Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.819/2012
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_819/2012

Urteil vom 8. November 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

1. Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Wilhelm Boner,
2. Z.________ AG,
vertreten durch Proceed Collection Services GmbH,
Beschwerdegegener.

Gegenstand
Hinterlegung (Forderung aus Erbteilung),

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 22. August 2012 des
Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 4. Kammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 22. August
2012 des Obergerichts des Kantons Aargau, das auf eine Berufung der
Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Anordnung der Auszahlung eines
bei der Gerichtskasse A.________ hinterlegten Betrags von Fr. 140'271.40
(Forderung aus Erbteilung) an die Beschwerdegegnerin Nr. 2 nicht eingetreten
ist und der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege verweigert hat,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, auf das haltlose und unzulässige Gesuch der
Beschwerdeführerin um Ablehnung von mehreren Oberrichtern sei nicht
einzutreten, die Beschwerdeführerin sei durch die Parteibezeichnung der
Beschwerdegegnerin Nr. 2 nicht beschwert, weshalb kein Grund zur Abänderung
bestehe, mit der Begründung der erstinstanzlichen Verfügung setze sich die
Beschwerdeführerin nicht auseinander, weshalb auf die Berufung mangels
Begründung nicht einzutreten sei, im Übrigen wäre sie abzuweisen gewesen, weil
der hinterlegte Betrag zu Recht freigegeben worden sei, nachdem die
Beschwerdeführerin trotz Fristansetzung den Prätendentenstreit nicht
eingeleitet habe, schliesslich könne der Beschwerdeführerin die unentgeltliche
Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit nicht gewährt werden,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b
BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und
warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S.
287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E.
1.4 S. 287 f.),
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht in
nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen
eingeht,
dass sie erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand der
obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des Obergerichts
vom 22. August 2012 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass die Beschwerdeführerin ausserdem allein zum Zweck der
Verfahrensverzögerung und damit missbräuchlich prozessiert (Art. 42 Abs. 7
BGG),
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende
und überdies missbräuchliche - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit.
b und c BGG nicht einzutreten ist,
dass der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege für das
bundesgerichtliche Verfahren in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der
Beschwerde nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere
Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche
ohne Antwort abzulegen,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. November 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann