch um Verschiebung des Termins vom 9.
August 2011. Das Bezirksgericht wies dieses Gesuch gleichentags ab. Dagegen
erhob X.________ Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich (Eingabe vom
15. September 2011).

C.
In Abwesenheit von X.________ erteilte das Bezirksgericht Z.________ in der
Betreibung ... des Betreibungsamts Zürich 6 für Fr. 53'766.-- nebst Zins zu 5 %
seit 27. August 2010 die definitive Rechtsöffnung; X.________s
Armenrechtsgesuch wies es ab (Verfügung und Urteil vom 9. August 2011).
X.________ nahm diese Entscheide am 19. September 2011 in Empfang und erhob
dagegen mit Eingabe vom 29. September 2011 Beschwerde beim Obergericht des
Kantons Zürich.

D.
Das Obergericht trat auf die Beschwerde vom 15. September 2011 (Bst. B) nicht
ein und wies diejenige vom 29. September 2011 (Bst. C) ab; desgleichen
X.________s Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren
(Urteil vom 17. November 2011).

E.
Mit Eingabe vom 1. Februar 2012 wendet sich X.________ ("Beschwerdeführer") an
das Bundesgericht. Er beantragt, die Vorladung des Bezirksgerichts Zürich vom
4. Juli 2011 "abzunehmen, die Fristen wiederherzustellen und zur
Hauptverhandlung neu vorzuladen". Die Verfügung des Bezirksgerichts vom 29.
Juli 2011 und dessen Entscheide vom 9. August 2011 seien "ex tunc nichtig zu
erklären" und aufzuheben; ebenso das Urteil des Obergerichts vom 17. November
2011. Weiter ersucht der Beschwerdeführer darum, der Beschwerde die
aufschiebende Wirkung und ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.
Schliesslich stellt er das Begehren, eine öffentliche Hauptverhandlung
durchzuführen und "die Namen der untersuchenden, beratenden, beurteilenden &
verkündenden Personen selbstverständlich bekannt zu geben".

Den zuletzt wiedergegebenen Antrag wies das Bundesgericht mit Mitteilung vom 6.
Februar 2012 ab. Indes erkannte die Präsidentin der II. zivilrechtlichen
Abteilung der Beschwerde mit Verfügung vom 24. Februar 2012 die aufschiebende
Wirkung zu.

Das Bundesgericht hat die kantonalen Akten, in der Sache jedoch keine
Vernehmlassung eingeholt.

Erwägungen:

1.
1.1 Das Bundesgericht überprüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob
eine Beschwerde zulässig ist (BGE 135 III 212 E. 1 S. 216; 134 III 115 E. 1 S.
117, je mit Hinweisen).

1.2 Die rechtzeitig eingereichte Beschwerde richtet sich gegen den Entscheid
einer letzten kantonalen Instanz in einer vermögensrechtlichen
Schuldbetreibungs- und Konkurssache, deren Streitwert Fr. 30'000.-- übersteigt
(Art. 72 Abs. 2 lit. a, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1 und Art. 100
BGG). Soweit das Obergericht die kantonale Beschwerde gegen das Urteil und die
Verfügung des Bezirksgerichts vom 9. August 2011 (s. Sachverhalt Bst. C)
abweist, ist sein Urteil ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Dagegen ist
die Beschwerde in Zivilsachen zulässig.

1.3 Das Obergericht hat auch die Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. Juli
2011 (s. Sachverhalt Bst. B) beurteilt, mit der das Bezirksgericht das Gesuch
des Beschwerdeführers um Verschiebung der auf den 9. August 2011 anberaumten
Rechtsöffnungsverhandlung abgelehnt hatte. Nachdem die Verhandlung am 9. August
2011 aber stattgefunden und das Bezirksgericht Z.________
("Beschwerdegegnerin") die Rechtsöffnung gleichentags erteilt hat, kommt dem
Streit um die Verschiebung der Verhandlung allein keine selbständige Bedeutung
mehr zu; die in diesem Zusammenhang erhobenen Vorwürfe prüft das Bundesgericht
im Rahmen der Beurteilung der Beschwerde gegen den Endentscheid (E. 1.2).

1.4 Soweit der Beschwerdeführer beantragt, die erstinstanzlichen Entscheide des
Bezirksgerichts aufzuheben bzw. nichtig zu erklären, ist auf seine Beschwerde
nicht einzutreten, denn vor Bundesgericht ist nur der Entscheid der letzten
kantonalen Instanz anfechtbar (Art. 75 Abs. 1 BGG).

1.5 Der Beschwerdeführer verlangt, es sei ein Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1-3
i.Vm. Art. 13 EMRK "[mit] dem gesetzlich zuständigen Richter gemäss Art. 265a
SchKG mit öffentlicher Hauptverhandlung unverzüglich durchzuführen". Was er
damit genau meint, bleibt unklar. Soweit er die Durchführung einer mündlichen
Parteiverhandlung vor Bundesgericht (Art. 57 BGG) verlangt, begründet er seinen
Antrag nicht näher, so dass darauf nicht eingetreten werden könnte. Bezieht
sich das Begehren hingegen auf die neue Hauptverhandlung, die gemäss Ziffer 1
seiner Anträge anberaumt werden soll, so käme dem Antrag keine eigenständige
Bedeutung zu.

1.6 Im ordentlichen Beschwerdeverfahren sind vor Bundesgericht in rechtlicher
Hinsicht alle Rügen gemäss Art. 95 f. BGG zulässig. Das Bundesgericht wendet
das Recht in diesem Bereich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und prüft
mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst
sich aber nur mit formell ausreichend begründeten Rügen (BGE 134 III 102 E. 1.1
S. 104 f.; s. auch Urteil 5A_92/2008 vom 25. Juni 2008 E. 2.3). Nach Art. 42
Abs. 2 BGG ist in der Begründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der
angefochtene Akt Recht verletzt. Der Beschwerdeführer muss auf den
angefochtenen Entscheid eingehen und im Einzelnen aufzeigen, worin eine
Verletzung von Bundesrecht liegt; er soll im Schriftsatz mit seiner Kritik an
den Erwägungen der Vorinstanz ansetzen, die er als rechtsfehlerhaft erachtet
(vgl. BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; Urteil 4A_22/2008 vom 10. April 2008 E. 1).
Allgemein gehaltene Einwände, die er ohne aufgezeigten oder erkennbaren
Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgründen vorbringt, genügen nicht (BGE
116 II 745 E. 3 S. 749).

Für Vorbringen betreffend die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gilt
überdies das Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste
Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche
Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind.
Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich
belegte Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik
am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
Bei alledem ist das Bundesgericht an den Sachverhalt gebunden, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Gegen die tatsächlichen
Feststellungen der Vorinstanz kann der Beschwerdeführer lediglich einwenden,
sie seien offensichtlich unrichtig, das heisst willkürlich (BGE 133 II 249 E.
1.2.2. S. 252, mit Hinweisen), oder würden auf einer anderen Rechtsverletzung
im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Urteil 5A_374/2010 vom 9. Juli 2010 E. 1),
was wiederum präzise geltend zu machen ist (Rügeprinzip; Art. 106 Abs. 2 BGG).

2.
2.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, gemäss Art. 56 Abs. 1 lit. b
Ziff. 2 SchKG dürfen Betreibungshandlungen nicht während der Betreibungsferien,
nämlich vom 15. Juli bis und mit dem 15. August vorgenommen werden. Die
"Terminierung einer betreibungsrechtlichen Verhandlung auf den 09.08.2011
während der Betreibungsferien [sei] bereits gesetzeswidrig erfolgt" und erfülle
den "Tatbestand der unrichtigen Rechtsanwendung".

2.2 Soweit der Beschwerdeführer damit behauptet, die Rechtsöffnungsverhandlung
sei auf einen Termin in den Betreibungsferien gelegt worden, verkennt er, dass
diese gemäss der gegenwärtig massgeblichen Fassung von Art. 56 Ziff. 2 SchKG
vom 15. Juli bis zum 31. Juli dauern. Zwar bestimmt die Schweizerische
Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) in Anhang 1 Ziffer II
17, dass Art. 56 SchKG abgeändert wird. Gemäss dieser neuen, in Art. 56 Abs. 1
lit. b Ziff. 2 SchKG enthaltenen und auch vom Beschwerdeführer zitierten
Fassung dauern die Betreibungsferien vom 15. Juli bis zum 15. August. In seinem
Beschluss zur Inkraftsetzung der ZPO vom 31. März 2010 hat der Bundesrat den
erwähnten Artikel 56 SchKG allerdings nicht in Kraft gesetzt (AS 2010 1836),
womit die alte Fassung von Art. 56 SchKG weiterhin gilt und die
Betreibungsferien am 31. Juli enden. Nachdem der Beschwerdeführer dieses
Vorgehen nicht in Frage stellt, erübrigen sich diesbezügliche Weiterungen.

3.
Zu prüfen ist weiter, wie es um die Zustellung der Vorladung zur
Gerichtsverhandlung vom 9. August 2011 bestellt ist, denn der Beschwerdeführer
beruft sich auch darauf, diese sei ihm während der Betreibungsferien am 28.
Juli 2011 zugestellt worden.

3.1 Die bezirksgerichtliche Vorladung zur Rechtsöffnungsverhandlung datiert vom
4. Juli 2011. Der Versand am selben Tag erfolgte - auch unter Berücksichtigung
der vom 15. bis 31. Juli dauernden Betreibungsferien - rechtzeitig im Sinne von
Art. 134 ZPO, das heisst mehr als zehn Tage vor dem Erscheinungstermin vom 9.
August 2011. Wann die Vorladung dem Beschwerdeführer zugestellt wurde, lässt
sich dem angefochtenen Entscheid allerdings nicht entnehmen. Weil der
Beschwerdeführer mit einem Rechtsöffnungsverfahren bzw. mit der Zustellung
richterlichen Verfügungen nicht rechnen musste, kann die Zustellung der
Vorladung jedenfalls nicht gestützt auf Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO als am
siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch erfolgt gelten (vgl. daz
Urteil 5D_130/2011 vom 22. September 2011 E. 2.1). Abzustellen ist demnach auf
den Tag des 28. Juli 2011, an dem der Beschwerdeführer die Vorladung seinen
eigenen Angaben zufolge entgegengenommen hat. Die Zustellung der Vorladung vom
4. Juli 2011 ist also während der Betreibungsferien erfolgt.

3.2 Damit stellt sich die Frage, ob die Zustellung der Vorladung zu einer
mündlichen Rechtsöffnungsverhandlung überhaupt eine Betreibungshandlung im
Sinne von Art. 56 Ziff. 2 SchKG ist. Diese Frage ist in der Lehre nicht
unumstritten (bejahend etwa THOMAS BAUER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz
über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. Aufl. 2010, N 29a zu Art. 56 SchKG;
kritisch demgegenüber PIERRE-ROBERT GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale
sur la poursuite pour dettes et faillite, 1999, Artikel 1-88, N 31 zu Art. 56
SchKG). Der kantonalen Rechtsprechung lässt sich entnehmen, dass die Verfügung,
mit welcher der Richter dem Schuldner eine Frist zur schriftlichen
Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch setzt, als Betreibungshandlung im Sinne
von Art. 56 SchKG qualifiziert wurde (Urteil des Obergerichts des Kantons
Schaffhausen vom 4. April 1997, in: BlSchK 1997 S. 193). Das Bundesgericht hat
sich zur Thematik bis anhin nicht abschliessend geäussert, sondern lediglich
erkannt, dass die Erteilung der Rechtsöffnung selbst als Betreibungshandlung
anzusehen ist und deshalb während der Betreibungsferien weder eine mündliche
Rechtsöffnungsverhandlung abgehalten noch die Rechtsöffnung ausgesprochen
werden darf (BGE 115 III 91 E. 3a S. 93 mit Hinweisen). Welche Bewandtnis es
mit der blossen Zustellung der Vorladung zu einer Rechtsöffnungsverhandlung
hat, kann im vorliegenden Fall jedoch offenbleiben, und zwar aus folgendem
Grund:

3.3 Selbst wenn der streitige prozessuale Akt als Betreibungshandlung im Sinne
von Art. 56 Ziff. 2 SchKG anzusehen wäre, hätte dies jedenfalls nicht zur
Folge, dass die Zustellung der Vorladung im Sinne von Art. 22 SchKG nichtig
wäre. Vielmehr würde die Zustellung ihre Rechtswirkungen einfach am ersten Tag
nach Ablauf der Betreibungsferien entfalten (BGE 121 III 284 E. 2b S. 285 mit
Hinweisen) - in diesem Fall erst am 2. August 2011, denn der 1. August 2011 ist
ein staatlich anerkannter Feiertag im Sinne von Art. 56 Ziff. 1 SchKG (Art. 1
Abs. 1 der Verordnung vom 30. Mai 1994 über den Bundesfeiertag; SR 116). Der
Beschwerdeführer müsste sich durch die Zustellung der Vorladung also nicht vor
Ablauf der Betreibungsferien stören lassen. Nachdem er aber nicht bestreitet,
die Vorladung tatsächlich entgegengenommen zu haben, würde sich - falls von
einer Betreibungshandlung auszugehen wäre - nur mehr die Frage stellen, ob ihm
trotz der bis zum 2. August 2011 aufgeschobenen Rechtswirksamkeit der
Zustellung noch genügend Zeit verblieben wäre, um sich auf die
Rechtsöffnungsverhandlung vom 9. August 2011 vorzubereiten. In Anbetracht der
Tatsache, dass der Rechtsöffnungsprozess im summarischen Verfahren
durchzuführen ist (Art. 251 lit. a ZPO) und sogar die Konkursverhandlung nur
drei Tage vorher angezeigt werden muss (Art. 168 SchKG), erscheint der Zeitraum
von sieben Tagen nicht als zu kurz. Dass er damit nicht genügend Zeit gehabt
hätte, seinen verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör wahrzunehmen,
eine (formelle) Rechtsverweigerung mithin aus diesem Grund vorläge, macht der
Beschwerdeführer jedenfalls nicht in einer Weise gelten, die den Anforderungen
des Rügeprinzips (E. 1.6) genügen würde.

3.4 Soweit der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid mit dem Argument
umzustossen versucht, die Vorladung zur Rechtsöffnungsverhandlung sei ihm in
gesetzeswidriger Weise während der Betreibungsferien zugestellt worden, und
daraus deren Nichtigkeit ableitet, erweist sich seine Beschwerde also als
unbegründet.

4.
Weiter wirft der Beschwerdeführer dem Obergericht vor, es schütze die Verfügung
vom 29. Juli 2011, mit der das Bezirksgericht seinen Antrag um Verschiebung
abgewiesen hatte. Er stellt sich auf den Standpunkt, diese Verfügung vom 29.
Juli 2011 sei nichtig. Die Nichtigkeit eines Entscheids ist jederzeit von
sämtlichen rechtsanwendenden Behörden von Amtes wegen zu beachten (BGE 133 II
366 E. 3.1 S. 367). Im vorliegenden Fall hätte sie zur Folge, dass die
Abweisung des Verschiebungsgesuchs als nicht erfolgt zu gelten hätte, die
Rechtsöffnungsverhandlung demnach zu Unrecht in Abwesenheit des
Beschwerdeführers durchgeführt worden wäre.

4.1 Der Beschwerdeführer erblickt den Nichtigkeitsgrund zunächst darin, dass
die besagte Verfügung in Verletzung von Art. 238 lit. f ZPO, Art. 18 Abs. 2 der
Verfassung des Kantons Zürich vom 27. Mai 2005 (KV/ZH), der Bundesverfassung,
der EMRK und des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte
vom 16. Dezember 1966 (SR 0.103.2) keine Rechtsmittelbelehrung enthalte; darin
liege auch eine Verletzung seines Anspruchs "auf formelles und materielles
Gehör". Darüber hinaus will der Beschwerdeführer weitere Eröffnungsmängel
ausgemacht haben, die einer Verletzung von Art. 238 ZPO gleichkommen: In der
Verfügung sei keine Zusammensetzung des Gerichts und auch kein namentlich
genannter Richter aufgeführt (Art. 238 lit. a ZPO); die Parteien würden nur
mangelhaft und Vertreter überhaupt nicht genannt (Art. 238 lit. c ZPO). "In
totaler Geheimjustiz" würden weder die Personen noch die Behörden genannt,
denen die Verfügung mitzuteilen ist (Art. 238 lit. e ZPO). Ebenso fehle die
Unterschrift des Gerichts im Sinne von Art. 238 lit. h ZPO, weil die
unterzeichnende Kanzleisekretärin Y.________ kein Gericht sei.

Nach der Rechtsprechung ist nicht jede mangelhafte Eröffnung, insbesondere auch
nicht die Eröffnung ohne Rechtsmittelbelehrung, schlechthin nichtig. Aus dem
Grundsatz, dass einer Partei aus einer mangelhaften Eröffnung keine Nachteile
erwachsen dürfen, folgt vielmehr, dass dem beabsichtigten Rechtsschutz auch
dann Genüge getan ist, wenn eine objektiv mangelhafte Eröffnung trotz des
Mangels ihren Zweck erreicht. Das bedeutet nichts anderes, als dass im
konkreten Einzelfall zu prüfen ist, ob die betroffene Partei durch den gerügten
Eröffnungsmangel tatsächlich irregeführt und dadurch benachteiligt worden ist.
In diesem Sinne findet die Berufung auf Formmängel ihre Grenzen am Grundsatz
von Treu und Glauben, der auch in diesem prozessualen Bereich gilt (BGE 106 V
93 E. 2a S. 97). Im vorliegenden Fall war der - nach den Feststellungen des
Obergerichts prozesserfahrene - Beschwerdeführer offensichtlich in der Lage,
gegen die Verfügung vom 29. Juli 2011 rechtzeitig und gesetzeskonform ein
Rechtsmittel zu ergreifen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern dem
Beschwerdeführer ein Nachteil daraus erwachsen ist, dass die angefochtene
Verfügung keine Rechtsmittelbelehrung enthielt. Von einer Nichtigkeit kann
keine Rede sein, ebenso wenig von einer Gehörsverletzung oder von einer
Verletzung der in Art. 18 Abs. 2 KV/ZH enthaltenen Vorschrift, wonach die
Parteien Anspruch auf einen begründeten Entscheid mit Rechtsmittelbelehrung
haben. Denn auch auf Art. 18 Abs. 2 KV/ZH kann sich nur berufen, wem aus der
Unterlassung der Rechtsmittelbelehrung ein Nachteil erwachsen ist (vgl. BGE 132
I 92 E. 1.6 S. 96). Soweit sich der Beschwerdeführer auf die Bundesverfassung,
die EMRK und den Internationalen Pakt beruft, zeigt er nicht auf, welche
Bestimmungen verletzt sein sollen; darauf ist nicht einzutreten.
Hinsichtlich der weiteren geltend gemachten Eröffnungsmängel erscheint
fraglich, ob Art. 238 ZPO auf prozessleitende Verfügungen von der Art der hier
streitigen überhaupt Anwendung findet. Denn gemäss ihrer systematischen
Einordnung im Gesetz bezieht sich diese Vorschrift auf End- und auf
Zwischenentscheide im Sinne von Art. 236 und 237 ZPO. Die Frage kann aber
offenbleiben, denn auch die übrigen vorgetragenen Eröffnungsmängel hätten
jedenfalls nicht die Nichtigkeit der Verfügung vom 29. Juli 2011 zur Folge, da
keinerlei Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer dadurch
irregeführt oder benachteiligt wurde.

4.2 Der Beschwerdeführer hält die Verfügung vom 29. Juli 2011 auch für nichtig
im Sinne von Art. 22 SchKG. Es liege nicht im öffentlichen Interesse, wenn die
Kanzleisekretärin Y.________, die "ohne jegliche richterliche oder amtliche
Kognitionsbefugnis den Tatbestand der Amtsanmassung" erfülle, die von ihm
"unbestritten und unwiderlegt" eingereichten Beweismittel unterdrücke und damit
seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletze. Der Beschwerdeführer zeigt
nicht auf, welche Beweismittel im Einzelnen unterdrückt worden sein sollen.
Ebenso wenig ist mit solch undifferenzierten Anwürfen an die Adresse der ersten
Instanz eine Gehörsverletzung darzutun. Die erhobenen Vorwürfe entbehren mithin
schon in tatsächlicher Hinsicht jeglicher Grundlage.

5.
Schliesslich beharrt der Beschwerdeführer darauf, dass sein Gesuch vom 29. Juli
2011 um Verschiebung der Rechtsöffnungsverhandlung vom 9. August 2011 hätte
gutgeheissen werden müssen.

5.1 Erneut beruft sich der Beschwerdeführer auf die Email vom 3. Mai 2011
betreffend seine Einschreibung für einen Kurs an der Harvard Medical School,
die er seinem Verschiebungsgesuch beigelegt hatte, und auf die im
Beschwerdeverfahren eingereichten Kopien von Boarding Pass-Abschnitten, die
seine Flugreisen zwischen dem 29. Juli und 15. August 2011 aufzeigen. Mit der
vorinstanzlichen Feststellung, dass die besagte Email keinen Aufschluss darüber
gebe, ob er tatsächlich zum Kurs zugelassen wurde, setzt sich der
Beschwerdeführer aber nicht auseinander. Die Boarding Pass-Abschnitte hat das
Obergericht als echte Noven gestützt auf Art. 326 ZPO aus dem Recht gewiesen.
Auch darauf geht der Beschwerdeführer mit keinem Wort ein. Stattdessen prangert
er die Oberrichter als "absolut bösgläubig und realitätsfern" an und besteht
darauf, dass "während der allgemeinen Ferienzeit nach gesundem Menschenverstand
keine Flüge kurzfristig nach Wunsch zu erschwinglichen Preisen gebucht werden
können"; wenn die Vorinstanz den Flugplan der Fluggesellschaft Swiss
wiedergebe, garantiere dies "nach menschlichem Ermessen keinesfalls [...] die
ohne Beweismittel behauptete Verfügbarkeit irgend eines freien Platzes". Weiter
versucht er sich damit zu rechtfertigen, er habe bei den Anfang Mai 2011
erfolgten Buchungen über keinerlei Mitsprache verfügt und hätte sich ein
kurzfristiges Flugticket gar nicht leisten können; auch hätten ihm die
Vorinstanzen ausserplanmässig anfallende Kostenbeteiligungen nicht in Aussicht
gestellt, obwohl die Reisedaten und seine Mittellosigkeit bekannt gewesen
seien.

Allein mit derlei appellatorischen Vorbringen vermag der Beschwerdeführer den
angefochtenen Entscheid jedoch nicht zu erschüttern. Das Obergericht hielt
fest, so lange ein Gericht ein Verschiebungsgesuch nicht beantwortet habe,
müsse von der Gültigkeit der Vorladung ausgegangen werden; eine Partei könne
einen gerichtlichen Termin nicht einfach mit der Begründung platzen lassen, sie
sei nicht über die Ablehnung des Verschiebungsgesuchs orientiert worden. Daher
habe sich der Beschwerdeführer selbst zuzuschreiben, wenn er es nach seiner am
29. Juli 2011 erfolgten Abreise in die USA unterliess, sich beim Gericht nach
seinem Verschiebungsgesuch zu erkundigen. Dem hat der Beschwerdeführer nichts
Substanzielles entgegenzusetzen. Insbesondere macht er auch nicht geltend, dass
er nicht in der Lage gewesen wäre, während seiner Reise beim Bezirksgericht den
Stand der Dinge in Erfahrung zu bringen.

5.2 Der Beschwerdeführer rügt auch eine Verletzung von Art. 135 lit. b ZPO,
wonach das Gericht den Erscheinungstermin aus zureichenden Gründen verschieben
kann, wenn es vor dem Termin darum ersucht wird. Weder in der ZPO "noch im
entsprechenden Kommentar" sei eine Bedingung enthalten, wonach eine zu
bevollmächtigende Drittperson als Vertretung bestimmt werden müsse. Eine solche
Bedingung verletze auch Art. 6 Ziff. 3 EMRK, wonach er als Beschwerdeführer das
Recht habe, sich selbst zu vertreten oder durch einen Anwalt seiner Wahl
vertreten zu lassen; dazu gehöre auch der Anspruch auf unentgeltliche
Rechtspflege. Wenn es ihm entgegen dem im Verschiebungsgesuch gestellten Antrag
keinen unentgeltlichen Rechtsbeistand bestelle, solle das Gericht es selbst
verantworten müssen, dass er sich nicht habe vertreten lassen können.

Dass dem Beschwerdeführer die Verschiebung mit der Begründung verweigert worden
wäre, er habe für die Rechtsöffnungsverhandlung vom 9. August 2011 keinen
(Prozess-)Vertreter bestimmt, lässt sich weder dem angefochtenen Entscheid des
Obergerichts noch der bezirksgerichtlichen Verfügung vom 29. Juli 2011
entnehmen. Der Grund für die - vom Obergericht bestätigte - Abweisung seines
Verschiebungsgesuchs war, dass der Beschwerdeführer seine Abwesenheit am
Verhandlungstermin nicht belegt hatte. Fehlte es aber an diesem Nachweis, so
durfte das Bezirksgericht das Verschiebungsgesuch schon aus diesem Grund
abweisen, und es kann offenbleiben, ob der Beschwerdeführer seine Rechte an der
Verhandlung allenfalls durch eine andere Person hätte wahrnehmen können bzw.
müssen. Im Übrigen vermöchte der Beschwerdeführer seine Abwesenheit am
anberaumten Verhandlungstermin auch nicht damit zu entschuldigen, dass er um
unentgeltliche Verbeiständung ersucht habe, diese aber nicht gewährt worden
sei. Denn entgegen dem, was der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, folgt
allein aus der Verweigerung einer verlangten Terminverschiebung keine Pflicht
zur Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung.

6.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet.
Sie ist abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. In der
Hauptsache bleibt es somit dabei, dass der Beschwerdegegnerin in der Betreibung
Nr. ... des Betreibungsamts Zürich 6 für Fr. 53'766.-- nebst Zins zu 5 % seit
27. August 2010 die definitive Rechtsöffnung erteilt wird (s. Sachverhalt Bst.
C). Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, müssen die vor Bundesgericht
gestellten Rechtsbegehren des Beschwerdeführers als von Anfang an aussichtslos
bezeichnet werden. Damit fehlt es an einer materiellen Voraussetzung für die
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 64 Abs. 1 BGG). Das
entsprechende Gesuch ist abzuweisen. Die Gerichtskosten sind deshalb dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerdegegnerin
auf eine Vernehmlassung zum Gesuch um aufschiebende Wirkung verzichtet hat und
sich zur Hauptsache nicht zu vernehmen hatte, ist ihr keine Parteientschädigung
geschuldet (Art. 68 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I.
Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Juni 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: V. Monn