Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 5A.842/2012
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
5A_842/2012

Urteil vom 30. November 2012
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
vertreten durch Fürsprecher Dr. René Müller,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ungültigkeits-, Auskunfts- und Erbteilungsklage,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 30. Oktober 2012 des
Obergerichts des Kantons Aargau (Zivilgericht, 1. Kammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Entscheid vom 30. Oktober
2012 des Obergerichts des Kantons Aargau, das auf eine Berufung des (im Kanton
anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführers gegen ein seine Klage (auf
Ungültigkeit, Auskunft und Erbteilung) abweisendes Urteil des Bezirksgerichts
Lenzburg nicht eingetreten ist,
in das (sinngemässe) Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das
bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, nach Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche
Rechtspflege (am 7. Mai 2012) sei der Beschwerdeführer am 24. Juli 2012 zur
Leistung einer Parteikostensicherheit von Fr. 20'000.-- für das
obergerichtliche Verfahren aufgefordert worden, nach unbenütztem Ablauf der
zweimal, d.h. bis am 6. September 2012 erstreckten Zahlungsfrist habe das
Obergericht dem Beschwerdeführer am 14. September 2012 eine letzte Frist (mit
Androhung des Nichteintretens auf die Berufung bei Säumnis) zur Leistung der
Sicherheit angesetzt, auch innerhalb der am 1. Oktober 2012 endenden Nachfrist
habe der Beschwerdeführer die Kostensicherheit nicht geleistet, weshalb
androhungsgemäss auf die Berufung nicht einzutreten sei (Art. 101 Abs. 3 ZPO),
als unterliegende Partei werde der Beschwerdeführer kosten- (Fr. 1'500.--) und
entschädigungspflichtig (Fr. 20'066.--; Streitwert Fr. 400'000.--),
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu
enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der
angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2
BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b
BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und
warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S.
287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu
begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar
und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen
ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen
Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E.
1.4 S. 287 f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht in
nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen
eingeht, zumal die (mit obergerichtlicher Verfügung vom 7. Mai 2012
entschiedene) Frage der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das
kantonale Verfahren nicht Gegenstand des Entscheids des Obergerichts vom 30.
Oktober 2012 bildete und daher auch nicht Gegenstand des vorliegenden
bundesgerichtlichen Verfahrens sein kann,
dass der Beschwerdeführer erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen
anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Entscheid des
Obergerichts vom 30. Oktober 2012 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende -
Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege für das
bundesgerichtliche Verfahren in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der
Beschwerde nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1
BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge
kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau
schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. November 2012
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann