Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.588/2012
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_588/2012

Urteil vom 31. August 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Vormundschaftsbehörde der Stadt A.________.

Gegenstand
Aufhebung einer Beistandschaft,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II.
Zivilkammer, vom 16. Juli 2012.

Erwägungen:

1.
Am 19. Januar 2012 ersuchte der Beschwerdeführer bei der Vormundschaftsbehörde
A.________ um Aufhebung der am 17. Dezember 2001 errichteten Beistandschaft
gemäss Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB. Diesen Antrag wies die
angerufene Behörde mit Beschluss vom 30. April 2012 ab. Dieser Beschluss wurde
dem Beschwerdeführer am 4. Mai 2012 zugestellt. Am 16. Mai 2012 (Poststempel:
17. Mai 2012) beschwerte er sich dagegen beim Bezirksrat Zürich, der mit
Beschluss vom 28. Juni 2012 auf die Beschwerde wegen verspäteter Eingabe nicht
eintrat. Das Obergericht des Kantons Zürich trat auf die gegen den
bezirksrätlichen Beschluss erhobene Berufung mit Beschluss vom 16. Juli 2012
nicht ein.
Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 15. August 2012 gegen den
obergerichtlichen Beschluss beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen
erhoben. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der Beistandschaft. Es sind
keine Vernehmlassungen eingeholt worden.

2.
In der Beschwerde ist in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des
angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte der beschwerdeführenden
Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG;
BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245), wobei eine allfällige Verletzung
verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft
wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich
erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S.
234).

3.
3.1 Das Obergericht hat im Wesentlichen erwogen, nach § 187 GOG/ZH richte sich
das Rechtsmittelverfahren gegen Entscheide der Bezirksräte in
familienrechtlichen Angelegenheiten (Art. 90-456 ZGB) grundsätzlich nach Art.
308 ff. ZPO. Art. 311 ZPO verlange unter anderem eine Begründung der
Rechtsmitteleingabe. In seinen Ausführungen nehme der Beschwerdeführer nicht
ansatzweise Bezug auf die Begründung des angefochtenen bezirksrätlichen
Beschlusses, wonach die Beschwerde an den Bezirksrat gegen den Beschluss der
Vormundschaftsbehörde verspätet erhoben worden sei.

3.2 In seiner Eingabe an das Bundesgericht geht der Beschwerdeführer überhaupt
nicht den vorgenannten Begründungsanforderungen entsprechend (E. 2) auf die
Erwägungen des angefochtenen Beschlusses ein und zeigt auch nicht auf,
inwiefern das Obergericht Bundesrecht verletzt bzw. kantonales Recht
willkürlich angewendet hat.

3.3 Auf die nicht rechtsgenüglich begründete und damit offensichtlich
unzulässige Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1
lit. b BGG) durch die Präsidentin der Abteilung unter Kostenfolge für den
Beschwerdeführer (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Vormundschaftsbehörde der Stadt
A.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich
mitgeteilt.

Lausanne, 31. August 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Zbinden